Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 8 (1891)
- Issue
- 51 (25.12.1891)
- Date
- 1891-12-25
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 51 Oesternichifchr Wochenschrift. Seile -58; kannt waren, er schildert daS Treil en vor und hinter den Cculissen und charaktcrisirt die Hauptacteure — sowohl die bekannten, die aus offener Bühne agiren, als auch die im Verborgenen spielenden Kräfte — mit großer Lebenswahrheit und Naturtreue. Dieses überaus spannend geschriebene Werk bietet einen lehrreichen Beitrag zur Zeitgeschichte für Jeden, den die Zeit- und Streitfrage des Antisemitismus berührt,mag der Leser auf welchem Standpunkte immer stehen." Dieser Roman von allgemeinem Interesse erscheint in 12 bis 16 wöchentlichen Lieferungen — jede als separates Hest — die zusammen zwei stattliche Bände von 450 bis £00 Druckfesten bilden und im Buchhandel mindestens fl. 3.— ö. W. kosten weiden, während die Abonnenten der „Wiener Sonn- und Montags-Zeitung" dieses höchst interessante Werk als Gratis-Prämie erhalten. (Der vierteljährige Abonnements-Preis des genannten Wcckcnblattes beträgt nur fl. 1.— ö. W. Live colossale Versicherungs-Dividende- Beispiel Nr. 35. (Seiaa.e Tontine.) Auf Polizze Nr. 278,127, ansgestellt 1886, Versicherungsbetrag k0,000 Dollars, zahlte die grösste u. reichste Versicherungs-Gesellschaft der Welt. „The Mutual“ Garantiefonds 367*4 Millionen Gulden Oe. W. schon für die ersten 5 Jahre eine Dividende n der Höhe von Dollars 5278.45 fl. 13,196.12 Oe.W. Die .MUTUAL“ (gegründet 1842) ist eine wechselseitige Lebensversicherungs-Gesellschalt und werden demnach sämmtliche Gewinn-Uebei scliüsse zu Gunsten der Versicherten verwendet. General-Direction für Oesterreich: Wien, I. Lobkowitzplatz 1. Concurs. Bei der israelitischen Cultnsgemeinde in Boskowitz ist die Stelle eines Bezirksrabbiners lür die Cuitusgemeinden Boskowitz und Zwittau mit dein Amtsitze in Boskowitz zu besetzen. _ Mit diesem Posten ist ein Jahresgehalt von 800 fl. und 400 fl. für Ertheilung des Re igionsunterrichtes nebst freier Wohnung und üblichen Emolumenten verbunden. Die Functionen in der Cultnsgemeinde Zwittau werden separat honorirt. Bewerber wollen unter Nachweis der österreichischen Staatsbürgerschaft und der in der Verordnung des Ministers ltirCultusund Unterricht vom 30. Juni 1891 Z. 21707 ex 1890 erforderlichen allgemeinen Bildung ihre gehörig docmnentirten Gesuche bis längstens 16. Jänner 1892 bei der gefertigten Cultnsgemeinde einbringen. Isr. Cultnsgemeinde. Boskowitz, am 14. December 1891. (hneurs-Ausschreibung. Im Monat März kommt das fünfte Stipendium — vier Stipendien sind stiftbriefmässig bereits ohne Verlosung vertheilt — der Abraham l.eib Bach’schen 811.1 ung zur Ausheiratung armer jüdischer Mädchen, das ist die ganzjährigen Zinsen des Stiitungscapitales von fl. 12.000.— an ein armes jüdisches Mädchen zu vergeben. Nach den Bestimmungen des AbsatzesIV des Stiftbriefes dürfen auf dieses Stipendium nu» Mädeln n, diedas zurückgelegte 20. Lebensjahr nnd ihren moralischen Lebenswandel nachueisen können, Anspruch machen, und erhalten Verwandte des seeligen Abiaham Leib Bach oder dessen Ehegattin Taube Basis Bach, auch wenn diese nicht nach Lemberg zuständig sind in erster Linie, dann aber solche Mädchen, die nach Lernt» rg zuständig sind, den Vorzug. Bewerberinnen wollen daher ihre Gesucht* mit den nöthigen oberwähnten Nachweisen belegt, bis s]älest«H' 1. Mäiz 1892 bei der gefeitigten Veiwaltungs-Commissiou einzubringen, nach weichem Termin ein Gesuch nicht mehr berücksichtigt wird. Die Verwaltungs-Commission wird von den eingelanfenen Gesuchen 3 Namen wählen, nnd am 27. März 1892 in der grossen Lemberger vorstädtischen Synagoge zur Verlosung bringen. Die Verwaltungs-Commission der Abraham Leib Bacli’schen Stiftung zur Ausheiratung armer jüdischer Mädchen zu Händen des Herrn Mayer Bach Lemberg, Syxtnska Nr. 26. Akademischer Verein „KADHKAH“, Wien IX., Müllneigasae 13. Wien, Datum des Poststempels. P. T. Der akademische Verein rKadimah“ beehrt sich, Euer Wohlgeboren zu der am 26» December 1891 n den Saallocalitäten des Hotel ^Union . IX, Nnssdorferstrasse stattfindenden _ Makkabäer-Feier verbunden mit einem Tanz-Kränzchen geziemend einznladen. Die Mnsik besorgt die Capelle des k. o. k. Infanterie Regimentes Nr. 2. Das Reinerträgniss wird znr Unterstützung mittelloser ii di scher- Studirender vei wendet. Beginn präsise 8 Uhr. — Soiiäe- oder Balltoilette. Für die Vereinsleitung: Für das Comitö: Med. Drd. >ies. Werner Med. Drd. Albert Schwarz dz. Präses. Obmann. Preis einer Eintrittskartell. 1.50, einer Familiewkarte (für 4 Pers.) 5 fl Karten sind nur gegen Vorweisung der Einladung im Vereins-Locale: IX., Müllnergasse 13, täglich von 6—8 Uhr Abends und an der Cassa zu haben. In Anbetracht des wohlthätigen Zweckes haben ihre Mit* wiikung in freundlichster Weise zugesagt: Die Damen: FrL Amelie Ebner, Violin-Virtuosin; Frl. Bertha Stein, Mitglied des Theaters a. d. Wien. — Die Herren: J. Juffe, Cellist; E. K.»rnmo, Mitglied des Theaters i. <L Josefstadt; Ad. Weis?e, Mitglied des deutschen Volkstheaters. Die mit den zwei giössten goldenen Medail'en erster Classe nnd dem Gesellsehnfts-Orden der europäischen wissenschaftlichen Gesellschaft au-'gezeichneten, von ärztlichen Capacitäten untersuchten Pectoral- (Husten) Bonbons sind die besten nnd zugleich die Verdauung befördernden Mittel gegen Husten, Heiserkeit und Voisctdeimurg. Dieselben sind in allen Apotheken sowie grösseren Specereiand Drogaeshandlungen nnd beim Erzeuger JOSKF STKINKB Bäcker und Ccndilcr, Bien, II, Stefaniesimen 2. an haben. Man achte auf meine Schutzmarke. Bestens empfohlen wird Josef Saphir, Clavierstimmer in Wien seit 1879, III. Radetzkystrasse Nr. 7. wird ein tüchtiger Clavierspieler bestens GesellscMsabende M!4CH’1,Um' Acten und Gutachten in dem Procrste Rohling contra Bloch. l. Vanh. M. Brcittustcin's Verlagsduchhandlmta. Wien» IX. Bczirk» Währiugerstraße 5. Preis 3 kl. vorliegende publication ist keine Streitschrift, sondern will Mos jenen denkwürdigen proceß, der in der Zeit von 1883 bis Ende 1885 zwischen dem Herrn Vr. Uug. Rohling, ordentlicher öffentlicher Professor der Theologie an der k. k. Universitär in Prag und dem Herrn Vr. Joses Bloch, Bezirksrabbiner in Floridsdorf nnd Reichsrathsabgeordneter vor dem k. k. kandesgerlchte in Strafsachen zn Wien geführt wurde, zur bleibenden Erinnerung actengemäß darstellen. Der unschägbare Werth dieser publication besteht in der Wiedergabe jener Gutachten, welche in diesem proceffe von den hervorragendsten Vertretern der orten» tauschen Sprachwissenscba t und der Theologie über veranlaffnng des Gerichtshofes erstattet wurden. Diese Gutachten, wir st« von Pros. Dr. Merr. proseffor der Theologie in keidelberg, von Prof. Rnöll, von Prof. Eheodor Noldrckr in Straßburg, Dr. August Wünsche in Dresden und anderen Autoritäten erstattet wurden, bilden «in« claisische Darstellung der ganzen auf den Talmud und die gegen die Juden «haben« Blntbefcholdignng seit Jahrhunderten bezughabenden kiteramr nnd «ine glänzende» geradezu vernichtende Aritik all« dieser Anklagen und Angriffe. Jn fachtoiffen» schafrlicher Weise wird hi« diese verhängnißooUe Beschuldigung bis auf ihr» legt«, Beziehungen geprüft, z«legt nnd für all« Zeiten vernichtet, wenn je wiAer dieses Märchen vorgebracht werden sollte, in diesem Werk« findet es eine Widerlegung, d« gegenüber selbst di» Bosheit verstummen muß. Das oarliegend» Werk hat bah« fü» alle Areise di« sich mit dieser Frag» und mit dem Antisemitismus Überhaupt beschDf tigen, höchste» Jnwreff«.