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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1894-04-26 · 17 (26.4.1894) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
11 (1894)
Issue
17 (26.4.1894)
Date
1894-04-26
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 346 Oestrrreichffitze Wochenschrift Nr. 17 davon, daß man auch Christus und Spinoza eine gewisse Erhabenheit nicht ganz absprechen kann. Das Capitel „Die Juden und der Forffchritt" ist das gedankenreichste der Schrift und ertheilt den Juden eine große Rolle im Fortschritt. Was das Schlußcapitel „Maßregeln gegen den Antisemitismus" betrifft, so ist Lombroso offenbar der Ansicht, daß es nicht Aufgabe des Theoretikers ist, wirkliche Maßregeln vorzuschlagen, er begnügt sich daher, sich gegen die Auswanderung nach Palästina und für die nach Amerika oder Australien zu entscheiden. Uebrigens meint er, würde eine faktische Gleichberechtigung der Juden alle Gegensätze ausgleichen. Die religiöse Einigung müßte auf ben Boden einer neuen socialen Religion entstehen, und ganz am Schluß nimmt er noch Gelegenheit, auf den Hypnotismus als religionbefördernden Umstand hinzuweisen. Briefkasten. „Geist": General Saussier, Commandant von Paris, ist Jude. S. K. Wir empfehlen Ihnen wärmstens das Institut Vallitzer in Genf. Rabb. Sommer, Djacovar: Ihre Bemerkung, betreffend das Feuilleton, ist richtig. Wir haben hier einen Fall von internationaler Wanderung der Mythen von Land zu Land, von Volk zu Volk. . Für de« rmn.-jüd. Landesschulverein sind uns von einem Ungenanntseinwollenden fl. 3 zugekommen. . A. Freund in Strassie. Zur Zeit Jesu war den Juden überhaupt das feindliche Gerichtsverfahren genommen worden und sie hatten kein Recht, Todcsurtheile zu sprechen. Was die angeblichen „Historiker" darüber sagen, ist einfach tendenziös. (Notiz aus der Geschäftswelt.) Wir machen unsere Leser aufmerksam, daß die seit länger als zwanzig Jahren hier bestehende Firma D. Friedmann, Juwelier, Wien, Rothenthurmstraße 9 in Liquidation tritt und einen vollständigen Ausverkauf ihres gesammten Waarenlagers zu sehr reducirten Preisen veranstaltet. Ein Theil desselben wird sogar unter dem Anschaffungswerlhe abgegeben. Mit dem, was sich sonst „Ausverkauf" zu nennen pflegt und mit Recht keines allzu guten Rufes erfreut, hat der in Rede stehende nichts weiter gemein als den Namen. Mit dem Hause D. Friedmann wird im November dieses Jahres ein Geschäft von der Bildfläche verschwinden, welches sich sowohl in Wien wie in der Provinz — namentlich in Galizien und der Bukowina — in Folge seines streng soliden Gebahrens außerordentlicher Beliebtheit und uneingeschränkten Vertrauens erfreute. Daß der Ausverkauf nach denselben bekannten Principien geleitet werden wird, dafür bürgt Name und Ruf der Firma. Es bietet sich somit die eminent seltene Gelegenheit, gediegene und geschmackvolle Juwelen, Goldwaaren, Silbergegenstände und Taschenuhren zu thatsächlichen Occasionspreisen zu erwerben. I-SKÄJ.SI&/.SÜ5J Arten und Gutachten in dem Proresse Rohling rontra Btoch. l. Vaud. M. Brettensteiu's Verlagsbuchhandlung, Wie«, IX, Bezirk, Währiugerstraße 5. Preis 3 stl. vorliegende Publikation ist keine Streitschrift» sondern will blas jenen denkwürdigen f>toct%, der in der Zeit von 1883 bis Ende 1885 zwischen dem Herrn Dr. Aug. Rohling, ordentlicher öffentlicher Professor der Theologie an der k. k. Universitär in Prag vnd dem Herrn Dr. Josef Bloch, Bezirksrabbiner in Floridsdorf und Reichsrachsabgeordneter vor dem k. k. Landesgerichte in Strafsachen zu Wien geführt wurde, zur bleibenden Erinnerung actengemäß darstellen. Der »nsrbätzbare Werth dieser pnblication besteht in der Wiedergabe jener Gutachten, welche in diesem Proceffe von den hervorragendsten Vertretern b«< orientalischen Sprachwissenschaft und der Theologie über Veranlassung des Gerichrshofes erstattet wurden. Diese Gutachten, wie sie von Pros. Dr. Merx, Professor der Theologie in Heidelberg, von Prof. Anöll» von Prof. Theodor Nöldecke in' Straßburg, Dr. August Wünsch« in Dresden und anderen Autoritäten erstattet wurden, bilden eine elasfische Darstellung der ganzen auf den Talmud und die gegen die Juden erhobene Blutbeschuldigung seit Jahrhunderten bezughabenden Literatur und eine glänzende, geradezu vernichtende Aritik aller dieser Anklagen und Angriffe. In fachwiffenfthastlicher Weis» wird hier diese verhängnißoolle Beschuldigung bis auf ihre letzten Beziehungen .geprüft, zerlegt und für alle Zeiten vernichtet. Wenn je wieder diese» Märchen vorgebracht werden sollte, in diesem Werke findet es «ine Widerlegung» der gegenüber selbst di« Bosheit «erstummrn muß. Da» vorliegend« Werk Hot daher fü» all« Arris» dl« sich mit dte>r Frage »nd mit dem Antisemmrmn» überhaupt beschäftig«, höchste» )»»«•{«. In der israel. Cultusgemeinde Kostei gelangt die Stelle eines Rabbiners mit dem Jahresgehalte von 900 fl. ö. W. inclusive des Erträgnisses der Stiftung nebst freier Wohnung und sonstigen üblichen Nebenemolumenten am 1. Juli 1. J. zur Besetzung. Derselbe hat auch den Keligions- resp, den hebräischen Unterricht in der obern Classe der hiesigen öffentlichen Volksschule zu ertheilen. Bewerber um diese Stelle, welche das Alter von 45 Jahren nicht überschritten haben, müssen österreichische Staatsbürger sein und haben ihre mit dem Nachweise ihrer theologischen Bildung und akademischen Grades belegten Gesuche bis Ende Mai d. J. an den gefertigten Vorstand einzusenden. Jedem zur Probepredigt berufenen Bewerber werden die baren Reiseauslagen vergütet. Achtungsvoll Der Cultusvorsteli'er ß. Kohn. ©Erlag von Sigmund Mayer in Trier. Oie jüdische Literatur seit Abschluss des Kanins. Unter Mitwirkung hervorragender Gelehrter. Herausgegeben von Rabb. Dr. I. Winter und Prof. Dr. Aug. Wünsche, in Lieferungen zu 1 Mk. 50 Pf. Der erste Baud, enthaltend die Geschichte der hellenischen und talmudischen Literatur. Zugleich eine Anthologie für Schule und Haus. — Preis brosch. 11 Mk., gebund. 13 Mk. liegt jetzt complet vor. In Separatabdlückeu aus dem 2. und 3. Baude des Werkes sind erschienen: Bacher Prof. Dr. W., Hie Bibelexegese vom 10. bis zum 15. Jahrhundert, Preis 2 Mk. Die hebr. Sprachwissenschaft vom 10. bis zum 16. Jahrhundert. Preis 2 Mk. 25 Pf. Bäck, Dr. S. Die refiigionsgesetzliche Literatur der Juden vom 15. bis zum 18. Jahrhundert, mit besonderer Berücksichtigung des Schulchan-Aruch. Preis 2 Mk. 25 Pf. Kaminka Dr. A., Die Geonim und ihre Schriften. Preis 1 Mark 50 Pf. Sulzbach Prof. Dr. A., Die religiöse und weltliche Poesie der Juden vom 7. bis zum 16. Jahrhundert. Preis 3 Mark 75 Pf. „Das Werk ist ebensowohl ein wissenschaftliches Nachschlagebuch wie ein Schatz gediegenster Lectüre für die Jugend, ein Ouellenwerk und ein Buch der Unterhaltung für Groß und Klein. (Allg. Ztg. d. Judenth.) Billigst. SPECIAUTÄT! Prompt. bei exactester Ausführung DREIScoüranTC IE ill-u.stxirte fl " so auch alle Buchdruck- und lithogr. Arbeiten“-1 Wien, VIII., Lerchenfelderstrasse 46. Verantwort!. Redakteur: Albert Kohn. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIII., Lerchenfelderstraße 46. (Telephon 3288.)

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