Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 10 (1893)
- Issue
- 33 (18.8.1893)
- Date
- 1893-08-18
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 33 VrüerrrichiMre WochrnschrM Sette 627 das Unbedeutendste nicht unbeachtet, und so gelang es ihm, nachdem er heute in dem Zimmer des Grafen ein Stück Papier gefunden, dessen Inhalt ihm verdächtig war, nach langem Suchen in einem Winkel einen zweiten Papierfetzeu zu finden und es ergaben diese beiden, richtig nebeneinander gelegt, eine Einladung zu einer Besprechung für heute Nacht Hier sind die beiden Papierfetzen, welche mir der Kammerdiener übergeben. Levi zog vorsichtig die beiden Papierstücke aus der Tasche und legte sie aus dem Tisch vor den Hoffaktor. Auf denselben stand in italienischer Sprache: Ich begreife Ihre Ungeduld, die in gleichem Maße mit jener Ihres Freundes wächst. Allein die Angelegenheit naht ihrem Abschlüsse. Ich muß sie noch heute sprechen und erwarte sie um 10 Uhr an gewohnter Stelle. Ich hoffe, meine Mittheilungen werden sie vollkommen befriedigen, bei Ihrem Freunde die gewünschte Wirkung Hervorrufen. Wertheimer blickte lange prüfend in die beiden Stücke Papiere: „Es ist nicht zu zweifeln", sprach er „daß diese Einladung vom Abbate Tedeschi ausgegangen ist. Er hat mir zweimal geschrieben und er besitzt eine so eigenthümliche Schrift, daß Jeder, der sie einmal gesehen, sie sofort wieder erkennen muß. Ich halte es nicht einmal für nothwendig, die Schrift auf den Zetteln mit seinem eigenhändigen Schuldschein zu vergleichen. Daß er sich nicht die Mühe genommen, sie etwas zu verstellen, finde ich begreiflich. Vorausgesetzt, daß die Mittherlungen Ihres Gewährsmannes richtig sind, mag der Graf wohl auch diesen Zettel in dem hohlen Baume gefunden haben und Tedeschi mußte glauben, daß er nur jenem, für den er bestimmt ist, zu Gesichte kommen würde; endlich ist der Inhalt ein scheinbar ganz harmloser und das gilt auch als Erklärung dafür, daß Graf Nimptsch den Zettel nicht sorgfältiger vernichtet hat.Was glauben Sie, daß man in dieser Angelegenheit thun soll?" „Einige Zeit vor der für das Rendezvous bestimmten Frist an den: Orte desselben erscheinen, die Unterredung behorchen und so deren Zweck erfahren. Was daun weiter geschehen soll, werden Sie nach Ihrer hohen Einsicht entscheiden. Der Kammerdiener erklärte sich bereit, mich, wenn ick; es wünsche, noch Jemanden oder mehrere Personen in das Haus zu führen und an einem Orte unterzubringen, wo sie ungesehen Alles, was gesprochen wird, deutlich hören können. Wertheimer blickte etwas mißtrauisch auf. „Könnten sie nicht allein hingehen und mir eingehend Bericht erstatten? Könnten Sie mir nicht den jedenfalls'unangenehmen Gang ersparen?" „Das erschiene mir aus mehreren Gründen sehr unzweckmäßig, Herr Oberhoffaktor. Erstens bin ich den Bc-hal' ' <' des hiesigen Hofes fremd. Wenn ich auch des Franko > und Italienischen vollkommen mächtig bin, so könnte nur dennoch manches, auf das sich die Verschwörer in ihrer Unterredung beziehen, unverständlich sein; — zweitens ist es möglich, ja sogar wahrscheinlich, daß ein rasches Vorgehen noth'iünt — drittens würde etwas, was Sie als eigene Wahrnehmung zur Kenntniß hoher oder höchster Personen bringen, einen weit größeren Eindruck ausüben, als wenn Sie, Herr Oberhoffak'.or, gezwungen wären, sich auf das Zeugniß eines völlig Unbekannten zu berufen; endlich weil ich Gründe habe, nicht ans meiner bescheidenen Stellung hervorzutreten und daher bitten muß, bei dieser Affaire gar nicht genannt zu werden." „Ich muß Ihnen vollkommen recht geben", meinte Wertheimer, einen Blick wohlwollender Bewunderung auf den jungen Mann werfend. „Glauben Sie, daß hierbei einige Sicherheitsmaßregeln zu ergreifen wären?" „Vorsicht kann niemals schaden. Ich werde mich mit Schuß- und Hiebwaffen versehen, um für den Fall eines plötzlichen Angriffes vorgesehen zu sein; aber es würde sich doch empfehlen, wenn eine Abtheilung Soldaten sich in unserer Nähe befände, um auf ein gegebenes Signal uns zu Hilfe zu kommen, in das Haus zu dringen." Wertheimer nickte zustimmend. „Um welche Zeit glauben Sie, . daß wir aufbrechen sollen?" „Um halb zehn Uhr. Vor dem Thor wird uns der Kammerdiener erwarten." „Welche Truppengattung würden Sie vorziehen, Reiter oder Fußvolk?" „Unbedingt letzteres. Die Verschwörer dürfen nicht ahnen, daß sich Soldaten in der Nähe befinden, und Pferdegewieher, das in der Stille der Nacht weit hörbar ist, könnte dies verrathen." „Sie besitzen für Ihr Alter große Erfahrung und vermögen sich rasch in Angelegenheiten zu orientiren, von denen man annehmen sollte, daß sie Ihnen bisher fern lagen. — Vorläufig danke ich Ihnen für Ihre Nachricht. Sie haben noch einige Z"it, Ihre Vorbereitungen zu dieser seltsamen Expedilion zu treffen. Um halb zehn Uhr wollen wir an der Hintertreppe zusammenkommen. Die Hauslente und ebenso der die Wache am Haupteingange commandirende Lieutenant brauchen von unserem gemeinschaftlichen nächtlichen Ausflüge nichts zu erfahren. (,z-i)ltsctzung folgt.) Literatur. „Micht'we doiiim mijajin;£, Salo nicht )Zw'>, von Jehuda Jacob Nechama. llntcv einem ennav mkiiii sielten utel bar Der hochgel.chlte Rabbi Zehnda öl chama m Salonicbi seinen Brienrechie! mit h-.rvorragende« rtz-ünenrssen -. m einige.al eu. Hab-cnt sua iata libelli. Tie Wahrheit tieü’.;- Sao * har da iv.iU'mte u::r allzu-ebr ermbreir. Im Ja.br>- trivi» ui uv wVn Je. e.-waina in Senoniau iviu'v die große P^Uiruu äi.nea . nar aulaa Wa'.t.- uuD Mauuaru. w. seUene iva aa a:, c.u tv.r.a’ dev Fammc!!. I i< IM Ma ircrpt vollständig fl.T.U a - ’ ■ t-aiaa Ae t : nidolie Jisrael if-r.efuzoth Ici'.iida . v.v inu:;ai über Va-v Okl'aimatiuDetUiuuM), Vs-;.-ruiraa . V, :,aa,u aaduDua Ab'.i.uUUnng Hajehudim be- Sn’oiäu:;, a. 7- I.;; a, .;:v;uaav Datal, verbranutar. Man Darf den ü eUau a. aa va . ■_ v: . ) b.ilaieu. 1';..;. vu- Wa.. in au ren wenigen, uns dem Brande zunvmmeiiaw-üea ax ä.;, uvan-i >uid ugt raut Dev imponirnl- Uu bniu:.;-mi'a. .. au . U n e. >.: 7; e.b. laat;;i einem Ba se r.u Du: .. 7. J Da neu, eiine za i, das; Tu Das weilauv üDaaii^ , u .Da vv-e. v e uev bj Uiivuimuit vernommen;;I) ieu) T La Lai i;; w Aa iseii Llw'!. gl öch r. als ich sie A:N im. ..i :: '.e:.; .. ' a ' au UND von Lil.altv uuD Iiü.aaio. 7 a : ilaau Vi.i :r;Uü Auch u, w .!eiw in Dienen Bvaan'maaau.i . a.../u >i..a, m an aue - Lau:ei;a;nr b'.-schuchie ijVi- VV'KU ::.i. . - v.ü.!. D-ai 1a c£n bL-oid,t A.?>. Tv-ra-;. i.u. a.;.:. :> d. n T u/ a uea . n BeD^nieiidcs i.aauuaen. 'c-wa- .an) T ai aänaa.. B.-ir i -. u m r au'Nem Ju- Ui.N- Die Tiaa'!aa..aia a .au ::: ' av lan Vaaa, ü-s tumiM .aaa ava-re aa c.i a... v vaa./ine' u.v , >>äi alnu Borv". ei.-Va'a': u;.a ::,u chi .. v D; Viaiievau .er v.r-chi.denaniga;; -a_a. ...t :;i; aao en'.'.-äl: wch.l ach: ches über Talvuichi lind dessen jnlaai e 'W »a,. . / T i> -e - in nc!-.t>r i-atte nm!> über üi.uu chia.n. irvia.aa nur au D aiDinar Tru<kon l:.. rri iaiaa v-a iie. aa <> ,ä. - <chn ein.' tieba.s-ich: ar vanoirapenbiau ui m iau Unaea -v .’i groiie Bearaichei: mit allen Jrmam, naU.. .a cheii n.,e . .- :.’ia:m ta-ua-een. 2 ie . uv'e. naUa r.e.i ia T.aa, a. und , iu r n Tnabn z-va van ölschanaum iaa T °-a auii e.r u I^a.uii i Tiauai iia-v Briifivichjels: ear in;.aiau'cv cha ..a uvuiaiaav Td reiben, ce.s der Berfasser ver-- äi ne Da- Tarne La:. .;i cv r.üi üch. iv'i ein innerer chuf.vinuaa '.y.-.n in .aaau iDa e vn ii.;ea: ar. Wir können ans dem -<a:b.aa..a Da.ai, ma üv .-v v . a ag ni.:> gründlich Der Terschäre i-a I -. D liai i. a.a. iäaen Daaaiüa.e u'i nichts von pilvuliskischer ii,Lai i.ä ie, in reiieu ch.uaaaan H-bräisch nichts von dem tUiuu;:Da.lau ea.V'.vHaa lavvl :;:D n iaia;Uv> ui uvUn. Tee ch.iiii. ich.-s Den > . ,.u 'i.ea eines hrnentUch auch wirklich cr'chc inen den m i.-.r-.u Ti-...-- n'.rD ven allen Freunden der tebra iclr.n ünaa.ur ma Tua>esse a an maie». Keiner wird Das anfriehliaste vViir.anh! ii::a:Drüerat kennen gegenilber einem so beDenwaDen Meair.e. wie >s J en.aa Jaiod öLechawa ist, Der, vom Lchickälle k-a-1 g-eiras'Tn, darin Tioü sucht, eer Wissenschast zu Diene,:, indem er aus dem Brande gercuue B-äUer zit einem Buche vc,einigt. Airolsburg im August l.-rvU. T. I euch Iwan g. Jahrbuch für die israel. Errltusgemcinden Böhmens. Ter Centralverein zur Pflege jüdischer Angelegenheiten hat sich ein großes Verdienst erworben durch die Herausgabe eines Jahrbuches für bic isr. Cultusgemeinden Böhmens. reDtgirr von Dem chtschäslsleiter des Vereines, Tr. Friedrich i u s ch t »t e s. Dieses Sammelwerk enthält in übersichtticher Tarsicllnng einen Führer durch die Prager Cultusgemeinde und eine ailssührliche Stalistik sämmtticher israel. Cultusgemeinden Böhmens nebst Anführung Der Namen der Functionäre und der in jeder der CliltusgemeinDen bestehenden Vereine. Das Buch ist ein nützlicher Leitfaden für die Verwaltungs-Angelegenheiten des Judenthnms in Böhmen.