Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 13 (1896)
- Issue
- 19 (8.5.1896)
- Date
- 1896-05-08
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 388 Dr. Vloch's Wochrnfrtzrist. Nr. 19 h* Herr o. Hammersteiu mag einen Trost darin finden, daß er Gefährten genug hat. Nächstens findet die Verhandlung gegen den antisemitischen Agitator Freiherr v. S ch o rl e m e r-A lst statt, der Wechsel im Betrage von 80.000 Mark gefälscht hat. Nothrug. Sic irren. Treitschke erklärte entschieden, die Gleichberechtigung der Juden dürfe nicht mehr in Frage gestellt werden.. Arno G. Das „Deutsche Volksblatt" legt nur ein Pfiaster auf die Wunde des Herrn v. Pacher, wenn es schreibt, derselbe hätte gar keine Lust, Vice-Bürgermeister zu werden. & H. Vorläufig sieht man bei dem Bruderzwist nur das Eine: Pall schlägt sich. Was später kommt? Wer kann das dermalen wissen. L> @—tt (Brünn). Das wäre nicht der erste Agitator, dessen Stärke in der Sonnengluth des Erfolges wie Wachs geschmolzen. Hermann L. Wenn der Mann präsidirt, wird kaum noch ein Redner zu Worte kommen. L- Strohbach soll dem Dr. Lueger eben-nicht als verläßlicher Strohmann erscheinen. R—u Von einer Collecte der Antisemiten, üm Schneider zur Berzichtleistung aut sein Mandat zu bewegen, ist uns nichts bekannt. Verwechseln Sie den Mann nicht mit Ahlwardt, an den er allerdings erinnert. Z. Wenn Bergan, nichts schreibt, so schreibt er auch nicht ab. Das ist ja klar. Gellet. Haben Sie das Buch auch gelesen, über das Sie Ihre Meinung abgeben? Alexander H. Wie sollen wir Ihnen Antwort geben, bevor wir die Arbeit gesehen? . 20. Die alte Geschichte. Dr. Porz er gehört zu den Rencgaten, die Lärm machen, damit man ihre Vergangenheit vergißt, und die dadurch das Gegentheil erzielen. L. H. (Baden). Seien Sie versichert: Feichtinger wird bald einen Nachfolger haben. „Nemo". Man kann nicht alle auf einmal einsperren. So viel Platz hat man gar nicht. A. Der Mann war immer sehr befähigt. Aber hoffähig, das ist doch etwas anderes. N. Dr. Wahner ist Gemeinderath, sei« Concurrent V erg a n i nicht. Er möchte überall sitzen, wohin er nicht gehört. A—l. Die Literatur über diesen Gegenstand ist eine immense. Z—itz Ein antisemitisches Organ meint buchstäblich in der Polemik gegen ein gesinnungsverwandes Organ, dasselbe habe nicht allein das Patent auf Lügen. Welch' rührende Wahrheitsliebe! G^-d (Lemberg). War in unserem Blatte bereits enthalten. .Weinhold". Vielleicht. SimonLöwien» Trenesen. Abonnement erhalten. Besten Dank. M. T., New-Aork. Concert-Programm nicht erhalten. Gruß und Dank. L. Schn, New-Iork. Das angekündigte Schreiben ist nicht ein getroffen. Gruß. Benedict Karplus’sohe fiewerbesch ul-Stipendien. Am 20. Juli 1896 gelangen zwei Benedict Karplus'sche Stipendien per je 25 fl. ö. W. an zwei junge Leute mosaischer Confession, welche mit Vorzugsclassen die Gewerbeschule besuchten, zur Verleihung. Die Bewerber haben ihre Gesuche mit dem Nachweise, dass s e mosaischer Religion und mittellos sind, ferner dass sie die Gewerbeschule mit vorzüglichem Erfolge besucht haben, bis längstens 31. Mai 1896 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde (Wien, I., Seitenstettengasse Nr. 4, I. Stock) einzubringen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Ignaz Tbeumann’sche Heirats-Ausstattungs-Stiftung. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt hiemit zur Kenntniss, dass die Zinsen der von dem Herrn Ignaz Theumann begründeten Ausstattungs-Stiftung im Betrage von Eintausend Gulden in ö. W. an ein mit dem Stifter verwandtes Mädchen israelitischer Confession, zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Armuths- und Sittenzeugnisse, ferner dem authentischen Nachweise ihrer Verwandtschaft' mit dem Stifter und dass sie sich im Brautstande befinden, versehenen Gesuche bis 31. Mai 1896 im Einreichungsprotokolle der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde (Stadt, Seitenstettengasse 4, I. Stock) zu überreichen. Hermann Hescheles’sche Stiftung zur Ausstattung armer israel.. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenntniss, dass die von dem Stiftungscapital per fl. 20.000 ö. W. sich ergebenden zweijährigen Zinsen für eine mit dem Stifter Herrn Hermann Hescheles oder dessen Gattin verwandte Bewerberin, bezw. die einjährigen Interessen des genannten Stiftungscapitales für eine nicht mit dem Stifter oder dessen Gattin verwandte Bewerberin im Sinne des Stiftbriefes ddto. 5. Juni 1893, St. Z. 3785, zur Verleihung gelangen. Die Bewerberinnen haben ihre Gesuche binneu 30 Tagen vom Tage der Ausschreibung, d. i. bis zum 31. Mai 1896, im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde, I., Seift nstettengasse 4, I. Stock, in den Amtsstunden von 9—12 Uhr zu überreichen und mit folgenden Nachweisen zu belegen: a) Ueber den Umstand, dass sie der jüdischen Eeligion angehören; b) über die allfällige Verwandtschaft mit dem Stifter Herrn Hermann Hescheles oder seiner Gattin; c) über ihre Armuth, welcher Nachweis bei Verwandten des Stifters oder seiner Gattin zu entfallen hat; d) über das zurückgelegte 16. Lebensjahr; l e) über den Umstand, ob sie elternlos sind oder nicht, end- ) lieh haben dieselben f) durch ein Moralitätszeugniss ihren unbescholtenen Lebenswandel darzuthun. Unter den Bewerberinnen verdienen den Vorzug: 1. In erster Linie die mit dem Stifter Verwandten und in zweiter Linie die Verwandten der Gattin des Stifters. 2. Ganz elternlose Mädchen. Milde Stiftung des Herrn Michael Cohen da Silva. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgeme nde bringt hiemit zur Kenntniss, dass aus den Zinsen der oben genannten Stiftung für israelitische Handwerker zu ihrer Etablirnng ein Stiftplatz ä fl. 400 pro 1896 zu verleihen kommt. D e Bewerber haben ihre mit dem Geburtsscheine, dem Moralitätszeugnisse, dem Heimatsscheine und dem Nachweise über verbrachte Lehr- und Gesellenzeit (Wanderjahre) und der entsprochenen Wehrpflicht versehenen Gesuche bis 31. Mai 1896 im Einreichungsprotokolle der Cultusgemeinde (Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock) einzureichen. L. G. Goldstein’sche Heirats-Ausstattungs-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Wien, bringt hiemit zur Kenntniss, dass die Zinsen der L. G. Goldstein'schen Stiftung zur Ausstattung armer israel. Mädchen, im Betrag? von ö W. fl. 140 zu verleihen kommen. Die Bewerberinnen haben nachzuweisen, dass sie 1. arme Waisen (vater- oder mutterlos) 2. streng sittlich sind und 3. sich im Brautstande befinden. Verwandte des seligen Stifters, des Herrn L. G. Goldstein, geb. zu Altstadt in Böhmen (ehern. Taborer Kreises) oder seiner Gattin Katharina, geborene Landauer, bis zum 3. Grade, erhalten den Vorzug und muss der diesfällige Nachweis dem Gesuche beiliegen. Bewerberinnen, die vor dem 4. August 1896 sich verehelichen, haben auf die Stiftung keinen Anspruch. WIEN, am 1. Mai 1896. Der Vorstand der israelitischen Coitus gemeinde. Gesuchsblanquette sind im Einreichungsprotokolle Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, während der Amtsstunden von 9 — 12 Uhr Vormittags unentgeltlich zu beheben. Den Erfolg, den das Laureol vermöge seiner vorzüglichen Eigenschaften allgemein errungen hat, veranlaßt bereits zu Nachahmungen und wird versucht, ein minderwerthiges Product dadurch in den Handel zu bringen, daß man es unter dem Namen „Lanreol" verkauft. Dieses Product ist nicht für rituelle Zwecke verwendbar, da es nicht, wie das echte Laureol, unter streng orthodoxer Aufsicht erzeugt ist, auch weder reinschmeckend, noch so leicht verdaulich und ausgiebig wie letzteres ist. Da der Name „Laureol" behördlich geschützt ist, wird gegen die Nachahmer behördlich eingeschritten weroen und werden die P. T Consumenten aufmerksam gemacht, sich vor diesen Imitationen dadurch zu schützen, daß sie bei den Kauf von Laureol sowohl auf die Schutzmarke, als auch auf den Siegel des Ehrwürdigen Herrn Rabbiner B. Kohn ausdrücklich achten und deren Vorlage verlangen. In Baden oder Vöslau sucht eine Lehrerin während der Sommermonate Stunden. Gefl. Anträge werden erbeten unter „Volks¬ und Bürgerschulen“ an die Expedition des Blattes. Mädchen aus guter Familie wird in anständigem Hause in vollständige Verpflegung’ genommen. Anträge an die Administration dieses Blattes erbeten. Herausgeber u. verantw. Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck v. L. Beck & Sohn Wien, VTH., Lerchenfeldersir. 46. 9994