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Berliner Vereinsbote · 1896-10-16 · Heft 42 (16.10.1896) · page 3

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 42 (16.10.1896)
Date
1896-10-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
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h<־ite11 uml Beförderung der leider täglich zunehmenden Absonderung unter den eonfessiöneilen. Gruppen der Bevrdkerung uns«׳res Vaterlandes.. Das wäre, meines Erachtens■ durchaus zu bedauern. Es lässt sieh aber vornuuden, wenn .man die folgenden Massnahmen trifft, die auch notwendig sind, wenn die neue Schule eine geintgende Anzahl von Besucherinnen linden und so in Stand gesetzt *werden soll, ihre idealen־* Aufgaben zu erfüll•־u: 1.1 Jüdisch' darf die Sehule nur insofern sein, als. ■de!• Vorsteher oder «lie Vorsteherin sowie d«־r überwiegende Teil de!־ Lehrerschaft der jüdischen Glaubensgemeinseliaft angehören. Wenn die Gründung der Schule nicht aus starren! Gonffssi/uuilisrnus und einseitiger Abschliessung, sondern nur als notgedrungen(׳*■ Vertohlignng gegen Intoh!anz un< 1 Bekehrungssiicht erfolgt, so müssen die Pforten des neuen Instituts Angol.iörigen aller Glaubensbekenntuisse offen stehen. Sollt«*, was unser Zi<־l ..'.'sein muss, hier in hygienischer und ■pädagogischer Hinsicht ein ־Musterinst.it111• errichtet, .werden, s.0 ist es für mich wahrscheinlich, dass auch nichtjüdische Eltern ihre Kinder in diese ה Juden sch! 1h.*u schicken, wie ähnliches ja b«׳i den von Juden errichteten Philantropmen.■sclion in der ersten Hälfte unseres /Jahrhunderts «lei־ Fall war und bei der jüdischen Realschule in Frankfurt a, M. noch heute der Fall ist. Dann muss, sobald nur eine wenn auch noch, so gering«׳ Anzahl ׳protestantischer oder freireligiöse!־ Schülerinnen jenes Institut besucht, dafür gesorgt wer- «hm, «lass auch diese von aehtung^werten und befähigten Personen möglichst von Geistlichen iluvs Bekenntnissesguten Religionsunterricht erhalten. 2.1 Keine der religiösen Parte!«׳!! innerhalb •des Judentu ms darf in der Schule «'inseitig zur Herrschaft gelangen. Eine Zweiteilung der jüdischen Schülerinnen im Religionsunterrichte, j<> naehd«׳m ■ihn* Eltern orthodoxen oder aufgeklärten!ütterrieht vorziehen, wäre sehr wünschenswert, mindestens müssen ab«׳r die Lehrer, auch die Religions־ lehre!׳ alles vermeiden, was einen Zwiespalt zwischen Schule und Haus hervorrufen könnte, z. B. dürfen jüd. Kinder, deren Eltern es für passend •׳rächten, «las Weihnachtsiest zu Je!•־!׳!!, kein Wort des Tadels darüber hören, ־■()hol ■D. R Aus ׳■Rücksicht, auf niehtjü•!Gehe Schulerinnen, sowie auf die Töchter religiös freisinniger, jüd. Eltern, welche Wert darauf legen, den Sonntag' im Familienkreise zu verbringen. & darf ati den Sonntagen kein l Inte!*rieht, erteilt werden. Anderseits können die Orthodoxen verlangen, dass auf «len Sonnabend nur solche Ib1terri(‘htsg«‘ge.nstä11<le gelegt werden, welche wie Oeschichte, Litteratur, französische Conversation etc., kein Schreiben erfordern. •3.) Die ׳. Schule muss in .Erziehung, Unterricht .:und Pä- «lagogik nicht, nur «len bestehenden Atistalten gleichwertig sein, wie der Verfasser jenes Aufsatzes will, .sondern sie bedeutend übertreffen. ־־;־״ a i Erziehung. Die N«׳igung zu Pfotzmitum und Luxus, die gerade in manchen Kreisen׳ von Berlin W. auch in solchen dort wohnender ׳ Glaubensgenossen recht verbreitet sind, 'ist auf energische Weise und geschickte Art zu bekämpfen. Dringend notwendig ist auch, dass Kinder von Litern, die in Erwerb oder Lebensführung gegen die Gebote der Religion, und;Sittlichkeit verstosseix, nicht Aufnahme finden, s.■ hart es auch ist, ■jemand für die Vergehen anderer büssen zu lassen. b> Der Unterricht muss nach den'besten neueren pä- «lagogisehen Systemen erfolgen. Es müssen möglichst nur bewährte Kräfte angestellt werden, welche aber in / einem bestimmten Alter ■*.׳ natürlich mir Pension entlassen werden.*) Unsere jüdischen Mädchen müssen nicht nur mit Leben und Lehre hervorragender Persönlichkeiten unserer 1 f eligi-onsgemei 11 schaft-. sondern auch mit. denjenigen bekannt gemacht werden, welche auf die religiöse Entwicklung der Mehrheit unserer Mitbürger'von grossem Einfluss gewesen sind, wie Muss, Luther,Sehlojermavher etc. e; Alle irgen«r berechtigten Forderungen der moder- 'neu Hygiene müssen erfüllt werden, auch wenn dies in anderen Anstalten noch nicht der Fall ist; Z. B. muss. . ♦*ine tüchtige gut. besoldete Scliulä rzt i n ■angestellt werden und im Lehrc«dh*glum Sitz und Stimme haben. Bei der Auswahl dieser A« rzt in wä«? bei der der I.a׳*h!׳!׳»׳' und Leb-!׳!־»׳innen darf nicht auf < ,onfession und Protektion, son-!«־!!! muss allein auf Tüchtigkeit'uml Uharaktur. g«*se!1e11 werden. Demnach dürfen z. B. Personen. welch•׳ ihren Glauben ohne Ucberzougung!? י gew׳a hs«׳!t liaben. unter׳ keinen Umständen•“ Anstellung finden. Damit' die Schuh־ allen diesen Anforderungen entspricht, war«׳ es von Wert, dass sie kein bl««s>es Privat- Unternehmen zu Gewinnzweeken ist. Mindestens müsste sie unter Aufsicht, eines < ,uratöriums geistig 11 erv«׳!*ragender Männer und Frauen stehen, von dem־!! ein Teil auch die nötigen pädagogischen .Erfahrungen■ besitzt. 111 ergebenster Hochachtung- Garl Gustav. *' Mail ..wird, cinwmidcn. dass da*־ alles - c h«V 1 ן. aber M־br kost* s י ן i * 1 ־ i ijr ist. 'Wird die Schub־ gut b*׳-!!c־l!t. 'so ist. ab«־r da- Held gut angelegt, (;tabcu für d»u Ih*n*■!׳msfond d«-r rmmm Ais!.!!! und sieh« r viel l)»*s-c*r und edler als vidc der Stifttmg»־n. wem im der Ahsielit. woldzuthun ihr Dasein verdank•־!;, de aber mein׳ schädlich ■als.nutzlieb wirken, z. R. solche, weiche da* f eberfül ’nng der •gelehrten B«*n1Barten vermehrt■!!, um vor, Schenkungen an KirHwn o.K•!׳ chri-flitde-ocjaler; \dueinen zu schwmg*■•!!. Vereinsschau vorletzte Seite. brennt überall! Compl. Gasglühlicht-1 Apparate Mk. 2,25 I;־!> Ersatz-Glüh- | Fabrik, körper 0,75 ״ J Montiren 25 Pf. extra. Excelsior-Gasglühlielit Albert Goetschke & C0• Berlin, Münzstr. 20. Fernspr. V! l. 5130. MT Gelegenheilskäufe H0E;i:S ’®eÄ Geschenke, Mr* Lederer, Berlin C.,Kurstr. 37. -WU Cigarren und Cigaretten, Rauch-, Kauu. Schiuipfabacke en!י ן! I «■־ I! h Otto Tulosinski, .Kurz•• -tra-sfl.S. + ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ » ♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦ ♦ ♦ ♦ Niederlage der Silherwaaren-Fahrik v/ ״־׳ י/ Lazaruß Poser! Wwe. Holli«*f«*rant Sr. Hoheit .des Herzogs von Sachsen-(.'oh11 rg-Ct..«!>:. ^■VEt! BERLIN W., Unter den Linden 5 (Hotel Bristol.) כיעד Louis Becker dLinienstA 71 Fleisch- und Wurstwaaren nur Prima-Qualität "MG 10100■ Aufsicht de-. 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