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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1895-06-07 · 23 (7.6.1895) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
12 (1895)
Issue
23 (7.6.1895)
Date
1895-06-07
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 436 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 9?. M L. 1830. Zum Abdrucke ungeeignet, auch nicht gegen Bezahlung. Fritz Priester, Böhm.-Leipa. Herzlichen Dank. Moriz Kraus, Lugos. Ihre Mittheilungcn sind uns jederzeit willkommen. S. S., Brünn. Wir bedauern, für derlei literarische Erzeugnisse keine Verwendung zu haben. S. Karpeles, Lifsa a. d. E. Ein ernstes, Politisches Blatt kann nicht gut mit Illustrationen erscheinen; indessen werden wir Ihren Vorschlag erwägen, ob es nicht möglich ist, denselben in anderer Weisezur Ausführung zu bringen. H. in Wisa. Wir haben die Blätter bereits anderwärts erhalten. Abonnent, Stanislau. Die israelitischen Pstngstfeiertage 1853 fielen aus den 12. und 13. Juni. Wiener Neustadt. „S." Das von Ihnen in dem Gedenkbuch aufgefundene Gedicht ist recht hübsch, besonders der Schluß bcherzigenswerth: „Man predigt Entsagung, verprasset das Geld Der Witwen und Waisen beim Humpen, Ihr sehet, auf dieser elenden Welt Gibt's auch teutonische Lumpen. _ D'rum nieder die Waffen, laßt ruhen den streit, Gestehe.es Jeder nur stille, Zum Schlechthin fehlt Vielen Gelegenheit, Doch Wenigen fehlet der Wille." Wien. „Eine weifte Nelke." Die mit Recht gerügten Stellen find nur in einem Theile der Auflage enthaltene Druckfehler. Wissen Sie nicht, was Uhland passirte: „L e d e r (Lieder) find wir, unser Vater Schickt uns in die weite Welt..." und ein großes Blatt erzählte, seinen Lesern sehr ernsthaft von den „Kutscherfestspiclen" („L u t h e r sestspielen"). Das soll gewiß nicht Vorkommen, aber es kann Vorkommen. Leipzig. „Redaction der Geflügelbörse". Sie annonciren in Ihrer dir. 40 vom 17. Mai dm Verkauf einer „a n t i s em i t i s ch e n B e r n h a d i n e r h ü n d i n" für M. 100. Antisemitische Hunde sind in Wien billiger käuflich. Wien, S. T. Die „Reichspost" vom 31. v. M. wirft den Liberalen im Gemeinderathe „speculatives Quälen der Gegenpartei" vor. Wir haben mitJhnen herzlich über den gelungenen, unfteiwilligen Scherz lachen müssen..Was aber weit über den Spaß geht, ist die Art und Weise wie Noske und Wrabetz als die „Arrangeure der' Demonstration" dargestellt werden, welche den Mob vrovocirt hätten. „Darum stürzten sich die zwei Helden auch recht muthig in das Gewühl, sie stießen und drängten, schimpften auch ein wenig/!) bis der Umville rege wurde und man ihnen, freilich etwas deutlich, begreiflich machte, daß sic den Wienern gerade nicht — sympathisch sind . . . so mögen jene Thatsachen beweisen, wer eigentlich die Hauptschuld daran trug. In Frankreich unter Napoleon III. gab es sogenannte Agents provocateurs, die Aufläufe in Scene setzten, dann aber mit dm casse-tetes die Köpfe der Ruhestörer bearbeiteten. In Wien ist für solche Agenten nicht viel zu holen, hier kriegen sie selbst die Schläge." Wien. „Ein Junger." EssollSie nicht wundern, wenn Einer, der Reisebeschreibuugen unverfroren abjchreibt und sie unter seinen Namen erscheinen läßt, sie jetzt auch ankündigt und zum Verkauf ausbietet. Das ist lange nicht sein ärgster Schelmenstreich. Straftburg. „Emile C." Es freut uns m hören, daß die ..Libre parole“ des sauberen Herrn Drumont in ganz Elsaß-Lothringen verboten wurde. Wenigstens ein kleiner Anfang der Wendung zum Beperen. Toulouse. „Correspondent Delta". Die Sache ausführlicher zu behandeln, lchnen wir ab, weil fiir diese Details kaum Interesse vorhandm. Es genügt vollständig, wenn kurz gesägt wird, daß ein sicherer Brun, Redacteur des Blattes „Le commerce“ und enragirter Judenfresser, wegen Fälschung und Betrugs in Untersuchung gezogen wurde. London 9Nr. W. F. CH. Wir danken für die freundliche Zusendung der „Times", deren Wiener Correspondent der Ansicht Ausdruck gibt, daß der Antisemitismus in Oesterreich allgemach seinen halbreligiösen Charatter verliert und sich zur Hetze gegen alle Capitalisten, Christen wie Juden, enttvickelt. Bielitz. Z. Z. Mitarbeiter. Müssen schon um Geduld bitten, da wir eine große Anzahl von Arbeiten im Vorrath haben. Stadlau. „Ein Wißbegieriger." „Nacht muß es sein, wenn Friedlands Sterne strahlen", ist nattirlich aus Schiller's „Wallenstein". Die „Schnorrpost" vom 2. citirt's. Sie hat ausnahmsweise Recht. Die Geschäfte der Finsterlinge gehen nur im Dunkeln. Geburtsscheine, eventuell Altersnachweisungen zu Schuleinschreibungen. Nachdem die Anforderungen um Ausfertigung von Geburtsscheinen eventuell Altersnachweisungen für schulpflichtig gewordene Kinder behufs Einschreibung in die Schulen vor Beginn des Schuljahres von Jahr zu Jahr derart zahlreich sind, daß das Matrikenamt der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde denselben nicht sofort Nachkommen kann, werden die P. T. Eltern rc. in ihrem eigenen Interesse erinnert, schon jetzt solche Documente zu bestellen und auch in Empfang zu nehmen. Vom 15. August ab würde wenigstens 48 Stunden Zeit zur Ausfertigung der erwähnten Documente gelassen werden müssen. Vom Matrikenantte der israelitischen Cultusgemeinde in Wien. B r ö s l e r, Adj. Salomon Altmann'fche Waisenftiftung. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt zur KennMiß, daß am Sterbetage des seligen Herrn Salomon Altmann (21. des Monats Ab), 11. August 1895, die Zinsen obiger Stiftung Pr. fl. 58.— an zwei vater- und mutterlose Waisen ohne Unterschied des Geschlechtes, welche das 15. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, zu gleichen Theilen zu verleihen sind. Zur Bewerbung zulässig sind die Waisen, welche nebst glaubwürdigen Armuths- und Sittenzeugnissen auch solche über Schulbesuch mit gutem Erfolge beibringen. Den Vorzug erhalten in erster Reihe Verwandte des seligen Herrn Salomon A l t m a n n, in zweiter Reihe aus Oesterr.-Schlesien Stammende, endlich in deren Ermanglung jene, deren Eltern als Mitglieder der hiesigen Cultusgemeinde angehört haben. Die vollständig inftruirten Gesuche sind in dem Einreichungs- Protokolle der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde (I. Bezirk, Seitenstettengaffe Nr.4,1. Stock) bis 15. Juli 1895 zu überreichen, woselbst Gesuchsblanquette während der Amtsstunden (9 bis 12 Uhr) unentgeltlich zu beheben sind. Wien, am 1. Juni 1895. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde- Rosalia postalische Mndrnstistung. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt hiemit zur Kenntniß, daß die Zinsen der von Herrn Moriz Poll a k Ritter v. Borkenau begründeten Rosalia P o l l a k'schen Blindenstiftung im Bettage von fl. 38.— an eine erblindete oder durch schwaches Sehvermögen erwerbsunfähige Frau oder Mädchen israelitischer Confession für das lausende Jahr zu verleihen sind- Die Bewerberinnen haben ihre Gesuche um die Sttftungszinsen mit einem Armuthsscheine und einem Zeugnisse des Verwalters des hiesigen israelitischen- Spitales über ihre Erwerbsunfähigkeit zu versehen und bis 30. Juni d. I. im Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde (Stadt, Seitenstettengasse Nr. 4, I. Stock) von 9 bis 12 Uhr zu überreichen, woselbst Gesnchsblanguette während der Amtsstunden unentgeltlich zu beheben sind. Wien, den 1. Juni 1895. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde. Marie Goldschmie-t'sche Stiftung für arme Wöchnerinnen. Vom Vorstande der hiesigen-israelitischen Cultusgemeinde wird - hiemit zur Kenntniß gebracht, daß die Zinsen der obigen für eine arme Wöchnerin der Wi ener israelitischen Cu l t u sgemeinde begründeten Stiftung im Betrage von fl. 18.—zur Verleihung kommen. Die Bewerberinnen haben ihre Gesuche in dem Einreichungs- Protokolle (Stadt, Seitenstettengasse Nr. 4, I. Stock) bis' 30. Juni 1895 zu überreichen. Gesuchsblanquette find im Secretariate, I., Seitenftetten- . gaffe Nr. 4, II. Stock, während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr unentgeltlich zu beheben. Wien, 1. Juni 1895. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde. Ada und Nathan Frgdar-Stiftnng für eine arme Wöchnerin. Vom Vorstande der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde wird hiemit zur Kenntniß gebracht, daß die Zinsen Oer obigen für eine arme Wöchnerin israelitischer Confession gegründeten Stiftung im Bettage von fl. 8.— am 23. August d. I. zur Verleihung kommen. Die Bewerberinnen haben ihre mit dem Trauungsscheine und dem Armuthszeugnisse belegten Gesuche in dem Einreichungsprotokolle der israelitischen Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse Nr- 4,1. Stock, woselbst Gesuchsblanquette während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Vormittags zn beheben sind, bis 30. Juni 1895 zu überreichen. Wien, 1. Juni 1895. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde. init ganzer Verpflegung wird aufgen. wpcbw CUtiill liliy M. Grünwald, Floridsdorf. Druck von L. Bergmann & Comp, in Wien. Herausgeber u. verantw. Redacteur: Aeichsralhsabgeordneter Ir. Zosef S. ZSloch. —

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