Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 13 (1896)
- Issue
- 1 (3.1.1896)
- Date
- 1896-01-03
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 20 Nr. 1 Dr. Bloch's Wochenschrift Der gestellten Aufgabe gemäß tritt die Nachweisung des Unsterblichkeitsglaubens aus Bibel und Talmud überall in den Vordergrund — was ja bei manchen der besprochenen Denker auch in ihren Öriginalwerken der Fall ist. Der Versuch ist erklärlich, soweit es die Philosophen betrifft: w i r werden darauf ein für allemal Verzicht isten müssen. Der vonMannuni dogmatisch gefaßte Glaubensartikel bildet ebenso wie manches Andere keinen Gegenstand des Wissens, sondern des Glaubens und rann deshalb nicht bewiesen werden. Etwas mager ist der Anhang über die jüdischen Philosophen in Bezug aus die zeitgenössische Philosophie ausgefallen. Doch dieses Thema schließt der Verfasser selbst aus. Die Schrift mag Freunden mittelalterlicher Philosophie bestens empfohlen sein. Nikolsburg im December 1895. Dr. D. F. Briefkasten. Herrn. Pollak, Jungbunzlau: Sie sollten ungenirt den Betrag bei der Post reclamiren. David W—sch, Budapest: Wir können den sehr interessanten Artikel leider nicht publiciren; er enthält zu Vielerlei von der „Wochenschrift" und deffen Herausgeber, was ohne Gefahr einer Mißdeutung in unserem Blatte nicht publicirt werden kann. Herr K. H. Wolf schreibt gegen seinen Herrn und Meister Schönerer, daß nicht die Macht der vielen politischen Gegner, nicht die Lässigkeit der Strmmesgenoffen, sondern der versteckte heimtückische Kampf einiger Neidinge, welche die Gesinnung gepachtet zu haben glauben, uns die Lust an frischfröhlichem Kampfe verbittert. Linke Bahngaffe, Wien: Die „Ostdeutsche Rundschau" vom 31. December schreibt wörtlich : ,,der Abg. V e r g a n i, der erwiesenermaßen die ihm ailvertrauten Gemeindegelder verschwinden und den Vorwurf des Diebstahls ruhig auf sich sitzen ließ, in den Gemeinde- und Verfasi'ungsausschus; gewählt." Wir gratuliren dem verehrlichen Ausschüsse zu diesem „Fang". Herr Vergani klagt ncch immer nicht. Budweis, Antisemitische Revolver: In einem Budweiser Brief der „Ostdeutschen Rundschau" vom 31. December ist zu lesen: „Die Schonung hat ein Ende. Brauhaus! Herr Haas! Budweis steht seit Jahren unter liberaler Herrschaft, sollten wir da nicht unsere Panamisteu haben?! Aber wir haben auch unsere Drumonts... Hütet euch!" K. in Troppau: Warum erinnert Niemand den Abgeordneten Türk im schlesischen Landtag an seine Schwester und seinen Schwager. S. Sch.: Friedrich Spielhagen ist nicht Abgeordneter des Deutschen Reichstages. Zn Nr. 52 vom Jahre 1895 hat sich einFehlereingeschlichen.Es heißt in dem Artikel „Lehrer als Hetzapostel" Nagl Johann sei Oberlehrer an der Floridsdorfer Knabenvolksschule, was thatsächlich nicht der Fall ist, denn Nagl ist Oberlehrer der Mädchenvolksfchule. M. -S.: Thomas Carlyle, dessen die ganze gebildete Welt aus Anlaß des hundertsten Geburtstages am 4. December ehrend gedacht hat, Thomas Carlyle sagte einst: ,,Je mehr Menschen ich kenne, um so mehr liebe ich die — Hunde." L. : Herr Claude G. Montesiore, ein Verwandter des großen Moses, wurde vom Professoren-Collegium der alten schottischen Hochschule in Glasgow zum Dekan erkoren. N. in R. Aus einer Rede des Bischofs Josiph S. Key in Houston, Texas citiren Sie die Stelle: „Statistische Daten beweisen, daß die Juden der Erziehung ihrer Kinder mehr Aufmerksamkeit zuwenden, als irgend ein anderes Volk. Unter 10.000 katholischen jungen Leuten sind 35, von 10.000 Protestanten 35, von 10.000 Juden 351 Universitätshörer. Durch seine Erziehung, seine Bildung, seinen Reichthum hat sich der Jude verdient gemacht, eine Rolle in der Welt zu spielen und einen mächtigen Einfluß auszuüben. Ich bin ein Freund der Juden und bin stolz auf diese Freundschaft." Wenn ein Torquemada diese Worte des Epigonen anhören könnte: Inst think of it! Einladung. Es wird jeder Besitzer eines Hausirbuches oder Hausirbewilligung, ohne Unterschied der Nation, Confession und Geschlechtes, sowie jeder Fabrikant, Kaufmann und überhaupt Alle, welche mit dem Hausirhandel im directen oder indirecten Verkehre stehen, zu der Samstag den 4. Jänner 1896 präcise L UHr Nachmittags, im Saale zum „goldenen Widder" II., Taborstraße 36 stattfindenden Conftituirung des von der Hohen k. k. Statthalterei unter Z. 117218 genehmigten „Ersten Oesterreichischen Rechtsschutz- Verein für Hausirer" mit dem Sitze in Wien, dessen Zweck es sein wird, die Wahrung oer Interessen des Hausirstandes sowie Förderung des brüderlichen und collegialen Zusammenhaltens der Mitglieder desselben, insbesondere aber die Fürsorge für eine entsprechende rechtsfreundliche Vertretung der Hausirer in den mit ihrer geschäftlichen Thätigkeit verbundenen Fällen, sowie in Standesangelegenheiten, höflichst eingeladen. Tagesordnung: 1. Mittheilung des Proponenten S. Ä. F r e u n d über die Vorbereitungen zur Begründung dieses Vereines und Vorlesung der Statuten. 2. Aufnahme von Mitgliedern. 3. Wahl des Gesammtausschusses. 4. Allgemeine Besprechung. 5. Anträge. Für das Gründungs-Comite S. A. Freund II. Glockengasse 30. Ausweis. Für die am 29. September l. I. durch Brand heimgesuchten Glaubensgenossen in Oberndorf Bezirk Scheibbs, sind dem Vorstande der Cultusgemeinde Ubbs a. D. folgende Beträge zugekommen: 50 fl. von Freiherr Albert von Rothschild'sches Forstamt Waidhofen a. N-, ie 25 sl. von der Cultusgemeinde Wien und der Cultusgemeinde Abbs a. D., 20 fl. von Dr. Sigmund Thierfeld in Oberndorf (direct 10 fl.), je 10 fl. von M. u. I. Mandl, Wien, Rosenbaum u. Deutsch, Reichenberg und der Cultusgemeinde Linz; 7 fl. unter dem Motto: „Wenig aber vom Herzen", Wien; 6 fl. von Gebrüder Rindler in Beneschau; je 5 fl. von Dr. Gustav Pollak in St. Peter i. Au, Dr. Wilhelm Kohn in Marbach, Leopold Holzer in Oed, Julius Baumgarten in Waidhofen a. d. Abbs, Bernhard Heimer in Gaming, Max Braun in Gaming, Hrch. Deutsch u. Comp, in Wien, Jacob Ouittner u. Söhne in Wien, Hermann und Emanuel Wozasek in Amstetten, Josef Sommer in Texing, Samuel Schulz in Ruprechtshofen, Ludwig Seidler in Greffen, Sam. F. Goldberger u. Söhne in Wien, Max Hoffmann u. Sohn in Purgstall- Erste Wiener Laureol-Fabri! in Wien, Hermann Katz in Jgläu, V. Rübenstein in Hilm-Kematen, Max Führer in Röchling, Dr. B. Kohn in Purgstall, Bruder Schulz in Pnrgstall, Jacob Eltbogen u. Söhne in Wien; 4 fl. von Julius Neuner in Lunz, M. A. in S.; je 3 fl. von Moritz Deutsch in Wien, Brüter Tauber in Misteck, Brüder Austerlitz in Prag, B. Wallis in Raming, Leopold Max Handl in Wien, M.u. S. Hitschmann in Jglau, Israel. Cultusgemeinde Neu-Bistritz; je 2 sl. von D. Kerpen in Waidhofen a. d. Dbbs, Simon Sommer in Amstetten, Leop. Rind in Persenbeug. Hugo Lustig in Saaz. Karl Löbl in Podersam, Jsid. u. Marc. Pick in Thomasroith, I. Turnosski u. Comp, in Wien, L. Thierfeld in Purgstall, Geiringer u. Reitler in Jägerndorf, L. Stukart in Zlab ngs, Rindler u. Schanzer in Neubistritz, Culsusgemeinde Floridsdorf; je 1 fl. von Alexander Deutsch in Amstetteü, Jg. Deutsch in Amstetten, Karl Flandrack in Wien, Leop. Wozasek in Kammclbach, Mich. Goblitz in Dbbs, Leop. Huß in Lackenhof, Breuner u. Wasservogl in Wien, Felix Moses in Gaming, Emil Kauder in Linz, Alois Holzer in Petzenkirchen. I. A. Stuckart, Josef Pollak, Leop. Kollmann in Waidhosen a. d. Th., Jacob Spitz, Emanuel Rind in Vitis, Josef Maier in Zwettl; 60 kr. Abr. Pollak in Zwettl: je 50 kr. von Rabbiner Wilh. Stuckart, Gustav Löffner Jg. Jedlintzky in Waidhofen a. d. Th., N. Wertkeimer, S. Schidlof in Zwettl; 30 kr. S. Glaser in Waidhofen a. d. Th.; 20 kr. Ungenannt in Zwettl. Der gefertigte Cultusvorstand, der diese Beträge ihrer Bestimmung bereits zugeführt hat, spricht hiermit den edlen Wohlihätern im Namen der Verunglückten den wärmsten Dank aus. Israelitische Cultusgemeinde Abbs a. d. D., am 23. December 1895. Der Vorsteher-Stellvertreter: Der Vorsteher: Emanuel Schnlz in Purgstall. Simon Sommer in Amstetten. KAPITALS-ANLAGEN Mit Rücksicht auf die bedeutenden Eingänge des Jänner - Coupons und sonstiger Fälligkeiten empfehlen schon jetzt vorzunehmen. Unsere WECHSELSTUBEN: CENTRALE: i, Woiizeile 10, Strobelgasse 2, I WECHSELSTUBE WIEDEN, U IV., Wiedner Hauptstrasse Nr. 14 |’j (Hotel Stadt Triest) | WECHSELSTUBE MARIAHILF, I j Mariahilferstrasse 74 B, j'j ■ besorgen Käufe von |||| nNLAGEWERTHEN unter den coulantesten Bedingungen, und werden alle etwa gewünschten Auskünfte über Capitalsanlagen auf mündliche und briefliche Anfragen kostenfrei ertheilt. Wechselstuben- WIEN, I, WOLLZEILE 10. Ijii Wechselstuben- ||| |l| Actien-Gesellschaft , M E R C U R", I i'i Herausgeber u. verantw. Redacteur: Dr. Josef 6. Bloch. — Druck v. L. Beck & Sohn, Wien, TOI., Lerchmselderstr. 46.