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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1894-04-20 · 16 (20.4.1894) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
11 (1894)
Issue
16 (20.4.1894)
Date
1894-04-20
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 336 Oesterreichifche Wochenschrift Nr. 16 Nachdem der junge Mann noch zwei Glaubensgenossen die der Besatzungsmannschast angehörten, dem Kaufmann vorgestellthatte, schied dieser mit einem „Salam" und herzlichem Händedruck, jener aber fertigte die Ordonanz ab, und verfiel wieder in sein früheres Hinbrüten. — Am Morgen des nächsten Tages wurde die Besatzung abermals alarmirt — diesmal waren es blos zwei Reiter die gegen das Fort hinaufritten, von welchen der eine in vornehmer europäischer Tracht mit eleganter Haltung einen Prächtigen Araber ritt, ihm folgte ein Diener in der Landestracht auf einem Maulthiere, welches nebst seinen Reiter noch zwei schwere Tragkörbe mühsam hinauf schleppte. Den „Anruf" der Schildwache beantwortete der Vornehme sofort mit: „Gut, Freund" und hielt ihr eine Legitimation entgegen. Wie erfreut war nun der junge Unterosficier, in dem Besucher den Sohn des tagszuvor angehaltenen Großhändlers zu erkennen, den sein Vater mit der angenehmen Mission betraute, die einsamen Glaubensgenossen auf dem weltvergessenen Fort, mit Bewilligung des Stationscommandos, über die Feiertage rituell zu verproviantiren. Nach herzlicher Verabschiedung des Elegants wurde der Inhalt der Tragkörbe gesichtet — Mazzot, Eier, Hammelbraten und sonstige Speisen nebst einem Fäßchen vorzüglichen Weines, waren reichlich vorhanden auch wurde „Grünes und Chrosos" nicht vergeflen wie auf drei Hagada's.und die drei Glaubensbrüder richteten fern von der Heimat in „luftiger Höhe" den Seder an, so gut es ging. An der Mahlzeit nahmen aber auch die nichtjüdischen Soldaten theil, und labten sich am köstlichen Weine und den schmackhaften Speisen, welche ihnen die Vorsehung in Form eines türkischen Großhändlers bescherte. Der junge Unterosficier erhielt nach seiner Ablösung, die Einladung zum Besuche des Großhändlers, und er kam oft — recht oft dahin, wo er gerne gesehen wurde. Er dürfte der einzigen hübschen Haustochter zu tief in die Augen gesehen haben, da er nach Absolvirung der Präsenz-Dienstzeit in das Großhandlungshaus Moise B. und Comp, in B. als Buchhalter eintrat, wo er in kurzer Zeit zum Schwiegersohn des Chefs avancirte. _ Dmuchalski. CONCURS. In der israel. Cultusgemeinde zu Patzau (Böhmen) ist vom 1. August a. c. die Stelle eines Rabbiners und Religionslehrers zu besetzen. Gehalt fl. 800.— nebst freier Wohnung und üblichen Emolumenten. Bewerber mit gesetzlicher Befähigung wollen ihre Documente sainmt Altersnachweis bis Ende Mai 1. J. an den Vorstand einsenden. Von der Baron Hirsch-Stiftung. Das Kuratorium der Baron Hirsch-Stiftung wird mit Beginn des Schuljahres 1894/95 eine Anzahl neuer Volbsschuleu in Galizien eröffnen. Es gelangen daher mehrere Lehrerposten mit den systemisirten Gehaltsstufen zur Besetzung. Bewerber um diesen Posten haben ihre mit dem Nachweise gesetzlicher Lehrerbefähigung versehenen Gesuche entweder unmittelbar an das Kuratorium der Baron Hirsch-Stiftung, Wien, I., Schwarzenbergplatz Nr. 4 oder an die Executiv-Comites in Krakau und Lemberg, bis 1. Jun 1. J. einzuseuden. f Weltausstellung Antwerpen Hotel Schmelzer 1 |( Rue Pelican Nr. 44. Cte rue Herrenthals 8/10. j|j| AUSSTELLUNGslxxi ZEjiza.g-aaa.gf r-u.e de Oaixo. Briefkasten. „—Ng —". Jene Mittheilnng enthält zum Theile eine Wahrheit und wir halten uns deswegen zurück, die Vorgänge und Berichte einer Kritik zu unterwerfen. M. E. in K.: Bestätigen den Empfang des ganzjährigen Abonnementsbetrages bis Ende December l. I. R: (Telze) hat in Galizien die Form (Tolze) und stammt von Dolce, ähnlich wie der Frauenname Süffel. A. 9t.: Mohn in den Kapseln sind scbel Pessach. Gottlieb Wallerstein, Prag: Herzlichen Dank für die anerkennenden Worte. E. G. Caslau: Leider hat sich ein solcher Bube gefunden. Danksagung. Anläßlich des Ablaufes meiner 25jährigen Wirksamkeit in hiesiger Bezirksgemeinde ließ es der löbliche Vorstand derselben in gewohnter Hochherzigkeit und Munificenz sich nicht nehmen, den jüngsten Sabbat für mich und die Sesammtgemeinde zu einem hochfestlichen Tage zu gestalten und in unvergeßlich ehrender Meise mich mit rührenden Zeichen der Liebe und Anhänglichkeit zu überhäufen. Ich spreche daher in erster Linie dem von mir hochverehrten Vorstande, sodann den löblichen Vereinscorporationen und endlich fämmtlichen werthgeschätzten Mitgliedern der Gemeinde meinen unverlöschlichetr Dank aus. Aber auch allen den hochverehrten Gemeinden und Thellnehmern, die aus dieser Veranlassung mir brieflich und durch Telegramme ihre herzlichen Grüße zugesendet, drucke ich hiemit den innigsten Dank aus. Wien, (vormalige Bezirksgemeinde Lechshaus). 15. Aprll (894. Rabbiner Dr. Abr. Ad. Lchmiedl. Ein junger Student mit Vorzugszeugnissen aus sehr guter Familie sucht für die Ferienzeit Beschäftigung als Hauslehrer. Adresse und Referenz: Reichsrathsabgeordneter Dr. Bloch. #4- #4- #4~ #4- #*- #4~ #+- #*- #*- $4- #4- #*- §*- #4- #4— #4— #4- #4— #4— H4- £4— -*# ---2 -ff -4# -*# -44: -+# -44 Israelitisch-theologische iH-ÄNBTALT in Wien. Die Aufnahms-Prüfungen für das Sommersemester finden Dienstag den 1. Mai and Mittwoch den 2. Mai statt. — Die Vorlesungen beginnen Donnerstag den 3. Mai. Wien, den 13. April 1894. Der Rector: Prof. Dr. A. Schwarz. Gebetstunden in den Bethäusern der Cultusgemeinde. Freitag den 20. April 1894 Abends 7 Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. — Samstag Mincha 3% Uhr. Von Sonntag den 22. April 1894 bis Donnerstag den 26. April 1894 Morgengottesdienst 6% Uhr..— Abendgottesdienst 7 Uhr. Verantwort!. Redacteur: Albert Kohn. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIII., Lerchenfeldersttaße 46. (Telephon 3288.)

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