Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 11 (1894)
- Issue
- 27 (6.7.1894)
- Date
- 1894-07-06
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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Seite 538 Vestrrretrtzlfche WochenschrM Nr. 27 („New-Uork", Lcbcnsvcrsicherungs - Gesellschaft.) Der soeben veröffentlichte 49. Rechenschaftsbericht der „New-Uork" bietet ein deutliches Bild von dem außergewöhnlichen Wachsthum dieser alten Gesellschaft. Das der „New-Uork" entgegengebrachte Vertrauen docnmentirt sich am Besten in der Thatsache. daß die Gesellschaft im Jahre 1893 eine Neuproduction erzielte, wie sie bisher weder von ihr selbst, noch von einer anderen Lebensversicherungs-Gesellschaft jemals erreicht worden ist, denn sie hat 85.604 Polizzen über ein versichertes Capital von 1142 Millionen Kronen ausgefertigt. Der Bersichernugsstand hat sich im Jahre 1893 nach Abzug der Todesfälle, der abgclaufenen Versicherungen und Storni :c. auf 253.876 Polizzen mit einem versicherten Capital von 3895 Millionen Kronen gehoben und war der Netrozuwachs an versichertem Capital bei ver „New-Uork" weitaus größer als bei irgend einer andern Lebensversicherungs- Gesellschaft der Welt. Die Sterblichkeitsverhältnisse waren im verflossenen Jahre äußerst günstig, so daß die „New-Uork" um 860 Todesfälle weniger hatte, als nach der rechnungsmäßigen Grundlage zu erwarten waren und sich nur unter diesem Titel allein ein Ersparnis; von über 11 Millionen Kronen ergab; cs beweist dies zur Genüge mit welcher Rigorosität die Gesellschaft bei Auswahl ihrer Risken vorgeht. Die steigende Prosperität der Gesellschaft tritt auch in finaucieller Beziehung klar zutage. Wie nämlich aus der amtlich geprüften Bilanz hervorgeht, belief sich das Vermögen der „New-Uork" anl 1. Jänner 1894 auf 743 Mill. Kronen und hat sich also gegenüber dem Vorjahre um volle 56 Mill. Kronen vermehrt. Dasselbe besteht hauptsächlich aus Immobilien, pupillarsicheren Hypotheken und crstclassigcn Wertheffecten, welch' letztere am 31. December 1893 gegenüber dem Buchwerthe ein Plus von ungefähr 20 Mill. Kronen ergaben. Die reine Prämiencinnahme belief sich in 1893 aus 137 Mill. Kronen, die Einnahmen an Zinsen und Miethen auf 32 Mill. Kronen, so daß die „New-Uork" inclusive der Erläge für erkaufte Leibrenten im Jahre 1893 eine Gesammteinnahme von 169 Mill. Kronen erzielte. Die gesammten an die Versicherten geleisteten Auszahlungen erreichten im Jahre 1893 inclusive der baar behobenen Gewinnantheile von 8'7 Mill. Kronen die Höhe von 75 Mill. Kronen und mag bei dieser Gelegenheit die Thatsache hervorgehobeu worden, daß die „New- Uork" auch in Europa seit ihrer vor 24 Jahren daselbst erfolgten Etablirung bereits mehr als 120 Mill. Kronen an ihre europäischen Versicherten respective deren Erben zur Auszahlung gebracht hat, ohne daß sich auch nur in einem einzigen Falle ein Streitfall oder eine Differenz ergeben hätte. Dem nach dem Principe der reinen Wechselseitigkeit ausschließlich den Versicherten gehörigen Vermögen stehen als Passiva die diversen Reservefonds gegenüber und verfügt die Gesellschaft über einen reinen Ueberschuß von mehr als 85 Mill. Kronen. Wie aus der Specialbilanz für Oesterreich hervorgeht, ist es der „New-Uork" gelungen, auch in Oesterreich ein ansehnliches Geschäft zu erzielen und das Vertrauen auch des heimischen Publicums zu erringen; sie besitzt hierzulande bereits einen Versicherungsstock von über 60 Will. Kronen mit einer jährlichen Prämieneinnahme von 2-s Mill. Kronen. Einen wesentlichen Factor für die ivachsenden Geschäftserfolge bilden zweifellos die sehr befriedigenden Ergebnisse der im Jahre 1893 zur Auszahlung gelangten „Gewinnansammlungspolizzea"; die nach diesem System Versicherten haben nicht nur durch volle 20 Jahre den Schutz der Versicherung genossen, sondern außerdem auch noch ein angesichts der heutigen Zinssnßverhältnisse sehr respectables Zinseszinsenergebniß ihrer eingezahlten Prämien erzielt. Schließlich sei noch erwähnt, daß die „New-Uork" an Depositen bei den verschiedenen Regierungen und an Realitäten in Wien, Berlin, Budapest, Paris und Amsterdam eine Specialgarautie für ihre europäischen Versicherten von 30 Will. Kronen geschaffen hat. Kalligraph und Speeialist für hebr. Sehriftzeiehen Wien, I., Judengasse 12 empfiehlt sich den Herren Architekten, Baumeistern (fiir Synagogenbauten) israel. Gemeinden und Synagogen-Verwaltungeu etc. alle in dieses Fach einschlagenden Arbeiten zu übernehmen, auch ■n-Iti» -Tafeln und Jahrzeittabellen. 13-u.rclfa. H. Altenberg's Buchhandlung in Lemberg ss-UL 1oez:Ieli.e33.: von den ältesten Zeiten bis zur Theilung Polens 1772, nach den Quellen bearbeitet von Dr. Jechezkiel Caro, Rabbiner und Gemeinderatli. EM- Preis 1 11. 50 kr. 3 Mark, -sac Andreas Feigl’sche Witwen-Stiftung. Am 22. September 1894 gelangen bei der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde die jährlichen Zinsen der obigen Stiftung an acht arme in Wien vorgehabte Witwen jüdischer Religion zur Vertheiluug. Die Bewerberinnen haben ihre diesfälligen mit dem Nachweise ihrer Armuth und des Witwenstandes versehenen Gesuche bis 31. Juli 1894 im Secretariate der israelitischen Cultusgemeinde I., Seitenstetteugasse 4. II. Stock zu überreichen. Arme Anverwandte der Stifterin Frau Amalia Feigl, oder ihres Gatten Andreas Feigl werden in erster Linie berücksichtigt. Max Ritter von Pfeiffer’sches Stipendium für einen mittellosen Studirenden der Rechte israel. Confession, des zweiten oder eines höheren Jahrganges an der k. k. Wiener Universität. Am 18. October 1894 gelangt das obengenannte, von Herrn Josef M. Ritter von Pfeiffer, königl. Württemberg’scher Hofrath, zum Andenken an seinen verstorbenen Sohn Max errichtete Stipendium per fl. 210.— ö. W. zur Verleihung und werden in Wien zuständige Bewerber in erster Linie berücksichtigt. Die Bewerber haben ihre Gesuche mit dem Nachweise, dass sie mosaischer Religion und mittellos sind, ferner dass sie ihren Studien an der juridischen Faeultät der k. k. Wiener Universität als ordentlicher Hörer obliegen, eventuell mit mit dem Nachweise ihrer Zuständigkeit nach Wien, bis längstens 31, Juli 1894 in der Kanzlei der israelitischen Cultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4, II. Stock einzubringen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Ignaz Klepetascli’sehe Heirats-Äusstattungs-Stiftung. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt zur Kenntniss, dass die Zinsen der obigen Stiftung fl. 100 für arme verwaiste Mädchen jüdischer Confession, die sich zu verehelichen im Begriffe sind, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Geburts-; einem Armuths- und einem Sittenzeugnisse, ferner dem Nachweise, aass sie verwaist sind und sieh im Bräutstande befinden, versehenen Gesuche bis 31. Juli d. J. in der Cultusgemeinde* kanzlei I., Seitenstetteugasse 4, II. Stock zu überreichen. Therese Wertheim’sche Heirats-Ausstattangs-Stiftung. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeiude bringt zur Kenntniss, dass die Zinsen der obgenannten Stiftung ä fl. 160.— an ein armes, mutterloses Mädchen der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde, das sich zu verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre, mit einem Geburts-, einem Armuths- und einem Sittenzeugnisse, ferner dem Nachweise, dass sie mutterlos sind und sich im Brautstande befinden, versehenen Gesuche bis 31. Juli 1894 in der Kanzlei der Cultusgemeinde Stadt, Seitenstettengasse 4, II. Stock im Secretariate zu überreichen. Wien, am 1. Juli 1894. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Gesuchsblanquette sind im Secretariate I., Seitenstettengasse 4, 2. Stock, während der Amtsstunden von 9—12 Uhr unentgeltlich zu beheben. Geeignet für tatier-Reslauratiee. Gasthaus mit Concession visä - vis eines Tempels, vollkommen eingerichtet schöner, schattiger grosser Garten mit gedeckter Veranda und Kegel-. bahn, wird wegen Uebersiedlung unter dem Inventarwerth unter annehmbaren Bedingnissenverkauft. Auskunft an ernste Käufer: VI., Sehmalzhofgasse Nr. 14 II. Stiege, Thür 37. Stern. nichtig für Synappn-Besucherii j ttTinn Sy C^ser gründliche Bibel - Erklärer Raschi zur Thora, vollständig ins Deutsche übersetzt sammt Bibelurtext in einem Bande. Diesem Werke stehen die Empfehlungen erster Autoritäten zur Seite. Frühere Auflage, 5000 Exemplare, vergriffen. Billige Ausgabe 2 fl. Selbstverlag: Julius Drstsurr t Budapest, Waitznerboulevard Nr. 22. i Verantwort!. Redacteur: Albert Kvhn. — Druck Von L. Beck & Sohn, Wien, VIII., Lerchenfelderstraße 46. (Telephon 3288.)