Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 13 (1896)
- Issue
- 27 (3.7.1896)
- Date
- 1896-07-03
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 27 Dr. Bloches Mochrnfchrift Seite 544 Versicherungsgesellschaft Oesterreichischer Phönix in Wie«. Die (36.) Generalversammlung dieser Gesellschaft wurde vor Kurzem in Anwesenheit des Ehrenpräsidenten Herzogs Ludwig in Bayern und unter dem Vorsitze des Präsidenten Calixt Fürsten P o n i n s k i unter Theilnahme von 19 Actionären, welche 441 Stimmen repräsentirten, abgehalten. Dem in derselben vorgelegten Rechenschaftsberichte ist zu entnehmen, daß die auf die Erhöhung des Actiencapitals auf 3 Millionen Gulden bezügliche Statutenänderung die staatsbehördliche Genehmigung erhalten hat und sohin diese Erhöhung durch Einzahlung eines Barbetrages von 1 Million Gulden vollzogen wurde. Aus den aus den Geschäftsverlauf im Jahre 1895 bezüglichen Mittheilungen ist hervorzuheben, daß die Prä m i e n- und Gebühre nein nähme der Gesellschaft sich in der! Feuerbranchr bei einem Versicherungswerthe von 2,107,515.528 fl. auf 6,680.535 fl., um 168.204 fl. mehr als im Vorjahre, in der Transportbranche auf 577.407 fl., um 105.613 fl. mehr als im Vorjahre, in der Hagelbranche aus 764.087 fl., um 33.958 fl. mehr als im Vorjahre, und in der Unfallversicherungsbranche, die auch im Jahre 1895 einen wesentlichen Fortschritt zu verzeichnen hatte, auf 294.278 fl., um 56.858 fl. mehr als im Vorjahre, zusammen daher aus 8,316.308 fl., um 364.635 fl. mehr als im Vorjahre, belief. Zuzüglich der Vorträge aus dem Vorjahre betrug die Gesammteinnahme im Jahre 1395 10,286.118 fl. Nach Bestreitung der Schadenzahlungen, welche für eigene Rechnung der Gesellschaft 3,746.887 fl. in Anspruch nahmen, uno Dotirung der Prämien- und Schadenreserven pro 1896 mit 1,850.770 fl. erübrigt ein Betriebsüberschuß von 201.185 fl., von welchem der Betrag von 51.185 fl. zur außerordentlichen Dotirung der Feuerprämicnreserve verwendet wurde, welche sich sohin Ende 1895 auf 1,298.183 fl., um 110.111 fl. mehr al§ im Vorjahre, belief, während die gesammten Si ch erstelluugsfonds der Gesellschaft 4,991.297 fl. betrugen. Die Generalversammlung genehmigte die ihr vorgelegte Jahresrechnung und beschloß, eine Dividende von 5 Percent an die Actionäre zu vertheilen. In den Verwaltungsrath wurde Franz Freiherr v. Klein wiedergewählt und in die Revistouscommission pro 1896 wurden die Herren E. Boisson, I. Honig sva ld und L. Wein mann als Mitglieder und E. Durst und B. Dittrich als Ersatzmänner berufen. Die Dividende gelangt ab 1. d. M. in Wien an der Casse der Gesellschaft, in Paris bei der Banqne de Paris et des Pays-Bas und in Brüssel bei den Herren Frank, Model & Cie. zur Auszahlung. Lebensversicheruugsgesellschaft Oesterreichischer Phönix in Wien. Die (14.) ordentliche Generalversammlung-dieser-Gesellschaft ist gestern unter dem Vorsitze ihres Präsidenten Ernst Freiherr» v. Herring in Anwesenheit von 17 Actionären, welche 217 Stimmen repräsentirten, abgehalten worden. Dem in derselben vorgelegten Rechenschaftsberichte ist zu entnehmen, daß bei der Gesellschaft im Jahre 1895 5409 neue Versicherungsanträge über ein Versicheruugscapital von fl. 8,157.353 und fl. 8470 Jahresrente eiugereicht und davon 4588 neue Versicherungen über ein Versicherungscapital von fl. 6,628.235 und fl. 7070 Rente realisirt wurden, dergestalt, daß sich der gesammte Bestand an Ablebens- und Erlebensfallversicherungen am 31. December 1895 auf 39.206 Verträge belief, mit denen auf dasLeben von 45.083 Personen fl. 58,097.598 Capital und fl. 83.969 Jahresrente versichert waren. Die Prämieneinnahme erfuhr im verflossenen Jahre eine Steigerung um fl. 102.797 und betrug fl. 1,663.173, während die Gesammteinnahmen zuzüglich der Vorträge aus dem Jahre 1894 sich auf fl. 11,428.261 beliefen. Die Versicherungszahluugen der Gesellschaft erforderten im Jahre 1895 bei einer Untersterblichkeit von 55 Personen mit fl. 71.414 versichertem Capital den Betrag von fl. 1,145.263; an Prämienreserve per 31. December 1895w urden fl.9,381.140zurückgestellt, so daß sich die in der Bilanz ausgewiesenen gesammten Fonds der Gesellschaft Ende 1895 auf fl. 10,966.165 belaufen. Die Generalversammlung nahm den Rechenschaftsbericht zur Kenntniß, genehmigte die vorgelegte Jahresrechnung, ertheilte dem Berwaltungsrathe und der Direction das Absolutorium und wählte schließlich in die Revisionscommission pro 1896 die Herren Regierungsrath Josef Hönigsv a ld, Eugen Troll und L. We i n m a n n als Mitglieder und die Herren kaiserlicher Rath Eustachius D u r st und Bruno Dittrich als Ersatzmänner. Druckfeliler-B erichtipna. In dem in voriger Nummer erschienenen Aufsätze »Kunst und Nationalität« soll es auf Seite 515, 2. Spalte, 13. Zeile von oben statt Nachweis »Nachwuchs« heissen. Wir machen unsere grrhrkrn Lrsrr auf das Inserat „Untzfett" auf der inneren Seite des Umschlages aufmerksam. „EaUITABLE“ Grösste und reichste Lebensversicherungs- Gesellschaft der Welt, Errichtet 1859, Concessionirt in Oesterreich 1882, General-Repräsentanz für Oesterreich In Wien: I, Stock-im-Eisenplatz, im Hause der Gesellschaft. Versicherungsstand Ende 1895 . . . Kronen 4,562,547.765 Neues Geschäft im Jahre 1895 - . » 660,392.650 Gesammteinnahmen im Jahre 1895 » 221,482.214 Vermögen Ende 1895 . » 1,005,046.939 Gewinnstfonds Ende 1895 . » 203,120.059 Zahlung an die Versicherten seit Bestand .. » 1,160,823.851 Zu Gunsten der österreichischen Versicherten besitzt die »Equitable« das Palais am Stock-im-Eisenplatze im Werthe von 4,600.000 Kronen. Die »Equitable« scbliesst Lebensversicherungen, gemischte Ab- und Erlebensversicherungen (Aussteuern) sowie Leibrenten zu den billigsten Prämiensätzen und liberalsten Bedingungen ab. Der ganze Gewinn gehört den Versicherten und gelangt schon vom zweiten Jahre ab alljährlich zur Verth eilung /ff wünscht ein Mann (Ungar) in einem %/VlS Beth-Hamidrasch angestellt zu werden, der Ghumesch mit Raschi vorzutragen befähigt ist.1 -Derselbe ertheilt auch Privat-Unterricht für Kinder und Erwachsene. Gefl. Zuschriften an Leeb Rawikowiez, II., Kleine Schiffgasse 32. Danksagung. Außer Stande, allen jenen Corporationeir, Cultusgemeinden Vereinen und Spendern einzeln den Dank auszusprechen, erlaubt sich das Tempelbau-Comite der Israelitischen Gemeinde Zlabings, anläßlich der Einweihung des neuerbauten Gotteshauses, allen, denen, welche ihr Schärflein zur Vollendung beigetragen haben .den tiefgefühltesten Dank abzustatten. Das Tempelbau-Comite der Israelitischen Gemeinde Zlabings (Mähren). Rudolfinum. In dem von Herrn A. M. Pollak Ritter von Rudin gegründeten Stiftungshause „RUDOLFINUM“ in Wien sind für das Studienjahr 1896/97 60 Stiftungsplätze an fleissige und dürftige ordentliche Studierende der Wiener technischen Hochschule, ohne Unterschied der Confession, zu verleihen. Die Bewerber um dieselben, welche die österreichische oder ungarische Staatsbürgerschaft besitzen müssen, haben ihre Gesuche, mit den letzten Studien-Zeugnissen eines Polytechnikums oder wenn sie erst an die technische Hochschule gelangen wollen, mit dem Maturitäts-Zeugnisse eines Obergymnasiums oder einer Ober-Realschule, ferner mit dem amtlich beglaubigten Dürftigkeits- Zeugnisse versehen, bis längstens 31. August 1896 bei der Administration des Rudolfinums (Wien, IV., Mayerhofgasse Nr. 3) einzureichen. Von jenen Studien- und Dürftigkeits - Zeugnissen, welche n cht in der deutschen Sprache ausgestellt sind, müssen gleichzeitig die deutschen Uebersetzungen beigebracht werden, widrigenfalls auf die betreffenden Bittsteller keine Rücksicht genommen wird. Die näheren Aufnahms-Bedingungen können bei der Haus- ' Inspection eingesehen werden. I Wien, am 23. Juni 1896. j Oie Administration des Rudolfinums. Herausgeber u. verantw. Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. - Druck v. L. Beck & Sohn Wien, VTH., Lerchenfelderstr. 46.