Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 10 (1893)
- Issue
- 8 (24.2.1893)
- Date
- 1893-02-24
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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Seite 148 Orsterreichifclrr Wochenschrift Nr. 8 An die geehrten Glaubensgenossen! Concurs. Ein von allen Juden, denen das Wohl und Gedeihen unserer Glaubensgenofsenschast am Herzen liegt, lange gehegter und heiß ersehnter Wunsch geht durch die bevorstehende Activirung des Rabbinerseminars in Wien in Erfüllung. Dank der Opferwilligkeil hervorragender Männer iu Israel ist es möglich geworden, die erwähnte Anstalt in's Leben zu rufen, und trifft in kürzester Zeit der für dieses segensreiche Institut ernannte Director, Se. Ehrwinden Herr Dr. Schwarz aus Karlsruhe zur Uebernahme des ihm übertragenen Amtes ein. Es ist überflüssig, auseinanderzusetzen, daß die Schaffung einer umfangreichen hebräisch-talmudischen Bibliothek ein untrennbares Bedürfnis eines Seminars bildet, ja daß eine gedeihliche Entwicklung hievon geradezu bedingt ist. Dieses große Werk kann rurmöglich durch Einzelne vollbracht werden, dasselbe kann vielmehr nur durch die regste Betheiligung Aller gelingen. Die am 3. d. M. stattgehabte Plenarversammlung der österreichisch-israelitischen Union hat nun auf Antrag eines gesinnungstüchtigen Mitgliedes den Beschluß gefaßt eine Sammelstelle zur Entgegennahme von Bücherspenden zu eröffnen. Es ergeht nun seitens der Bereinsleitung an die hochgeehrten Glaubensgenoffen die dringende Bitte, dieses hellige Unternehmen thatkräftigst zu unterstützen. Insbesondere richtet sich diese unsere ergebene Bitte an jene Glaubensbrüder, welche wie ihre Väter solche, auf die hebräischtalmudische Literatur bezughabende Bücher ererbt. Eure Väter haben in diesen Büchern emsig gearbeitet und geforscht und in oft schwerer Zeit Trost und Belehrung geschöpft. Diese Bücher liegen jedoch bei Bielen vermöge ihrer Lebensstellung brach und unbenützt. Fürwahr, Ihr könnt das Andenken Eurer Eltern nicht besser und würdiger ehren, als wenn ihr dieselben der zu creirenden Bibliothek weihet und würdet ihr gewiß in dieser Weise den Intentionen Eurer Ahnen am vollkommensten entsprechen. Jede Spende wird willkommen sein und jeder Spender wird, sei die Gabt noch so klein, sich um das Ganze ein hervorragendes Verdienst erwerben. Wir glauben die Hoffnung aussprechen zu dürfen, daß Dank der in unseren Glaubensgenossen lebenden Opferwilligkeit für das allgemeine Interesse des Judenthunis und mit Rücksicht darauf, daß zahlreiche derartige Bücherschätze in vielen Gemeinden Oesterreichs unbenützt sich vorfinden, die von uns ergriffene Initiative vom besten Erfolge begleitet sein wird. Es wird gebeten, Spenden an das Bereinsbureau der „Oesterr. isr. Union" I., Schottenring 23 zu senden und werden die Namen der Spender und der gespendeten Bücher zur Veröffentlichung gelangen. Wien, 5. Februar 1893. D e.r B o r st a n d d e r O e st e r r. i s r. U n i o n. Für Bräute! Als leistungsfähigste, altrenommirte, anerkannt solideste Finna für MÖBEL und Wohnungs-Einrichtungen empfiehlt sich die Möbelfabrik Heinpich Bäck vormals A. BREZINA’S Nachfolger Wien, VII. Bezirk, Mariahilferstrasse Nr. 74a vis-a-vis Hotel Kammer und englischer Hof. Erlaube mir auf meine zur Besichtigung aufgestellten, praktisch eingerichteten Zimmer-Interieurs welche stets das Neueste im Barock- und Renaissancestyl enthalten besonders aufmerksam zu machen. (Jebemahme sämmtlicher Tapezierer- und Decorationsarbeiten, sowie Vorzimmer und Küchenmöbel. Kostenvoranschläge gratis. Prima Referenzen über bereits gelieferte Ausstattungen nach allen Theilen der Monarchie stehen zur Verfügung. ii *» j Mit! •-ifS50 Vom Vorstande des Israel. Tempelvereines iir Mariahilf und Neubau wird hiemit zur Kenntniss gebracht, dass die Stelle eines II. Cantors am Vereinstempel zur Besetzung gelangt. Bewerber dürfen das 40. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, müssen gründliche musikalische Bildung besitzen, um auch mit Chor- und Orgelbegleitung den Gottesdienstversehen zu können und besonders tüchtig im Vorlesen aus der Thora sein. Der Jahresgehalt beträgt fl. 600 (Emolumente separat) Die Anstellung kann nur auf Grundlage der Dienstpragmatik für die Angestellten des Vereines erfolgen und ist vorläufig für ein Jahr provisorisch. Die mit dem Nationale und curriculum vitae versehenen Offerte wollen bis längstens 10. März 1893 an den Vorstand des Vereines VI., Schmalzhofgasse 3, eingesendet werden. Spesen, welcher Art immer, werden nicht vergütet. Wien, im Februar 1893. Der VORSTAND. Israelitische Cultus-Gemeinde M.-Kromau. CONCURS. In der israel. Cnltns'gemeinde M.-Kromau gelangt die Stelle eines Rabbiners mit dem Jahi esgehalte von 800 fl., freier Wohnung und sonstigen üblichen Nebenemolumenten zur Besetzung Derselbe hat auch den Religionsunterricht an der öffentlichen Volks- und Bürgerschule zn ertheilen. Bewerber um diese Stelle müssen österreichische Staatsbürger sein und haben ihre mit dem Nachweise ihrer theologischen Bildung und akademischen Grades belegten Gesuche bis Ende April a. c. an den gefertigten Cultus Vorstand einzusenden. Reisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. M.-Kromau, im Februar 1893. Der Cultus-Vorsteher: Leopold Kaufmann. nDß *?l£? 1L>2 p' SAMUEL GLÜCK in Bacs Almos (Ungarn) liefert echten Naturwein, Schiller und Weiss, per Nachnahme: 56 Liter mit fl. 19.— 110 „ n n 34. franco Gebinde und franco Bahnstation Bacs Almös. Gesammt- Quantum 100 Hektoliter, bei dessen Abnahme besonderer Nachlass. Heehscherbrief des Ortsrabbinates. en gros en detail Erste Wiener ms» Bäckerei von M. Schreiber Wien, II., Antonsgasse 1 rVUSÖ bester Qualität. strengste rituelle Aufsicht. Billigste Preise. Für Wiederverkäufer und Gemeinden Rabatt. Auch sind HTW HÖDÖ JVfitö’ zu haben. 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