Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 10 (1893)
- Issue
- 14 (7.4.1893)
- Date
- 1893-04-07
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 268 Oesterrrichifche Wochrnschrifi Nr. 14 häufig wiederkehrcnde: „Herr, erbarme Dich unser!" und das (aus Ps. 123, 3) auch in unserem täglichen Tachnungebete sich findet. Im grichisch-orientalischen Ritus hat sogar der erste Segensspruch aus unserem 8edemoue-e8red: „Gelobt seist Du, Gott Abrahams, Gott Jsaks und Gott Jacobs" Ausnahme gesunden, und, nach dem kirchlichen Schriftsteller Mone, soll durch die Melodie der griechischen Kirchenlieder an die Synagogen-Gesänge erinnert werden. Nach mehrfachen übersichtlichen und nicht unwichtiger Vorbemerkungen geht der Vers. — von S. 34 bis S. 142 — an seine eigentliche Aufgabe, um, die ganze Reihe der 150 Psalmen durchnehmeud, an jedem einzelnen Psalm dessen Verwendung in den kirchlichen Riten und ebenso dessen hymnologische Nachdichtungen erschöpfend nachzuweisen — eine Arbeit, zu der eine nicht geringe Belesenheit in in der ausgedehnten und vielsprachigen Kirchenliteratnr erforderlich war und die wir manchem Diener der Kirche, anstatt aus das neuzeitliche Evangelium des Classenhasscs zu hören, wärmstens zu eingehender Lectüre empfehlen mochten. _ Dr. Schmiedl. Wochenkalender. Nissan 5653. — April 1893. i J Freitag i 21 7 Tag des Pessach! i ' 7 i E. d. N. 71' IßT® Samstag 22 8 „ „ „ 8 I Seelenfeier Sonntag 23 9! Montag 24 j 10! Dienstag 25 ' ■; 11! Mittwoch 26 j 12 Donnerstag 27 13 Freitag 28 14 - Aufruf an alle edlen Menschenfreunde. Ein sehr ehrenwerter israelitischer Lehrer, vom k. k. Bezirksschulrath durch ein Belobnngsdecrct ausgezeichnet, der die wohlverdiente Wcrthschätzung seiner Collegcn, die Hochachtung in der Gemeinde seiner Wirksamkeit genießt, wird leider von einem bedauernswerthen Schicksal heimgesucht. Seit zwei Jahren ist nämlich der arme Mann — ein Vater von sieben unversorgten Kindern — in der überaus traurigen Lage, ein durch , seinen Berufseifer hervorgerufenes nervöses Leiden bekänrpsen zu müssen, einen Zustand, der ihm und seiner Familie die denkbar bittersten Qualen bereitet. Die Gemeinde, in welcher er wirkt, bringt Opfer an Geduld, Nachsicht, Mühe und Kosten, welche die größte Anerkennung verdienen, und bis an die Grenze der Möglichkeit reichen. Die Aerzte behaupten übereinstimmend, drei Monate Ruhe und Aufenthalt in einem entsprechenden Curorte könnten den unglücklichen Vater seiner Familie nicht nur erhalten, sondern sogar dessen Genesung sicher herbeiführen; sie halten ihn jedoch für unrettbar verloren, wenn dieß nicht gleich geschieht. „Lieber sterben, als meinen Namen mit meinem Jammer öffentlich genannt zu sehen" ruft der verzweifelnde, charactervolle Mann aus; aber sein thmnenbvller Blick, der schmerzbewegt aus seiner Familie haftet, schaut sich flehentlich nach Rettung, nach Hilfe uni. Er bedarf der Mittel, um einen Substituten für sich bestellen zu können, er benöthigt Mittel, um durch den kostspieligen Aufenthalt in einer Heilanstalt die verlorene Gesundheit wieder zu finden. . Wir bitten deshalb im Namen des Unglücklichen um Barmherzigkeit. um schleunige Bethätignng der in schweren Schicksalsschlägen immer hilfsbereiten Nächstenliebe edler Mitmenschen. Gott lohne jede freundliche Gabe! Gütige Spenden für die unglückliche Lehrersfamilie werden von dem gefertigten Obmanne des israelitischen Lehrervereines in Böhmen dankbarst entgegengenommen. Die Namen der Spender werden veröffentlicht. Schlau, den 28. März 1893, Rabbiner L. Thorsch, » Obmann. Als leistungsfähigste, altrenommirte, anerkannt solideste Finna für MÖBEL l: Wohnungs-Einrichtungen empfiehlt sich die Möbelfabrik Heinrich Bäck vormals A. JBREZINA’S Nachfolger Wien, Vli. Bezirk, Mariahilferstrasse Nr. 74a vis-a-vis Hotel Kummer und englischer Hof. Erlaube mir auf meine zur Besichtigung aufgestellten, praktisch neugerichteten Zimmer-Interieurs welche stets das Neueste im Barock- und Renaissancestyl enthalten, besonders aufmerksam zu machen. Uebernahme sämmtlicher Tapezierer- und Decorationsarbeiten, sowie Vorzimmer- und Küchenmöbel. Kostenvoranschläge gratis. Prima-Referenzen über bereits gelieferte Ausstattungen hach allen Theilen der Monarchie stehen zur Verfügung. Die Wechselstube des Bankhauses ♦. < A ◄ ♦ j WIEN, I., Graben Nr. 17. 2 Telegramm-Adresse: Nagelwort, Wien, Privat-Telephon Nr. 362. JE" Staats-Telephon Nr. 23. empfiehlt sich zum coulantesten Ein- und Verkaufe aller in- und ausländischen Werthpapiere, Lose, Münzen und numismatischen Specialitäten; ertheilt gewissenhafte Rathschläge bei Käufen von Anlagewerthen und anderen finanziellen Transactionen; besorgt die Revision von Losen und verlosbaren Werthpapieren, Vincuiirungen und Devinculirungen; verkauft Lose gegen Ratenzahlungen mit sofortigem Spielrecht zu den günstigsten Bedingungen; giefrt Promessen zu jeder Ziehung aus; beantwortet bereitwilligst und franco alle einschlägigen Anfragen. ► ► ► ► ► ►