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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1892-11-04 · 45 (4.11.1892) · page 18

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
9 (1892)
Issue
45 (4.11.1892)
Date
1892-11-04
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 818 Orstererchifche Wochenschrift Nr. 45 Ein leise unterdrücktes Schluchzen schreckte ihn empor. Er sprang auf. „Du weinst?" fragte er. Sie beugte das Haupt noch tiefer auf die Brust und ihre Thränen strömten unaufhaltsam hervor. „Weine nicht, Anna," sagte er, „das ertrag ich nicht." „Und warum weinst Du denn? das muß ich wissen." „Ueber Dich!", stieß sie mühsam heraus. „Ueber mich? Welchen Grund hast Du, über mich zu weinen?" „Dein selbstquälerisches Leben zeigt, daß Du leidest, und ich kann Dir nicht helfen!" „Nein, Du kannst mir nicht helfen, armes Kind", wiederholte er schmerzlich. „Aber wer denn, Salo?" „Niemand, nur ich selbst, wenn ich mein Menschthum tobte, mein Herz ersterben laste." „Und Du tödtest aber mit Deinem Leiden auch mich, Salo!" „Gutes Kind," sagte er weich, „Dü sollst aufhören, mich leiden zu sehen." „Was hast Du vor?" fragte sie erschrocken. „Ich werde wieder fortreisen," sagte er. Sie konnte es nicht fasten. „Und warum denn, wir lieben Dich ja so sehr." „Gerade deswegen muß ich fort." „Und ich möchte Dich so gerne hier behalten," rief sie und ein unbekanntes Weh durchzitterte ihr Herz. „Halt mich nicht zurück", sagte er tieftraurig, „glaube mir, es ist bester für uns Alle, daß ich gehe." „Wann denkst Du fortzugehen?" fragte der Onkel, der inzwischen von einer Ahnung getrieben, daß die jungen Leute beisammen seien, in Salo's Zimmer eingetreten war und mit einem Blick die Lage überschaut hatte, in der die Beiden sich befanden, aber that, als hätte er nichts gesehen. „O sehr bald, morgen schon", erwiederte Salo. Der Onkel lenkte absichtlich das Gespräch auf andere Dinge und er und Anna verließen bald das Zimmer. (Fortsetzung folgt.) Wochenkralendrr. Cheschwan 5653. — November 1892. 14 Freitag!! 4' Wajere Eintritt der Nacht 15 Samstag 1 5 um 5h H.8m. 16 Sonntag i 6 17 Montag! 7 Fasten-Scheni 18 Dienstag 8 19! Mittivoch 9 20; Donnerstag 10 121 i 1 Freitag 1 11 Gmgejsenäet. Beispiel Nr. 54 (keine Tontine). Eine Verzinsung mit 41/1« Zinseszinsen sämmtlicher eingezahlten Prämien nnd ausserdem steigeude Versicherung bis auf den dreifachen Betrag im Laufe von 45 Jahren gewährte die Pulizze Nr. 3511 Moses C. Yonglove in Cleveland, Ohio. Ausgestellt 1847 auf Doll. 5.000 Ausgezahlt 1802 mit „ 15,000 Alter: 35 Jahre Jahresprämie: Doll. 137.50. „The Mutual“ die grösste nnd reichste Versicherungs-Gesellschaft der Welt. Garantiefonds am 31. December 1891: 826% Millionen Francs Generai-Direction für Oesterreich: Vien, I., Lobkowitzplatz 1. Der Gefertigte spricht im Namen der Oultusgemeinde Waidhofen a. d. Thaya dem bekannten Wohlthäter Herrn Lazar Stukhart aus Zlabings für seine hochherzige Spende von fl. 200 ö. W. zur Gründung einer Chewra Kadischa und eines Armen- Vereines, den besten DANK aus. — Genannter Herr scheint es sich zur Lebensaufgabe zu machen, Neugründungen humanitärer Institutionen zu fördern, und bestehende zu unterstützen, weshalb ich in Anerkennung dessen mit besonderem Vergnügen unseren Dank öffentlich ausspreche. Möge für solches Wirken, wofür menschlicher Dank nicht genügen kann, der Gotteslohn in verdientem Maasse dem Edlen werden! Waidhofen a_ d. Thaya, am 30. October 1892. Der provisorische Vorstand D. Fürst. Ip. M» Rosal.Wolfsclie Krantemmterstfilzünp-Stiftnog. Am 30. December d. J. gelangen die halbjährigen Interessen der obigen Stiftung au arme hilfsbedürftige Kranke der hiesigen isr. Cultu3gemeinde zur Vertheilung. Die Bewerber haben ihre mit dem Mittellosigkeits- und Krankheits-Zeugnisse belegten Gesuche in der Kanzlei der hiesigen israel. Oultusgemeinde (I., Seitenstettengasse 4, II. Stock) bis 30. November 1892 zu überreichen. WIEN, 1. November 1892. Das Kuratorium der Ignaz u. Rosalie Wolf’sehen Krankenunterstützungs - Stiftung. GESUCHSBLANQUETTE sind im Secretariate I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr unentgeltlich zu beheben. CONCURS. In der israel. Oultusgemeinde Misilitz ist die Stelle eines Rabbiners Predigers, der auch den Religionsunterricht an der israel. Volksschule zu ertheilen hat, zu besetzen. Jahresgehalt 1000 fl. ö. W. freie Wohnung und das übliche Nebeneinkommen. Bewerber um diese Stelle wollen ihre Gesuche, versehen mit Geburtsschein und den laut Gesetz vom 21. März 1890, R.-G.-Bl. Nr. 57, §§ 10 und 11 erforderlichen Zeugnissen, bis längstens 15. December d. J. an den gefertigten Vorstand einsenden. Reisekosten werden nur dem Acceptirten ersetzt. Misslitz, am 25. October 1892. Für die Oultusgemeinde: Der Vorsteher Josef Hauser. Bestens empfohlen wird Josef Saphier, Klavierstimmer seit 1879' Wien III, Radetzkystrasse Nr. 7. J. F. Rumpel Tänzer der k. k. Hofoper ANZ-INSTITUT WIEN II., Rothe Sterngasse Nr. 25. mr Möbel für Landwohnungen, Hotels, Villenbesitzer und Brautleute in reicher Auswahl sehr billig bei J. SPIRA, VII., Bez., Siebensterngasse Nr. 14, auch I. Bez., Schwertgasse 3, Ecke Wipplingerstrasse, Complete Wohnungs-Einrichtungen, bedeutend besser gearbeitet als die allenthalben angekündigten, zu fl. 75, 85, 100 und 120, bestehend aus 2 Kästen, 2 Betten, 1 Waschkasten, 1 Nachtkastel. 1 Tisch, 4 Sessel, 1 Ruhebett, 1 Spiegel, 1 Spucknapf, 2 Carnissen. Alles trocken und nusspoürt Reiche Auswahl in altdeutschen Speisezimmern, amerik.nNuss, fl. 180, Schlafzimmer complet fl. 190 und aufwärts. Pro rinz-Aufträge prompt. Preis-Couraut gratis.

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