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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1892-04-08 · 15 (8.4.1892) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
9 (1892)
Issue
15 (8.4.1892)
Date
1892-04-08
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr 15 Vrstrrrrtchtsche Wochenschrift. Seite 37 J Marie Daffinger’50119 Annen Stiftnng, Die Zinsen aus der Marie Daffinger'schen Stiftung für vitäP arme Familien der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde, für jede i im Betrage von fl. 23, kommen am Sterbetage des seligen Herrn J Sigmund Edlen v. Wertheimstein, am 23. Sivan, d. i. am 18. Juni i d. J. zur Vertheilung. i Die diesfalligen Gesuche sind bis 81. April 1892 in der 1 Kanzlei der israelitischen Cultusgemeinde, I. Seitenstettenjasse 4, 2. Stock in den Amststunden von 9 bis 12 Uhr zu überreichen. Anselm Freiherr'°° Rothschild’5911011 Waisenstifinng. Bei der obigen Stiftung für die k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien für israelitische Waisen sind 21 Plätze von je 100 fl. an solche Waisen, israelitischer Religion, zu vergeben, die in Wien zuständig sind, und von würdigen und armen Personen abstammen. In Gemässheit der stiftbrieflichen Bestimmungen werden von den zu betheilenden Waisen in erster Reihe solche bedacht werden, deren Väter entweder verarmte und nothleidende Kaufleute und Handelsgenossen, oder aber auch Künstler, d. h. Maler, Bildhauer, oder endlich Kunstgewerbe ausübende Handwerker waren. Andere Waisen, bei welchen -diese speciellen Verbindungen nicht eintreffen, sind dann unter übrigens gleichen Umständen in zweiter Reihe zu berücksichtigen. Die mit einem solchen Stiftung genusse zu betheilenden Waisen dürfen nicht weniger als sechs Jahre alt sein, und sollen zur Zeit ihrer Bewerbung auch nicht das achtzehnte Lebensjahr überschritten haben. Die im schulpflichtigen Alter stehenden müssen die Schule besuchen, tadellose Sitten -und mindestens einen guten Fortgang ausweisen. Stiftlinge, die in ihrem fünfzehnten Lebensjahre in den Genuss dieser Stiftung gelangen, können den Betrag per fl. 100, bei ausgezeichneter Verwendung und sehr guten Fortgang in ihren Aus bildungsstudien durch längstens drei aufeinander folgende Jahre ohne Unterbrechung beziehen, während die übrigen Bewerber den Stiftungsgenuss per fl. 100 in der Regel nur für ein Jahr erhalten. Gesuche, welche mit dem Zuständigkeitsausweise, dem Armuthszengnisse, dem Nachweise der Verwaisung, dem Geburtszeugnisse, eventuell mit den Schulzeugnissen des Bewerbers und bei Geltendmachung des Vorzugsrechtes mit den Nachweisungen über dasselbe, belegt sein müssen, sind bis 30. April d. J. in der Kanzlei der israelitischen Cultusgemeinde, I. Seitenstettengasse 4, um so sicherer zu überreichen, als auf später einlangende, oder nicht gehörig belegte Gesuche keine Rücksicht genommen werden könnte. Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde. Gesuchsblanquette sind im Secretariat I., Seitenstettengasse Nr. 4, II. Stock, während der Amtstunden von 9—12 Uhr unentgeltlich zu beheben. Coneurs. Bei der israelitischen Cultusgemeinde Graz ist mitl.September a. c. die Stelle eines musikalisch gebildeten ObercantOfS welcher auch die Befähigung haben muss, das Amt des Secretärs zu verwalten, mit dem Jahresgehalte von fl. 1200 ö. W. nebst den üblichen Emolumenten zu besetzen. Bewerber um diesen Posten wollen ihre Offerte, mit Nachweis Über Befähigung, österreichische Staatsangehörigkeit, Alter, Familienstand und bisherige Thätigkeit, bis 1. Mai a, c. bei dem gefertigten Vorstande einbringen. Zu Trobevorträgen werden nur hiezu Berufene zugelassen und Reisespesen nur dem Acceptirten vergütet. Graz im März 1892. Für den Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde: Der Präses Moriz Fürst. Coneurs. In Salzburg ist die Stelle eines Vorbeters, der zugleichKoreh, Schochet und Bodek sein muss, mit 15. Mai d. J. zu besetzen. Derselbe hat gleichzeitig den Religionsunterricht zu ertheilen und die Autorisation hiefür nachzuweisen. Mit dieser Stelle ist ein Gehalt von jährlich 500 fl., freies Quartier und Nebenemolumente verbunden. Reflectanten müssen ledigen Standes und österreichische Staatsbürger sein. Reisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Gesuche an den Vorstand Herrn Albert Pollak, k. u. k. Hof- Antiquar, Salzburg. __ Heirats - Antrag*. Ein jüdis her Gelehrter in Wien sucht für seine hübsche, gebildete und in jeder Hinsicht wohlerzogene Tochter einen Cultus-Beamten in fester Stellung Bewerber mit massigen Ansprüchen mögen ihre Anträge (bis 15. Mai) unter „tOW-W* jofe” an die Iöbl. Administration dieses Blattes senden. Photographie sehr erwünscht. Discretion verbürgt. .SfflfiffiSSSMfiS a Die seit dem Jahre 1846 am Wiener Platze befindliche, älteste Israel. 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