Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1894-02-16 · 7 (16.2.1894) · page 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
11 (1894)
Issue
7 (16.2.1894)
Date
1894-02-16
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3020846-3021007-3021015--03245-3027372
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 138 Oesterreichifche Wochenschrift Nr. 7 Notiz. (Rechnungsabschluß der niederösterreichischen Escomptegesellschaft.) Die Bilanz dieser Gesellschaft für das Jahr 1893 schließt mit einem Reingewinne von fl. 804.544 oder nach Einrechnung des Uebertrages vom Vorjahre von fl. 9969 und nach Abzug der Dotationen per fl. 171.039 netto fl. 643.477. Hievon soll eine Gesammtdividende von 6°5 Percent, d. i. fl. 32 50 zur Vertheilung gelangen. In den Ertrag ist als G^winnantheil der Anstalt an den Valutaoperationen nur insoweit ausgenommen, als er vor dem 31. December v. I. vom Syndicate verrechnet ist,' also nur der Ertrag aus der Begebung von 60 Millionen österr. Goldrente, der bei Weitem größere Theil bleibt dem laufenden Jahre Vorbehalten. Kundmachung I Es wird hiemit zur Kenntniss gebracht, dass die Selcherei des Herrn Moriz Lazar in Wien, II., Gr. Schiffgasse 2 sowie dessen Filiale nicht inehr unter unserer Aufsicht stehen und wir keine Verantwortung über das dieser Selcherei übernehmen. Wien, 13. Februar 1894. Der Vorstand des Bethauses Rab. J B. Kohn IL, Gr. Schiffgasse 2. Rabbinatsvorsteher. Sebetstunden in den Bethäusern der Guitusgemeinde. Freitag, den 16. Februar 1894, Abends 5'/? Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. — Samstag, Mincha 3/44 Uhr. Von Sonntag den 18. Februar 1894 bis Freitag den 23. Februar 1894 Morgengottesdienst 7 Uhr. — Abendgottesdienst V26 Ohr Aufruf. An dir Edlen unserer Glaubensgenossen: Ein Ehrenmann nach jeder Richtung hin, der ehedem die Hnn gernden gesättigt, Noth uns Elend gemildert und jedem Hilfsbedürftigen beigeflirungen, hat durcb die Ungunst der Verhältniffe sein ganzes Vermögen eingebüßt un'. Verzweiflung nahe. Vater von fünf kleinen Kindern, von denen eines mangels an Pflege und genügender Ernährung bereits zum Krüppel geworden und das zweite auf dem Punkte steht, einer zu werden, nennt er nicht das Geringste sein Eigen, denn die ganze Habe mußte seinerzeit in die Pfandleihanstatt wandern, wo sie infolge des Unvermögens, die Zinsen zu zahlen, schon vor langer Zeit verfallen. Helfet darum und helfet bald! Entreißet der Verziveifluug ein Opfer! Rettet das L.ben eines Ehrenmannes und seiner fünf kleinen Kinder! Seid Engel der Barmherzigkeit und zeiget, daß die Tugend der Wohlthätigkeit noch nicht geschwunden aus Israel! Milde Gaben, noch so klein, die seinerzeit in diesem Blatte dankend quittirt werden, nehmen entgegen entweder Karl Löbl, Cultusvorsteher, oder Rudolf R ychnovskv, Rabbiner in Po der s am bei Saaz (Böhmen) Aufruf zur ßetheiligung behufs Versorgung armer Schüler der Talmud- Thora-Schule mit Winteikleidern und Speisemarken der israelitischen Volksküche. Seit circa 18 Jahren betheilen wir arme Zöglinge unserer Schule mit Winterkleidern uud Winterschuhen und sorgen nach Kräften auch für deren gesunde Verköstigung in der isr. Volksküche II., Krummbaumgasse, welche in Anbetracht des humanen Zweckes und unserer unzulänglichen Mittel, uns eine ganz ausserordentliche Preisermässigung zugestanden hat. Da der grösste Theil der unsere Schule besuchenden Kinder sehr arm ist und deren Eltern ihre Kinder weder mit warmen Speisen noch mit warmenKleid ern zu versehen imStande sind, unsere Mittel aber zur Gänze von den Kosten der Schulerhaltung erschöpft werden, so müssen wir auch heuer an unsere woblthätigen Glaubensbrüder mit der Bitte um geneigte Beiträge für diese Zweke herantreten. Wir sind der sicheren Ueberzeugung, dass diese Bitte nicht ungehört verhallen wird, um. somehr, als unserem Gesuche um Beiträge zur Ausspeisung unserer Schüler seitens des betreffenden Vereines nicht stattgegeben wurde. Der Vorstand des Wiener Talmud Thora-Vereine3. Geneigte Spenden nehmen entgegen die Herren Heinrich Berger, I., Gonzagagasse 5, Marcus Bondi, II., Untere Augartenstrasse 17, Dr. Max Steiner, I.; Graben 16. CONCURS. . In der Israel. Guitusgemeinde VIROVITICA, Slavonien, ist mit 1. April a. c. die Stelle eines autorisirten Rabbi und Predigers mit einem Jahresgehalte von fl. 700 und einer Remuneration von fl. 100 für den an der Volksschule zu ertheilenden Religionsunterricht, sowie fl. 150 Quartiergeld und Neben-Emolumente zu besetzen. — Bewerber wollen ihre Offerte mit genauer Angabe von Befähigung, Alter und Familienstand bis 1. März d. J. beim gefertigten Vorstande einreichen. — Reisespesen werden nur dem Äcceptirten vergütet. Virovitica, Slavonien, 11. Februar 1894. Der Cultusvorstand: Julius Lackenbacher. Elkan Zodek'Ä Stiftung in Prossnitz. Die gefertigte Stiilungsverwaltung gibt hiemit bekannt, dass der Genuss der obigen Stiltung mit 1058 fl. 60 kr. zu vergeben ist. Anspruch auf diesen Stiftungsgenuss haben: 1. männliche Enkel des Stifters oder männliche Nachkommen der drei Töchter desselben, welche bei Erreichung des 20. Jahres ihres Lebens oder bei ihrer Verheiratung nachweisen können, dass sie sich bis dabin fortwährend mit dem Studium des Talmud und der israelitischen Religionslehre befasst, wie auch dass sie in ihrem praktischen Leben und Verhalten die Vorschriften der mosaischtalmudischen Religionsgesetze beobachtet und nie muthwilliger Weise verletzt haben; in Ermanglung dieser Bezugsberechtigten 2. die Männer der weiblichen Eukel oder die Männer weiblicher Nachkommen von den drei Töchtern des Stifters, welche zur Zeit der Verheiratung die ad 1. bezeichneten Qualificationen nachweisen können; endlich in Ermanglung dieser Competenten 3. männliche Nachkommen der Geschwister des Stifters oder Männer der Töchter der Geschwister des Stifters, welche die ad 1. bezeichneten Qualificationen nachweisen. Bewerber um diesen Stiftungsgenuss haben ihre mit den Nachweisen über Alter, Moralität, Verwandtschaft zum Stifter, ferner mit den vom Localrabbiner und drei Talmudgelehrten der Aufeuthaltsgemeinde des Competenten ausgestellten Befähigungs-jjf Zeugnisse bis längstens 15. März d. J. bei dem Vorstande der. Israelitengemeinde in Prossnitz zu überreichen. Prossnitz, am 1. Februar 1894. Die Stiftungsverwaltung. C o n c u n s. lu der Israelitischen Guitusgemeinde Lelpnik in Mähren ist die Stelle eines Hebräischen Lehrers vom 1. Mai 1894 mit einem Jahresgebalte von 5'jO fl. provisorisch zu besetzen. Diejenigen, die auch die ntSTIt# versehen können, haben den Vorzug. Zeugnisse und Gesuche sind bis 15. März d. J. an den Cultusvorstand der israelitischen Gemeinde Leipnik zu richten. Probe-Unterricht unerlässlich. Reisespesen werden blos dem Äcceptirten vergütet. Leipnik, am I. Februar 1894. Dar CULTUSVORSTAND. Andaehtsbueh in bebr. und deutscher Sprache. Herausgegeben von Ca.aa.tor 3*. ScliiUer. WIEN, I., Seitenstettengasse 4. Preis eleg. gebunden 1 fl., Pracbtaasgabe 2 fl.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.