Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 10 (1893)
- Issue
- 25 (23.6.1893)
- Date
- 1893-06-23
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 28 Vestrrreichifchr Wochenfchrifl Seile 487 Wochenkalender. Thamus 5653. — Juni 1893. Freitag 9 npn 23 E. d. N. 8h 50'4m Samstag 10 24 Sonntag 11 25 Montag 12 26 Dienstag 13 27 Mittwoch 14 28 Donnerstag 15 29 Freitag 16 30 Briefkasten. Dr. F: Ueber die sogenannten „Zionisten" in Lemberg wollen Sie sich nur nicht wundern. Diese Herrschaften haben s. Z. Herrn R o d k i n s o n — „Dank und Anerkennung" öffentlich votirt. Es ist nur gerecht und entspricht der Logik, wenn dafür Herr L e o P o l d Caro diesen Herben seinerseits die „Anerkennung und den Dank" nicht vorenthält. Paulus Me per ist leider durch seine Hast daran vorläufig verhindert. Sch. in Kolomea: Die „Agudas Akum" mit einer neuen Maske vor dem Gesicht. Die Schlange hat sich nur gehäutet, aber ihr Gift hat sich nicht geändert; die Hauptmacher des verreckten Denuncianteu-Organes begegnen Ihnen derzeit in Reihen dieser sonderbaren „Indisch-Nationalen" der galizischen Landeshauptstadt; sie geberden sich als nationale Zionsschwärmer und entbieten ihre Grüße dem vom Hofprediger S t v cf e r belollen Leopold C a r o!!! K. in Lemberg: Der „Antisemiten-Spiegel", von dem deutschen Reichstagsabgeordneten Dr. Rickert, zählt S. 285 neben A r o n Briman und Paulus M e y e r zu den „antisemitischen Autoritäten" auch Leopold Caro, „dessen Artikel über das Judenthum aus dem „Greuzboten" in alle antisemitische Zeitungen überging." So wörtlich zu lesen bei Rickert! Rickert ist kein jüdischer Eiferer, sondern ein Führer der Freisinnigen in Deutschland. H. in Triest: Nicht im Tone der „Oest. Wochenschrift". Podwoloezyska: Derlei Drohungen haben uns noch nie erschreckt. , Verlosungsverlust. Am 1. Juni finden die Ziehungen von mehreren Los- und anderen Werthpapieren statt, deren Verlosung mit dem kleinsten Treffer, beziehungsweise Nominalbeträge gleichbedeutend ist mit einem oft empfindlichen Capitalsverluste. Die Versicherung gegen diese Verluste übernimmt zu billigen Prämiensätzen die Central- Depositencasse und Wechselstube des Wiener Bank-Verein. Die Vergütung des Schadens erfolgt nach Wahl der Anmeldenden entweder durch Umtausch der verlosten Werthpapiere gegen gleichartige uuverloste, oder durch Barzahlung des bestimmten Berlosnugsverlustes. Die der Versicherung bedürftigen Werthpapiere, sowie Prämiensätze rc. sind im heutigen Inserate der genannten Wechselstube enthalten. Kundmachung. Nachdem die Bewilligung zur Errichtung von Prrvat-Betloralikaten für die hohen Feiertage mit Erlaß der hoy. k. k. nied.-österr. Statthalterei vom 23. September 1881, Z. 26555, der Competenz des Vorstandes der hiesigen israel. Cultusgemeinde zugewiesen worden ist, so werden für diejenigen Personen, welche die Absicht haben, Betlocaliläten zu eröffnen, folgende Normen im Allgemeinen zur Kenntniß gebracht. 1. Die mit 50-kr.-Stempel versehenen Gesuche um die Erlaubniß zur Errichtung eines Privat-Betlocales sind bis 15. Juli 1893 in der Kanzlei der israel. Cultusgemeinde (I., Seitenstettengasse Nr. 4, 2. Stock) einzureichen. — Auf Gesuche, welche nach dem 15. Juli 1693 einlangen, wird keine Rücksicht genommen. 2. Die betreffenden Gesuchsteller haben für sich und für die zu verwendenden Vorbeter (die Namen der Letzteren sind in dem Gesuche anzugeben) entsprechende Ausweise über Charakter und Moralität zu erbringen 3. Weibliche Unternehmer sind ausgeschlossen. 4. Die dem Gottesdienste zu widmenden Localitäten dürfen keine solchen sein, deren gewöhnliche Bestimmung im Widerspruche mit dem gottesdienstlichen Zwecke steht. Zur Verwendung als Betlocalität ist auch die Zustimmung des betreffenden Hauseigenthümers beizubringen. 5. Die Gesuchsteller werden aufmerksam gemacht, daß in der Nähe von dauernd bestehenden Bethäusern kein Betlocal bewilligt wird. 6. 7. 8. Die Gesuchsteller haben sich zu verpflichten den 20. Theil der ihnen von der Behörde bewilligten Sitzplätze der Cultusgemeinde für arme Personen (Männer und Frauen) unentgeltlich z.r Verfügung zu stellen. Sollte der betreffende Gesuchsteller die Absicht haben, die Localität durch Zeitungen oder Plakate zu annonciren, so ist die betreffende, vom Gesuchsteller Unterzeichnete Annonce mit dem Gesuche dem Vorstände zur Genehmigung vorzulegen. Für jedes Betlocal hat der Unternehmer eine entsprechende Polixci-Anfsicht üeiznflellrn. Wien, im Juni 1893. jjftt UutmiHO uct ijrt« CukusgerneLlrde. Concurs. Bei der israelitischen Cultusgemeinde in Goltsch-Jenikau (Böhmen) gelangt mit 1. September d. J. die Stelle eines musikalisch gebildeten Cantors zur Besetzung. Derselbe muss Koreh, Schochet sein, sowie den Nachweis der Qualiiieation zur Ertheilung des hebräischen Unterrichtes lietern. Gehalt fl. 700, freie Wohnung und übliche Emolnmente. Offerte mit Ze gnissabschriften sowie mit Angabe über Alter und Familie sind längstens bis Ende Juni a. c. an den Cultusvorstand einzusenden. Reisespesen werden nur den Acceptirten vergütet. Friedrich Pick Cultusvorsteher. Goltsch-Jenikau, 12. Juni 1893. Concurs» In Folge Berufung Sr. Ehrwiirden des Rabbiners Herrn Dr. Hirsch nach Karolinenthal ist in unserer Cultusgemeinde die Rabbinatsstelle, mit der die Beaufsichtigung und theilweise Ertheilung des Religions- und hebr. Sprachunterrichtes verbunden ist, vacant geworden. Mit diesem Posten ist ein Jahresgehalt von 1200 fl. nebst freier Wohnung und üblichen Emolumenten verbunden. Bewerber wollen unter Nachweis des österreichischen Staatsbürgerrechtes und der erforderlichen ^ualiücation ihre gehörig docnmentirten Gesuche bis 30. Juni 1. J. bei dem Cullmsvorstande einbringen. Die Reisespesen werden nur dem Acceptirten ersetzt. Cultusgemeinde Boskowitz, am 8. Juni 1893. Der Cultusvorstand. Chicago - Reisen. Internationales Reise-Bureau ■ §8 Oie. Wien, 1. Be*., Schottenring Np. 3. Drublowicz, Zahnarzt Wien, II. Stefaniestrasse 2. Empfiehlt seine von allen Seiten belobten, künstlichen Zähne und Gebisse deren praktischer Werth im Kauen und Sprechen bis jetzt unerreichbar ist. Preise massig. - - 1 W W —. Restaurant Roth II., Stefaniestrasse 6 o. 8. Bestrenommirte Küche, Grosse Speise-Säle elektrisch. Toeleaa.cih.tet. Grosse Auswahl bester Gattungen Oesterr., Ungarisch. Ausländer Weine. Schwechater und Pilsner Biere. Hochachtungsvoll MaX UUvu» Angenehme Pension auf der Hohen Warte in Döbling. 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