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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1895-03-15 · 11 (15.3.1895) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
12 (1895)
Issue
11 (15.3.1895)
Date
1895-03-15
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Sette 208 Vestrrretchtptze Mochrnschrtfl Rr. 11 Wien. E. a. I. Die Anregung zur Errichtung eines israel. Dameustiftes, welche wir Ihrem Wunsche gemäß und weil sie mit unseren eigenen Anschauungen übereinstimmte, in einem Aussatze behandelt haben, ist leider von den maßgebenden s^actoren gar nicht sympathisch begrüßt worden. Wir können vorläufig nichts in dieser Sache thun, wollen sie aber nicht aus dem Auge verlieren, um bei gelegenerer Zeit darauf zurückzukommen M. L. Biedermann’sches Stipendium. Aus der obigen Stiftung „zur Unterstützung mehrerer hiesiger dürftiger israel. Knaben, vorzugsweise, wenn sie Waisen sind, während der Zeit, als solche die israel. Unterrichtsanstalt mit gutem Fortgange in Kenntnissen, und Sittlichkeit und zur Zufriedenheit der Herren Schul Vorsteher und L;-hrer besuchen, dann wenn selbe nach Beendigung des Sehulunterrichtes ein Handwerk erlernen, auch durch die Dauer ihrer Lehrzeit“ gelangt ein Stipendium im Betrage von 63 fl. ö. W. zur Verleihung. Die Bewerber um dieses Stipendium haben ihre, mit den Schulzeugnissen — eventuell auch mit dem Nachweise ihrer Waisenschaft — belegten, von dem betreffenden Religionslehrer der Wiener israel. Cultusgemeinde bezüglich der stiftbriefgemässen Würdigkeit begutachteten Gesuche bis 31. März 1895 im Secretariate der Israel. Cultusgemeinde (I., Seitenstettengasse 4, II. Stock) zu überreichen, woselbst Gesuchsblanquette während der Amtsstunden von 9—12 Uhr Vormittags unentgeltlich zu beheben sind. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Clara Kahane-Stiftung zur Heiratsausstattung. Es wird hiermit zur Kenntniss gebracht, dass am 14. Thamus (6. Juli) die Zinsen der obgenannten Stiftung zur Heiratsausstattung zweier mittelloser, anständiger Waisenmädchen israel. Confession im Betrage von je fl. 210 ö. W. zur Verleihung kommen. Die Bewerberinnen haben nachzuweisen, dass sie: 1. der israel. Confession angehören; 2. streng sittlich, mittellos und verwaist sind; 3. sich im Brautstande befinden. Bewerberinnen, die sich vor der Verleihung verehelichen, verlieren den Anspruch auf die Verleihung. Die Gesuche sind bis 31. März 1895 im Secretariate der israel. Cultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, einzureichen, woselbst Gesuchsblanquette während der Amtsstunden von 9—12 Uhr unentgeltlich zu beheben sind. Otto Cohn’sche Stiftung für mittellose jüdische Realschüler. Die Zinsen obiger Stiftung im Betrage von 210 fl. Ö. W* gelangen zu gleichen Theilen am 30. Mai d. J. an drei würdige’ fleissige, jüdische Realschüler zur Verleihung. Die Bewerber haben die mit dem Geburtsscheine, dem Nachweise ihrer Mittellosigkeit, dem letzten Studienzeugnisse und mit der Angabe, ob dieselben in dem Genüsse eines Stipendiums stehen, eventuell in welchem Betrage, versehenen Gesuche bis längstens 31. März d. J. im Secretariate der israel. Cultusgemeinde (I>, Seitenstettengasse Nr. 4, II. Stock) einzubringen, woselbst Gesuchsblanquette während der Amtsstunden von 9—12 Uhr unentgeltlich zu beheben sind. Theodor und Alfons von Claser’sche Stiftung für israel. Gymnasialschüler, gegründet von ihrem Vater Wilhelm Edler von Glaser am 26. Mai 1871. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde in Wien bringt hiemit zur Kenntniss, dass ein Platz der Zinsen der obigen, für Gymnasialschüler jüdischer Confession errichteten Stiftung, im Betrage von 37 fl. auf die Dauer der Gymnasialstudien zu verleihen ist. Bedingungen zur Erlangung derselben sind: a) ausgewiesene Mittellosigkeit, b) ein Zeugniss mindestens der 1. Fortgangsclasse mit guten Noten aus Sitten, Aufmerksamkeit und Fleiss. Unter sonst gleichen Umständen erhalten Schüler, welche mit dem Stifter, Herrn Wilhelm Edlen von Glaser oder seiner Gattin Frau Jenny, geborene Teitelbanm, verwandt sind, den Vorzug. In dem Ggsuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Die diesfälligen Gesuche sind in der Kanzlei der israel. Cultusgemeinde (L, Seitenstettengasse 4, II. Stock) bis 31. März d. J. zu überreichen. Wien, 1. März 1895. Coneurs. In dem Krankenhause der israelitischen Cultusgemeinde in Wien ist die Stelle eines Secundararztes zu besetzen. Der Angestellte bezieht nebst freier Wohnung und Verpflegung einen Jahresgehalt von 600 fl. ö. W. Bewerber müssen Doctoren der Medicin und Chirurgie, respective der universellen Medicinsein, operative Befähigung und chirurgische Spitalspraxis nachweisen und dürfen das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben. Die näheren Bestimmungen können in der Kanzlei der Cultusgemeinde eingesehen werden. Die mit den entsprechenden Documenten belegten Gesuche sind bis 10. April d. J. in der Gemeindekanzlei I., Seitenstettengasse Nr. 4, II. Stock zu übergeben. Wien, am 10. März 1895. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde. Coneurs. An der concessionirten einclassigen Privat-Volksschule in Teltsch (Mähren) ist mit 1. September 1. J. die Stelle eines geprüften Lehrers zu besetzen. Derselbe muss befähigt sein, den hebräischen und Religionsunterricht zu ertheilen und hat auch als Cantor und Koreh zu fungiren. Derjenige, der in Gemässheit der Minersterial-Verordnung vom 27. Decemher 1891 das Amt eines Rabbiners versehen kann, wird bevorzugt. Jahresgehalt 1400 Kronen nebst freier Wohnung und den üblichen Emolumenten. Derjenige der das Rabbinat versehen kann, erhält einen Gehalt von 1600 Kronen. Diesfällige mit den erforderlichen Zeugnissen belegte Gesuche nebst Angabe des Alters und Standes, sind an den israel. Cultusvorstand Teltsch bis zum 15. Mai einzusenden. Nur den Apceptirten werden die Reisespesen vergütet. Der Cultusvorstand. Die letzte Arbeit Sacher-Masoch's. Dr. B1 o ch's „Oesterr. Wochenschrift" beginnt in der nächsten Nummer mit der Veröffentlichung der letzten Novelle Sacher-Masoch's, betitelt: „Mein Freund Wodakowski". Sie zeigt den Dichter nochmals auf der vollen Höhe seines Schaffens und wird nicht verfehlen, Spannung und Interesse zu erregen. nvö btt? *itw Wein. nur Natur W ein. von 5 Liter aufwärts franco ins Haus gestelit. Schmalz, auch sämmtliche Specereiwaaren. J. ROSNER, WIEN, II., Kr. Pfarrgasse Nr. 6. Vertretungen der „Oesterr. Wochenschrift“ in Russland. Generalagent: i. Ch. Tawjew, Riga, Parkstrasse Nr. G. Weitere Vertretungen haben übernommen: In Lodz u. Umgebung a Buchhandlung H. Perla, Zachodnia-Str. Nr. 54/275. In Moskaus Herr D. 8. Behrmann, Sofiskaja-Quai Haus Sytschew, Qu Nr. 5. In Odessa s Herr E. Dawidowitsch, Richelieu-Str. Nr. 53. In Wilnas Herr L. Eppel, Trocker-Str. n Libaus Herr Heinrich Behrmann. In Warschaus Herr Ch. Eppelberg. In Bjalystok u. Grodnos Herr Isaak Lew. In IMitaus Herr. D. Kaplan, In Rostow a. Don. s Herr M. L. Gordon. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Herausgeber u. v rrautw. Redacten'-: Reichsrathsabgeordneter Dr. Josef S. Bloch. — Druck r. L. Beck ck Sohn, Wien. VIII., Lerchenfelderstr. 46.

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