Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 9 (1892)
- Issue
- 10 (4.3.1892)
- Date
- 1892-03-04
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr. 10 Vrstrrrrichifchr Wochenschrift. Sette m ES sind, um kurz zn sein, wahrhaft goldene Worte und Anregungen in Hülle und Fülle für Alt und Jung, Lehrer und Schüler, die in diesem Buche aufgespeichert liegen und es bedarf unserer Empfehlung nicht. Es ist ein Bedürfnis und wird nicht nur einen weiten und dankbaren Leserkreis, sondern auch Nacheiferer finden, welche dieses so actuell gewordene Feld der religiösen Erziehung weiter bebauen werden. Nachtrag zu den „Breslauer Synagogen-Grsängen" Herausgegeben von Moritz Deutsch, Obercautor in Breslau. Besprechen von Obercautor Singermann in Troppau. Es giebt viele Cantoren in großen und kleinen Gemeinden, die nach neuen Cantor-Soli-Gesang, sowie nach schönen, leicht ausführbaren Gelegenheits-Chören, in deutscher und hebräischer Sprache bei-Trauungen und Beerdigungen u. s. w. ausblicken. Hier finden Sie, was sie suchen! Ter Meister des modernen Cantorats und der berühmte, leider soeben verstorbene Synagogen Componist,ObercantorD e u t s ch inBreslau, welcher vor 3 Jahren seinen 70. Geburtstag feierte,bereichertedieSynagogen-Mnsikdnrchdie Herausgabe oben angeführter Gesänge. Dieser Nachtrag dürste von besonderen Werth für Cantoren und Gemeinden sein, da derselbe den Bedürfnissen bei verschiedenen Anlässen entspricht! Der Nachtrag enthält 24 Nummern. Nr. 1 beginnt mit der allbekannten Ehanuka Melodie für Michomocho. Diese Bearbeitung unterscheidet sich von den anderen bis jetzt erschienenen, dadurch, daß der Zwischensatz Nal'chos cho hinzucomponirt ist und vom Chore bis l'olom woed gesungen wird. Die Bearbeitung ist eine vortreffliche, die Stimmführung sehr melodiös und ungezwungen und der kleine hinzucomponirte Satz bokea jom schmiegt sich angenehm der vorhergegangenen Melodie an. Nr. 2 3 und 4 enthalten drei recht wirkungsvolle, iu Choralform gehaltene Gemeindeticdcr für die drei Feste. Diese drei Lieder werden sich, zufolge ihrer angenehmen, leicht faßlichen Melodien, überall recht bald einbürgern. Wir möchten besonders d e n Cantoren und Gemeinden diese Lieder empfehlen, welche Gemeinde-Gesang einsnhren wollen Lieder, die die ganze Gemeinde, mit Unterstützung des Chores beziehw. der Orgel mitsingen soll! Ter gegenwärtige Zustand unseres modernen Gottesdienstes, kann und darf nicht länger so bleiben, wenn nicht der leider herrschende, Judifferentismus ncch mehr um sich greifen soll Der Tempelbesucher soll nicht wie in einem Concerthause dastehen, sondern er soll auch mitsingen, beziel.w. mitbeten! Dies streben oben angeführte Lieder an und tonnen daher nicht warm genug empfohlen dwerden! Nr. 5, 6 und 7, Keduseha in Gd. Diese schließen sich würdig den bis jetzt vom Autor compcnirten K’duschas an. Darunter ist auch eine dreistimmige K'duscha für Cantor, Sopran und Alt, welche den Cantoren der kleineren Gemeinden besonders sehr angenehm sein dürfte. —' Nr. 8, Nachtrag zu Nummer 60a der Br. Syn.-Gesänge, ist der Bearbeitung nach zwar sehr originell, besonders ist die Orgelbegleitung reichlich bedacht, jedoch will uns die Zerstückelung der alten, traditionellen Melodie nicht recht behagen! Eine der herrlichsten und imposantesten Compositionen, in diesem Nachtrage ist die Num. 10 „Ez chaim" in Dd. Gemeinden, denen ein großer, gut geschulter Chor zur Verfügung steht und in welchem Sinne für edle, künstlerisch vollendete Synagogenmusik herrscht, sollen sich die Aufführung dieses herrlichen Chores nicht entgehen lassen! Wie harmonisch schön weiß da der Componist jede einzelne Stimme zu führen und sie in die prächtige klangreiche Harmoniewirkung einzureihen! Beim Haschiwenu leitet der Chor zu einem innig, sehnsüchtig klingenden Fismoll ein; und wahrlich, wer auch den Ton dieses Chores nicht versteht, dem wird bei diesem so innigen und weichen Accordcn ein unaussprechliches, wehmüthiges Gefühl beschleichen und ihn gefangen halten, bis zum Schlüsse dieser herrlichen Composition! — Jetzt folgen einige Solo-Kednschas für die Feiertage in alter und moderner Weise, mit oder ohne Orgelbegleitung, welche in jeder Gemeinde, wo nur einigermaßen geschulter Chor vorhanden ist gut vorgetragen, von bester Wirkung sein würden. Es folgt nun: Adir adirenu, Hila-Gesänge, Michalkel chajim Trauungsgesänge, u. s. w. Alles in bekannter Trefflichkeit des hochgeschätzten Componisten gearbeitet. Von besonderer Bedeutung ist der Trauungschor: „Segne Allmächtiger," welcher schon vielfach mit sehr gutem Erfolge aufgeführt wurde. Die beiden letzten Chore: „Adonoj mo odom, „Alles Fleisch ist Gros" müssen wir besonders hervorheben, die der oben ausführlich besprochenen Nr. 10 würdig an die Seite gestellt werden können. Diese sind groß angelegt und von besonders ergreifender Wirkung. Die äußere Ausstattung dieses „Nachtrags" ist eine sehr gefällige, der Preis ein sehr geringer. (Broschirt 5 AK.) Wir können dieses Werk daher den Gemeinden sowie den Cantoren nur aufs Wärmste empfehlen. lürnster Antrag1. Ein jnnger selbstständiger Mann, Israelit mit Vermögen, nebstdem lebensversichert, wünscht sich eine häuslich gut erzogenes intelligentes Mädchen oder kinderlose Witwe, die ein gangbares Geschäft besitzt, an dem er sich beteiligen könnte, wird bevorzugt. Adresse: M. Rosenzweig, II. Bezirk, Lessinggasse 12. WvchenKalerrder. Wochen- Mär z 1892 Adar | 5652! 1 Freitag 4 6 Samstag 5 7 Sonntag 6 8 Montag 7 9 Dienstag 8 10 Mittwoch 9 11 Donnerstag 10 12 j Freitag 11 13 j- Kalender rrönn Danksagung. Lomnitz, den 23. Februar 1882. Anläßlich meines freudigen Familienerlebnisses sind mir so viele Beweise Herzlicher THeilnaHme von den meisten Amtsbrüdern Mährens, einigen Cultusgemeinden — aus Kanitz auch von der pclüischen Gemeinde — sowie von zahlreichen Gönnern, unter denen sich Herr Tr' Lud. Ang. Frankl v. Hochwardt befindet, der mich mit einem ebenso herzlichen wie gediegenen Gedichte beehrte, geliefert worden, daß es mir unmöglich ist. jedem besonders für seine Aufmerksamkeit zu danken. Indem ich dies öffenilich thne, bitte ich gleichzeitig um gütige Nachsicht. Dr. Simon Wolffsohn. Rabbiner. Coneurs. Der vacante Rabbinerposten in der hiesigen Coltusgemeinde ist mit dem fixen Gehalte von 1200 ü. nebst freier Wohnung und namhaften Emolumenten sogleich zn besetzen. Darauf Reflectirende müssen den academischfn Grad, die Autorisation als Rabbiner und Prediger documentarisch nachweisen und das Nationale (Geburtsschein und Familienstand) hemchlit ssen. Der 'Auznste!lende hat nebst den Functionen als Rabbiner und Prediger auch den Talmud zu unterrichten und an der hiesigen Volksschule den hebräischen Unterricht zu überwachen. Die diesbezüglichen Bewerber haben ihre Gesuche bis längstens 1. April 1892 beim hiesigen Gnltusvorstande einzubiingen. Reisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Isr. Gemeinde Nikolsburg, am 29. Februar 1892. ' ' " ' DER CULTUSVORSTAND & S * 5 X 6 X & * Die Möbel-Fabrik von Ignatz Krön kön. serb. und herzogl. oldenburg’scher Hoflieferant in Wien, I., Bäckerstrasse 1 empfiehlt ihr reich sortirtes Lager solider und styltet echter Tischlern. Tapezierer-Möbel für Hötels, Wohn- und Landhäuser unter schriftlicher Garantie. Grohrs Sortiment von Speise-, Schlaf- und Herrenzimmer Damen-Boudoirs und Salons stets vorräthig. Ulastrirte Preis-Courante gratis und fraueo. * * & An meine P. T. Kunden! 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