Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 11 (1894)
- Issue
- 15 (13.4.1894)
- Date
- 1894-04-13
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 306 Oesterreichifche Wochenschrift Nr. U Wochrnkalender. Nissan 6654. — April 1894. Freitag 7 i 13 E. fe. N. 7h 25-4m Samstag 8 14 Sabb. Hagadol Sonntag 9 15 Montag 10 16 Dienstag 111 j 17 Mittwoch 12 >18 Donnerstag 13 J19 Freitag 14 Vorabend des Pessach!! 20 Briefkasten. Filipp Kelety, Wien. Diese Frage eignet sich nicht zur Erörterung in unserem Blatle. IC. I. Tarnopol: Wir erachten es nicht als eine solch hohe Ehre, wenn diese Eomireherren im Tempel erscheinen. Das Ausb.eiben derselben soll uns gleichgiltig lassen. Durch die Expedition dieses B'attes erhält man gegen baar: Aus der Vergangenheit für die Gegenwart. Social- und literahistorische Vorträge und Essays von Dr. I. L' Bloch, Abgeordneter des österr. Neichsrathes. Inhalt: Der Arbeiter bei den alten Vö-ker. Bortrag gehalten v am 12. August 1882 vor den Arbeitern der Locomotip- Fabriken in Floridsdorf und am 28. August 1882 vor den Eisen-, Metall- und Hilfsarbeiter' Wiens und Niederösterreichs im Saale „zum grünen Jäger", V., in Wien. — Ueber Heimats- und Armenr cht. — Elementar- Schu e bei den alten Völkern. Vortrag, gehalten am 10. März 1685 im Saale zum Erzherzog Johann. in Floridsdorf. — Das Recht auf Arbeit. — Corruption und Fäuluiß in unserer modernen Gesellschaft. — Geistliche Dalmudisten in nngarischen AbgeordneteüH'ause. — Lessing's „Nathan". Vortrag, gehalten ain 31. Jänner 1880 im Saale der Handels-Akademie zu Prag. — Jean Bodin, ein französischer Staatsmann und Nechtslehrer, ein Vorläufer Lessing's aus dem 16. Jahrhundert. Vortrag, gehalten am 29. Jänner 1861 im Saale der Handels-Akademie zu Prag zur Gedächtnisfeier des hundertsten Steibcta .es von Gotthold Ephraim Lessing. Kreis ft. 1.20. Der nationale Zwist iiub die Jude« i« Oesterreich. Kreis 50 Ire. Die Juden in Spanien (Vorträge gehalten an der Münchener Universität) 90 kr. Einblick in die Geschichte der Eastchnng der taliundischcn Literatur. Kreis 50 kr. Durch die Expedition dieses Glattes erhält man gegen baar: Pracch Buscht,os. Der Maxim-larbcitstag. lf£,R|r15f0sS68“,'1’"'te" e7>;« tühürflMt Merkte Rtde des Reichsraths-Abgeordneten Dr. jaUtfnjvH <411)11. Vloch vom 20. Oktober 1891. Preis 20 kr. Blntaberglaubc. Pr-» so Antisemitischer Thicrschntz.?--» io u. Das Eenlenuariui», S. I. L. Rapapart. rnths-Abgeordneten Dr. Bloch mit Beiträge von Pros. David Kaufmann, Budapest; Prof. Dr. M. Braun und Dr. Rosin am jüd.-theol. Seminar in Breslau; Leopold Dukes und Prof. Alex. Buchler iu Wien; Dr. Nathan Grim in Prag und S. I. Halberstamm in Bielitz. Preis 30 kr. Arien und Gutachten in dem Proreffe Rohling rontra Bloch. I. Band. M. Breitenstein's Verlagsbuchhandlung, Wien, IX. Bezirk, Währingerstraße 5. Preis 3 ft. vorliegende publication ist keine Streitschrift, sondern will blos jenen denk» würdigen Proceß, der in der Zeit von 1.883 bis Ende J885 zwischen dem Herrn Dr. Uug. Rohling, ordentlicher öffentlicher Professor der Theologie an der k. k. Universitär in präg und dem Herrn Dr. Josef Bloch, Bezirksrabbiner in Floridsdorf und Reichs» rathsabgeordneter vor dem k» k. Landesgerichte in Strafsachen zu lvien geführt wurd», zur bleibenden Erinnerung actengemäß darstellen. Der unschätzbare Werth dieser publication besteht in der Wiedergabe jener Gutachten, welche in diesem proceffe von den hervorragendsten Vertretern de'- orientalischen Sprachwissenschaft und der Theologie über Veranlassung des Gerichrshofes erstattet wurden. Diese Gutachten, wie sie von Prof. Dr: Merx, Professor der Theologie in Heidelberg, von Prof. Anöll, von prof. Theodor Nüldecke in Straßburg, Dr. August Wünsche in Dresden und anderen Autoritäten erstattet wurden, bilden eine clasfifche Darstellung der ganzen auf den Talmud und die gegen die Juden erhobene Blutbeschuldigung seit Jahrhunderten bezughabenden Literatur und ein« glänzende, geradezu vernichtende Aritik aller dieser Anklagen und Angriffe. In fachwiffen» schaftlicher Weis» wird hier diese verhängnißvolle Beschuldigung bis auf ihre letzten Beziehungen geprüft, zerlegt und für alle Zeiten vernichtet. Wenn je wieder diese» Märchen vorgebracht werden sollte, in diesem Werke findet es eine Widerlegung, der gegenüber selbst die Bosheit verstummen muß. Da» vorliegende Werk Hot daher für alle Areife dir sich mit dieser frage und mit dem Antisemiti»mu» überhaupt beschaff tigen, höchste» Intrreff«. Hermann Heseheles’sehe Stiftung zur Ausstattung armer israel. Mädchen. Der Vorstand der israelit. Cultusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenu'niss, dass die vou dem Stiftnngscapitale per Gulden 20.000 ö. W. sich ergebenden zweijährigen Zinsen für eine mit dem Stifter Herrn Hermann Hescheles oder dessen Gattin verwandte Bewerberin, bezw. die einjährigen Interessen des genannten Stiftungscapitales; für eine nicht mit dem Stifter oder dessen Gattin verwandte Bewerberin im Sinne des Sti/tbriefes ddto. 5. Juni 1893 St. Z. 3785 zur Verleihung gelangen. Die Bewerberinnen haben ihre Gesuche binnen 30 Tagen vom Tage der Ausschreibung d. i. bis zum 10. Mai 1894 in der Kanzlei der israelitischen Cultusgemeiude, I., Seitenstettengasse 4,1. Stock, in den Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr zu überreichen und mit folgenden Nachweissen zu belegen: a) Ueber den Umstand, dass sie der jüdischen Religion angehören; b) über die allfällige Verwandtschaft mit" dem Stifter,''Herrn " Hermann Hescheles, oder seiner Gattin; c) über ihre Armuth, welcher Nachweis hei Verwandten des Stifters oder seiner Gattin zu entfallen hat; d) über das znrücbgelegte 16. Lebensjahre; e) über den Umstand, ob sie elternlos sind oder nicht, endlich haben dieselben f) durch ein MoraÜtätszeugniss ihren unbescholtenen Lebenswandel darzuthun. Unter den Bewerberinnen verdiene den Vorzug: 1. In erster Linie die mit dem Stifter Verwandten und in zweiter Linie die Verwandten der Gattin des Stifters. 2. Ganz elternlose Mädchen. Der Vorstand Wien, am I. April 1894. Zer Israel. Cultusgemeinde. Gesuchsblanquette sind im Secretariate I., Seitenstettengasse Nr. 4, II. Stock, während der Amtsstunden von 9—12 Uhr unentgeltlich zu beheben. CONCURS. In der israel. Cultusgemeinde Teschen gelangt die Stelle eines \ Rabbiners und Predigers welcher auch den Religionsunterricht an den Mittelschulen zu ertheilen hat, per 15. September a. c. zur Besetzung, für welche im Sinne der Statuten hiermit der Concurs zur Ausschreibung gelangt. Die Stelle ist mit einem garantirten Minimaleinkommen von 2500 Gulden pro anno dotirt, Bewerber um diese Stelle wollen ihre mit den gesetzlichen Befähigungsnachweisen entsprechend instruirten, mit Familienstands-Tabelle und Curriculum vitae belegten Gesuche bis längstens 15. Mai a. c. bei dem gefertigten Cnltusvorstaude einbringen. Jedem zur Prohepredigt berufenen Bewerber werden die haaren Reiseauslagen vergütet. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde i. Ph. Geesinger. Verantwort!. Redacteur: Albert KoHn. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VIII., Lerchenfelderstraße 46. (Telephon 3288.)