Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 9 (1892)
- Issue
- 42 (14.10.1892)
- Date
- 1892-10-14
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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VrstrrretLhtschr Wochrnfchrlfl. Nr. 43 Seite 762 Vom Vorotanäe cker isr. Cultusgemein de Z. 2744. Kundmachung. Der Unterricht an der hebräischen Sprach- und Bibelschule beginnt Sonntag, den 2. October 1892. Die Einschreibungen finden jeden Sonntag im Tempelgebäude II., Tempelgasse Nr. 3 (kleiner Betsaal) statt. Wien, 28. September 1892. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Z. 2745. Kundmachung. Bibelscliule, ßembrandtslrasse. Der Unterricht beginnt Sonntag, den 2. October 1892. Einschreibungen werden an diesem Tage in der Zeit von 6 bis 12 Uhr Vormittags, Mittwoch, den 5. October von 2 bis 4 Uhr Nachmittags und an jedem darauffolgenden Sonntag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr Vormittags im Bethauslocale „Achdus-Israel“, II. Rembrandtstrasse 32 entgegengenommen. Wien, 28. September 1892. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Dr. Ignaz Lemberger’sclie Heirats - Ausstattung-Stiftung für ein armes verwaistes Mädchen. Der Vorstand der hiesigen israelit. Cultusgemeinde bringt zur Kenntniss, dass die Zinsen der genannten Stiftung ä fl. 150.— an ein armes verwaistes Mädchen der Wiener israelitischen Cultusgemeinde, das sich zu verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem G e b u r t s-, einem Armuths- und Sitten-Zeugnisse, dem Nachweise ihrer Zuständigkeit nach Wien und dass sie sich im Brautstande befinden, versehenen Gesuche bis Bl. October 1892 in der Kanzlei der Israel. Cultusgemeinde I., Seitenstetiengasse 4, 2. Stock einzureichen. Diejenigen Bewerberinnen, welche eine Verwandtschaft oder Schwägerschaft mit dem seligen Herrn Dr. Ignaz Lemberger nachzuweisen im Stande sind, gemessen den Vorzug. KUNDMACHUNG. Es sind die Zinsen der Fanni Jeitteles'schen Ausstattungs Stiftung im Betrage von fl. 294.— an eine arme, hier ansässige Braut israelitischer Religion für das Jahr 1893 zu vergeben. Die Gesuche, belegt mit Geburts-, Sitten- und Mittellosigkeits- Zeugnissen, ferner mit dem Nachweis, dass die Bewerberin sich bereits im Brautstande befindet, sind bis spätestens Ende October 1892 in der Kanzlei der israelit. Cultusgemeinde in Wien, I., Seitenstettengasse 4, bei der Buchhaltung inden Amtsstunden von 9—12 IJhr Vorm, zu überreichen. Später einlangende Gesuche werden nicht berücksichtigt. Waisen sind bevorzugt. Wien, 1. October 1892. Die Curatoren der Fanni Jeitteles Stiftungen. Jonas Freiherr tob Königssarter’sck Stipendien (dr Theologen. Der Vorstand der Israel. Cultusgemeinde in Wien bringt hiermit zur Kenntniss, dass zwei Jonas Freiherr von Königswarter’sche Stipendien ä fl. 468 für Hörer jüdischer Theologie, welche österr.-. angar. Staatsangehörige sind, für das Schuljahr 1892.93 zur Verleihung kommen. Die diesfälligen Gesuche, sammt nachstehenden Beilagen: 1. Geburtsschein, 2. Maturitätszeugniss, 3. Immatriculationsschein, 4. Colloquienzeugnisse und 5. Zeugnisse über den dermaligen Betrieb theologischer Stadien sind in der Kanzlei der Israel. Cultusgemeinde Stadt, Seitenstettengasse 4, IL Stock) von 9—12 Uhr bis 31. October d. J. zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Rosalia Mintz’sche Witwen-Stiftung. Bei der hiesigen Israel. Cultusgemeinde werden die jährlichen Zinsen der obigen Stiftung, an vier arme Witwen jüdischer Religion zur Vertheilung gelangen. Die Bewerberinnen haben ihre diesfälligen, mit dem Nachweise ihrer Armuth und des Witwenstandes versehenen Gesuche bis Bl. October 1892 im Secretariate der israelit. Cultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4, 2, Stock zu überreichen. Stiftung der aufgelösten Abendbörse für Lehramts-Candidaten. Der Vorstand der hiesigen Israel. Cultusgemeinde bringt hiemit zur Kenntniss, dass die Zinsen ans der vom Gornitß der aufgelösten Abendbörse begründeten Lehramtscandidaten-Stiftung im Betrage von 46 fl. ö. W. an einen Lehramtscandidaten isral. Confession zu verleihen sind. Die Bewerber haben ihre mit einem Geburts-, Moralitäts¬ und Armuths-Zeugnisse, ferner mit Schulzeugnissen versehenen Gesuche, in der Kanzlei der israelit. Cultusgemeinde Stadt, Seitenstettengasse 4, 2. Stock, bis 31. October 1892 zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Lina Mosenthal’sche Stiftung für arme Wöchnerinnen. Vom Vorstande der hiesigen Israel. Cultusgemeinde wird hiemit zur Kenntniss gebracht, dass die Zinsen der obigen Stiftung für vier arme Wöchnerinnen der Wiener Israel. Cultusgemeinde im Betrage von je fl. 17.— zur Verleihung kommen. Bedingungen: 1) Das Kind muss ein ehelich erzeugtes, lebensfähiges Mädchen sein. 2) Die Eltern desselben sind verpflichtet, dem Kinde nach der bei dem sogenannten „Vorgänge“ der Wöchnerinnen üblichen Weise, an einem Sabbattage im Bethause der Cultusgemeinde den Namen »Lina« unter Hinzufügung der Worte: »Zum Andenken an die verewigte Frau Lina Mosenthal« ertheilen zu lassen. Die Bewerber haben ihre Gesuche in der Gemeindekanzlei Seitenstettengasse 4, 2. Stock einzureichen und zwar bis 31. October 1892. Dr. Jacob Goldentharsche Stiftung. Der Vorstand der hiesigen israel. Cultusgemeinde bringt zur Kenntniss, dass das Dr. Jacob Goldenthal’sche Stipendium ä 117 fl. für einen Studierenden Israel. Confession, der die k. k. philosophische Facultät in Wien besucht und sich dem RabbinatS- oder Lehrfache widmet, für das laufende Schuljahr zu verleihen ist. Bedingungen: 1. Der Candidat muss österr.-ungar. Staatsangehöriger sein; 2. Zeugnisse beilegen über: a) Moralität, b) Mittellosigkeit, c) seine Immatrikulation an der k. k. Universität in Wien, d) seinen fleissigen, von drei Herren Professoren bestätigten Besuch der Vorlesungen, e) Kenntnisse über hebräische und rabbinische Literatur. »In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage.« Die diesfälligen Gesuche sind in der Kanzlei 11., Seitenstettengasse 4, II. Stock) von 9—2 Uhr bis 31. October 1892 zu überreichen. M. L. Biedermann’sches Stipendium. Aus der obigen Stiftung, zur Unterstützung mehrerer hiesiger dürftiger isr. Knaben, vorzugsweise, wenn sie Waisen sind, während der Zeit, als solche die isr. (Jnterrichtsanstalt mit gutem Fortgange in Kenntnissen und Sittlichkeit und zur Zufriedenheit der Herren Schulvorsteher und Lehrer besuchen, dann wenn selbe nach Beendigung des Schulunterrichtes ein Handwerk erlernen, auch durch die Dauer ihrer Lehrzeit, gelangen ZWEI STIPENDIEN im Betrage ä 63 fl. ö. W. zur Verleihung. Die Bewerber um diese Stipendien haben ihre, mit den Schulzeugnissen — eventuell auch mit Nachweis ihrer Waisenschaft — belegten, von dem betreffenden Religionslehrer der Wiener Israel. Cultusgemeinde bezüglich der stiftbriefgemässen Würdigkeit begutachteten Gesuche bis 31. October 1892 im Secretariate der isr. Cultusgemeinde (I., Seitenstettengasse 4, II Stock) zu übenreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. WIEN, 1. October 1892. Der Vorstand der isr. Cultusgemeiude. GESUCHSBLANQUETTE sind im Seeretariat* I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr unentgeltlieh zu haben.