Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 9 (1892)
- Issue
- 10 (4.3.1892)
- Date
- 1892-03-04
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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~w Seite 17« Oeyrrrrichtsttzr Wortzrnfltzrist. Nr. 1ruhten sich so gut eS ging durch die Flucht zu retten. Einigen gelang cs, durch eine Hinterchür, ein Fenster im Hinterhause oder eine Dachluke zu entkommen. Der Besitzer des Hotels wurde festgenommen und des Rechtes, fernerhin in Riga wohnen zu dürfen, für verlustig erklärt. Die Thorarollen wurden consisc.rt und diejenigen Beter, welcher man habhast wurde, mit schweren Strafen belegt. Der Hotelier hat sich direct mit einer Beschwerde an den Czaren gewandt. (Ob er Antwort bekommen hat?) Ein Kanker russischer Handelsmann, Elias Rozetsky, wekher im District Vitebsk wohnte, kam jüngst hierher, um einen Arzt zu consuttiren. Dieser erklärte ihm, daß er einige Zeit in strenger ärztlicher Behandlung verbleiben müsse uitb gab ihm die beste Hoffnung für seine Wiedergenesung. Trotzdem seine Reise nach Riga nur den angegebenen Zweck hatte, vermerkte die Polizei auf der Rückseite seines Passes, daß er sofort Riga verlaffen müsse. Er besuchte hierauf seinen Arzt, welcher ihm sagte, daß sein Gesundheitszustand sein längeres Verbleiben unbedingt nöthig mache. Hieraus verlegte er sein Quartier in einen anderen Stadttheil, um die Cur fortzusetzen, aber auch hier hätte ihn die Polizei bald entdeckt. Er wurde arretirt und trotz seines gefährde.'en Gesundheitszustandes per Etappe nach dem Ansiedlungsrayon transportirt. Erst mußte er sich noch wegen fernes gesetzwidrigen Aufenthalts in Riga verantworten, wofür er mit zwei Monaten Gefängniß bestraft wurde. Da er die Rückreise zu Fuß machen mußte, ist sein Zustand hoffnungslos geworden. Neu-Seelaud. Nach den neuesten Census wohnen hier im Ganzen nur 450 Juden. Trotzdem hat die Colonie neun lüdische Gemeinden. PiibIMioneii der Israel. Cnltosgemeinde in ffien. Wolflsak Nassau’sciesKiinstlersti|)endiun). Der Vorstand der isr. Cultusgemeinde in Wien bringt hiermit zur Eenntniss, dass bei derselben ein vom seligfn Herrn Wolf Isak Nassau gegründetes Kfinsller^tip» ndium jährlicher 42 fl. für einen Jüngling israelitischer Confession, der sich an der hiesigen k. k. Academie der bildenden Künste, der Architektur, der Bildhauerkunst, der Malerei oder der Kupferstecherkunst widmet, auf die Dana* der Studienzeit an dieser Academie längstens auf seehs Jahre zu verleihen ist. Bewerber um dieses Stipendium haben ihre mit 1. Geburts-, 2. Moraiitäts-, 3. Armuths- und 4. mit Schulzeugnissen versehenen Gesuche im Secretariate I , Seitenstettengasse 4, II. Stock bis Bl. März d. J. zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. ' Otto Cohn’sche Stiftung für mittellose, jüdische Realschüler. Die Ztnsen obiger Stiftung im Betrage von ö. W. fl. 210.— gelangen zu gleichen Theilen am 30. Mai d. J. an drei würdige, fleissige, jüdische Bealschüler zur Verleihung. Die Bewerber haben die mit dem Geburtsscheine, dem Nachweise ihrer Mittellosigkeit, dem letzten Studienzeugnisse und mit der Angabe, ob dieselben in dem Genüsse eines Stipendiums stehen, eventuell in welchem Betrage, versehene Gesuche bis längstens 31. März d. J. im Secretariate der israelitischen Cultusgemeinde I. Seitenstettengasse 4, H. Stock einzubringen, woselbst Gesuchsblanguette während der Amtstunden von 9—12 Uhr unentgeltlich zu beheben sind. . Wien, 1. März. 1892. Der Vorstand Freiherr Hermann von Todesco’sche Waisennnd Armenstiftung. Am 17. Juni d. J. gelangen 3 Stipendien ä fl. 250 und 5 Stipendien ä fl. 200 der obengenannten Stiftung für Wien geborene oder nach Wien zuständige, unter der Obhut des Vereines zur Unterstützung hilfsbedürftigen Waisen der Wiener israelitischen Cultusgemeinde stehende Waisen, welche sieh dem pädagogischen, technischen oder einem sonstigen wissenschaftlichen Berufe widmen, oder welche sieh überhaupt für einen selbstständigen Erwerbszweig ausbilden, auf zwei Jahre zur Verleihung. Die um einen solchen Stiftungsgenuss ansuchenden Waisen, müssen u. z: die männlichen das 14., die weibliehen das 16. Lebensjahr vollendet haben, und haben dieselben ihre mit: 1 dem Zuständigbeitsausweise; 2. einem legalen Amrathszeugnisse; 3. dem Nachweise der Verwaisung; 4. dem Geburtszeugnisse und 5. den Schulzeugnisses belegten Gesuche bis 31. März d. J. in der Kanzlei der Israelit. Cultusgemeinde I. Seitenstettengasse 4, II. Stock su überreichen. In dem Gesuche ist anzngeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage, Gesnchsblanquette sind im Secretariate I., Seitenstettengasse Nr. 4, IL Stock, während der Amt stunden von 9—12 Uhr unentgeltlich zn beheben. Wien, 1. März 1892. Der Vorstand der israelit. Cultusgemeinde I Treffer $ 5 Haupttreffer! T10®° | Reich 1 Treffer $ ausgestattete 3 Gull-, Silberuti EMi-MM & zn Gunsten des Synagogenbaues für den § polnisch-jüdischen Ritus in Wien. a| I, Haupttreffer: I Spende Sr. Majestät des Kaisers. H ein silbernes, reich verziertes Kaffee-Service. Lose ä l fl. sind zu babeu in der Lotterie -Kanzlei D II/3. Antonsgasse 3. |E - r+- rs ev A m 1000 Treffer * 1000 Treffer 5 Haupttreffer Ankündigung. Soeben ist der erste Theil von „Diwre Chachamim1*' (Sprüche der Weisen) aus der Feder des rühmlicbst bekannten hebräischen Schriftstellers und Gelehrten Herrn M. Weissmann Chajes im Selbstverläge des Verfassers, IL, Herminengasse 6, erschienen. Der Preis des ersten Bandes beträgt 1 fl. ö. W. — 1 Rubel — 2 Mark und im Abonnementswege fürs ganze Werk nur 3 fl. — 3 Rubel — 6 Mark. Wir empfehlen das Buch allen Freunden der hebräischen Literatur, sowie überhaupt allen, deren Herz für jüdische Interessen schlägt. der israelit. Cultusgemeinde. Bestens empfohlen wird Josef Saphier, Clavierstimmer in Wien seit 1879, III. Radetzkystrasse Nr. 7. T ah PP rin sehr anständ:ges gebildetes Fräulein, die h“Ill CI 111. Tochter eines Oberlehrers in Deutschland sucht einen Posten als Gouvernante. Sie spricht französisch, englisch und italienisch, ist in der deutschen Literatur sehr bewandert und auch des Clavieru.itenichtes mächtig. Vorzügliche Referenzen. Offerte erbittet man an die Adr. Med. Dr. Fachs, Districtsarzt in Partschendorf bei Stauding (Mähren).