Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1893-07-07 · 27 (7.7.1893) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
10 (1893)
Issue
27 (7.7.1893)
Date
1893-07-07
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3020846-3020954-3020981--02568-3026663
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Sette 520 Orsterreichifchr Wochrnschrist Nr. 27 Bei Durchsicht einer jeden neuen ltterarischen Erscheinung ist es gut, sich die Frage vorzulegen, wie sicki dieselbe bei dem eben geschilderten jüngsten Gerichte verhalten würde. Möge die Posaune des jüngsten Gerichtes ertönen wann sie will, das vorliegende Buch kann mit Ruhe dem Tage entgegensehen. Da gibt es kein erborgtes Licht, es hat seine eigene Lichtquelle, welche leuchtet und erwärmt. Es enthält ganz neue Gedanken über die verschiedensten historischen, exegetischen und halachischen Themata. Der Verfasser gelangt zu überraschenden Resultaten, welche der Helle Blick des Forschers gefunden, und welche er in eine anmuthige, dem Verständnisse leicht zugängliche Sprache zu kleiden versteht. Die Serie von Abhandlungen über die Mischnah und die letzten Capitel über Cyrus und Koheles sind für literarische Feinschmecker berechnet. Es gibt Leser, welche den Drang fühlen, einen neuen, schönen Gedanken nachzuerzählen und zu verbreiten und den empfundenen geistigen Genuß mit ihren Nebenmenschen zu theilen. Für solche verständige Leser gibt es rnt zweiten Bande Sefer Räbos Machschüwos eine wahrhaft reiche Ausbeute. Möge das gediegene Werk die wolverdiente weite Verbreitung finden; wtt wünschen ihm ein Quentchen Glück,den Centner Verstand bringt es selbst mit. Maloch. Gottesdienstliche Vorträge von Moritz Reich, Bezirksrabbiner in T r e n c s e n - B a a n. Verlag von CH. D. Lip p e, Wien., Wir geben zwar grundsätzlich Besprechungen über Predigten keinen Raum in unserem Blatte, weil Predigten ihrem Wesen nach gehört und nicht gelesen werden wollen. Bei den hier ängezeigten machen wir eine Ausnahme, nicht um Kritik daran zu üben, sondern um daraus mit wenig Worten die .rfreuliche Thatsache zu constatiren, daß sich die Predigt in reiner Sprache und nach einigen Kunstregeln selbst in den orthodoxeste,r Gemeinden, wie es doch Trencsen-Baan ist, bahngebrochen hat und es rricht des blindwüthigen Reformeisers bedarf, um endlich einen geregelten Gottesdienst in allen Gemeinden platzgreifen zu,sehen Orthodoxe Rabbiner, die aus der alten Doraschah noch nicht herausgekommen, können diese Predigten mit vielem Nutzen lesen. Wochenkalender. Thamus-Ab 5653. — Juli 1893. Freitag 23 DWÖ 7 E. d. N. 8h 45 6°° Samstag 24 8 Sonntag 25 9 Montag 26 10 Dienstag 271 11 Mittwoch 281 12 Donnerstag 29 13 Freitag 1 Rosch-Chodesch 14 Briefkasten. Hermann Pollak, Jungbnnzlau: Besten Dank für die interessante Mittheilung. * Emau. Grimm in Königftadtl: Ihr Abonnement ist bis 30. November {. I. bezahlt. Für die unglückliche Familie Rosenbaum (U/5, Webergasse 26, Thür 6) sind uns ferner zugekommen: Von Jacob Spitzer in Krapina st. 5.—; Sammlung einer Tischgesellschaft in Bad Darkau fl. 12.—; eine Sammlung aus Agram und Carlstadt fl. 10.— Ein Rudolfsheimer fl. 1.— Ressource in P.: Ein anonymes Drohschreiben aus Ihrer Stadt- Ein armer Geschäftsmann, S|Äe8ibeÄ richtet an edle Wohlthäter die höfliche Bitte, ihm zu Erwerbszwecken ein Darlehen vorstrecken oder einen Waaren-Credit garantiren zu wollen und verspricht derselbe seinen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen. Adresse: II. Bez., Bueppgasse JNr. 17, 2. Stock, Thür 12. Octavaner, Israelit, sucht für die Ferienmonate Juli, August und halben September eine Hofmeisterstelle. Derselbe unterrichtet gewissenhaft und gründlich nebst Gymnasial-Gegenständen, Hebräisch, Böhmisch, Stenographie; geht überallhin, auch aufs Land. Die Adresse erliegt bei der Administration des Blattes. Israelit-theolog. Lehranstalt in WIES. Im October d. J. wird hier zur Heranbildung von Rabbinern und Religionslehrern für Mittelschulen eine israelitisch-theologische Lehranstalt, und zur Ausbildung von Religionslehrern für Volks- und Bürgerschulen, wie zur Vorbereitung der Aspiranten für die israelitisch-theologische Lehranstalt eine Vorbildungsschule eröffnet werden. Die Aufnahms-Bedingungen sind in folgenden Paragraphen des Organisations-Statuts enthalten: § 11. Die Aufnahme in die „israelitischtheologische Lehranstalt“ erfolgt I. a) bei Inländern auf Grund eines staatsgiltigen Maturitäts-Zeugnisses; b) bei Ausländern auf Grund eines Maturitäts- Zeugnisses ihres Heimatslandes, welches sie zum Besuche einer Universität berechtigt und II. auf Grund einer Aufnahmsprüfung aus folgenden Fächern: a) Bibel u. hebräischeGrammatik. Der Aspirant' muss im Stande sein, die historischen Stücke der Bibel ad aperturam libri zu übersetzen, zu erklären u. grammatisch zu analysiren. Ferner müssen ihm der Pentateuch und die leichteren Stücke des Raschi-Commentars geläufig sein. b) Mischnah und Talmud. Der Aspirant muss einen leichteren Abschnitt aus dem Talmud nach entsprechender Vorbereitung mit dem gehörigen Commentare Raschis und der leichteren Tossaphot erklären können. - § 19. Zur Aufnahme in die Vorbildungsschule wird das' Zeugniss eines Untergymnasiums oder der Nachweis des Besuches einer öffentlichen Lehrerbildungs-Anstalt, sowie die bei einer Aufnahmsprüfung zu documentirende ■ Befähigung, leichtere Stücke des Pentateuchs und der historischen Bücher der Bibel zu lesen und zu übersetzen und endlich die Kenntniss der Formenlehre der hebräischen Grammatik gefordert. Anmeldungen sind beim Rectorate der israelitisch-theologischen Lehranstalt, Wien, H., Tempelgasse 3, einzureichen. — Der Beginn des Wintersemesters und die Zeit der Aufnahms-Prüfungen werden rechtzeitig bekannt gemacht werden. . , Wien, 6 Juni 1893. Das Curatorium der isr.-theol. Lehranstalt in Wien.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.