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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1894-09-21 · 38 (21.9.1894) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
11 (1894)
Issue
38 (21.9.1894)
Date
1894-09-21
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 742 Vestrrretchtschr ZvochenfchrM Nr. 38 diesem Jahrgange wurde auch ein authentisches Verzeichniß sämmtlicher Gemeinde in ganz Oesterreich, ihrer Vorstände, Funktionäre und Anstalten ausgenommen, ferner biographische Skizzen von den Verstorbenen: Dr. A. Jel linek, Rabbiner Salamon Spitzer und Dr. L. A. F r a n k l und iijre wohlgetroffeneu Porträts. Vortreffliche literarische Beiträge lieferten die Herren Architekt Max F l e i s ch e r, Rabbiner Dr. G e l b h a u s, Med. Dr. Josef M. 2 o e b l, Rabbiner Dr. Schmied!, Rector Dr. Schwarz und Fritz Singer. Den kalendarischen Theil besorgte wieder Herr Dr. Eduard Mahler. Druck und Ausstattung des Kalenders sind wie im Vorjahre recht elegant. Jüdischer Volks- und Hauskalender für das Jahr 1895. Von Dr. M. B r a n n. (Breslau 1894.) Wir begrüßen den zweiundvierzigsten Jahrgang dieses trefflichen Jahrbuches und nehmen gerne von seinem reichen und mannigfaltigen Inhalt Kenntniß. Der kalendarische Theil ist mit anerkennenswerther Sorgfalt und äußerst übersichtlich gearbeitet. Das Verzeichniß der Jahrmärkte in den Provinzen Sch lesien, Posen, Ost- und Westpreußen ist gleichfalls eine präcise statistische Arbeit, welche sich von der gewöhnlichen Schablone und Flüchtigkeit, mit der solche Partien sonst behandelt erscheinen, glücklicherweise fern hält. Für den sich hiefür Jnteressi-* renden ist derlei stets eine hochwichtige, geschäftliche Angelegenheit, oft eine vitale Frage, und eben deshalb ist es nothwendig, daß, so wie hier, diese Daten mit unbedingtester Verläßlichkeit dargeboteu werden. Das Jahrbuch selbst bringt eine Gedenkrede aufDr.David Cassel von Hochfeld und daswohlgetroffene Bildniß dieses um die jüdische Wissenschaft hochverdienten Mannes. — Die nächstfolgende Arbeit „Ein kurzer Gang durch die jüdische Geschichte" ist mit Sachkenntniß und Wärme geschrieben und wird gewiß in zahlreichen Familien genau studirt werden. An interessanten Reminiscenzen, die den Vergleich zwischen Einst und Jetzt herausfordern, ist wahrlich kein Mangel. Eine hübsche historische Erzählung beschließt das Buch, dessen Anschaffung empfohlen zu werden verdient. K. Mimisrach umimaarabh. In wenigen Tagen wird das 2. Heft der in Wien erscheinenden und von R. M. B r a i n i n rcdigirten Monatsschrift „Niwisraoü uwünaaradü" erscheinen. Der Inhalt des Heftes ist folgender: 1. Zwischen zwei Epochen. Von N. Brainin. 2. Heber Kosmopolitismus und Nationalismus. Brief von Ch. Mardolis-Kalwcnyski. 3. Die Judenfrage und ihre Losung nach den Schriften Leroy- Beaul-.eu's und Lombroso's. Von Dr. S. N. Landau. 4. Zur Geschichte der neuhebräischen Literatur im 19. Jahrhundert. (In Fortsetzungen.) Von M. Weisberg. 5. Leo Tolstoi und seine Anschauungen. (2. Artikel.) Von A. B. C. D. . 6. Friedrich Nietzsche's Philosophie. (2. Artikel.) Vom Cand. Phil. Dr. Neumark. 7. Henryk Ibsen. Abhandlung von N. Brainin. 8. Perez ben Schelaumiel. Erzählung in 2 Bänden. (Erscheint ln Fortsetzungen.) Von D. S. Silberbusch. 9. Reisebilder aus dem Sudan. Von Professor G. Selikowitsch. 10. Der kleine Engel. Skizze von D. Frischmann. 11. Blätter im Winde. Feuilleton von I. A. Triwasch. 12. Aus der Judengasse. Gedicht von Ch. V. Byalik. «13. Gordon an Mieses. Gedicht von L. Görden. 14. Gedichte aion * * * 15. Eine Talmudstudie. Abhandlung von Pro fessorA. Schwarz Rector des jüd. theol. Seminars in Wien. 16. „lAeretb haptirah". Abschiedsschreiben des Muhammed Abu Bekr, mit Einleitung von Doctor M. Schreiner, Docent in Berlin. 17. Die letzten jüdischen Dichter Spaniens. Abhandlung von Dr. A. Kaminka, Rabbiner in Prag. 18. Die Agrikultur in Frankreich und Palästina. (In Fortsetzungen.) Von Prof. Josef Halevtz. Mit einer Einleitung von R. Brainin. 19. Recensionen von I. H. Weiß, R. Brainin rc. 20. 7is vitalis. Von Prof. Herrn. Schapira. 21. Anhang: Die doppelte Untersuchung. Erzählung von M. Kamirnsky. Das 3.Heft istebenfallsbereits fertiggestellt und tvird ehestens dem Drucke übergeben. Eine ganze Reihe von Aufsätzen bedeutender Gelehrter und Schriftsteller, Monographien, Abhandlungen, Erzählungen, Feuilletons, Recensionen rc. rc. sind der Reoaction eingereicht worden und werden successive zur Veröffentlichung gelangen. Der Preis der Monatsschrist ist ganzjährig im .Inland 10 fl., im Ausland 30 Frcs. Halbjährige und vierteljährige Abonnements zu entsprechenden Theilbeträgen. Briefe, Einsendungen, Geldanweisungen rc. sind -zu adressieren an: R. Brainin, Wien, IX, Seegasse 23. Briefkasten. Herrn Schwarzkopf: Nein, bis heute waren es durchwegs nur Arier, die wegen schlechten und verfaulten Eßwaaren abgestraft wurden. Herrn Heinrich L.: Der Schreiber der „Zickzack-Briefe" schrieb: „Will man unser Geld, so willfahre man auch unserem Wunsche." Hochw. Herrn Pfarrer in N.: Daß die „Schmähpost" nicht das Sprachorgan des Clerus sein kann, geht auch daraus hervor, als Graf Tarnowski, am Krakauer Katholikentage 1693 sich bemüssigt sah, ausdrücklich zu constatiren: „D er A n 1 i s e m i t i s m us ist grundsätzlich schlecht und praktisch gefährlich; schlecht, weil er u n ch r i st l i ch. n n g e r e ch 1 u n d unbarmherzig i st." Wollte Gott, es würden alle Priester so denken und handeln, wie Sie! — Herrn Wilhelm Berger: Deckert, der be —rühmte Ausleger des Talmud, und mit ihn, der be — rühmtere Kanonikus in Prag sagen sich eben mit Goethe: „Im Auslegen seid frisch und munter: Legt ihr's nicht aus, so legt was unter." Eultusvorsteher Edler von Lederer, k. u. k. Major in W.: Die Entscheidung wird erst nach 6 Wochen erfolgen. Fr. Ch. V. Kr. „Die Mensch en werden gle ich an Rechten geboren" stand an der Spitze der „Erklärung der Menschenrechte", tvelche das Credo der französischen Revolution gebildet hat., Allianz: Für Ungarn besteht keine besondere „Israel. Allianz", sondern eine gemeinsame mit Oesterreich. — Ihr Abonnement endete am 15. September l. I. Herrn Salo («oldfrucht, Zniesienie bei Lemberg. Wir stellen gerne richtig, daß Ihre bestrenommirte Spiritus- und Liqueurfabriknicht wieunsereNr. 37 meldete 1886, sondernl83<i gegründet wurde. Herrn Adalbert v. P.: James Darmesteter, in seiner Philosophie der Geschichte des jüd. Volkes, war es, der da sagte: „Das Judenthum ist eine Religion, welche den geistigen und socialen Fortschritt nicht zu befürchten hat. Herrn Scltw. in W.: Auf welch tiefes Niveau das von Ihnen gelesene Witzblatt „Kikeriki" gesunken ist, mögen Sie daraus ersehen, als selbst ein in der Auswahl der Lectüre gewiß nicht wählerisch vorgehender Hausmeister sich nicht enthalten konnte, eoram pubiieo zu sagen: „Es sei ein Witzblatt ohne Witz, das ins vorige Jahrhundert gehöre, und nur Leuten aus dem Mittelalter gefallen könne." I. N., Floridsdorf: Ihre Bermnthung, betreffend die Abstammung des Antisemitenhäuptlings P., dürste zutressen. i§ Zur Verbreitung und Vertretung der »Oesterreich! sehen Wochenschrift“ in Russland sucht die Administration einen tüchtigen verlässlichen E IsT. Offerte nebst Referenzen an die „Oesterreichische Wochenschrift“ Wien, I., Franz Josefs-Ouai Nr. 3. Verantwort!. Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, Vm., Lerchenfelderstraße 46. (Telephon 3288.)

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