Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1892-04-15 · 16 (15.4.1892) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
9 (1892)
Issue
16 (15.4.1892)
Date
1892-04-15
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3020846-3020900-3020916--01300-3025332
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr 16 Destrrreichifchr Wochenschrift Seite 387 Hauptsächlich möge zur Charakterisirung dieses Buches — welches noch Gelegenheit bieten wird, wiederholt auf dasselbe zurückzukomrnen — noch eines bemerkt werden: Man bewegt sich bei der Lectüre desselben auf dem Boden der jüdischen Geschichte. Aus einer Brutstätte des Antisemitismus —nämlich aus Baden — ist ein Nemedium wissenschaftlicher Natur gegen denselben, in diesem Werke entstanden. In welcher Weise? — Die Erklärung hiefür möge sich der Leser aus dem Buche selbst holen. Es wird ja in demselben Jesaias als das höchste Evangelium der Bruderliebe und Menschenfreundlichkeit — als solches, das die Nächstenliebe nicht gradatim lehrt und stufenweise Unterschiede nicht kennt — unwiderleglich declarirt. M. D. Hatora Welialoschon. (Tie Thora und die Sprache.) Das unter dem angeführten Titel 4. Buch Moses (Barniddar) von Rudolf Fuchs ist soeben in verbesserter Auflage neu erschienen und nach wie vor im k. k. Schulbücherverlage zu haben. Im Berlage von I. Kaufmann in Frankfurt a. M. ist soeben eine Monographie über den berühmten Prager Tberrabbiner Rabbi Salamo Ephraim aus Leutschitza von Dr. M. Grünwald, Rabbiner in Jungbuuz'au erschienen. Diese Arbeit ist den Schwiegereltern des Autors, dem hochverdienten Oberrabbiuer Josef Weisse in Waagneustadtl und dessen würdigen Gattin Eharlotte geb. Donath gewidmet. _ Briefkasten. Ignatz Porlitz, Prag. Besten Dank. Jacob Blüh, Wissak. Derlei Anfragen wolle man stets an das zuständige Rabbinat richten. David Kreitner & Söhne, Hohenbrnck: Ihr Abonnement tvar am 30. Dezember v. I. zu Ende. Wochrnkalrnder. Wochen- April 1892 Nissan 5652 Kalender Freitag 15 18 2- „ Chol hamoed Samstag 16 19 3. „ rr!> Sonntag 17 20 4- „ 11 11 Montag 18 21 7. Tag des Pessach Dienstag 19 22 8. „ n tr Mittwoch 20 23 Donnerstag 21 24 Freitag 22 25 Wiener Bersicherungs-EiescUschaft. Unter Vorsitz des Berwaltungsraths-Prüsidenten Herrn Paul E. R. v. Schnelle r wurde Samstag, den 0. d. M. die (11.) ordentliche General-Versammlung der Wiener Versicherungs-Gesellschaft abgehalten. Der vom General- Director Herrn Sigmund Nyitrai pro 1891 erstattete Bericht des Vorstandes constatirt Eingangs mit Befriedigung, daß das geschäftliche Gesaunnt-Ergebniß des verflossenen Jahres, trotzdem aus dem Betriebe der Hagelversicherung ein erheblicher Verlust resultirte, als ein befriedigendes bezeichnet werden kann. In der F e u e r v e r s i ch evmi g s- B r a n ch e betrug die Prämieneinnahme 2-756 Millionen Gulden. Für- Schäden wurden ausbezahlt und reservirt 1-904 Mill. Gulden. Die frei von jeder Belastung vorgetragene P r ü m i e n r e s e r v e beträgt fl. 567.515 und hat sich von 33^ Percent auf 35-30 Percent der Jahresprämie für eigene Rechnung erhöht. Das Prämienschein-Portefeuille — das ist der Gesammtbetrag der in den künftigen Jahren füllig werdenden Prämien für bereits abgeschlossene Feuerversicherungen — belief sich mit Schluß des Jahres auf 4'962 Millionen Grrlden. Das Tran s p o r 1 v e rs i ch e run g s g e s ch ä f t weist an Brnttoprämie fl. 195.159, an Nettoprämie fl. 103.432 und an Schaden füreigene Rechnung fl. 65.258 aus. Jur H a g e l v e r s i ch e r u n g s- Geschäft waren bei einer Netto-Prämien-Einnahme von fl. 459.811 an Schäden für eigene Rechnung fl. 499.601 zu vergüten. Nach Ertheilung des Absolutoriums wurde beschlossen, von dem pro 1891 erzielten Reingewinne per fl. 149.237 nach Abschlag der statutarischen Dotationen st. 100.000 als fiinfpercentige Dividende zu bezahlen, den Coupon Nr. 11 sohin mit fl. 10 und zwar vom 11. d M. ab zur Einlösung zu bringen und den sodann verbleibenden Rest von fl. 25.004 auf Rechnung des laufenden Jahres vorzutragen. Zu der nun folgenden Vornahme der statutarischen Wahlen gibt der Vorsitzende bekannt, daß das langjährige Mitglied des Revisions-Ausschußes kais. Rath Hermann F l e s ch mit Tod abgegangen und die Herren Graf Geza B a t t h v a n y in Budapest und Alois Oliva in Prag auf ihre Stellen als Berwaltungsräthe resigirirt haben. In den Vertvaliungsrath wurde Baron Fedor N i c o l i c s und in den Revisionsausschuß §>cit Josef Harry Lukach neugcwählt. In der nach der General-Bersamnilung abgehalteiren BerwaltungSrathsfitzung wurde Baron Fedor N i c o l i c s zum Bicepräsidenten des Berwaltungsrathes gewühlt. Wiener Lebens- und Renten Bersichermigsanstalt. In der Lamstag, den 9. d. M., unter Vorsitz . des Verwaltungsratbspräsibenteii Herrn Paul E. R. v. S ch o e l l e r abgehaltenen (1«>.) ordentlichen Generalversammlung der Wiener Lebens- und Renten-Versicherungsanstalt waren durch 27 Aktionäre 1129 Aktien mit 83 Stimmen vertreten. Der die Betriebsrechuung und Bilanz einleitende Rechenschaftsbericht des Vorstandes constatirt pro 1891 einen reinen Geschäftszuwachs von 2.^,7 Mill. Gulden Capital und sl. 3077 Rente und einen Bersicherungssland zum Jahresschluß von netto 13.054 Polizzen über 27.,,:,., Mill. Gulden Capital und sl. 21.585 Rente. Die Mortalität ist günstig verlaufen und um fl. 15.981 Himer der erwartungsmäßigen Sterblichkeit zurückgeblieben. Das Bilanzkonto weist in den Bermögensanlageu eine namhafte Steigerung aus und hat sich das Austaltsvermögen gegen das Borjadr um fl. 602.748 erhöht. Tie Gewährte i st u n g s f 0 n d s beziffern sich aus 4..^,. Mill. Gulden und haben gegen das Jahr 1890 einen Zuwachs von sl. 617.132 erfahren. Die im laufenden Jahre zur Vertheilung gelangenden Gewinnantheile der Versicherten betragen 43 Percent der Jahresprämie. Tie Anträge über die V e r w e n d u n g d e s R e i n g e >v i n 11 e s von fl. 77.155 wurden genehmigt und wird demgemäß der Coupon Nr. Io von beute ab mit fl. 13, gleich 6H, Percent, eingelöst, während der nach den statutarischen Dotationen verbleibende Rest per f!. 949 auf neue Rechnung vorgetragen wird. Nach Ertheilung des Absolutoriums wurde zu den Wahlen geschritten und wurden in den Berwaltungsrath Baron Fedor N i c v l i c s, in den Vorstand der Geueraldirector Herr Sigmund Nhitrai und in den Revisionsausschuß Herr I. H. Lukach neugewählt. In der unmittelbar nach cer Generalversammlung abgehalteneu Berwaltungsraihssitzung wurde Baron Fedor N i e 0 l i c s zum Bicepründeiiteil gewählt. Oorieurs. Lei cler isrrcelilischen Lultusgemeincle Gr32 ist mitl.September a. c. die Stelle eines musikalisch gebildeten OberCantorS welcher auch die Befähigung haben muss, das Amt des Secretärs zu verwalten, mit dem Jahresgehalte von fl. 1200 ö. \V. nebst den üblichen Emolumenten zu besetzen. Bewerber um diesen Posten wollen ihre Offerte, mit Nachweis Über Befähigung, österreichische Staatsangehörigkeit, Alter, Familienstand und bisherige Thätigkeit, bis 1. Mai a, c. bei dem gefertigten Vorstande einbringen. Zu Probevorträgen werden nur hiezu Berufene zugelassen und Reisespesen nur dem Acceptirten vergütet. Graz im März 1892. Für den Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde: Der Präses Moriz Fürst Concurs Bei dem Cnltns-Verein Josefstadt-Jaromer ist die Stelle eines Vorbeters, der zugleich Koreh, Schoehet und Bodek sein muss, mit 1. Juli d. J. zu besetzen. Derselbe hat gleichzeitig den Religionsunterrieht zu ertheilen und die Befähigung hiefür nachznweisen. Bewerber müssen beider Landessprachen mächtig sein und haben ihre Gesuche, worin Alter und Familienstand genau angegeben sind, bis 1. Mai 1892 an den gefert. Vorstand einzusendeu. Mit dieser Stelle ist ein Gehalt von jährl. 400 fl nebst Nebenemolumenten verbunden. Reisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Für den israelitischen Cnltus-Verein: Eduard Wintemitz Josefstadt. Kundmachung. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Wien bringt hiemit zur Kenntniss, dass die israelitische Betgenossenschaft in Simmering sich freiwillig aufgelöst und das Genossenschaftsvermögen an den israelitischen Tempelverein für den XI. Bezirk übergeben hat. Wien, 1. April 1892. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Soeben erschienen! Von dem Rabbiner der israelitischen Cultusgemeinde in Baden ist soeben erschienen: Das prophetische Schriftthum. Exegetisch-kritische Stadien. I. Band. Jesaias. Wien 1892. Verlag von Osear Frank s Nachfolger. 4( Preis fl. 3 — ö. W.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.