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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1893-07-14 · 28 (14.7.1893) · page 18

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
10 (1893)
Issue
28 (14.7.1893)
Date
1893-07-14
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 540 Nr. 28 Oesterreich:sche Wochenschrift könnte,inLressiren, sei das obengenannteWerkdes LeipzigerProfessors i der Theologie zur Beachtung und sachgemäßen Benützung | empfohlen. Sie werden daraus vielleicht zu ihrer Ueberraschung, erfahren, daß die Einführung der Orgel in der christlichen Kirche hie und da auf Widerstand stieß und daß sowohl von katholischen als von evangelischen Kirchenlehrern darüber geklagt wird, daß das Orgelspiel die Aufmerksamkeit von dem eigentlichen Gottesdienste ablenke, die Andacht störe und deshalb nur mit großer Einschränkung platzgreifen dürfe. Aus zahlreichen Kirchenordnungen und anderen Citaten weist der Verfasser nach, daß bis ins 17. Jahrhundert hinein die Orgel nicht zur Begleitung des Gemeindegesanges, sondern nur Zu Zwischenspielen und zur Verstärkung des Chores benützt wurde, wobei charakteristischer Weise oft über den Gebrauch von weltlichen Melodien, von Tanzmusik rc. geklagt wird. Die Kirche zu Lyon hat principiell bis zu unseren Tagen die Orgel ausgeschlossen, nach ihrem Grundsätze: „Ecclesia Lngduneusis novitates nou recipit.“ Insbesondere wird Jene, welche den Gebrauch der Orgel in der Synagoge mit dem Hinweise auf Chukkoth hagoi perhorresciren, folgender Ausspruch des Thomas von Aquino interessiren: „Dergleichen Musikinstrumente dienen mehr dazu, Wohlgefallen zu erwecken, als innerlich zur Andacht zu stimmen. Im alten Testamente sind sie deswegen angewendet worden, weil das Volk hart und sinnlos war und durch solche Instrumente angeregt wurde. — Die Kirche läßt Musikinstrumente nicht zu, damit sie nicht den Juden ähnlich sei!" _ Hg. Wochenkalender. Ab 5653. — Juli 1693. > |!i Freitag 11 Rosch-Chodesch 14 E. d. A. 8>' 45'6-" Samstag 2 j nüsö 15 Sonntag 3 j '3?oei 16 Montag 4j 17 Dienstag 5! 18 Mittwoch 6 i 19 Donnerstag 7 20 Freitag 8| 21 Briefkasten. Von Herrn Moritz Scheiber ist uns fl. 1.—, von Leon Lederer fl. 5.— für die Israel. Feriencolonie zugelommen. H. L. Ihr Abonnement war am 30. Mai zu Ende. H. W. Die Schulen der Baron Hirsch-Stiftung nehmen Zöglinge aus Galizien auf. Die Bedingungen erfahren Sie im Burcau der Stiftung: Wien, I., Schwarzenbergplatz 4. I. K., Wien. Besten Dank für die Mittheilung. Herrn W. Z., Wien. Geschäft, nichts als Geschäft! In einer der letzten Nummern des „Deutsch. Volksblatt", heißt es unter „Antworten der Schriftleitung": „Herr Josef Dienstl. Bedauern, Ihrem Wunsche nicht entsprechen zu können; eine derartige Firma ist uns nicht bekannt. Machen Sie einen Versuch durch's Jnseriren. — A. L. 24. „Versuchen Sie es mit einem In se rat." Vom Leitartikel bis zum Briefkasten, vom Wirbel bis zur Sohle Alles Geschäft. G. R., Großwardein. Daß in Belgrad der Antisemitismus Wurzel faßt und daß in serbischen Wirthshäusern die Deckert'sche Broschüre ausliege, oder gar Cigarettenpapier mit Abbildungen aus der Asfaire Tisza-Eßlar verabreicht wird, sind offenbar dummdreiste Lügen Vergani's. Die Belgrader Bevölkerung müßte erst io weit verdummen, wie die Leser des „Deutschen Volksblatt", damit all' das zur Wahrheit werde. W. 9)1*, Wien. Vergani's großartige Selbstreclame, von seiner recken gewaltigen Gestalt, haben ein Pendant gefunden. In seiner Zeitung „Das Volk", gibt Stöcker seinem Schmerze über seinen Reichstags-Durchfall in den tief empfundenen Worten Ausdruck: „Die konservative Partei ohne Stöcker, das ist eine Edeltanne, der böse Buben den Mitteltrieb abgebrochen haben." Concurs. Die isr. Cultusgemeinde in Pisek sucht für ihre Privatschule mit böhmischer Unterrichtssprache einen zur Leituug und Ertheilung des böhmischen Unterrichtes befähigten Lehrer, der das BO. Lebensjahr nicht überschritten hat. Mit der Stelle ist ein Jahresgehalt von 800 fl. verbunden. Die Herren Bewerber wollen ihre Gesuche, belegt mit allen Zeugnissen und unter Angabe des Zeitpunktes, wann sie den Posten autreten könnten, längstens bis 31. Juli 1893 dem gefertigten Vorstand einsenden. Pisek, am 8. Juli 1893. MUDr. S. Sachs. Cultusvorsteher. Therese Wertheim’solie Heirats Ausstattungs-Stiftung. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt zur Kenntniss, dass die Zinsen der obengenannten Stiftung h fl. 164 an ein armes mutterloses Mädchen der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde, das sich zu verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre, mit einem Geburts-, einem Armutbs- und einem Sittenzeugnisse, ierners dem Nachweise, dass sie mutterlos sind und sieh im Brautstande befinden, versehenen Gesuche bis 31. Juli 1893 in der Kanzlei der Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, im Secretariate zu überreichen. Wien, am 1. Juli 1893. Des1 Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Andreas Feilsche Witwen-Stiftung. Am 2. September 1893 gelangen bei der hiesigen israelit. Cultusgemeinde die jährlichen Zinsen der obigen Stiftung an acht arme Witwen jüdischer Religion zur Vertheilung. Die Bewerberinnen haben ihre dieställigen, mit dem Nachweise ihrer Armuth und des Witwenstandes versehenen Gesuche bis 31. Juli 1893 im Secretariate der israel. Cultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4, II. Stock zu überreichen.. Arme Anverwandte der Stifterin Frau Amalie Feigl oder ihres Gatten Andreas Feigl werden in erster Linie berücksichtigt. Wien, 1. Juli 1893. Dei* Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Ignaz Klepetasch’sche Heirats-Ansstattungs-Stiftnng. Der Vorstand der hiesigen israel. Cultusgemeinde bringt zur Kenntniss, dass die Zinsen der obigen Stiftung per fl. 196 für arme verwaiste Mädchen jüdischer Confessslon, die sieh zu verehelichen im Begriffe sind, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen-haben ihre, mit einem Geburts-, einem Armuths- und einem Sittenzeugnisse, fernere dem Nachweise, dass sie verwaist sind und sieh im Brautstande befinden versehenen Gesuche.bis 31. Juli d. J. in der Cultusgemeinde- Kanzlei, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, zu überreichen. Wien am 1. Juli 1893. Dei* Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Max Ritter von Pfeiffer sches Stipendium für einen mittellosen Studierenden der Rechte israel. Confession, des zweiten oder eines höheren Jahrganges an der k. k. Wiener Universität Am 18. October 1893 gelangt das obengenannte von Herrn Josef Ritter von Pfeiffer, königl. Würtemberg’scber Hofrath, zum Andenken an seinen verstorbenen Sohn Max errichtete Stipendium per fl. 205 ö. W. zur Verleihung und werden in Wien zuständige Bewerber in erster Linie berücksichtigt. Die Bewerber haben ihre Gesuche mit dem Nachweise, dass sie mosaischer Religion und mittellos sind, ferner dass sie ihren Studien an der reehtshistorisehen Faeultät der k. k. Wiener Universität als ordentlicher Hörer obliegen, eventuell mit dem Nachweise ihrer Zuständigkeit nach Wien, bis längstens 31. Juli 1893 in der Kanzlei der israelitischen Cultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4, II. Stock einzubringen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, event. in welchem Betrage. Wien am l. Juli 1893. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Gesuchsblanquette sind im Secretariate I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, während der Amtsstunden von 9—12 Uhr unentgeltlich zu beheben. Concurs. Bei dem isr. Tempelverein für den X. Gemeindebezirk Favoriten in Wien, gelangt mit 1. September d. J. die Stelle eines musikalisch gebildeten Cantors zur Besetzung, Jahresgehalt 600 fl.'und Emolumente. Bewerber wollen sich im Vereinslocale. X., Keplerplatz 1, melden. WIEN, 28. Juli 1893. Für den Vorstand der Obmann Sigmund Rosenthal.

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