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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1894-08-24 · 34 (24.8.1894) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
11 (1894)
Issue
34 (24.8.1894)
Date
1894-08-24
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 666 Vefterreichifche Wochenschrift Nr. 34 An verschiedene Corrcspond:nten: Zahlreiche Berichte über Gottesdienste anläßlich des Gebnitssestes Er. Majestät mußten wegen verspäteten Eiulangeus für die nächste Nummer zurückgelegt werden. Herrn Bogdanovitsch. Ganz richtig; der Gruß: ..Friede sei mit Euch'" ist ein Begrüßungswort nicht der Auer, sondern der Semiren. „Salem aleikuai“ sagt der grüßende Araber und „Aleikum essalem“ erwidert der Begrüßte. Selbsterkenntnis!. Wenn der Schreiber der Zick-Zackbriese der „Reichepost" in der letzten Svnntagsnrimmer (2. Spähe, 5. Zeile von unten) selbst es sagt, daß er — „dumm" (sic!) sei, nun, so muß es doch wahr sein. Herrn Franz O ... . t in W. Die „Ostd. Nundschan" persiftirt in einem iyrer letzten Feuilletons in trefflichster Weise die Schreibweise des Vergani, dieses „Fressagen liebenden Zauberers". Sie machen sich Einer über den Anderen lustig. Herrn Wolf St—i, Lemberg. Das Fez ist eine orientalische Kopfbedeckung. Daß der Scherz T eu t o b ol d's von der „sonderbaren Behauptung des Fälschmarschalls" ihren speciellen Beifall gefunden und Heiterkeit in Ihrem Familienkreise erweckt hat, ist uns gewiß sehr angenehm zu vernehmen. Herrn Dr. H. E. K. in V. Zn spät eingelangt. Konnte wegen Raummangels nur stark verkürzt ausgenommen werden. I. B. 9!. in Budapest. Sie sind sehr liebenswürdig und danken wir Ihnen herzlichst für die unserem Blatte entgegengebrachte Sympathie. Puncto „Alter Kikeriki" geschieht ohnehin das Möglichste im Sinne einer streng gesetzmäßigen Abwehr. Ihre zweite Anregung stößt auf größere Schwierigkeiten, als Sie denken, macht aber Ihrem treuen, jüdischen Herzen alle Ehre. Herrn A. G. in G. Sie mögen nicht so Unrecht haben, allein auch Nadelstiche können verwunden und oft tiefere Wunden geben, als dies Schwerthiebe je vermögen.! i! On est homiue avant d’etre chinois. Lächerlich! Wie mag sich nur ein so gebildeter und geistreicher Marin, wie Sie, über die Schreibweise dergleichen, im Judenhaß schwelgenden und von blödent Juvenhaß lebenden Blätter a la „Reichspost" und „Volksblatt" so alteriren? — Sagen Sie sich doch mit Mephistopheles: „So schwätzt und lehrt man ungestört: Wer will sich mit diesen Narren befassen? Gewöhnlich glaubt der Antisemit, wenn er nur Worte hört, Es müsse sich dabei auch etwas denken lassen!" —. Herr» Oberl. St. in K. Dieser Mann ist weder ein Chinese noch ein Türk, sondern einfach ein — Narr. Eine Preisfrage. Hätte dieses Organ der Feudal - Clericalen auch so geschrieben, wenn gegenüber den Juden solche Toleranz grübt worden wäre? — U. A. w. g. Fr. Charl Kr., Wieden. Dies erinnert uns an ein sarkastisches Wort des verstorbenen Königswarter. — An dem Tage, an welchem die „Wieoer Zeitung" ossiciell der österreichischen Aristokratie verkündete, daß sie um einen Barvir reicher geworden, traf Königswartcr mit dem Träger eines gräflichen Namens zusammen, dessen Jahrhunderte altes Adelsdiplom mit Vorliebe in der Vorkrach-Peric de zum ^Aufputz und zur Ornamentik von Vankprivilegicn und Coucessions-Urkundeu benützt wurde. Der stolze Gras, der seines Witzes wegen eine nicht minder gefürchtete Zunge hatte, als der koschere Baron, beglückwünschte diesen und meinte lächelnd: „Sind das doch Zeiten geworden, in denen es nicht einmal auffällt, wenn Juden Barone werden „Oder wenn Grafen Inden werden," ergänzte lächelnd Baron Königswarter. Adam Herzfeld’sclie Ausstattungs-Stiftung. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Culmsgemeinde bringt hiemit zur Kenntniss, dass die Zinsen der von dem Herrn Ada.ni Herzfeld begründeten Ansstattüngs - Stiftung im betrage von 6. W. fl. 120.— an ein mit dem Stifter verwandtes, armes sittsames Mädchen israelitischer Confession zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Armuths- und Sittenzeugnisse nnd dem authentischen Nachweise ihrer Verwandtschaft mit dem Stifter und dass sie sich im Brautstande befinden, versehenen Gesuche bis 31. August 1894 in der Kanzlei der hiesigen Caltusgemeinde (I. Seitenstettengasse 4, II. Stock) zu überreichen. Schriften vom Reichsraths-Abgeordneteii Dr. Bloch. Durch die Ezped. d. Bl. (I., Franz Josefs^Onai 3) erhält man. gegen baar: Aus der Vergangenheit für die Gegenwart. Social- und literarhistorische Vorträge nnd Essays. Anhalt: Der Arbeiter bei den alten Völkern. Bortrag gehalten am 12. August 1882 vor den Arbeitern der Locomotiv- Fabrikcn in Floridsdorf und am 28. August 1882 vor den Eisen-, Metall- und Hilfsarbeiter' Wiens und Niedervsterreichs im Saale „zum grünen Jäger", V., in Wien. — Ucber Heimats- und Armenmcht. — Elementarschule bei den alten Völkern. Vortrag, gehalten am 10. März 1885 im Saale zum Erzherzog Johann in Floridsdorf. — Das Recht auf Arbeit. — Carruptivn und Fäulniß in unserer modernen Gesellschaft. — Geistliche Talmudisten in nngarischcn Abgeördneteuhansc. — Lessing's „Nathan". Vortrag, gehalten am 31. Jänner 1880 im Saale der Handels-Akademie zu Prag. — Jean Bodin, ein französischer Staatsmann und Rechtslehrer, ein Vorläufer Lessing's aus dem 16. Jahrhundert. Vortrag, gehalten am 29. Jänner 1881 im Saale der Handels-^lkavemie zu Prag zur Gedächknißfeier des hundertsten Sterbetages von Gotthold Ephraim Lessing. Ureis fi. 1.20. Der »atinnalc Zwist und die Juden iu Ocsimcich. Urers 50 kr. Die Juden in Spanien (Vorträge geholten an der Münchener Univetsität) 90 kr. Durch die Exped. d. Bl.(I., Franz Joscfs-Quai 3) erhält mau gegen baar: " * Protokoll der Schwurgerichts - Verhandlung Der Muximulurlicitstug. indischen Reriie Rede des Reichsraths-Abgeordneten Dr. jlllUMN 4CljiC. vom 20. October 1891. Preis 20 kr. Vliltttberglltttbe. Preis 30 kr. An die p. t. Redaktion des Moniteurs des Ztvettler Herrgottes. In Ihrer letzten Nummer wundern Sic sich, daß noch Niemand Ludwig Treck, das Haupt der romantischen Schule, für dcn Antisemitismus ausschrotete. Wir wundern uns dessen nicht, nnd zwar aus dem Grunde nicht, weil Ludwig Tieck ein zu vornehmer und edler Charakter war, als daß man ihn in einem Athnn mit den Größen des gegenwärtigen Antisemitismus nennen dürste. — Wäre dem nicht so, so bliebe auch Tieck nicht der blutige Schimpf erspart, gleich Vergani und Consortcn als „Schandfleck" der Menschheit bezeichnet zu werden. — Herrn jur. Dr. Karl K., Prag Wir begreifen vollkommen Ihre Entrüstung über den Dieustag-Sudl'.r der „Rcichspost". Er thut sich in seinem'Schreiben au uns und im Schandblatt was Großes darauf zu Gute, daß er den Namen nicht nennt und bringt diese Vorsicht mit seinem — Ehr istenthum sonderbarer Weise in Verbindung. Also, nur zu b e g rün d ete Fu r ch t vor dem Strafgesetze nennt derlei Volk — Ehristenthum! Man kann einen erhabenen und auch Andersgläubigen Achtung kiilflößendcn Gegenstand nicht schonungsloser und frivoler profaniren, als es von dieser Seite geschieht. In allem Itebrigen beugen wir uns Ihrer Compctcnz. Herzlichen Gruß! Preis 10 kr. Das Lciitemmninii, S. I. S. RiMiMt. raths-Abgeordnetcn Dr. Bloch, redigirr von Pros. David Kaufmann, Budapest; m. Beiträgen Prof. Dr. M. Braun und Dr. Rosin am jüd.-kheol. Seminar in Breslau; Leopold Dukes und Prof. Alex. Büchler in Wien; Dr. Rathan Grün in Prag und S. I. Halberstamm in Bielitz. Preis 30 kr. Acten zur rumcin. Iudenfrage aus Anlaß des Klausenburger Memorandum-Processes. Herausgegeben von Dr. Z. S. V l o ch, Mitglied des österreichischen Abgeordnetenhauses. Preis 10 kr. lim 29 kr. die Stunde gibt im Hebräischen Unter- _rieht Isak Reisfeld, Wien, II. Bezirk, Otkmargasse Nr. 11, Thür 28. Verantwort!. Redakteur: Dr. Joses S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIII., Lerchrnfelderstraße 46. (Telephon 3288.) 2572

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