Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1894-01-26 · 4 (26.1.1894) · page 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
11 (1894)
Issue
4 (26.1.1894)
Date
1894-01-26
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3020846-3021007-3021012--03182-3027306
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 78 Oesterreichifche Wochenschrift Nr. 4 Se. Majestät, mein allergnädigster Herr und Kaiser, erweist mir die Huld, meinen Rathschlägen geneigtes Gehör zu schenken. Ohne es mit absoluter Gewißheit Voraussagen zu können, glaube ich mit einer sich dieser eng anschmiegenden Wahrscheinlichkeit annehmen zu dürfen, daß sich die Angelegenheit in folgender Weise abwickeln wird. Ich bin ein offener Mann, nach Ihrem aufrichtigen Geständniß muß ich annehmen, daß die Gravamina Ihrer Stände zum großen Theile begründet sind. So weit ich den Conferenzrath kenne, wird er daher einstimmig beschließen, Sr. Majestät dem Kaiser anzuempfehlen: Allerhöchst der Kaiser geruhe, erstens sein Bedauern über den Zwiespalt zwischen dem Landesherrn und den Ständen im Fürstenthume auszusprechen, andertens höchst Ihnen allerhöchst sein Mißfallen darüber, daß höchst Sie durch einen den Verhältnissen des Landes unentsprechend großen Hofstaat, jenem unerschwingliche Lasten auflegen, auszusprechen aber die volle Ueberzeugung hinzuzufügen, daß höchst Sie ganz gewiß bestrebt sein werden, in der Folge Alles zu vermeiden, was des Kaisers Mißbilligung und Unzufriedenheit in Ihrem Lande Hervorrufen könnte. In dieser Voraussetzung und in Anbetracht, der dem allerhöchsten Kaiserhause und dem römischen Reiche geleisteten Dienste, die vollkommen anerkannt werden, wolle man es für diesmal bei einer Rüge bewenden lassen; doch würde in einem Wiederholungsfälle mit schärferen Maßregeln gegen Sie vorgegangen werden." (Fortsetzung folgt.) Wochenkalender. Schebat 6654. — Jänner-Februar 1694. Freitag ii. - 19; | 26’! Samstag ' 20 iirr 27 Sonntag ii 21 i :;28j Montag 22 i; 29 Dienstag 23 1 ■ 30 Mittwoch;! 24! IN Donnerstag 25!i ii ii Freitag 126! - ._LJ_ Briefkasten. Dr. M., Wien. Der Abgeordnete Chorin gehört der jüdischen Consession an. I. K., Teplitz. Den Mitgliedsbeitrag für den rumänisch-jüdischen Schulverein soll jeder nach seinen Verhältnissen selbst bestimmen. A. T. 20. Wir publiciren grundsätzlich keinerlei Poesien. Stanislau. Herzlichen Dank und Gruß. Rabbiner Dr. Kobak, Innsbruck. Das Lesestück in dem Gymnasialschulbuch ist in der „Oesterr. Wochenschrift" wiederholt besprochen worden. Die einflußlose Stellung der Rabbinen in Oesterreich selbst in rituellen und Cultusangelegenheiten wurde gelegentlich der Berathung des Cultusgemeindegesetzes von vielen Seiten, speciell vom Rcichsraths-Abgeordneten Dr. Bloch ungemein scharf beleuchtet. Es wäre fruchtlos, heute, nachdem das Gesetz bereits in Kraft getreten, die Discussion darüber neuerdings zu eröffnen. Danksagung. Außer Stande, die mir aus Anlaß des Hinscheidens meiner unvergeßlichen Gattin, der Frau Uanny Uüdemann zugekommenen zahlreichen Beileidsbezeugungen einzeln zu beantworten, bitte ich alle Theilnehmenden, meinen tiefgefühlten Dank auf diesem Wege entgegennehmrn zu wollen. Wien, MN 23. ISnnrr 1894. Dr. Moritz GüdemlNNi Obrrrsbbiner. Gebetstunden in den Bethäusern der Cultusgemeinde. Freitag, den 26. Jänner 1894, Abends 43/4 Uhr. Samstag Morgens 8 Uhr. — Samstag, Mincha %4 Uhr. Von Sonntag den 28. Jänner 1894 bis Freitag den 2. Februar 1894 Morgengottesdienst 7 Uhr. — Abendgottesdienst 5 Uhr. Coneurs-Aussehreibung. Im Monat März 1. J. kommt das siebente Stipendium der „Abraham Leib Bach’schen Stiftung zur Ausheiratung armer jüdischer Mädchen“ d. i. die ganzjährigen Zinsen des Stiftungscapitales von 12.000 fl. an ein armes jüdisches Mädchen zu vergeben. Nach den Bestimmungen des Absatzes IV des Stiftbriefes, können auf dieses Stipendium nur Mädchen, die das zurücbgelegte 20. Lebensjahr und ihren moralischen Lebenswandel nachweisen können, Anspruch machen, und werden Verwandte der sei. Abraham Leib Bach und dessen Ehegattin Taube Basie Bach, auch wenn diese nicht nach Demberg zuständig sind, in erster Linie, dann aber solche Mädchen, die nach Lemberg zuständig sind, thunlichst bevorzugt. Bewerberinnen wollen daher ihre Gesuche, mit den obenerwähnten Nachweisen belegt, bis spätestens den 10. Februar 1894 bei den Gefertigten einbringen, nach welchen Termin ein Gesuch nicht mehr angenommen wird. Die Verwaltungs-Commission wird von den eingelaufenen Gesuchen drei Namen wählen und am 6. März 1894 in der Lemberger grossen vorstädtischen Synagoge zur Verlosung bringen. Die Verwaltungs-Commission der „Abraham Leib Bach’schen Stiftung zur Ausheiratung armer jüdischer Mädchen“ zu Händen des Herrn Mayer Bach, Lemberg, Sixtuskengasse Nr. 26. Concurs. In der isr. Cultusgemeinde Raudnitz a. d. E. ist die Stelle eines Rabt)ill8rS und Pr©dig6rS in Erledigung gelangt, dem auch die Ertheilung des isr. Religionsunterrichtes an den öffentlichen böhmischen und deutschen Vollesu. Bürgerschulen in Raudnitz obliegt. Competenten, welche den Erfordernissen des Gesetzes vom 21. März 1890, Z. 57 B.-G.-Bl. entsprechen, akademische Bildung und die Kenntniss der beiden Landessprachen aufweisen können, wollen ihre gehörig belegten, mit einem curriculum vitae versehenen Gesuche bis zum 15. März a. c. bei dem gefertigten Vorstande einbringen. Gehalt 1000 fl. jährlich nebst freier Wohnung. Der isr. Religionsunterricht an dem in Raudnitz bestehenden böhmischen Staatsrealgymnasium wird separat honorirt. Isr. Cultusgemeinde Raudnitz, am 18. Jänner 1894. Der Cultusvorsteher: Dr. Adolf Elster. Für Haushaltungen. Prima preussisehe j Stück-, Würfel- oder Nnsskohlen 5 X •___•_t-o- « I I I i für die Bezirke I bis inclusive IX in plombirten Säcken ä 50 ICg. netto spesenfrei ins Haus gestellt mit^ A jj _. Abträgen bei Abnahme von mindestens 5 Säcken.73 kr. T 2 A in offenen Fuhren spesenfrei ins Haus gestellt mit Abtragen . 66 „ f 5 ~ n v . .» , i, » „ n ohne „ . G1 J Ho“5 Für die übrigen Bezirke erfolgt je nach Entfernung ein Zuschlag von 1—3 kr. pro 50 Kg. Prima-Gas coaks zu Originalpreisen der Imperial-Continental-Gas,Association. Gebrüder Gutmann, Detaifgeschäfts - Abtheifung, Telephon Nr. I7"781. ( I., Kolowratrlng, Fichtegasse 12, , I., Bauernmarkt 8, I Nordbahnhof Kohlenhof Nr. 2, Bestellungs-Aufnahme: I i I I I I ■_ und in unseren bekannten Bestellungsorten. ■ «■wiiwiwawfwwiiawww Institut! Balitzev Internes Knab en-P ensionat in Genf, Schweiz. Gegründet im Jahre 1874. Gediegener Unterricht in allen Handelsfächem. Praktisches Studium der modernen Sprache. Vorbereitung für die Baccalaureats- Examen. Herrlicher Park und gesundes Klima. Gewissenhafte Erziehung, Pflege und geselliges Familienleben. Referenz Sr. Hochwürden Herrn Ober-Rabbiner Dr. Güdemann. Prospecte erliegen in der Administration der „Oesterreichischen Wochenschrift.“ Nähere Auskünfte ertheilt der Director S. Balitzer.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.