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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1896-07-10 · 28 (10.7.1896) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
13 (1896)
Issue
28 (10.7.1896)
Date
1896-07-10
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Nr. 26 Vr. Vloch's Wochenfttzrist. Seite 56Ö H. L. Herr v. S ch o r l e m e r - A l st ist der richtige Standes-, Gesinnungs- und Wechselfälschungsgenosse Hammerstein's. a—b. Der Anwalt Friedmann war längst getanft, als er seine abschüssige Lausbahn begann. Nemo. Die Abschiedsvisite, die Dr. Lueger dem Cardinal A g l i a r d i machte, laßt lies blicken. % Gregorig kaufte stets bei Juden ein. H. B. (Floridsdorf.) Die Thätigkeit, die Mechaniker Schneider nach dieser Richtung entwickelte, steht noch heute in brennender Erinnerung. H. Dr. Glauben Sie nur ja nicht, daß sich Lueger des Schneider schämt. Erist sein Intimus und geht am liebsten mit ihm auf Resten. A«ton B- „Alkotmany's" Meldung über die angebliche Aeußerung des Papstes wird mit Recht bezweifelt. So sprechen die Hetzcapläne von dem geistigen Niveau der Deckert und Scheicher. Dr. L. Diese Bestie hat ja nicht allein die jüdischen Aerzte, sondern alle Juden ohne Ausnahme beschimpft. Aber man würde sich beschmutzen, wenn man ihm in der von ihnen vorzeschlagenen Art antwortet. L—g. Die Wiener Antisemiten möchten das einst so blühende Wien am liebsten zu einem Stefselsdorse degradiren. Idem. Stöcker hat sich entschieden gegen die Blutlüge gewendet. Für so dumm und unwissend wie seine österreichischen Parteigenossen dürfen Sie diesen Mann nicht halten. „Omnis." Der Gerichtssaal ist der große Rendezvousort der Antisemiten, wo früher oder später fast alle sich einfinden. I. D. B e r g a n i freut sich, daß jetzt auch K. H. Wolf die gutbezahlten Inserate eines „jüdischen" Institutes bringt. Die edle Seele freut sich, wenn auch andere leben. Arnold G. Da die Herren F e i ch t i n g e r und Starke! nicht das Glück haben, zu den Wiener Koryphäen der Antisemiten zu zahlen, dürsten sie wohl schwerlich je die Salvator-Medaille erhalten. D. Frankl, Tarnopol. Wir müssen den Jrrthum berichtigen. Herr Martin Fürth ist weder Sohn des Herrn Moritz Fürth aus Strakonitz, noch Schwiegersohn des Herrn Jeiteles. Herr Martin Fürth ist überhaupt kein Angehöriger der Strakonitzer Familie. Leopold Gottlreb, Grulich. In der Buchhandlung Ch. D. Lippe, Wien, II., Praterstraße (Lloydhof) erhältlich. S. 45. Bis nun nichts anaelangt. I. B. Offner, G-Jenikau. Uns ist kein Käufer bekannt. Wir empfehlen Ihnen, das Werk dem Wiener Beth-Hamidrasch zum Geschenk zu machen._ „New Aork", Lebensversicherungsgcsellschaft. Der soeben zur Veröffentlichung gelangte Rechenschaftsbericht pro 1895 — das 51. Geschäftsjahr der Gesellschaft — schließt sich seinen 50 Vorgängern glänzend an, denn die in demselben enthaltenen Ausweise zeigen, daß diese Gesellschaft ,eine nach jeder Richtung hin vrosperirende Geschäftsthätigkeit auch im abgelaufenen Jahre entfaltet hat. Wir entnehmen demselben im Wesentlichen nachstehende Daten: Die reine Prämieneinnahme belief sich auf 151-5 Millionen Kronen, die Einnahme anZinsen und Miethen auf 37-7 Millionen Kronen, so daß die „New-Aork" im Jahre 1895 eine G e s a m m 1einnahme von 189 Millionen Kronen erzielte, welche die des Vorjahres um mehr als 7 Millionen Kronen übersteigt. Die an die Versicherten, respective deren Erben geleisteten Auszahlungen beliefen sich insgesammt (inclusive der an die Versicherten gezahlten Dividenden von 9 Millionen Kronen) auf 83'9 Millionen Kronen. Das Vermögen der Gesellschaft ist im Jahre 1895 trotz finanzieller Krise in den Vereinigten Staaten aus 873 9 Millionen Äonen angewachsen, hat sich somit gegenüber dem Vorjahre um 63-6 Millionen Kronen vermehrt und besteht vorwiegend aus Immobilien, Pupillarsicheren Hypotheken und Wertheffecten. Wie vorsichtig die Verwaltung der „New-Dort" insbesondere bei der Auswahl der Effecten zu Werke geht, ergibt sich daraus, daß deren Marktwerth gegenüber dem Buchwerthe ein Plus von 25 5 Millionen Kronen rcpräsentirt. Diesem A e t i v u m stehen lediglich die verschiedenen Gewährleistungsfonds gegenüber, so daß sich nach der von der Gesellschaft freiwillig erfolgten Creirung einer Extrareserve von 6 Millionen Kronen, sowie nach Abzug aller Agentenausstände ein reiner Ueberschuß von über 12V Millionen ergibt, besten Höhe laut der dem Jahresberichte beigeschloffenen, vom Superintendenten des Versicherungsamtes ausgestellten und vom Staatssecretär beglaubigten Bescheinigung st a a t s a m t l i ch fe st gestellt erscheint. Besonders hervorgehoben wird der Umstand, daß die „New-Dork" beim Titel „N e u p r o d u c t i o n an regulären Lebensversicherungen" eine Neuerung einführt, indem sie unter dieser Post nicht jenen Betrag ausweist, welcher auf die im abgelaufenen Jahre zur A u s st e l l u n g gelangten Polizzen entfiel, sondern ausschließlich nur solche Polizzen in Betracht zieht, welche bis zum 31. December 1895 durch effektive Bezahlung der betreffenden Prämien de facto in Kraft getreten sind. Die solcherart zusammengestellte „Neuproduction" belief sich auf 53.943 Polizzen über ein versichertes Capital von 637 Millionen Kronen, wodurch der V e r s i ch e r u n g s st o ck auf 277.693 Polizzen m't einem versicherten Capital von 3995 Millionen Kronen angewachsen ist. Aus den bilanzmäßigen Zusammenstellungen ergibt sich ferner, daß die Gesamtverwaltungskosten der Gesellschaft gegenüber dem Jahre 1894 um 2°85 Percenl abgenommen haben und daß die S t e r b l i ch k e i t s v erhält n i s s e, wie seit einer langen Reihe von Jahren, auch im abgelaufenen Jahre für die Gesellschaft überaus günstige waren, indem die wirklich eingetretenen Todesfälle weit hinter den erwarteten rechnungsmäßigen zurückgeblieben sind. Die Gesellschaft hatte nämlich pro 1895 nach den als Basis der Berechnung dienenden Sterblichkeitstafeln 3697 Todesfälle mit einer Auszahlung von 66,943.570 Kronen zu erwarten, während in Wirklichkeit nur 2812 Todesfälle eingetreten sind, für welche eine Zahlung von 45,969.115 Kronen erforderlich war, so daß sich eine Untersterblichkeit von 885 Polizzen ergab und für die Gesellschaft eine Ersparniß von 10,974.445 Kronen resultirte. Die Specialbilanz für das österreichische Geschäft constatirt, daß die „New-Uork" in Oesterreich einen Versicherungsstock von 73'4 Millionen Kronen mit einer Jahresprämieneinnahme von circa 3'4 Millionen Kronen besitzt. Die „New-Dork", welche in Europa seit 26 und in Oesterreich seit 20 Jahren bereits thätig ist, hat in Europa bei den verschiedenen Negierungen ständige Depositen im Gesammtbetrage von circa 27 Millionen Kronen und besitzt außerdem in Wien, Berlin, Paris, Amsterdam, Budapest und Belgrad Immobilien im Werthe von über 12 Millionen Kronen. Diese Gesammtsumme von 39 Millionen Kronen ist speciell zum Schutze der europäischen Polizzeninhaber bestimmt, doch hastet die Gesellschaft selbstverständlich überdies mit ihrem gesammten Vermögen für jeden Anspruch ihrer österreichischen Versicherten, deren Polizzen auch ausnahmslos in den Bnreanx der Gesellschaft zu Wien zahlbar sind. tbien. Als eine zeitgemäße beachtenswerthe Anregung lenken wir die Aufmerksamkeit unserer Glaubensgenossen auf das L a u r e o l, welches zu Milchspeisen vorzüglich geeignet ist und wahrend der neun milchigen Tage in keiner indischen Küche fehlen soll. In hygienischer Beziehung ist das Laurevl selbst der feinsten Butter vorzuziehen und verweisen wir unsere geehrten Leser auf das diesbezügliche Inserat. Üundmachuug1. Am 24. October 1896 gelangt das diesjährige Erträgniss des Stiftungscapitales der Hirsch-Kolisch-Stiftuug an einen oder falls zwei gleichwürdige und beriicksichtigungswerthe Bewerber vorhanden sein sollten, zu gleichen Theilen an zwei Taubstumme gemäss § 3 des Stiftbriefes vom 27. März 1892 zur Verleihung. Der citirte § 3 lautet: „Die Unterstützungen sollen verliehen werden : a) an brave mittellose Taubstumme, welche sich in ihrem Gewerbe selbstständig machen wollen; b) an arme unbescholtene Taubstumme, welche in Folge von Alter oder Krankheit erwerbsunfähig geworden sind; c) an arme brave taubstumme Mädchen, welche in den Stand der Ehe treten, als Beitrag zur, Anschaffung der Aussteuer. Die Verleihungen finden statt, ohne Unterschied der Beligion, der Nationalität nnd mit Ausnahme der Verleihungen nach Punkt c), auch des Geschlechtes der Bewerber. Doch sind unter den Unter - Stützungswerbern in erster Eeihe die in der beigeschlossenen Liste verzeichneten Personen, welche zur Errichtung des Hirsch-Kolisch- Denkmales Beiträge gespendet haben und in zweiter Eeihe jene, welche im Allgemeinen österreichisch-israelitischen Taubstummeninstitute in Wien ihre Erziehung genossen haben, zn berücksichtigen, so dass nur beim Wegfälle geeigneter Bewerber dieser beiden Kategorien auf andere, zur Erlangung der Stiftung geeignete taubstumme Personen Eücksicht genommen werden kann.“ Die mit dem Nachweise der Mittellosigkeit, eventuell Erwerbsunfähigkeit und des Taubstummengebrechens belegten Gesuche sind bis längstens 31. August 1896 beim Obmanne des Curatoriums unter der Adresse des Allgemeinen österreichischen israelitischen Taubstummen-Insiitutes in Wien, III, Eudolfsgasse 22 zu überreichen. Das Curatorium der Wien, am 1. Jnii 1896. „Hirsch Kolisch-Stüitung“. Tenoristen und Bässe gute Blattleser mit schöner, klangvoller Stimme mögen sich melden hei Obercantor F. 8. Jnrberger, Fünfhaus, Turnergasse 22. Zar Vertretung eines ersten wird zum sofortigen Antritt eine geeignete, musikalische stimmbegabte Kraft bei gutem Einkommen bis zur endgiltigen Besetzung der Stelle fiir unsere Gemeinde gesucht, RATIBOR, Preussisch-Schlesien, 1. Juli 1896. Der Vorstand der * ' Herausgeber u. verantw. Redakteur: Dr. Josef E. Bloch, — Druck v- L. Beck & Sohn Wien, Vm., Lerchenfelderstr. 46. 110984617425 D8^

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