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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1892-02-12 · 7 (12.2.1892) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
9 (1892)
Issue
7 (12.2.1892)
Date
1892-02-12
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 7 Oeyrrrrichischr Wochenschrift Sette 123 „Er wird der Gnade Fittig lieb und mild, Auch über Dich, verlass'ne Waise breiten; D'rum Gott mit Dir! Er möge muthersüllt Zu rüst'ger That dmch's Leben Dich geleiten Und mache reich an Ehren Deinem Namen!'' Und bebend haucht des Knaben Lippe, „Amen!" Literatur. DsMÜsSHUMA leb fühle mich veranlasst dem Herrn DP. M. Löbl, I, Bauernmarkt, der mich während meiner lebensgefährlichen Krankheit mit wahrhaft aufopfernder Hingebung in der uneigennützigsten Weise behandelte, auf diesem Wege meinen innigsten und verbindlichsten Dank auszusprechen. -- Möge es dem edlen Menschenfreunde noch lange gegönnt sein, seine segensreiche Praxis zum Wohle der leidenden Menschheit ausüben zu können. Horotvlh, Dr. M., Rabbiner. Zur Abwehr. Ein Sendschreiben über zwei falschgedeutete Talmudstellen. Frankfurt a. M. I. Kau ff mann 1892. Vorliegendes Sendschreiben des gelehrten Rabbiners von Frankfurt a. M. behandelt zwei Talmudstelleu, welche der antisemitische Abgeordnete Liebermann von Sonnenberg nn deutschen Reichstag am 17. November v. I. aus den berüchtigten „Judenspiegel" des „Professor" Dr. Ecker und des „Professor Justus" in einer Rede zum Besten gab. Ueber diese beiden talmudifchen Autoritäten des antisemitischen Abgeordneten haben Wiener Gerichtsverhandlungen s. Z. interessante Enthüllungen gebracht, sie repräsentiren sich in den Akten des k. k. Wiener Landesgerichtes als zwei Lumpen, die einander vollständig werth sind. Allein der moralische Defect ihres Charcckters hat ihnen in den Augen der Antisemiten eine besondere Autorität verliehen, sie sind die Kronzeugen jener parlamentarischen Partei geworden, die sich aus verwandten Elementen zusammensetzt. Herr Liebermann von Sonnenberg hat aus den „Judenspiegel" zwei Stellen citirt, welche bei Gelegenheit des Prozesses Rohling-Bloch von den beeideten Sachverständigen genau geprüft und im Gutachten wörtlich übersetzt worden sind. Man findet darüber Ausführliches in der Schrift: „Zur Judenfrage nach den Acten des Prozesses Rohling-Bloch" von Dr. Josef Kopp Seite 77—79 und Seite 133—134. In den „Acten und Gutachten" sind beide Stellen im Urtexte vorgeführt. Das vorliegende Sendschreiben behandelt die übrigens sehr unschuldigen Grundierte mit besonderem Scharssinn. Es hätte aber der Schrift und der sachlichen Gründlichkeit keinen Eintrag gethan, wenn der gelehrte Verfasser dasjenige, was die beiden Sachverständigen im Prozesse Rohling-Bloch, nämlich Prof. Dr. Theodor Nöldeke und Dr. August Wünsche über diese behandelten Stellen gerichtlich ausgesagt haben, der Erwähnung für werth erachtet hätte. Der Umstand, daß unbefangene christliche Gelehrte über Vorschlag der Wiener Universität und der deutschen morgenländischen Gesellschaft vom Landesgerichte bestellte Sachverständige unter Eid über die fraglichen Texte bereits ausgesagt haben, durfte nicht mit Stillschweigen übergangen werden, denn dies zeigt, daß Herr Liebermann von Sonnenberg seine Lügen keineswegs bona fide vorgebracht, daß wir es somit nicht mit zwei falschgedeuteten r almudstellen, sondern mit bewußten Entstellungen zu thun haben. Briefkasten. Für die' aus Rußland vertriebenen Juden sind uns zugegangen. Von E. Gottlieb in Neurausnitz fl. 1.— Hoh enmauth; Für uns ungeeignet. Für die Witwe Lubinger von Adolf Grünbaum in Karlsbad st. 8.— Für den 105jährigen Greis sind uns zugekommen: Von M. Fleischmann, Rudolfsheim fl. 2.—, von Max Lilling, Deutsch - Brod fl. 1.—, von Carl Pollak, Wien, I. fl. 2.— Josef Berger, Wien. Es eristirt in Oesterreich kein Gesetz, welches Jemanden zu dieser Handlung zwingt, und ohne Ehaliza ist eine Wiederverehlichung der Witwe undenkbar. Wochrnkalrndrr. Wochen- Februar 1892 Theweth 5652 Kalender Freitag 12 14 Samstag 13 15 IV? SPS Sonntag 14 16 Montag 15 17 Dienstag 16 18 Mittwoch 17 19 Donnerstag 18 20 Freitag 19 21 (Niederösterrrichische Escompte-Gesellschaft.) Der Geschäftsgewinn des abgelaufenen Jahres stellt sich auf fl. 648.514 (-P fl. 25.488). Der Verwaltungsrath beantragt eine Dividende von fl. 31 oder 6 2 Percent gegen fl. 30 ---- 6 Percent im Vorjahre. Der B r utto-Ertrag ist im Jahre 1891 um fl. 81.628 gestiegen und haben alle Zweige der Bankthätigkeit — mit bloßer Ausnahme des Report- und Vorschußgeschästes — ein erhöhtes Erträgniß geliefert. Die Generalversammlung welche auf den 27. Februar einberufen ist, wird diesmal auch über mehrere vom Verwaltungsrathe beantragte Statuten-Aenderungen Beschluß zu fassen haben. Agnes Blti, IX., Seegasse 9. Ignaz und Rosalia Wolfsehe Krankenunterstütz ungs-Stiftung. Am 29. April d. J. gelangen die halbjährigen Interessen der obigen Stiftung an arme hilfsbedürftige Kranke der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde zur Vertheilung. Die Bewerber haben ihre mit dem Mittellosigkeits- und Krankheftszeugnisse belegten Gesuche in der Kanzlei der hiesigen israel- Cnltnsgemeiude (I., Seitenstettengasse 4, 2, Stock) bis 28. Februar 1892 zu überreichen. Wien 1. Februar 1892. Das Curatorium der Ignaz und Rosalia Wolfschen Krankenunterstatzungsstiftung. Concurs. Bei der israelitischen Cultusgemeinde in Trplitz, Böhmen, ist iu Folge Berufung des bisherigen Obercantors nach Frankfurt am Main, mit 1. Mai 1892, eventuell später die Stelle eines Obercantors mit dem Gehalte von 1300 fl. ö. W. nebst den üblichen Emolumenten zu besetzen. Bewerber um diesen Posten, welche das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre eigenhändig unterschriebenen Offerten (unter Beischluss der Photographie) mit Nachweis über Staatsangehörigkeit, Alter, Familienstand und musikalische Bildung, sowie den Nachweis über bisherige Thätigkeit bis längsten» 1. März 1892 bei dem Gefertigten einbringen. Reisespesen werden blos dem Acceptirten vergütet. Teplltz, im Feber 1892. Der C. G. Vorsteher: Dr. Oskar Willner. Ein staatlich geprüfter Religions- und Volksschullehrer tüchtiger Pädagog, choralisch gebildeter Cantor, Koreh und Schachet, gleichzeitig hochörtlich bestätigter Rabbiner mit dem Trauungsrechte, und gründlichem rabbinischem Wissen, sucht sofort, eventuell zum 1. April günstige Stellung. Gefällige Anträge unter „Lehrer und Cantor“ an die Administration dieses Blattes. Zwei Haupttreffer warfen fast gleichzeitig’ mit vonuns verkauften Losen gewonnen, u. zw. ft. 100.000 mit dem afaats-Wohlthätigkeits-Lose Nr. 238.050 in der Ziehung vom 29. Decemberv. J. and fl. 200.000 mit dem Wiener Communal-Lose Ser e 2309, Nr. 36 in der Ziehung vom 2. Jännf r d. .1. 45.000 Gulden zu gewinnen schon am 15. Februar mit einer Bodencredit-Promesse „ MERCUR1 Wechselstuben-Actiengesellscbaft Wien, Wollzeile 10

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