Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 9 (1892)
- Issue
- 30 (22.7.1892)
- Date
- 1892-07-22
- Page
- – (sequence 60)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3020846-3020900-3020930--01595-3025641- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
©rite 568 Deyrrrrichischr WochruschrM. 3h. 30 Publieationen der Israelitischen Cultusgemeinde. IM Klepetascb’scbe Heirats-Ansstattongs-Stiltiuig. Der Vorstand der hiesigen israel. Cultusgemeinde bringt zu- Kenntniss, dass die Zinsen der obigen Stiftung (fl. 97) für 81*010 verwaiste, Mädchen jüdischer Confession, die sich zu verehelichen, im Begriffe sind, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre mit einem Geburts-, einem Anwts- und einem SHtenzeugnisse, ferner dem Nachweis, dass sie verwaist sind und sich in Brautstande befinden, versehene Gesuche bis 3). Juli d. 1. in der Cultusgemeindekanzlei (L, Seitenstettengasse 4, TT. Stock) zu überreichen. Wien, am 1. Juli 1892. Der Vorstand] der israel. Cultusgemeinde Max Bitter ra Pfeiffer’scbes Stipendium für eines mittellosen Studirenden der Rechte israel. Confession, de« zweiten oder eines höheren Jahrganges an der k. k. Universität. Am 18. October 1892 gelangt das oben genannte von Herrn Josef M. Ritter von Pfeiffer königl. Würtemberg’scher Hofrath, zum Andenken an seihen verstorbenen Sohn Max errichtete Stipendium per fl. 205 ö. W. zur Verleihung und werden in Wien zuständige Bewerber in erster Linie berücksichtigt. Die Bewerber haben ihre Gesuche mit dem Nachweise, dass sie mosaischer Religion und mittellos sind, ferner dass sie ihren Studien an der rechtshistorischeti Facidtät der k. k. Wiener Universität als ordentlicher Horm* obliegen, eventuell mit dem Nachweise ihrer Zuständigkeit nach Wien, bis längstens 31. Juli 1892, in der Kanzlei der israelitischen Cultusgemeinde (L, Seitenstettengasse 4, II. Stock) einzubringen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Wien, am 1. Juli 1892. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde Therese Wertbeim’«116 Hoirats-AussUttimgs-Stiftimg. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde bringt zur Kenntniss, dass die Zinsen der obengenannten Stiftung ä fl. 168 an ein anaee mutterloses Mädchen der kiesigen israelitischen Cultusdas sich zu verehelichen im Begriffe ist, als Ausstattungsbeitrag zu verleihen sind. Die Bewerberinnen haben ihre, mit einem Geburts-, einem Anraths- und einem Littenzengnisse, ferner dem Nachweisse, dass sie sind und sich im Brautstände befinden versehenen Gesuche bis 31. Juli 1892, in der Kanzlei der Cultusgemeinde (Stadt, Seitenstettengasse 4, n. Stock im Secretariate) zu überreichen. Wien, am 1. Juli 1892. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde. finSffliliShlaiH|UBlte sind im Secretariate L, Seitenstettengasse 4, II. Stock, während der Amtsstunden von 9—10 Uhr unentgeltlich zu beheben. Andreas FeigMe Witsen-Stiftnng. COMCURS. In der israel. Congress-Gemeinde Eperies ist die Stelle eines 21^, der auch tüchtiger Vorbeter ^pTTl und T7TÖ» K*TO» m sein muss mit dem Jahresgehalten von 500 — 600 fl., das bei besonderer Tüchtigkeit noch gesteigert werden kann; nebst dem Erträgnisse der Schechita and üblichen Emolumenten am 1. September a. c. za besetzen. Bewerber um diesen Posten mögen mit den nöthigen Zeugnissen versehen, bis 15. Augast a. c. persönlich wegen Probevortrages beim Unterzeichneten Vorstande sich melden. Die Reisespesen jedoch werden nur dem Acceptirten zurückerstattet. Eperies, den 28. Juni 1892. Der yorstand. Aufruf. Die unserem Vaterlande zur Schande gereichende antisemitische Bewegung hat anläßlich des Knabenmordes in Xanten dazu geführt, daß die völlm unschuldige Familie Busch ho ff ein Jahr lang unter dem Verdacht des Mordes gestanden hat, daß sie an Freiheit und Eigenthum geschädigt wurde, und daß sie trotz völliger Wiederherstellung ihrer bürgerlichen Ehre ihre bisherige wirthschastliche Existenz vernichtet sieht. Das Mitgefühl mit der Lage dieser bedauernswerthen Opfer des Fanatismus und der antisemitischen Rohheit hat bereits in verschiedenen Städten Sammlungen hervorgerufen, um der Familie wenigstens für den erlittenen materiellen Schaden Ersatz zu leisten. Neben der Familie Buschhoff sind in Xanten aber auch noch andere Gewerbetreibende israelitischer Confession in Folge der anüsemittschen Hetze in wirthschastliche Bedrängniß gerathen. Es ist angeregt worden, diesen Geschädigten gleichfalls durch steiwillige Beiträge eine Unterstützung zu gewähren. Um allen diesen Bestrebungen einen einheitlichen Mittelpunkt zu geben, sind die Unterzeichneten zu einem Comite zusammengetreten. Wir wenden uns in erster Linie an die bewährte Opferwilligkeit unserer Berliner Mitbürger und 6itten~um Geldbeiträge, die im Einvernehmen mit den an anderen Orten gebildeten Comite's zunächst zur Unterstützung für die «eistgeschädigte Familie Buschhoff und in zweiter Reihe zur Unterstützung anderer geschädigter israelittscher Bewohner Xantens zur Verwendung kommen sollen. Das Bankhaus D elb rü ck, L eo u. Co., Mauerstr. 61/62, hat sich bereit erklärt, die einlaufenden Geldbeiträge entgegenzunehmen und darüber öffentlich zu quitttren. Berlin, den 19. Juli 1892. Reichstagsabgeordneter Dr. Th. Barth. Staötrath Borchardt. Georg v. Baasen. Chef-Redacteur Davidsohn. Reichstagsabaeordneter Eberty. Stadtv. Gericke. Professor Rudolf v. Gneist. Stadtv. Julias Herrmann. Reichstagsabgeordneter Dr. Horwitz. Chef-Redacteur A. Levysohn. Reichstagabgeordneter Dr. Alexander Meyer. Justizrath Meyer. Professor Theodor Mommse«. Rudolf Moste. Dr. S. Reumann. Reichsragsabgeordveter Schräder^ Chef-Redacteur Etephany. Dr. Stryck. Leopold Ullstein. Reichstagsabgeordneter Rudolf Birchow. ReichstagsabgeordneterBollrath. Fr. Bortmann. Stadtv. Weiß. Academie-Director v. Werner. Bürgermeister Zelle. Am 13. September 1892 gelangen bei der .hiesigen israel. Cultusgemeinde die jährlichen Zinsen der obigen Stiftung an acht arme Witwen jüdischer Religion zur Vertheilung. Die Bewerberinnen haben Ihre diesfalligen, mit dem Nachweise ihrer Anrath und des Witwenstandes versehenen Gesuche bis 31. lall 1892 im Secretariate der israel. Cultusgemeinde (I.. Seitenstettengasse 4, IL Stock) zu überreichen. Arme Anverwandte der Stifterin Frau Aihalie Feigl, oder ihres Gatten Andreas Feigl werden in erster Linie berücksichtigt. Wien, -am i. Juli 1892. Der Vorstand der israel. Cultusgemeinde^ Important aux bourgeoises. Up hnmme, 34 ans, nunis, du raätier tapissier, parlant les langues frangaise, italienne, allemande et slave, desire se placercomme tapessier de maison oä administrateur de chateaii, Bonnes Beferences. — S’adresser a FExpedition de ce jonrnal. D- -VS» uchoruckerer-t VffllfcerchenfeldefsfrasselÄ. ,'v'^V, rUOi Herausgeber und verantw Redacteur Dr. I. S. Bloch. — Druck von L. Beck. & Sohn, Wien, Vlli., Lerchenfeldersir. 46. Telefon (3288>