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Berliner Vereinsbote · 1896-10-02 · Heft 40 (2.10.1896) · page 3

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 40 (2.10.1896)
Date
1896-10-02
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Grünstein gesprochenen Prolog gelangte eine Posse mit Gesang r1Schmachtläpp(‘11ena zur Aufführung, wobei Herr Markus eine bewundernswerte Komik entfaltete Wie der Vorsitzende, Herr Bäckermeister Joseph in seiner Ansprache sagte, hat der Verein während seines einjährigen Bestehens, so manche Schwierigkeiten zu überwinden gehabt. Aber das stete Wachstum (der Verein zälilt bereits 80 Mitglieder) und das für den Verein immer mehr zunehmende Interesse giebt der Vereinsleitung den Mut, an dem begonnenen Werke thatkräftig weiter zu arbeiten. Vor allem gelte es, das gegen den jüdischen Handwerker leider immer noch bestehende, Vorurteil zu zerstreuen. Dass dies dem Vereine 'gelingen möge, ist auch unser 'aufrichtiger. Wunsch. ״Der Humanitätsverein Liitath hazedek 1," welcher ■sich in der letzten Zeit durch seine ganz besondere Rührigkeit hervorthut, begeht am Sonnabend d.;3. d. M. die Nachfeiet׳ des Shinu hat Torafestes durch eine grosse miisikalisch ־ deklamatorische׳ Soiree, mit daran anschliessendem Kränzchen in seinen Vereinssälen Invalidenstr. 1. Das Programm ist ein sehr reichhaltiges und!)ringt unter anderem die Aufffiihrung der beliebten Pohl'sehen Gesangsposse r Pino verfolgte Unschuld44 in vorzüglicher Besetzung. Ebenso humoristische Vorträge von Bühnenkräften ersten Ranges. Da die Festlichkeiten dieses Vereins, sich — wir erinnern nur an das Sommerfest vorn 4. Juni dieses Jahres durch' vortreffliches Arrangement stets des allgemeinen Beifalls erfreuen und dm* Br tr ag auch dieses Festes selbstverständlich den humanitären Bestrebungen desselben zu statten kommt, so hoffen wir. dass alle diejenigen Glanbonsgenossen, welche sieh noch Sinn für gemeinnützige indische Institutionen bewahrt haben, denselben durch den Besuch •dieses Festes bet!tätigen werden. (S. Inserat . ) Paris: Beteiligung der polnischen Frauen an Kunst, Wissen- .schaft, und Litteratur. , Die jüdische Lesehalle und Bibliothek weist erfreulicherweise eilten fortwährend steigenden Besuch auf, der zur .Zeit einen Umfang angenommen hat, der bei der Gründung des Instituts selbst der Vorstand wohl kaum zu hoffen gewagt hat. In dem Quartal vom 1. April bis 30- Juni 18% wurde die Lesehalle, welche bekanntlich nur jüdische Zeitungen aufweist, von circa 4000 Personen besucht. Es kamen durchschnittlich am Freitag, Sonnabend und Sohntag je 50 bis 70 Besucher, an den übrigen Wochentagen je JO bis 40. Diese Zahlen sind um so bedeutsamer, als es sich ja um ein Sommer-Vierteljahr handelt, indem der Besuch naturgentäss im Sommer etwas schwächer ist als im Winter. Es zeugt diese lebhafte Teilnahme von einem Interesse für die Vorgänge innerhalb der Judenheit, welches man in unserer Zeit der Indifferenz kaum hätte erwarten sollen. Die Bibliothek, die mit der Lesehalle ver^ blinden ist, ist noch sehr jungen Datums, und infolgedessen weist sie begreiflicherweise ■noch grosse Lücken auf. Trotzdem wird sie ebenfalls recht zahlreich in Anspruch genommen, denn es sind 1 IS Entleiher eingetragen, und am 1. Juli' waren 247 Bücher Verliehen.. Auch hierbei muss man immer ,berücksichtigen, dass es sich ja am eine Spezialbibliothek handelt, die nur .Bücher über jüdische Litteratur enthält. Die stark(* Benutzung des ganzen Instituts beweist, dass die Begründung desselben einem wirklich vorhandenen Bedürfnis entsprochen hat, und es bleibt nur zu wünschen, dass der Vorstand die genügende. Unterstützung findet, um auch die anderen, noch weiter gehenden Tendenzen der* jüdischen Lesehalle ihrer Wrwirklich!mg■ .entgegenführen zu können. Allerlei. Vom Internationalen Frauen-Congress. Wie unsere Glaubensgenossen an allen öffentlichen dem Interesse des Gemeindewphles geltenden Angelegenheiten regen Anteil 'nehmen üiid eine aufopfernde .Thätigkeit. entfalten, so sind auch jüdische Frauen an dem vom 10. 2b.Septemberabgehaltenen Frauen-Gongross, in hervorragendem Maasse beteiligt gewesen. Indem wir auf die ausführlichen Berichte in den Tagesblättern verwaisen, wollen wir unseren Lesern nachstehend die Namen der Frauen unseres; Glaubens vorführen und die Tein ata nennen, über welche sjio referierten. Frau Lina Morgenstern: Begnissuugsrede. j- Frau Dr. Pauline Schiff-Mailand: Ueber den Stand der italienischen Frauenbewegung. Frau Therese .Schlesinger - Eckstein - Wien: lieber die österreichische Frauenbewegung. — Frau Dr. Henriette Goldschmidt-Leipzig: Die internationale Bedenlang Frm^els. Frl. Dr. ined. Rabbinowitsch: Studium der\^füdizin. Frau Rosalk1 IIober Made 11 engew(׳rbesehu 1 e.11. — Frau , Oeffentliclie Armenum} Waisenpflege, Friedemann : Thätigkeit für Soziale Hilfsarbeit.' lieber das Sei 1 önfl iess-Be rlin: Jeanette Schwerin: Frau Auguste Mädchen- und Frauengruppen Frl. Malwlne Posner-Garfein- Briefkasten. L. M. hier: Da■Centralstelle für jüdische Armenpflege. Bureau Oranienbu'rgerstf. 20, bezweckt, die Begründung eines Verbandes jüdischer-Wöhithjitigkeitsaiistalten und Stiftungen in Berlin zu fördern. 1)4*r Vorstand mit den von ihm ׳ beaufsichtigten Anstalten und vorwalteten.Stiftungen und die Armenkommission sowie viele Vereine und Stiftungeif'־melden •schon ״jetzt ihre Lntcrstützungen dort an. welche auf den für jeden Petenten angelegten Karten vermerkt- Werden. ־Auskünfte werden gegenseitig,. abt־r \orläufig aa»(*}j nicht an Private erteilt.■ Judas Töchter, Vereinigung jüdischer Frauen und Mädchen. Sonnabend, den 3. Gktsbee er. uhendsS Uhr bei Lauter Bürgst r. 1B. Geschäftliche Sitzang. Das Krseheinen sämtlich»-! 'Mitglieder ist dringend erförd»*!•־ heb. @ Der Narstar^d. Jüd. Lesehalle und Volksbibliothek. Münchener Hof Spandauerstr. 11-13 für jedermann geöffnet: Wochentags 1!, Sontiahend 2 5. Sonntag 10 2. Geprüfte Kindergärtnerin sucht Vor- oder VXuchnuuag<- Stellung, auch hei schulpflichtigen Kindern. M. Sachs. (hdhiowst'rass»•-2S-Ü04J. ZUM HZuarlalsmechseN Israelitischer Jugendfreund" Illustrierte Heitschrift zur Belehrung und Uttterhal^utrg G. Flantee. V i c rtc Ij a h r l i Hu beziehen durch die Post, durch jede Buchhand! Expedition, Eliriltinenstr - Probeheft» kosten berausqegebcn von 1 Mark. ~ lung oder direkt von der 36. z * 0. .■ ♦ O — ERLEB׳ r. — ♦ ♦ Erzählungen aus dem jüd. Familienleben vor 1 Alphonae Levy. ♦ ♦ I- Preis 50 Pfg. : ..■ ♦ ♦ In jeder Buchhandlung, sowie in dem Verlag des ״Berliner ♦ ♦ Vereinsbote“, Berlin, Kaiserstr. 39/40, zu haben. ♦־ Grösste und, billigste Bezugsquelle für frische w׳ Blumen. A$ *V BERLIN W. Ft‘i'nsjn'ticlu‘1־ 111. 11%. 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