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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1892-01-15 · 3 (15.1.1892) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
9 (1892)
Issue
3 (15.1.1892)
Date
1892-01-15
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 3 Orsterrrichifchr WochrnfchE Seite KL Vom Vorstande der israelitischen Coitnsgemeinde. Ettel Goldschmidt’sche Stiftung für Mittelschulsehiiler. Vom Vorstände der hiesigen israelitischen Cnltnsgeuieinde wird hiein t zur Kenntniss gebracht, dass für das laufende Schuljahr drei E^tel Goldschmidt’sche Stipendien L KO fl. Oe.-Whrg. an Realschüler israelitischer Confession zu verleihen sind. Die Bewerber um diese Stipendien haben ihre Gesuche mit Zeugnissen über ausgezeichneten Studienfortgang und Mittellosigkeits-Zeugnisse zu versehen und bis 28. Februar d. J. in der Kanzlei (Secretariat der Israelin Cnltusgemeinde fl. Seitenstettengasse 4, II. Stockt zu überreichen. Vater- und mutterlose Knaben, ebenso Verwandte des Stifters Herrn Moriz Ritter von Goldschmidt oder siner Gattin Na nette geh. Landauer erhalten den Vorzug. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. Wien, 15. Jannar 1892. Der Vorstand der israel. Cnltusgemeinde. Gesuchsblanquette sind im Seeretariate I. Seitenstettengasse Nr. 4, II. Stock, während der Aratsstundeu von 9—12 Uhr unentgeltlich zn beheben. Für Blutarme und Reconvalescente empfiehlt die Tokayer W einhandlung Wien, II., Praterstrasse 13 ihre Tokay-Hegyalyer Original-Weine, chemisch unterincht und begutachtet von hervorragenden medloinlachen Capaoit&ten, so vom kgl. Kath und Primararzt Herrn Br Albert Györy von H&dadvar in Wien und vom Speeialist für Frauenkrankheiten Herrn Dr.Oarl Habit in Wien. eto. Speoialit&ten von Tischweinen. Sxomorodner Medicinalnnd Ansbrneh-Besaert-Weine, verkauf in S aschen »nd Gebinden. versandt gegen Nachnahme. Preisliste grctis und frauca, Glasw.iser Ausschank: Wien, II., Praterstrasse 13 „Lloydhof\ MWW>W>>W»>»>WW»W>W>WWW>WI Stutzflügel, Flügel, Pianinos and Harmoniums nen and überspielt, werden verkauft, ansgeliehen, gegen neue nmgetauscht, anch gegen Barzahlung gekauft; 200 Stück stets vorräthig. BERNHARD KOHN, davier-Fabrik, Wien, Himmelpfoxtgasse Nr. 20, im eigenen Hanse. —Preislisten gratis* ■ i Coneurs. Behuis provisorischer Besetzung der Stelle eines Seelsorgers und Religionslehrers für die israelitischen Sträflinge an den beiden in Lemberg befindlichen Strafanstalten mit dem Gehalte von 600 fl. jährlich, wird hiemit der Coneurs ausgeschrieben. l'ie Bewerber haben ihre gehörig belegten Gesuche, worin sie ihre rabbinische Bildung, sowie Kenutniss der deutschen und polnischen Sprache nachzuweisen haben, bis längstens 1. Februar 1892 beim Lemberger israelitischen Cultusvorstande einzubringeu. Die mit dem Amte eines Seelsorgers und Religionslebrers verbundenen Obliegenheiten werden über Verlangen den Bewerbern schriftlich mitgetheilt werden. Vom Vorstande der israelitischen Cnltusgemeinde. Lemberg, den 4. Jänner 1892. CONCURis! Für beit neuerbauten israelitischen Tempel im IX. Bezirke, (Müllergasse 21) gelangt die Stelle eines Predigers zur Besetzung. Bewerber wollen ihre Gesuche mit dem Geburtsscheine, dem Nachweise der ordnungsmäßig erlangten Doctorswürde sowie der Rabbinatsbefähigung und Angabe der Gehaltsansprüche bei dem g fertigten Vorstande längstens bis 15. Februar 1892 einbringen. In dem Gesuche, in welchem der Lebenslauf zu beschreiben und der Familienstand zu erwähnen ist, wolle der Bewerber die Erklärung abgeben, daß er eventuell zur Probepredigt bereit sei; die Reisespesen werden nur dem Acceptirten ersetzt. Wien, 10. December 1891. Der Vorstand des Bethausvereines im IX. Bezirke in Wien. uc^§ruckerei & VHI® erchenfeldersf rasse Ä. Bestens empfohlen wird Josef Saphir, Clavierslimmer Wien seit 1879, III. Badetzkystrasse Nr. 7. -= Verlag vor J. Kauffinan in Frankfurt a. M. =- In mebenyerlag erschien soeben: Die gottesdienstlichen Vorträge der Juden. Historisch entwickelt. Ein Beitrag' zur Alterthumskunde nnd biblischen Kritik, zur Literatur- und Religions- Geschichte von Br. Zunz, — Zweite nach dem Handexemplar des Verfassers berichtigte nnd mit einem Register vermehrte Auflage, in Aufträge der Zunz-Stiftnng 1 Krausgegeben von Br. H. Brüll, eleg. brochirt Freia IO Mrk. 50 Ff. Dieses Werk, dessen hohe Bedeutung von jüdischen wie christlichen Gelehrten des In- und Auslandes allgemein anerkannt ist, bedarf sicher keiner weiteren Anpreisung.. Der Keichthnm des darin beherrschten Materials wie die Schärfe und Sicherheit der Kritik, die Präzision und Klarheit in der Darstellung haben dem Buche auf dem Gebiet der wissenschatüich-historischen Forschung unbestritten den ersten Rang eingeräomt Kein Wunder, dass das Bach seit vielen Jahren volständig vergriffen ni d so selten und thener geworden ist, dass man zuletzt ein antiquarisches Exemplar mit 40 Mrk. bezahlte Dem sehnsU htigen Verlangen, welches viele nach dem Besitze eines Exemplares nicht befriedigen konnten, wird jetzt durch die ne> e Auflage, nach dem Handexemplar des Verfassers berichtigt und mit einem Register vermehrt, abgeholfen. Auf Hotxfrelnn feinen Papier, in schönster Ausstattung, 32 Bogen umfassend ist der Preis von 10 Mrk 50 Pf. als ein niedriger zn bezeichnen. Frankflirt a. M. F. kanftMW. Arten und Gutachten in dem Prvreste Rohling rontra Bloch. I. Bank. M. Breitenstein's Verlagsbuchhandlung, Wien» IX. Bezirk, Währingerstraste 5. Preis 3 A. Vorliegende publlcation ist keine Streitschrift, sondern will bko» jenen denkwürdigen proceß, der in der Zeit von 1883 bis Ende 1885 zwischen dem Herrn 5r. Aug. Rohling, ordentlicher öffentlicher Professor der Theologie an der k. k. Universitär in Prag nnd dem Herrn vr. Josef Bloch, Bezirksrabbiner in Floridsdorf und Reichs» rathsabgeordneter vor dem k. k. kandesgerichte in Strafsachen zn Mi«» geführt wurde, zur bleibenden Erinnerung actengemäß darstellen. Der unschützbare Merth dieser Publlcation besteht in der Miedergab« jener Gutachten, welche in diesem Proceffe von den hervorragendsten Vertretern der orientalischen Sprachwissenschaft und der Theologie über Veranlagung des Gerichtshofes erstattet wurden. Diese Gutachten, wie fie von Prof. Dr. Merx, proseffor der Theologie in Heidelberg, von Prof. Anüll, von Prof. Theodor Nöldetk« in Straßburg, vr. August Wünsche m Dresden and anderen Antoritlllen erstattet wurden» bilden ein« clasfische Darstellung der ganzen auf den Talmud nnd die gegen die Juden «hoben« Blutdeschuldiguug seit Jahrhunderten bezughabenden Literatur nnd eine glänzend», geradezu vernichtende Kritik all« dies« Anklagen und Angriffe. J» fachwiffeuschaftlich« Meise wird hi« diese verhüngnißvoü« Beschuldigung bi» auf ihr« letztem Beziehung«» geprüft, z«legt und für alle Zeiten »«nicht«. Venn je wieder dieses Märchen vorgebracht werden sollt», in diesem Merk« find« es «in« Widerlegung» de« gegenüb« selbst die Bosheit orrstmnmrn muß. Da» vorliegend» Merk hat bah« m alle Arche die fich mit dies« Zmg« und mit dem Arttiswuttismus übeehauWt beschöktigen, höchst« jutereG«.

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