Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 9 (1892)
- Issue
- 44 (28.10.1892)
- Date
- 1892-10-28
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 44 Oester rrichifche Wochenschrift Seite 799 glucks einen zerknirschten und beschämten Judenfreund, der das frühere unwürdige Benehmen reuig einsehend, seine Gesinnungen in ihr gerades Gegentheil ändert, Der Verfasser hat hier mit glücklichem Gri^e eine bekannte französische Anecdote, die erst jüngst durch die Blätter lief, als Grundlage benützt, und seinen poetischen und polemischen Zwecken nutzbar gemacht. Sie bildet aber nur das Gerüste, an dem sich seine freie Erfindung fröhlich in die Höhe und Breite rankt. Die beiden Geschichten können unseren Familien als eine gesunde Lectüre, religiös-sittlich im besten Sinne, empfohlen werden. In echt jüdischem Geiste verfaßt, in warmfühliger Weise Nachdruck auf Familiensinn, Rechtlichkeitsgefühl und Liebe zum Nächsten legend, werden sie sich gewiß viele Leser und Freunde erwerben. Das Buch ist vom Verleger ansprechend ausgestattet. Th. b\ WochrnKalender. Cheschwan 5653. — October-November 1892 7 Freitag 28 Lech-Lecha um 10*» 3l*8m Abends. 8 Samstag 29 Eintritt der Nacht! 9 Sonntag 30 um 5& 21 3°» i 10 Montag 31 Fasten-Scheni! 11 Dienstag 1 12 Mittwoch 2 | 13 Donnerstag 3 Fasten Chamischi j 14 Freitag 4 1 | i Kundmachung. ad M.-Z. 174.865 XII. ex 1892. Vom Magistrate der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien wird hiemit bekannt gemacht, daß am 6. F e b r u a r 1893 die fälligen Interessen der Adolf Ignaz Mautner Ritter von Markhof'schen Stiftung für Wiener Waisenknaben und der Julie Marcelline Mautner von Markhof'schen Stiftung für Wiener Waisenmädchen im Betrage von 2520 fl. für jede Stiftung, nach Abrechnung der Jnsertions- und Druckkvsten, zur Vertheilung gelangen werden. Laut des Stiftbriefes der Adolf Ignaz Mautner, Ritter von Markhof'schen Stiftung für Wiener Waisenknaben sind zur Bewerbung um diese Stiftung alle jene armen Waisenknaben berufen, welche in Wien heimatberechtigt sind, ob selbe in oder außer Waisenanstalten sich befinden, und in dem A l t e r v o n 12 b is 16 Jahren stehen. Zur Bewerbung um die Julie Mautner von Markhof'sche Waisenstiftung zur Ausstattung von Wiener Waisenmädchen sind laut des Stiftbriefes alle jene armen Waisenmädchen berufen, welche in Wien heimatberechtigt sind, ob selbe in oder außer Waisenanstalten sich befinden, und in dem Aller von 10 b i s 14 Jahren stehen. Nach den stiftbrieflichen Bestimmungen sind die Stistungsinteressen zu gleichen Theilen, und zwar mit je 310 fl. an acht, die obigen Eigenschaften besitzenden Waisenknaben und an acht stiftbrieflich geeignete Waisenmädchen zu verleihen, von denen vier Waisenknaben und vier Waisenmädchen der katholischen Religion, zwei Waisenknaben und zwei Waisenmädchen der evangelischen Religion A. C. oder H. C. und zwei Waisenknaben und zwei Waisinmädchen der israelitischen Religion anzugehören haben. Die Bestimmung jener 8 Waisenknaben und jener 8 Waisenmädchen, welchen ein Stiftungsbetrag zuzuwenden ist, erfolgt durch das Los in der durch die Stiftbriefe für die Verlosung festgesetzten Weise. Außerdem gelangerr noch zwei aus dieser Stiftung herrührende, zur Vertheilung verfügbare Sparcassabücher mit der Einlage von 310 fl. sammt den seit 1889, beziehungsweise 1892, aufgelaufenen Interessen an einen katholischen und einen israelitischen Knaben unter denselben Bedingungen zur Persolvirung. Es können sohin im Ganzen 8 Mädchen und 10 Knaben.mit Stiitungsbeträgen betheilt werden. Den Waisenknaben oder Waisenmädchen, welchen ein Stiftungsbetrag zufällt, wird dieser Betrag nicht sofort ausbezahlt, sondern es wird derselbe fruclificirt nnd nach Maßgab: der diesfälligen Bestimmungen der Stiftbriefe zum Beginne eines Gewerbes, Fortsetzung der Studien (als Stipendium), bei Mädchen bei der Verehelichung nach vollendetem 18. Lebensjahre, ausgefolgt. Mütter, Bormünder oder Pflegeparteien, welche für die in ihrer Obsorge befindlichen Waisen um einen Stiftungsbetrag aus einer dieser beiden Stiftungen bittlich werden wollen, haben ihre Gesuche mit dem Tauf- (Geburts)-scheine, Jmpfzettel der Waisen, einem Nachweise über deren Heimatberechtigung in Wien, dem Todtenscheine der Eltern oder des Vaters der Waisen und endlich mit den Schulfortgangszeugniffen (Jahreszeugnissen oder Schulnachrichten) oder den Zeugnissen über deren Fortgang in einer Berufsbildung zu belegen und bis längstens 20. November 1892 im Einreichungsprotocolle des Wiener Magistrates zu überreichen. Auf verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Vom Wirneq Magistrale WilN, am 10. Oktober 1892. J. R ix in p e l Tänzer der k. k. Hofoper ANZ-INSTITUT WIEN II., Rothe Sterngasse Nr. 25. Möbel für Landwohnungen, Kötels, Villenbesitzer und Brautleute in reicher Auswahl sehr billig bei J. SPIRA, YII. Bez., Siebensterngasse Nr. 14, ** auch I. 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