Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 8 (1891)
- Issue
- 28 (17.7.1891)
- Date
- 1891-07-17
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 28 Hesteneichifche Wochenschrift Seite 517 Herr Baron! - Erlauben Sie gütigst, Herrn M., einen talentvollen deutschen Sänger, Ihrer hohen und mächtigen Protection zu empfehlen. Er beabsichtigt ein Concert zu geben, und Ihre weltbekannte Güte wird ihn in diesem Unternehmen gewiß unterstützen! es ist dies ja das schönste Vorrecht der Reichen. Meyer beer. Der Sänger begab sich mit diesem Briefe zu dem Börsenfürsten, der gerade beim Frühstück saß, und Jenen vor Allem bat, an demselben Theil zu nehmen. Dann las er den Brief des berühmten Componisten, nickte und über-, reichte Herrn M. ein Fünfhundert-Francsbillet als Beitrag zu den Kosten, wie er sagte. Dann schrieb er an Meyerbeer: Ich bin nur irdischer Baron, Sie ein Fürst der Harmonie. Ich bin Besitzer von mehreren Millionen, aber Sie sind doch reicher als ich, wie ich Ihnen beweisen werde. Lassen Sie ankündigen, daß Sie im Concerte Ihres Schützlings dirigiren und selbst eine neue Eomposition spielen würden. Das Unternehmen Ihres Schützlings wird alsdann mindestens 10,000 Frs. einbringen — 9500 Franken mehr, als ich gegeben habe. Sie sind also achtzehnmahl und noch etwas darüber reicher als ich. Rothschild. O, diese Finanzmänner! rief Meyerbeer aus, als er gelesen hatte. „Nun, wir wollen sehen, ob Herr von Rothschild Recht behält." Wenige Tage darauf fand das Concert statt. Meyerleer ° dirigirte das Orchester und der Tenorist sang Arien und Duette aus Meyerbeer's Opern. Die Einnahmen betrugen 9000 Franken. „Lieber Baron", sagte Meyerbeer am Schlüsse des Concertes zu Rothschild, „Sie hatten sich doch etwas getäuscht; die Einnahme betrug 1000 Franken weniger, als Sie meinten." Rothschild nahm sofort aus seiner Brieftasche ein Tausend-Francsbillet und gab es dem Componisten. „Sie irren", setzte er hinzu, „ich hatte meinen Platz zu bezahlen vergessen." Ärieskaste». Für die aus Rußland vertriebenen unglücklichen Glaubensbrüder sind uns zugekommen: Von Frl. Charlotte Kafka (Sammlung) in Breznitz fl. 8.25, von Minjam-Verein in Buchlowitz fl. 10. , von Herrn Adolf Reich in Buchlowitz fl. 5.—, Aronymus inBrüsau fl. 10.—. Ignaz Neumann, L. Rosenberg und A. M. Keller, Krakau. Wir bestätigen der Pränumerationsgebühr bis Ende December l. I. Flei8chmann, Tuln: An der Bestimmung des Gesetzes, daß als Vorsteher nur österreichische Staatsbürger gewählt werden dürfen, können keinerlei Statuten ändern. Zur Erlangung der österreichischen Staatszuhörigkeit sind wir bereit, behilflich zu sein. Tüchtiger Clavierstimmer, der rein und dauerhaft stimmt, empfiehlt sich dem geehrten Publicum. David Bachner, Wien, IX., Hörigasse Nr. 15. Kilie junge Dame aus Norddeutschland,-welche eine höhere Schule absolvirt hat, im Malen, Clavierspiel und Gesang sich soweit ausgebildet hat, dass sie in diesen Fächern unterrichten kann, auch in Handarbeiten erfahren, wünscht Stellung als Gesellschafterin zur Unterstützung der Hausfrau oder Erziehung der Kinder. Beste Empfehlungen stehen zur Seite. — Offerte unter B. in P. an die Administration dieses Blattes.. Pension. Handelsakademiker oder Sohnler einer Mittelschule wird von einem Gymnasiallehrer zur Erziehung und gewissenhaften lieber* waohnng in Pensiongenommen. Geneigte Anfragen ah die Redaction des Blattes. Ein für allgem. Volksschulen lehrbefähigter Lehrer mit rabbinischem Wissen, der die Rabbinatsbefugnis erlangte iOlp ,pn töHlBn bislang an öffentl. Volksschule thätig, in den 30er Jahren, mit kleiner Familie, der rabbinische Function bereits versehen und als Matrikenführer fungiert, sucht Stellung. Anträge an die' Rodaction dieses Blattes unter „Rabbinatsverweser“ COtfCUBS. In Folge Berufung des Herrn Dr. B. Zimels nach Miihriseh-Ostrau ist die Stelle eines Rabbiners, Predigers und Religionslehrers mit den 15. September 1891 zu besetzen. Gehalt fl. 1000 nebst Emolumenten, Reflektirende, welche österreichische , Staatsangehörige sein müssen, wollen ihre Gesuche bis zum 1. August 1891 an gefertigtenVorstand einsenden. Reisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. St. Pölten, den 6. Juli 1891. Israelitische Gnltnsgememde: JacoTd ^7"*uLraaafeld., Vorstand. Nachstehende Nummern der „Oesterreicliische WochenKehrifl>( werden von der Administration gesucht: Jahrgang 1884 : Nr. 3. Jahrgang 1885: Nr. 20, 25, 34. Jahrganz 1886 : Nr. 9,18, 20. Jahrgang 1887: Nr. l, 2. Jahrgang 1888: Nr. 2. Jahrgang 1889: Nr. 15. . " Stutzflügel, Flügel, Pianinos und Karmsninms. neu und überspielt. werden verkauft, ausgelieben. gegen neue umgetauscht, auch gegen Baarzcchlung gekauft; 200 Stück stets vorräthig. Bernhard Kohn, Clavierfabrik, Wien, Himmelpfortgaffe 20, in eigenen Hause. — Preislisten gratis. Concurs. In der isr. Cultus-Gemeinde zu Agram, ist die Stelle eines zeitgemäss musikalisch gebildteten Öber- Cantors zu besetzen. Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt von fl. 1000 und fl. 200 Quartiergeld, nebst üblichen Emolumenten verbunden. Bewerber, welche die Qualification besitzen, die Tempel-Gesänge mit Chor und Orgelbegleitung zu executiren und das Chorpersonale zu instruiren, wollen ihre mit Dokumenten belegten Offerte, unter Angabe des Alters und des Familienstandes längstens bis 20. Juli d. J. an den gefertigten Gemeinde-Vorstand einsenden. Zum Probe-Vortrage werden ausschliesslich und allein die hierzu Berufenen zugelassen, und die Reisespesen nur dem Acceptirten vergütet. Agram, 1. Juli 1891 Der Gemeinde-Vorstand. vom Strümpfen um nur 25 Kreuzer Wolle inbegriffen schnellstens in der mechanischen Strickerei, Wien, n, LlOOhtOlI* Steinstrasse 22, woselbst auch neile Strümpfe verfertigt, sowie alle in dieses Fach schlagende Arbeiten angenommen werden. Ein Lehrer, der deutsch und hebräisch unterrichten kann, vorbeten und zu schlachten versteht, wird von mehreren Familien auf dem Lande aufgenommen. Jährlicher Gehalt 550 fl. Böhmische Sprache erwünscht. — Anfragen an Gerson Kien, Hullein, Mähren.