Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 13 (1896)
- Issue
- 18 (1.5.1896)
- Date
- 1896-05-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3020846-3021115-3021134--05588-3029830- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 368 Dr. Bloch's Wochrnschrist. Nr. 18 A—Sie dürfe» von eiueui antifenlitifchen Zeitungsherausi geber dieser Qualität Alles verlangen — nur nicht Wahrheit und Anständigkeit. Dr. R, Breme«. Wilhelm Groß, Jaffa. Der Judenstaat von Dr. Theodor Herzl ist seit Wochen vergriffen — eine zweite Auflage wird nächstens veranstaltet. I. N. i« Lk. Der Betreffende ist Jude. Frau Rosa Feigenbaum, Wien. Herzlichen Dank. M. Tauffig, New-Aork. Besten Dank und Gruß. M. K. iu Trebitsch. Sie haben Recht, doch können wir ans die Frage nicht mehr zurückkommen. S. Friedmauv, Znaim. Das Judenthum verfügt weder über die materiellen Mittel, Wanderprediger zu besolden, noch maßt es sich die Macht an, „reservirte Sünden" zu vergeben. Giselaverei« zur Ausstattung heiratsfähiger Mädchen. Welche Erfolge aus dem Gebiete der von den meisten Versicherungsgesellschaften vernachlässigten Kinderversicherung bei rationellem Geschäftsbetriebe erzielt werden können, erweist der uns vorliegende Bericht des Giselavereines pro 1895. In einer Thätigkeit von j.5 Jahren, die sich anfangs vorsichtig im engen Rahmen bewegte und successive immer ausgreifender wurde, hat der Verein einen Versicherungsstock von 40 Millionen Gulden erworben, ein Resultat, welches innerhalb eines gleichen Zeitraumes wohl selten von einer anderen Gesellschaft erzielt wurde. Mit der größten Coulance in Bezug auf das Bemühen, den Versicherten ihre Pflichten zu erleichtern, verbindet die Leitung des Vereins das Bestreben, durch Sparsamkeit zum Nutzen der Versicherten den höchst möglichsten Gewinn zu erzielen. Daß dieses Bestreben nach allen Richtungen hin den Erfolg errang, geht aus dem Berichte pro 1895 zur Evidenz hervor. Die Neuproduction umfaßte 17.935 Polizzen mit 11,400.000 fl. Versicherungscap ital. Der Versicherungsstock erhöhte sich nach Abrechnung sammtlicher Erlöschungen von 33,350.000 fl. um 6,700.000 fl. aus 40,080.000 fl. Versicherungscapital. Die Prämieneinnahnre, welche 1894 1,565.000 fl. betrug, erhöhte sich auf 1,929.000 fl. In den mathematisch berechneten Prämienreservefond wurden 1,595.000 fl. hinterlegt, w daß sich derselbe aus 6,727.000 fl. beläuft. Das Vermögen des Vereines setzt sich zum weitaus überwiegenden Theile aus pupillarsicheren Effecten und unbelastetem Realbesitze zusammen. Der Reingewinn beträgt 110.000 sl. und gestattet die Zuweisung einer lOpereentigen Dividende an die bezugsberechtigten Versicherten, sowie die namhafte Dotirung humanitärer und der besonderen Sicherheit dienender Fonde. Aber nicht nur auf volkswirthschaftlichem, sondern auch auf humanitärem Grbiete leistet oer Giselaverein Ersprießliches. Sein „Fond zur Ausstattung armer Mädchen" bedachte im Berichtjahre 62 bedürftige Bräute mit Stipendien und hat in den wenigen Jahren seines Bestandes 37.000 fl. zum gleichen Zwecke verausgabt, während er derzeit über ein Vermögen von 76 0(0 sl. verfügt. Es ließen sich aus dem reichen Ziffernmateriale der 1895er Bilanz noch zahlreiche Belege dafür erbringen, daß die Situation des Giselavereines eine glänzende ist. Wir wollen uns aber darauf beschränken, zu constatiren, daß der Giselaverein heute schon zu den angesehensten Versicherungsinstituten unseres Staates zählt. Die Verdienste der Verwaltung wurden in der cm 26. April stattgehabten Generalversammlung durch ein solennes Vertrauens- und Dankesvottim gewürdigt. Verein zur Errichtung eines isr. Hnspitales in Bleichenberg. TlinlarlirnP' za der Dienstag am 5. Mai 1896, Abends l/3l Uhr, in Folge Beschlussnnfähigkeit der auf den 28. April 1896 einberufen gewesenen ordentlichen Generalversammlung in Gemässheit des § 9 der Statuten stattfindenden ausserordentlichen Generalversammlung im Vereinslocale Wien, I., Seitenstettengasse Nr. 4, Parterre links (Friedhofsverwaltung). TAGESORDNUNG: 1. Bericht über das abgelaufene Triennium. 2. Revisionsbericht. 3. Wahl der Revisoren. 4. Wahl des Vorstandes. 5. Sonstige Anträge. Der Vorstand. 55 Englischer Garten Ausstellung Venedig in Wien M Platz und Thurm von Murano. — Venetianer Glasbläserei. — Die Markuskirche. — Die Lagunen von Venedig. Täglich S Italienisches Opern- und Concert-Ensemble. — Bologneser Mandolinisten - Club. — Quartett „Vesuviana“. — Neapolitaner Truppe »La bella Napoli“. — Die städtische Banda von Fara. — Im Marionetten-Theater täglich 3 Vorstellungen. Gondel-Corso. — Zapfenstreich. Täglich geöff iet yoü 10 Uhr Vormittags bis 12 Uhr Nachts. Eintritt 30 kr., Kinder 10 kr. Israelitische Allianz zu Wien I. Bezirk, Weihburggasse Nr. 10. Im Sinne der §§ 8 und 9 der Statuten wird hiemit zur Kenntniss gebracht, dass am Sonntag den 10. Mai 1896, um 10 Uhr Vormittags, im Saale der israelitischen Cultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, im II. Stock, die 23. ordentliche Generalversammlung der Israelitischen Allianz zu Wien stattfinden wird. Tagesordnung: 1. Bericht üoer die Thätigkeit des Vereines ian Jahre 180 o. 2. Bericht über die finanzielle Gebahrung im Jahre 1895. 3. Wahl von fünf Mitgliedern des Vereinsvorstandes für eine vierjährige und eines Mitgliedes mit dreijähriger Functionsdauer nach § 6 der Statuten. Die Reihe zum Austritte trifft die Herren: M. L. Barneb, Adolf Klein, Dr. A Schmidl, ^fetfrich Singer, Sigmund T a u s s i g. ' Die Wiederwahl ist zulässig. 4. Wahl von Beiräthen. 5. Etwaige Anträge der P. T. Mitglieder (§ 8 der Statuten). Kundmachung. Um jeden Missverständnisse vorzubeugen, bringen wir hiemit zur Kenntniss, dass das Jubiläumsfest anlässlich des 70-jährigen Geburtstages unseres allverehrten Lehrers und Meisters Herrn Salomon Kutna, Bezirks-Rabbiner in Eisenstadt, am 17. Mai Abends, dortselbst stattfinden wird. ' ’ Baehurim-Verein, Eisenstadt.. Karl Kaufmann, Zimmer-Decorationsmaler / Wien, II, Schiftamtsgasse 5. Uebernahme von Neubauten, Stiegenhäusern und alle in dieses )Fac£* einschlagenden Arbeiten. Insbesondere für Bethäuser, Synagoge» von* der einfachsten bis zur feinsten decorativsten Auslührung allen1 _Stylarten. Zündhölzchen Die erste chemische Zündwaaren-Fabrik - Julius Bondy in Dorowhz (Böhmen) offerirt alle Sorten Zündhölzchen in garantirt ' bester Qualität. Aus der Holzwaaren-Fabrik: 4 Tischfüsse 64 kr. Alle Holzdrechsler- und Schnitzer-Artikeln so auch fertige Möbeln, sowie auch Kticheneinrichtungen billigst. 8-10 Herausgeber u. verantw. Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck v. L. Beck & Sohn Wien, VIEL, Lerchenfelderstr. 46.