Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 11 (1894)
- Issue
- 3 (19.1.1894)
- Date
- 1894-01-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Nr. 3. Jahrgang XI. t Sk- Crntralmgsn für dje gesammten Interessen des Indenthums. I '#- Zkk —~ EigrnkhÄMr.- Uerchsraths-Adgrordneter Di*. Bloch. \ -4- Erscheint jeden Freitag. Sk- 8. K. Po stst, arrassrn-Ana Clrarrngverke hr Nr. 810.976. Kedsrtivn und Administration: Wien Fran; Josefs-Quai Nr. 3. Telephon-Nr. 6535. Man abvnnirt bei allen Possanstalten des In- und Auslandes. sg SrxugSPreiL für Sesterreirst: ,, Halbjährig 4 fl. - 8 Ar. Einzelexemplare 25 kr. |j Mr's Ausland: jj halbjährig 5 fl. - l a Ar. f ganzjährig 16 „ . 2V Anzeigen: Tie 4üial gespaltete!! Petitzeile 12 kr. h .. - Sk Inhalt: Leitartikel: Das jüdische Schächtverfahren ini niederösterreichischen Landtage. — Wie lange nach? — Zur Lage der Juden in Rußland — Teutobvld's unmaßgebliche Ansichten. — Unerhört. — Die Hstgieiie der alten Juden. — -Stimmen aus dein Publicum. — Correspondenzen: Wien, Brünn, Reichenberg, Tarnvvol, Belovar, Innsbruck. Karlsruhe, Hannover, Paris, Kairo. — Vermischtes: Wien, Proßniü, Lemberg, Prag, Luk bei Buchau, Reu-Raußnin, Prerau. Pvhrlib, Karlsbad, Suiattiu, Szenitz, Stuhlweißenburg, Alsü-Knbin, Kvltha, Hamburg. — Alexander Seligmann. — Fürsten g an st XÜII. W o ch en ka I e u o er. Briefkasten. Inserate. -M %4.!:1- . ■ ■ \ Das jüdische Schächtverfahren im niederösterreichischrn Landtage. (Ein Erlaß des Grafen Taaffe.t Vor uns liegt die „Deutsche Jäger-Zeitung"; sie ist nicht für uns bestimmt, sondern für die vom „edlen Waidwerk" und sie enthält an erster Stelle eine Klage über die von der „Jagd" unzertrennlichen Thiermartern. Die. Schilderung des Anschießens und schließlichen qualvollen Verendens der hilf- und schutzlosen Geschöpfe des Waldes hat lediglich den ausgesprochenen Zweck, einer vermehrten Irma waid- und kunstgerecht arbeitender Schweißhu zu reden. Unser Jagdfreund glaubt ganz u: sein, und wir werden das, was er verrät Worten wiedergeben. Er sagt zunächst: Waidmannslust der farbenprächtigen v schmückung entkleidet, so zeigt die Kehr Bilder, von denen ein fühlendes Herz' -- - wendet.". Dann über Jagdgäste: .... ,L man an die Waidgerechtigkeit der C: " Ehre geladen werden, sind oft nicht man sucht hiemit gesellschaftlichen V die allerdings durch Einladunge oder auch zu Fastnachtsscherzen w^ würden." .... Und weiter: — — — „So ka-/ eine Menge Wild elend kümmernd zu H». Ich selbst habe es vielfach erlebt und weif fälle auf Treibjagden nicht etwa nur ganz * Und nun gar der Anstand, wo beim Dunkel wild, ganz gleich, ob Hirsch, Thier oder Kalb, oder Schrot auf jede Entfernung von der Aasjäger^^ldnc.. wird, wo so selten ein Stück Wild auf de" Matze blMiz!?***■- das meiste aber im Dunkel dichter Schonung! verludert und zum Fraß für Füchse wird!" Soweit gekommen, ahnt unser Nimrod wohl, . Blut aller Jagdfexe in Wallung gebracht und er sch- „Haben wir nur den: Muth, der Wahrheit ins G sehen und uns frei zu machen von den Weihrauchsn. Selbstberäucherung. Dann fährr er fori: „Schrecklich ist das Schicksal der so bedeutenden Anzahl von Hirschen, die, schlecht getroffen von der Kugel des Jägers, tage-, ja wochenlang verkümmernd sich mühsam umhcrschleppen, bis sie, bei lebendigem Leibe von Maden angefressen, in irgend einer Schonung einen stillen Platz finden, wo sie endlich von ihren unsäglichen Leiden erlöst und ein Fraß der Füchse und des andern Raubgesindels werden. Man möge ja nicht glauben, daß solche Zustände vereinzelt dastehen, im Gegenthell, sie sind di? Regel" Selbst mit den Resultaten der doch sicher unter Beobachtung aller Jagdregeln unternommenen Birschen des „obersten Jagdherrn" ist unser Gewährsmann nicht zufrieden, weil dieser „keine kapitalsten Hirsche nicht zur Strecke zu liefern vermag, es möglich, daß in Ungarn wie in der Rominter Haide - Hirsche verloren gingen, wenn richtig gearbeitet, sichere unde zur Stelle gewesen wären?" cs diesen Gründen und aus der Rücksicht, daß ein c Hirsch durch Fütterung, Wildschadenersatz, Zupach- :c. sich auf 1000 bis 1200 Mark berechnet, befürder Verfasser des Artikels über „Hirschjagden und H>de der Gegenwart" die Begründung einer Anstalt st .hung von Schweißhunden. Besser und gründlicher reilich den Leiden des jagdbaren Wildes abgeholfen, ie Großgrundbesitzer dem edlen Waidwerk entsagen »aß unsere humanen antisemitischen Thierfreunde gegen Barbarei je Einspruch erhoben hätten, ist uns nicht erst § Die Schweißhunde der Hetzjagden genießen nicht jmpathie, allein gegen das jüdisch-rituelle Schächtvereifer'n -M^als gegen eine Thierquälerei. Zwar haben iche Fachmänner Europa's, die Professoren der Physiond der 'Thierarzneikunde, zahlreiche Landes- und Bezirks-;te, Fachmänner des Sanitätswesens, eine große Anzahl .etzgerinnungen in Deutschland die jüdische Schächtmethode e humanste und zweckentsprechendste erklärt. Die „Oester- " ^rfiiwcfirift" hat aus diesen Gutachten wiederholt cnd sie sind längst in der Qeffentlichkeit betisemiten vom Schlage des Zeugnißfälschers en übertreffen nicht blos an Humanität, achkenntniß alle Autoritäten Europas. Und Dienstag am 16. Jänner l. I. im nied.-ösierr. inen Scandal gegen das jüdische Schächt- Anführer war - der Oberstampiglius, als