Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 9 (1892)
- Issue
- 48 (25.11.1892)
- Date
- 1892-11-25
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 874 Orsterreichifche Wochenschrift Nr. 48 ft$r Abgeordneter antisemitisch geworden, traten die antisemitischen Hetzer noch kühner hervor. Die Juden zitterten vor einer Catastrophe. Sie beschlossen, eine Deputation zu ihrem Abgeordneten nach der Hauptstadt zu senden und seine Intervention zu erbitten. An der Spitze dieser fünfgliedrigen Deputation stand Jacob. Er hatte sich durch die Empfehlung Gyula's bloßaestellt und wollte nun auch die Sache seiner Glaubensgenossen führen. Er hoffte, seinen Freund den Anttsemiten im Reichs- ' tage abwendig zu machen und ihn zu bewegen, den konfessionellen Frieden in seiner Heimat durch seine persönliche Jnterventton wieder herzustellen. Jacob und die anderen vier seiner Glaubensgenoffen waren nach der Hauptstadt gekommen. Gyula, wahrscheinlich von der Ankunft und der Absicht dieser Deputation unterrichtet, ließ sich nicht sehen. Er stand des Morgens spät auf und empfing keine Besuche, dann ging er in die Sitzung in's Parlament oder in den Club, oder er hatte geheime Sitzungen mit Freunden, Besprechungen mit Zeitungsredacteuren, kurz, es war unmöglich, eine Audienz von chm zu erlangen. Fand der Vielgeplagte doch kaum Zeit zu frühstücken, zu Mittag zu speisen, mit seiner Gemahlin auSzugehen, das Theater zu besuchen und so weiter! Drei Tage lang machten die fünf Mitglieder der Deputation Jagd auf ihr Wild, ohne es aufftöbern zu können. Weil chr Geldvorrath zusehends ans die Neige ging , so kamen sie schließlich überein, daß die vier von ihnen in die Heimat zurückkehren uud daß Jacob, als der einzige, der eigentlich bei dem Abgeordneten etwas auszurichten vermöchte, in der Hauptstadt bleiben sollte, um die Angelegenheit zu Ende zu führen. Aber auch Jacob allein hatte kein Glück und verbrachte drei fernere Tage mit fruchtlosen Bemühungen, Gyula vor Augen zu bekommen. (Schluß folgt.) Wochenkalender. Aislev. 5653. — November-December 1892. 6 Freitag 35 Wajeze E. d. N. 4h 49 8« 7 Samstag 26 8 Sonntag 37 9 MoMag 28 10 Dienstag 29 11 Mittwoch 30 12 Donnerstag 1 13 Freitag 2 IIU1 Für Bräute! Als leistungsfähigste, altrenommirte, anerkannt solideste Firma für MÖBEL Wohnnngs - Einrichtungen empfiehlt sich die Möbelfabrik Heinrich Bäck vormals A. BREZINA’S Nachfolger Wien, VII. Bezirk, Mariahilferstrasse Nr. 74a vis-ä-vis Hotel Kammer und englischer Hof. Erlaube mir auf meine zur Besichtigung aufgestellten, praktisch eingerichteten Zimmer-Interieurs welche stets das Neueste im Barok- und ßeinaissancestyl enthalten, besonders aufmerksam zu machen. Uebernahme sämmtiicher Tapezierer- und Decorationsarbeite, sowie Vorzimmer und. Küchenmöbel. Kosten Voranschläge gratis. Primaßeferenzen über bereits gelieferte Ausstattungen nach allen Theilen der Monarchie stehen zur Verfügung. Auf zum Glück! 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In seinem Werke, „Schlammbad Pöstyan (Wien 1888 bei Wilhelm Braunmüller) sind Ort und Zahl genau so angegeben. Dem Manne sind die Archive der Familie Erdody, bei der er seil langer Zeit angestellt, zugänglich, und dort ist das Richtige zu finden. Uebrigens bin ich in jener Gegend aufgewachsen und weiß von Kindheit auf, daß man die Geschichte der Elisabeth Bathony an Schloß Csejthe knüpft. Die slavische Bevölkerung von Csejthe Wischna und anderer in der Nähe liegender Ortschaften erzählt die Geschichte in dieser Form. Hier dürfte wohl in Brockhaus etwas richtiazu« stelle» sein. Bestens empfohlen wird Josef Saphier, Clavierstinimer seit 1879 Wien III, Badetzkystrasse Nr. 7. AELTESTE HP2 Selchfleischwaaren-Fabrik um von S. bÖ 1. Bei., Adlergasse 8. WIEN 1. Bei., Freu Josef-Qnal 5. 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