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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1896-10-09 · 41 (9.10.1896) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
13 (1896)
Issue
41 (9.10.1896)
Date
1896-10-09
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 82i Br. Bloch's Wochenschrift Nr. 41 Briefkasten. Dr. L. B. Wenn die Lehrer antisemitisch Hetzen, dann können sie sicher sein, von Dr. Lueger sympathisch begrüßt zu werde». Andernfalls donnert er sie an: sie hätten außerhalb der «schule nichts zu suchen. Au Viele Einsender. Wie sie aus unserem Blatte ersehen, wurde der Gegenstand erörtert. L. B. Hochmüthig ist der Mann schon genug. Ob er deshalb auch vor dem Fall steht? . . . A. Lächerlich. Es können doch nicht alle Antisemitenführer wegen Gaunereien eingesperrt fein. Ignatz H- Es ist in der That recht nett, Herrn Vergani zu beobachten, wie er Herrn Schönerer mit dem Schrcckgespenste SchmulLeebKohn droht. H. N. Diese antisemitischen Teutonen thun nur so, als ob sie au die Fußtritte vergessen hätten, mit denen Bismarck sie regalirte. Sie spüren sie doch, denn er hat sie an ihrem edelsten T h e i l e getroffen. Ludwig G. Unter den jüdischen Hausirern gibt es solche, die mit der Tapferkeits medaille geschmückt sind. Die Antisemiten glauben Beweise ihres Heldenmuthes geliefert zu haben, wenn sie eine alte, kranke Hausirerin im Gasthause verhöhnen. Rabbiner Dr. A. Tänzer, Totis. fl. 4.60 dankend erhalten. I. M. Wischau. Die Angelegenheit wird von anderer Srite ausführlich behandelt werden. -»- Dr. Max Friedlaender’sche Heirats-Ausstattungs- Stiftung für ein armes Waisenmädchen. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt zur Kenntnis, dass die Zinsen der genannten Stiftung ä ö. W. fl 59.— au ein armes verwaistes Mädchen jüdischer Confession, das sich zu verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Geburts- und Armuths-, einem Sittenzeugnisse feiner dem Nachweise, dass sie verwaist sind, und sich im Brautstande befinden versehenen Gesuche uis 31 Octofaer 1896 Einreichungsprotocoll der israelitischen Cultusgemeinde (X., Seitenstetteugasse 4, I. Stock) während der .Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags, woselbst auch Gesuchsolanquette unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Df! Jaeob Goldenthal’sche Stiftung- Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultnsgemeinde bringt zur Kenntniss, dass das Dr. Jacob Goidenthal’sctie Stipendium ä 45 fl. für einen Studierenden israelitischer Konfession, der die k. k. philosophische Facultät in Wien besucht und sich dem Rabbinats- oder Lehrfache widmet lur das laufende Schuljahr zu verleihen ist. Bedingungen: 1. Der Candidat muss österr.-ung. Staatsangehöriger sein. 2. Zeugnisse beilegen über: a. Moralität, b. Mittellosigkeit, c. seine Immatrikulation an der k. k. Universität in Wien, d. seinen fleissigen von drei Herren Professoren bestätigten Besuch der Vorlesungen, e) Kenntnisse über hebräische und rabbinische Literatur. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage.. Die diessfälligen Gesuche sind im Einreichungsprotocoll (I. Bez. Seitenstettengasse 4, 1. Stock), von 9—2 Uhr bis 31. October 1896 zu überreichen. Jonas Freiherr v. Königswarter’sche Stipendien für Theologen. Der Vorstand der israelitischen Cnltusgemeinde in Wien bringt hiemit zur Kenntniss, dass zwei Jonas Freiherr von Königswartersche Stipendien ä 469 fl. für Hörer jüdischer Theologie, welche gleichzeitig philosophischen Studien an der Wiener Universität obliegen, für das Schuljahr 1896/7 zur Verleihung kommen. Die diesfälligeu Gesuche sammt nachstehenden Beilagen: 1. Geburtsschein, 2. -Heimatsschein über die österr -Ungar. Staatsangehörigkeit. 3. Maturitätszeugniss, 4. Immatriculationsschein der Wiener Universität, 5. Colloquienzeugnisse und 6. Zeugnisse über den dermaligen Betrieb theologischer Studien, sind im Einreichungs-Protokoll der israelitischen Cultusgegemeinde Stadt, Seitenstettengasse 4, 1. Stock, woselbst während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vorm. Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, bis 31. October d. J. zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welche^ Betrage. ffi. L. BiedenMnn’sches Stipendium. Aus der obigen Stiftung „zur Unterstützung mehrerer hiesiger dürftiger israelitischer Knaben, vorzugsweise, wenn sie Waisen sind, während der Zeit, als solche die israelitische Umerrichtsanstalt mit gutem Portgange in Kenntnissen und Sittlichkeit und zur Zufriedenheit der Herren öchulVorsteher und Lehrer besuchen, dann, wenn selbe nach Beendigung des Schulunterrichtes ein Handwerk erlernen, auch durch die Dauer ihrer Lehrzeit“ gelangen 4 Stipendien im Betrage von ä 63 fl. ö. W. zur Verleihung. Die Bewerber um diese Stipendien haben ihre, mit den Schulzeugnissen — eventuell auch mit dem Nachweise ihrer Waisenschaft — belegten, von den betreffenden Religionslehrer der Wiener israelitischen Cultusgemeinde bezüglich der stiiibriefgemässen Würdigkeit begutachteten Gesuche bis 31. October 1896 im Einreichungsprotocoll der israelitischen Cultusgemeinde (I, Seitenstettengasse 4, I. Stock) zu überreichen, woselbst Gesuchstlauquette während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vorm, unentgeltlich zu beheben sind. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Lina Mosenthal’sehe Stiftung für arme Wöchnerinnen. Vom Vorstande der hiesigen israelitischen Cultnsgemeinde wird hiemit zur Keimtuiss gebracht, dass die Zinsen der obigen Stiftung für 3 arme Wöchnerinnen der Wiener israelitischen Cultusgemeinde im Betrage vou je fl. 16 zur Verleihung kommen. Bedingungen: 1) Das Und muss ein ehelich gebornes, lebensfähiges Mädchen sein; 2) Die Eltern desselben sind verpflichtet, dem Kinde nach der bei dem sogenannten „Vorgänge" der Wöchnerinnen üblichen Weise, an einem Sabbattage im Bethause der Cultusgemeinde den Namen „Lina“ unter Hinzufügung der Worte: „Zum Andenken an die verewigte Frau Lina Mosenthal“ ertheilen zu lassen. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Trauungsscheine und einem Armutszeugnisse versehenen Gesuche bis zum 31. October 1896 in dem Einreichungsprotocolle der israelitischen Cultusgemeinde (I., Seiterstettengasse 4. I. Stock) während der Amtsstunden von 9—12 Uhr zu überreichen. Gesuchsblanquette sind während der angegebenen Amtsstunden im Einreichungsprotocolle unentgeltlich zu beheben. Wien, im October 1896. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. II. L. ßledermann’sclie Waisenstiftung. Auf Grund des hohen Orts genehmigten Stiftbriefes ergeht hiemit an die zum Genüsse der M. L. Biedermann’schen Waisenstiftung statutenmässig Berechtigten und deren legale Vertreter die Aufforderung, ihre gehörig belegten Ansprüche an Sustentationen aus dieser Stiftung, bei dem unterfertigten Curatorium schriftlich anznmelden. Zur Betheilung sind berufen: hilfsbedürftige Waisen, welche Dascendenten der ursprünglichen Stifter (im Jahre 1840) der Herren : M. L. Biedermann, Simon Biedermann, Josef Biedermann jun., Hermann Biedermann, Anton Biedermann. Josef Biedermann sen., Samuel Biedermann, J. Goldschmidt, 8. j. N. Goldschmidt, J. L. Hofmann Edler von Hofmannsthal, Aron Hermann, R. M. Kaulla, Jacob Löwy, J. N. Mannheimer, M. Strass, H. Edler von Wertheimstein und Frau Amalia Lang, sind. Die mit den Geburts-, Verwandtschafts-, Armuths-und Sittenzeugnissen, sowie mit dem Nachweise der dermaligen Beschäftigung der Petenten belegten Gesuche sind im Einreichungsprotokoll der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde (I., Bez., Seitenstettengasse 4, l. Stock) spätestens bis zum 31. October 1896 von 9—12 Uhr zu überreichen oder an dieselbe zu übersenden. Wien, 1. October 1896. Das Curatorium der NT. L. Biedermann’schen Waisenstiftung. I ■ der durch vorzügliche Referenzen feiner Wiener IlinOT Häuser und die besten Zeugnisse seine besondere J III IO ly Eignung als Lehrer nachzuweisen im Stande ist, sucht Lectionen, eventuell Hofmeisterstelle bej Volks-, Bürger- und Gymnasialschülern. Unterrichtet auch in Stenographie und israelitischer Religionslehre. Gefl. Zuschriften an Rudolf Deutsch, II , Lichtenauergasse 10, 2. St , Th. 15. Eine Erzieherin (Israelitin) wird zu zwei Mädchen, 15 und 8 Jahre, gesucht. Geprüfte Lehrerin bevorzugt. Französisch, Clavier und Handarbeiten bedingt. Offerte sind an Frau Therese Stern in Pohrlitz Mahren zu senden. Herausgeber u. verantw. Redakteur: Dr. Josef S. «loch. — Druck v. L. Beck L Sohn, Wien, VIII., Lercke rfelderslr. 46.

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