Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1896)
- Date
- 1896-12-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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OberhemdenReparatarWarkstalt, *1» <0. Halipriesen 20, Paar Hax&dprlooon LS, LehnDN-MnUat» m. WLeetaeN SO Pfg. Neuanfertig. z. blMgot Vrelee». Abholung frei. Man schreibt uns aus Köln vom 20. Npvember. W»?!• jetsst <1»11׳ Neumjirkt!»׳ t r ltt, <h*m leuchten die grossen 11׳«vbt'äisrh^n -Jhirhstaben entgegen, die die Ausstellung der Erzeugnisse' 'rüd'Kf •her ■Dörfer "aus Palästina ankümien. Gar manche סי יtü!!b* übernmunen uns, wenn wir dabei an die Geschichte urr ,Ju«V*n in de!• alten (Ydonia denken. Bekanntlich ist *lie־e Stadt eine der ältesten Niederlassungen der .luden in! ».׳,Usl Irland, hier haben sie gleich na «Hinter Auflösung des jüd. Boie!1e> Aufnahme gefunden. Vc*r nicht langer Zeit w inden hier und in Neu** Münzen ni 11 der Aufschrift Juden ׳■ajuu (das »*r<•1 m*rt♦ * Juda aiifgciundcti. Die Bumer scheinen 1:• •gl an bl zu haben, dass das jüd. Volk für immer vernichtet Nun, wer dieses Schild heute n;e*h 1S<X) Jahren sieht, i! muss uusrufeti: I >i*• Börner Mnd untergegangcii, Juda 11.־**■■;■ lebt, utn den S!t‘g dor Wahrheit' und die 1»rösse Gottes oikündcn. .1 bis beste ־Zeichen de> Lebens ist die Arbeit Uhu■ das Schaffen und hie! in dieser Ausstellung ist eben . ui־׳■ ״ jüdische .Arbeit vej'k»ü’jierf, Mit Staunen sieht man. jüd. Fhd^s und dre Macht der Bogeistenmg zu leisten V׳! mag. Hätte man vor 2<> Jainvn ,׳m» jüd. Ackerbau auf* יןai.ist innselmm!»׳><hm gesprochen, >o würde man wahr- "c!!*־i 111 ie 1 j nur einem mit ieiYligmi Lächeln begegnet, sein. Heute alter ist es.-Thatsaehe, das- ־hunderte von jüd. Kamidien •aut* dem historisch geweihten./ Bode!! Palästinas als .glückliehe■■Bauern leben und Diejenigen segnen, die sie von י .dem unseligen Geben , des Sr-hacHcrs befreit haben. Nirgends hat die Wohlthät’igkeit solche ,glänzende Früchte getragen /׳Wie hier. In der Ausstellung findet Jeder des Belehrenden' und Interessanten in Fülle. Wir finden-darin, die!.־eichen Produkte ״.!׳ h. Landes, gewonnen durch jüd. Bauern, in einer Feppigkeit.' wie sie eben nur das alte gesegnete Palas! ittahurvorzubfingen vermag. Weizen,־ •Ge!>t♦*, Sesam.%1 hirra, Erbsou.' Bohnen.'Mais wechseln, mit < Üt\־en, Mandeln. Trauben und Krügen ab. Daneben-sehen wir allerhand < hde, die. nach den neuesten' technischen■ Erfahrungen von den palästinensischen Produkten hergestellt sind. 1 h»: Trauben sind, von einer’ Grösse, die uns zeigt.. üa>- di«׳ bi hl, Erzählung von den Kundschaftern, die die Beben an Stangen trugen, keine Sage ist. ' Daneben.. Rindenwir Kun-Uerzengnisse der (▼ewerbeschulen zu.Jeroödem und■ Mikwe lsra«d atimittig zusammengestellt. Einzehn.* dieser Scinderarbeiten, namentlich die Zeichnungen ׳und■ ÖUvenholzHchnitz« reien ■rufen unsere Bewunderung hervor. An den Wände 1 sehen wir die Ansichten dieser jüd. Dörfer und Szenen aus dem jüd. Lehen Palästinas bildlich dargestellt, Hoch inte 'ossant ist auch das letzte Zimmer, welches als Bodega (!!!gerichtet ist und in dem die Besuchet* Gelegenheit hnHen, die Weine und Cognacs auf ihre Güte zu erprobe!,. Finer besonderen Beliebtheit erfreuen sieh der Süss wein ״E und der ״ Jaffa-Cognac44; sie sind von eimü* Güte und 1 ein heit. wie mau sie selten findet und dabei wohlfeil. Ho׳!!berühmt ist auch der aus Karmel- Kräutern bereitete Magenbitter. Die meisten Besuchet’ staunen über den natürlichen. Reichtum Palästinas und über die Leistungen der jüd. Bauern. Die christl. .Besucher, die die Mehrzahl bilde . bringen der Ausstellung ein warmes Interesse entgegen uid kommen immer wieder. Die Leitung liegt in bewährter Hände«./׳ Die Seele des Ganzen ist der Herr Schub, ein Mann, der um die Kolonisationsidee Palästinas sieh unsterbl: he Verdienste erworben hat. Dieser Herr mit seiner ■patrarchälischen Erscheinung macht auf die meisten Besuet m* einen sehr imponirenden Eindruck Ihm zur Heile steht?in aus Palästina gebürtiger Herr Df. Holzluiu.u. der seit Jahren literarisch für die Kolonisationsidee thatig ׳ist. Dieser Herr, welcher mit dem ganzen Mat er iül sehr vertrautist,' giebt, den Gästen der Ausstellung bereitwilligst Aufschluss;über die Ausstellungsgegenstände. Für die Bedienung sind zwei junge Leute aus Jerusalem da, die, in ihrer Nationaltracht ganz vorzüglich au&sehen. Es berührt■ ׳ besonders, erfreulich, wenn man hört, dass diese Herren sieh nur des Hebräischen als Umgangssprache bedienen und zwar recht jesajanisch im sephardisolien Dialekt mit einander verkehren. Man sieht, dass die hebräische Sprache keine tote? sondern eine lebendige Geistes- und K ul t Ursprache ist. Auch die Herren vom Vorstand des Vereins zur Förderung der jüd. ,Ackerbau - Kolonien sind״/ häutig סי• der Ausstellung und namentlich sind die Herren B. FeüehenfeM und J. Dülken stets zur Hand, um das Publikum aüzaregen und aufzuklären. Wahrlich, hätte der Vorein nur das eine Verdienst, diese ausgezeichnete Aus- Stellung in Köln veranstaltet zu haben, so würde er schon dadurch all Tu den Anspruch auf einen lebendigen, kräftig r hä Eigen jüd. Verein sich erworben haben. Wir kommen noch in den nächsten Nummern auf die Ausstellung zurück. Halten»■*!!♦* *!«*r PtVrd«‘öa!m i\urfürs! omhunm'- Ktistriner Platz. tsüt Hermann Elsner M Schuhmachermeister Grüner Weg 77. * Grösste Auswahl sämmtlicher besseren Schuhwaaren j<*<i<• r Art, Zur B all* also n 8pec. Ballsolnihe. Prompte Maasanferügung. Bei Bezugnahme auf die>v> Blatt, 5?0 Rabatt. es Gonfect der ferner alleiniapn eigen׳ artigen Angabe fabrizic^r empfiehlt L. Faiibearder, Sr, König!. Nur allein deZ/prinzen Ales an de» vichftreße 178. Gefüllt« ZozffantbA Cfb. l,4iü Mt Mk u. f pra!in^«$ Snano«-, vmb tzimd««»., ן jaft-timonaden-! pufwr. 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