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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1896-07-24 · 30 (24.7.1896) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
13 (1896)
Issue
30 (24.7.1896)
Date
1896-07-24
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 600 Ar.L0 Dr. Vloch's Wochenschriftbesten schlitzen, wenn sie nichts als Juden sind und jsich von den politischen und nationalen Kämpfen so viel als möglich fernhalten. Wegen der Fortschritte des ClericaliSmus mögen sich nur die Liberalen christlicher Conftffion den Kopf zerbrechen, wegen der Fortschritte des Czechenthums mögen sich die Patentdeutschen ereifern! Breljährtge Mbounentiu, Linz. Simonson'sche Sclaffige Privat-Bolks- und 3claffige Privat-Bürgerschule mit 2 Fortbilduugsclasien und Pensionat für Mädchen (mit Oeffentlichkeitsrecht), I., Werderchorgaffe 12; SzLntö Caroline (ohne Pensionat), II., Obere Donaustraße 105; Thilo Amalie mit Pensionat, ohne Oeffentlichkeitsrecht/ Privat-Mädchen-Lyceum der Eleonore Ieitel es. I., Franziskanerplatz 5. H., St. Paolo, Brasilien. Wir bestätigen den Empfang des Abonnementsbetrages bis 30. December 1896 8.. Kreutzen: Die Verfasser jener Artikel, die nicht gezeichnet sind, dürfen nicht genannt werden. X. Das gehört in ein Literaturblatt, nicht aber in die „Oesterreichische Wochenschrift". Friedrich F., Wien: Wir haben selber' Verwandte dieses Namens, erachten aber die öffentliche Verwahrung für unnöthig. M. E Frommer: Die Mittheilungen entsprechen nicht den Thatsachen. Friedrich B.» Brüun: Besten Dank und freundlichsten Gruß. Louis T., Botosani: 6 Francs erhalten, besten Dank. L. G. P f»st e r's Danksagung ist im „Deutschen Bolksblatt" an der verstecktesten, verschämte st en Stelle abgedruckt. Schämte man sich vielleicht bei dem Blatte, daß Pfister so viele „Gesinnungsgenoffen" hat? Dr. B. G. Den Juden kann es ja recht sein, wenn die Antisemiten den genialen Nietzsche zum Juden machen. A. Bergani darf sich in der That gratuliren, daß Schönerer nicht in das Parlament kommt. Arthur B. Wenn der Pfarrer Eichhorn seine Amtsbrüder „Pfaffen" schimpft, so kümmert das wohl nur seine kirchlichen Oberen. «u. Der antisemitische Gemeinderath H a u f f l e r hat das edle Wort gesprochen, er wolle lieber auf der Straße liegen bleiben, bevor er sich von einem Mitgliede der Rettungsgesellschaft verbinden ließe. G. K. Die Antisemiten glauben wohl wieder, daß reiche Juden der Rettungsgesellschaft schenken werden, was sie ihr in so schmählicher Weise ab—drucken. H—«n. (Landstraße.) In diesen Pfändungen zeigt sich wohl der „christliche" Geist der Herren. Autou S-tz. Warum nicht? In Wien kann Feichtinger mit einem neuen Blatte vielleicht sein journalistisches Vorbild Vergani aus dem Sattel heben. Leser i« W-, Schlesien. Daß die „Oesterr. Wochenschrift" aus den öffentlichen Localen von unbekannter Seite verschwinden gemacht wird, wurde uns bereits von verschiedenen Seiten gemeldet. Druckfehler-Berichtigung. In der letzten Nummer, Seite 566: Statt „während meines sechsstündigen Aufenthaltes in der Metropole" soll heißen: „wahrend meines sechs 1ä g i g en Aufenthaltes". „Equitable", Lebeusverficherungsgesellschaft der Bereinigten Staaten. Die „Equitable" publicirt jetzt den 36. Geschäftsbericht, welchem wir folgende wesentliche'Daten entnehmen. Die Gesellschaft schloß im Jahre 1895 volle 600 Millionen Kronen an neuen Versicherungen ab und erreichte Ende 1895 einen Versicherungsstand von 4-562 Millionen Kronen. Die Prämieneinnahmen betrugen 181*1 Millionen Kronen, die Zinsen 40*47 Millionen Kronen, die Gesammteinnahmen 221*43 Millionen Kronen. Für die Actionäre entfiel wie alljährlich eine Dividende von nur 35.000 Kronen, während der ganze Gewinn den Versicherten entweder bar ausgezahlt oder gutgeschrieben wurde. Die Verwaltungskosten betrugen 40*61 Millionen Kronen und zeigen eine sinkende Tendenz, so daß sie dermalen nur 18*2 Percent der Gesammteinnahmen betragen, während sie früher volle 21 Percent der Gesammteinnahmen in Anspruch nahmen. An die Versicherten wurde die erhebliche Summe von über 97 Millionen Kronen ausbezahlt, so daß seit Errichtung der Gesellschaft 1160 Millionen Kronen an dieselben an Todesfallssummers, Dividenden, Aussteuern und Rückkäufen vergütet worden sind. Trotz dieser bedeutenden Zahlungen verblieb Ms dem Geschäftsjahre 1895 ein Ueberschuß von 83 Millionen Kronen, welcher zur Vermehrung der Reserve und des Gewinnstfonds diente, der jetzt die Höhe von 203*12 Millionen Kronen beträgt und sämmtliche Verpflichtungen der Gesellschaft mit 125 Perzent überdeckt. Der im Jahre 1895 erzielte Gewinn betrug 33*24 Millionen Kronen, fast 20 Percent der Prämien. Das Vermögen betrug nach den statutarischen Abschreibungen Ende 1895: 1005 .Millionen Kronen und war mit 135 Millionen in Hypotheken, 194 Millionen in.Grundeigenthum, 571 Millionen in Effecten, 13 Millionen in Lombard und 58 Millionen Kronen in Barem und bei Banken angelegt, während der Cursgewinn die rückständigen Miethen und Zinsen, sowie die gestundeten Prämien 22 Millionen Kronen ausmachten. Der Zuwachs des Vermögens betrug 80 Millionen Kronen. Die Sterblichkeit war eine außerordentlich günstige und wurden die Todesfälle in coulantester Weise ausbezahlt. Die Gesellschaft hat 1895 2952 Todesfälle, von denen sie 2158 oder 73 Percent (gleich 42-6 Millionen Kronen) am Tage des Einlangens der Todesbeweise Msbezahlte; weitere 263 Fälle im Betrage von 5*5 Millionen Kronen wurden drei Tage nach Einlangen der Todesbeweise ausbezahlt und die übrigen binnen 60 Tagen regulirt. Die Gesellschaft hat eine weitere Vereinfachung ihrer ohnedies schon sehr liberalen Polizzenbedingungen durchgeführt und mehrere interessante Versicherungscombinationen eingeführt. Auch das österreichische Geschäft ergab pro 1895 recht günstige Resultate: die, Prämie stieg auf 1 Million, der Versicherungsstand auf 32 Millionen Kronen. Der Besuch der Millenniums - Ausstellung bedingt wohl in erster Linie angenehmes Logis während des Aufenthaltes in Budapest. Wir möchten unseren Glaubensgenossen das Hotel de L'Europe, Budapest, Palatingasse, bestens empfehlen. Dieses prächtige, nach allen modernen Anforderungen eingerichtete Hotel vermag auch den verwöhntesten Hotelgast vollkommen zu befriedigen, und der liebenswürdige Hotelier, Herr Josef Bernstein, erfreut sich wegen der decenten Preise großer Beliebtheit. — Im Uebrigen verweisen wir auf die Annonce am Umschläge unseres Blattes. Vom Vorstände der israel. Cultusgemeinde in Wien. Kundmachung. Wir bringen hiemit zur Kenntniss, dass anf Grund getroffener Vereinbarung die Herren Beschneidungs-Operateure (Mohelim) Med. Chir. Dr. Leopold Deutsch I, Wipplingerstrasse Nr. 3 Med. Chir. Dr. Adolf Herzfeld II., Praterstrasse Nr. 15 Med. Univ. Dr. Max Schönfeld II. , Obere Donaustrasse 87 Med. Univ. Dr. Alexander Stärk V., Hundsthurmerstrasse 115 Med. Univ. Dr. Ludwig Pollak XII., Meidling, Hauptstrasse 19 Med. Univ. Dr. Alois Hanser XVII., Mariengasse 25 Beschneidungen von Kindern unbemittelter Personen unentgeltlich vornehmen. Unbemittelte Parteien, welche eine Beschneidung ihrer Kinder auf Kosten der Cultusgemeinde beanspruchen, haben dem Beschneiduhgs - Operateur eine diesbezügliche Anweisung zu übergeben. Die Anweisungen sind im Matrikelamte, eventuell in den Kanzleien der incorporirten Cultusgemeinden während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Vormittags erhältlich. Wien, im Mai 1896. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde^ In Komeuburg wird ein israel. Religionslehrer, der zugleich Kor6h,Sehochet und Vorbeterist, aufgenommen. Offerenten können sich, versehen mit den diesbezüglichen Zeugnissen, bei dem gefertigten Obmann des israel. Minjan-Vereines Komeuburg persönlich vorstellen oder ihre Gesuche auch schriftlich überreichen. Der Obmann: Jacob Müller In der israel. Cultusgemeinde Baden bei Wien werden für die kommenden hohen Feiertage zwei Vorbeter (Baale Tefilos) acceptirt. Honorar laut Uebereinkommen. Moriz Leitner Präses der israel. Cultusgemeinde Baden. Herausgeber u. verautw. Redakteur: Dr. Josef S. Bloch — Druck v. L. Beck & Sohn Wien, VIII., Lerchenfelderstr. 46.

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