Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1893-05-05 · 18 (5.5.1893) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
10 (1893)
Issue
18 (5.5.1893)
Date
1893-05-05
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
75% known words query
IRI
…/3020846-3020954-3020972--02384-3026470
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 18 VeAerreUtzisttze Wortzensrtzcry «Seite 345 politische, aittifsm iLiMk'^KatiM'MW^Wesomken^ Leute geschürt wurde. Leider? hat-zu dUhKzuneMxMÄ EMO. geringem Maaße die loeäle Presse,, dasist...dw H AHffisst Hd-- taban, beigetragen, welches JE die- Leutp .M'^rHlgen. öke Begebenheit auf das rjWZeMMß^'Zurükkzusühren^dLer vage- Annahme eines RitualinoWs noch bestärkt^, indem? diese Zeit-7 schrift mit gesperrter SMist die^Miitheilüttg machte,"Die Leiche; habe Stichwunden ringsr«m^^die^erhäeHM''MaSk ündSpuren von Bißwunden gezeigt 'Da '.ktz.nne^Mn gM .nich^wunhern, daß die Aufregung untedMnMc^seMMstch' ipM^MttMlÜNgen vergrößert und die Wuth ' gegen die Jsraelitep rphffhyworden ' - ist. Die Staatsanwaltschaft^hat pstichtgernäß MM.den,Polachan das subjektive '^e rfahr'.e-WundÄgsgend.is dergntwon--f lichen Personen die Sträfamtshandlung^'Uäch t% 303 eing.eleiiet. — - -y. i.-4’ ^:rl- , . Bon den 19 Angekhagi^ tvl^de^'"A-^v-eZetzrr BerHeeHkrB r der öffentlichen Gewaltkhäti^keit.züHschivörE'Mrkev^ von?zwhi! bis zehn Monaten. 9 We "' ^c-.^nrLzru. von drei Tagen bis dM wurden freigesprochen.™]-•.-? * ’• ■(_ .. „ .... ,t. .... Vor und während dev Pubücafiou! des-UrMijs M .Man vor dem KreisgerichtsWebäude Me -Ftane«» der UngeklagtquMit ihren Kindern, die sie-emweder aüf'dem.Arme :trugen oder führten. Es wurden nUÄ-dE FeaueN.die MW. kaud:? .^Wenn man uns die ^ännev:'«inspe.rrt^ muffen HirpiündM^' Es'vrm:- aber zu keinen AusschMtzKgeu.7.,,/I Uh,£ f'' r *f. -p? Ung.-HradisM M M3u^Ä.dso!en-lm 'yMej meinen stillen und frthdlichen" Stadt, gemsßen LüeIudyn.j'bisher, ein erträgliches Dasejn'-und-Enten^die Fortschrittes des. Antisemitismus nur nach, den BerichtenbÄ Zeitungen bemessen. Als vor wenigen Tagen M Nachrichten fiber die bedauernswürdigen Vorfälle in Koliü^MMnK'.^angenMd''allch A^tfgesthl «it> unseren dortigen, in ihrer Existenz WröUep! HjtzüVstnßgeNosfeni erregten, da wurde angesichts dieser SchreahMer d'ep,.chractffchsn Bethätigung des Aytifemilismusr mancher t* Jude-, fiqchdenkfich. und mußte sich fragen„Wohinsoll Mls>' führen? Ist .uns' ohnehin schon dadurch» daß uns gewisse Berufsarten ganz, oder doch theilweise verschlossen'sind, der Kampf Um-dasDüseinbedeptend ^rschwert^ millk En uns M'n'vuch-'der-sauer erworbenen Früchte unseres' Fleißes .bemüben, ^n.ns 'sdre Berechtigung unseres Daseins überhaupt äbsprechen?"77 'öi,' 3} "ü vr * Doch aufathniend setzte er Mit,.heißsm Hänke' gegen Minen - Schöpfer hinzu : „Hey unAy Gvti .sei..Dank,.-.-rst 'kein'Mlaß ähnliches zu besorgen;-, wirtieben'imbesten Einvernehmen nyt unseren Mitbürgern anderer/ Confessio^ und - giebt >es auch in! unserem Gemeinwesen einzelne Anhänger der' antisemitischen Theorien, so sind;-sie doch zü schwach-und entbehre» zu sehr! jedes Anhanges, umdieselhM? öffentlich hervorkeyren zu' .können. m"'f: '' - .L' *?>i ‘y J!T; Auch fehlt ihn'm ''jeder Anlaß hiezu, denn., in .'Unserem kleinen Gemeinwesen.' sind unsereInteressen identisch mib jenen der Gesammtheit;). 'hze7j hien in'! allen Ständen^ ich. HewMe,' Handel und Intelligenz so ziemlich gleichmäßig pertheujen Juden, fühlen sich überall als gleichberechtigte Mitgliederihres Standes und suchen.jg denk Wvhle -der Gesammtheit x.auch ihr eigenstes Wohlergehen, zu fördern.-" ^{ä * .,<< *; ..... Während wjxdergestalt keinen-unmittelbareNjAnlaßHahen,, über unsere hiesige .soriale Stellung hesondprsLu.klägenr besorgt plötzlich emg. von einem? Fußen m-.Sekyegesetzte.Betye-, gung das, was ayd^enMes^'-den-Antisemiten überlaffen^wirb.' nämlich VerhetzungMNd Mfreizung der? GemWey Mro trachtet, die Juden in eine„SondejchellMg-.Hinein.'^M oräMN» feindlichem Gegensatz zu ihren MitvOgern»-M-.,Wen tr-r .. .esn. Erfolg, auf den sonst blos die Äntisemiteu mit alle^Wücht-hin arbeiten. Sucht anlaffen konnte. ..„. .. ... . . . . räther zu werden/^daß. er.ihren Feinden?in'die.«Hände.arbeitet,, so ist es wieder mntisemitisches-.Muster dem 'ev nachstrebt : - „Auf Glücklichettoeffe' ist'' die' Mehrzahl aufgeklärt genuchÄch' s'el.bst" bArrtheiley Wohl zu suchen^WbA.Asö daß die--a . ... , ,,, , Versammlung iM Hojl'iMWr Mativsehn beringest.Mstzahs, von jüdischen WählerchBesucht^wE^ r^1 .-a \. »i Grund hiestü: dürste- »uch?. der MufrW; cG':l-dis jüdischen Wähler geboten^'hwbmtz.7 dW^uWxe' i:AWgeü^erveeteLE-Ge-. meindeausschuffe an die Wähler' zü richtM sich beellien^ um^ dle fnr^ unsere hiesigen Berhältniffe äußerst schädliche"Bewegung rchchest >zu unt'erdrückÄn? "E cs r / - » . » --jWffche WMer» - - ... .7^'. ns';; Der - vor wenibew Tkgett ^an die jüdischen Wähler 'Zrgangeße - Aufruf' beginnt,mit-einem Eiwttaus . dsmchier erscheinenbüt ezechifchey LaeatblMe. und luüjpsv hjee-n .H»M unwahre. und .ank. absichtlich entstellte Thätsache.u-,beMh«»de Pehaüptung,-..daß..'bieses Blatt.^.der Gemechbevertreirmg^yichestehe ^md, von.derselben insplrirt sei. Es. wich — kvöhl. mit Kvsichz verMtpisgen?'däß d'Kl.cs1lrte Artstel Klss ein wdrtgetreNSr, Äbdrustr aus Nr.r'mSSt»Wen Mituäg. ,,EzLch" ist, destn dörch dies - allein schon« wtÄ» ^He vEndrie'Hinfälligkeit der er- ^tvähnte»'Behauptung bewW'n'. n J{? r-f. v-!» < Auf bisse 'falsche VsÄlüssetzang gestützt meiden dann eins Reihe der heftigsten, persönlichen-Angriffegegen^.dve. dermalige Repräsentanz der» Jüden in .Gemeindevertretung vorgebracht—Angriffe, welche uliS.Wotz. . ihrer Hgltloßgkeits^E. eine;r» Erwiderung -nöthigk-n, -damit nicht Äwa. Mfer,Schwesge^zu^W^.weiter.ekiJrrefuhrnug, Anlaß, gche und?als-7Zast.iMmung anfgefaßl ch'ero^-'' ' "? " : Stets hon dem leyendeN.Wünd'sätze' befeetti das Jntereffe aller unserer MltbKrger7nach ^MftÄA^Wffsen'Und "Können mit sämmtlich<n üNs zirt Verfügung stehestden-Mitteln' zu währen,- könne» wir betuhstzt Äufunsere-- .langjährige T-Ykitigkit --als» Mtglieder der Nemeitidevertretung zurückblitüNii*: f r; ,; s« ...." . * ,y.; -Den berechtrgtenj FordeMngyn - a 1-be.rnuferer. Mitbürger-' tLohne Unterschied des GlaugenAbekeuphnss^ — . in.g l e i ch-m,ä ß i-gcor u-n.-d g.e.,recht e^.Weise zu entsprechen, war ' diegegenmÄttige Ge- .meindevertretuM-ohne Unterlaß.bemüht; .wir ergreifest.Deshalb higr 'mit, .besonderem Vergnüaeit, die Gölegenhest/hieficr.sämmttichrn-Herren, an' deren Sfiste wi.r bisher^ m'der'Geist^lnddoerlretang zu'.wirken die -Ehre hätten,--unseren auftrchtigenustd herzlichen -Dank auszusprdchest. Bon den vielen erwähnenswerten Fätzen der. gedeihllchen'Thatigkeit.'in,Mefem.-H^ntte wollen wir blos hervorheben, daß drr hiesige ..Gemeiuderash AlD.Politische? P^härde mit ganz, besonderem Wohlwollen das Entstehen und Gedeihen der neuen, israelitischen Cujtusgemeinde Ung^xadisch.förderte. ' " * .( ..Dgß - wir MM stetsbestrebt waren,, in. erster Linie das wirth- -schaftliche Kohl untere^Mitbürger im engeren?Sinne.-zu-fördern;^.-. u ii , daß-wirr uns bemühten,.? das .gute Einvernehmen mit den. andersgläubigen, Pürgqrn unseres, Gemeluwesens arifrecht zu erhalten.; - ,.daß,wir es-vermieden.haben, den confesfionellen Kamps.durch unberechtigte Anmaßung heraufzubeschwören und in die-Gemeindestube .hereinzuzerrerr, - wie es -.-etiva -dei» .Intentionen - einiger -überlauter Schreserentsprachen würde ^-.darüber; überlassen wir das Urtheil a.4ben?e tzN:fi,chjt s Pallen.e st. Diese werden-rsich gewiß unserer AnsM astschließen,. ..daß. chr .Wohl mit jenem der andersgläubl- -gen.Mitbürgepmpd dsn.Interessen-des gesammten Gemeinwesens In - untxennbarem! ZnsamMnh.ange. steht. . Es könnte deshalb. nur schaden, -jüdischtz Tönherinteressen in den Vordergrund stellen zu wollen und müßte -zu Zwistigkeitelz Anlaß geben, die mur zum Nachtheile .der ..Juden ausgebeutet?würden. - . . ' -- Mir, kpzmen^daher unseren. Glaubensgenossen nicht raten, sich der-von den Herren Josef Brau» und Dr. Norbert Korstfeld angeregten .Aetion gnzuschließen uyü .sich .dadurch selbst zu -schädigen. ,; Ein an ne l Für st» m. P.. ' L e oP o.l d T auß» m. p. Bexlin> Schon wieder, fühlt sich ein Antisemit angeekelt von dem Antisemitismus. In dem Stöcker'schen ,;Volk" erklärt der bisherige Geschästsleiter des- Antisemiteübündes und -des Agitationsverbandes der antisemitischen Partei NorddeutfchlaNds Karl! Webeler lin Bdrlin/ daß er seine Thätigkeit, für obige beiden Körst erschaffen', eingestellt habe und keinerlei. Beziehungen m^r. zpr anlffemikisch'en. Partei habe: „Nach Lage der Dinge 2;'Äh es, auf das Lebhafteste bedauern, auch nur eine Stunde ...Nnen!Pfenyig für eine solche.unfruchtbare und undankbar Sache, geopfert zu haben. Alles -übrige, wird an evmpetent« -Stelle seine Erledigung finden- '■;• 2 --- ’ r, h -- ■ - - Wien .- (Tra Wng r n.) Sonntag, drn 30. April 1893 wurden getropt: Herr Dr. Pastl-Hammerschlag mit Frl. Bertha Breuer. Herr Adolf. Pisko.mit Frl' Jda Weißenberg. .Herr Kart. Köhn mit Frl. -Louise Kohstrad. Herl?-Adolf Schreiber mit Frl. Olga! Gansl. 'WieU (Verlobungen.)'Fräu^in ClaraKarpeles, Tochter des Hekrn'CstltusVeMeters'Moritz-Karpe les hat sich mit Herrn Ärnold Goldb'ertzer:'dö'Budch Herr Dr. Benny Karpeles mit Frl!-EsttMy ' R6senth'al> :verloöt. Ans Beranlaffest des Bräutigams, Herrn-Dr.'Karpeles hat' die Firma Rosenthak iu Hohenems ihren Arbeitern den 1. SRal-fteigegebetiv Frl. Paula B ynd i. Tochter dÄ bekannten-Großm8ststrielleu.i Herrn Marcus Bond k.' hat sich-mitHcrLn Jacob H'awsd o rff'' aus-Rotterdamverlobt.' Frl'.' Charkotte-Wermer, Dochter stds!Herrst--J st di u s> Wo r.m e r,. Vorsteher des- Tempelvev» -eines istt' I^L' Bezirk hat.»sich miHHerrn Dr. F e r d in'a n d-B ar uch -Är ^Märiestbad verlobt, .'d'- Die -Tqchter des hiesige'n Papierwaaren- -sabpkästM 'Älois <P:v l I a k, Fräulein' Irma Po l l crki - hat - sich rnjit Herrn Willi'Hia'g'L 1b erg-in-Berlin verlobt.. :

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.