Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 40 (2.10.1896)
- Date
- 1896-10-02
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Grundrechten der Verfassung ebenso gleichberechtigt wie die andersgläubigen Bewohner unseres Vaterlandes sind, sie sollen mit der Geschichte und dem Inhalt des Glaubens vertraut gemacht werden, auf dass sie wissen, welch* hehres Gut sie ihr eigen nennen, auf dass sie jeder Verunglimpfung ihres Bekenntnisses würdig und energisch entgegenzutreten im Stande sind!. Falls nicht die Verwaltung der jüdischen Gemeinde, die gegenwärtig nur eine im Oentrinn der Stadt befind« liehe Mittelschul(‘ für arme jüdische Kinder unterhält, ,die Verpflichtung fühlt, unserer Forderung Genüge zu thun./so werden sich — das ist unsere Ueberzeugung ־— gern/imd willig thatkräftigo Damen und Herren in genügender Zahl linden, die die Begründung einer j üdi.s e 11 e n h ö h e re n M äd che lisch ul e glue k 1 i e 11 durch ful 1 re 1 ז z u in S e g e n fli r uns e r e G1 a 11 b e n s g e m e i n s c 11 a tt. Ich ersuch»‘ Sie, sehr geein ter Herr Kedacteur, diese Zeilen in Ihrem geschätzten Blatte zum Abdruck zu bringen und an alle diejenigen, die mit unserer Forderung ein vorstanden sind, die Aufforderung zu richten, ihre Bereitwillig־ keit zur Mitwirkung an dem geplanten 'Werke' baldigst kundzuthun. Hochachtungsvoll Nachschrift der Rodaction: Wir kommen dem Ansuchen unseres in hervorragender gesellschaftlicher Stellung ■ befindlichen Lesers gern nach, unterlassen es aber vorläufig, unseren Standpunkt zu.diesei*!!ochwichtigen Frage hier darzuthuu. Wir sind jedoch gerne bereit, zwecks Klärung dieser Angelegenheit jeden, der hierfür Interesse hat, in uhserrn Blatt(‘ zu Worte kommen zu lassen und richten an die Beteiligten das .höfliche ,.Ersuchen, sich hierüber äussern zu wollen. Jüdische Gemeinde. Gottesdienst. Freitag, den ‘I (Oktober in allen ,Synagogen abds,. 5־V4 lזhr. H^nnndend, den 3. (Oktoder in - I der rillen Synagoge morg. 8’/3 / lrhr. in den übrigen Synagö- / gen morgens 0 Uhr. Abend gottesd ienft יי Uhr 1<; Min. Gottesdienst an den Wochen״ / tagen Alu* n. Kaiserstr. Sy nagegen morgens ö‘/״ Uhr und abends fd Uhr. Neue und 1J11 den. sזrS>׳n agoge m<>rgens 7 Uhr und ahends UUhr.' ׳ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ * Jung-Israel. . Jüdisch-nationaler Verein. ♦ ♦ Sonnabend, 3. Oktbr.1896 4 ♦ im Hotel ״Münchener Hof* Spandauerst!•. 11/18 ♦ ♦ Vortrag * s des Her rn D r. Nathan Birnbaum über ♦ . ״KultDrMfflpfeiraalteDlsrael“. .♦. Anfang präcise .0 Uhr. ♦ Damen u. Herren als Gäste will- + ♦kommen. Eintrittskarten + zu haben l>. Flo,n 11 Rudolph Hart- ♦ mann, 8ch׳>nhauser-Allee 185. 4 ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ Vereinigung Monbijou. Nächste Sitzung: Mittwoch, den 7. Oktbr. 1896, abends 9 Uhr, in CassePs Hotel, Bürgstr. 10. Vortrag (Redner und Thema Vorbehalten). Ergänzungswahlen im Vorstand u. den Commissionen. Hierzu ist (las Erscheinen sämtlicher Mitglieder dringend ♦‘!•forderlich. Der Vorstand. Verein Linath-Hazedek (gegründet 1890) Sonnabend, den 3. Oktober 1896 in Jen YVrciiLs.säkn ,,Harmonie“, Invalidenstrasse 1, zur Hachfeier des Simchat-Thora-Festes grosse musikalisch-deklamatorische Soiree Prolog, Theatervorstellung ״unter Mitwirkung von Künstlern ersten Banges. Hierauf: JÜT Grosser Ball. "WU Während der KüiVee-Pause humoristische Vorträge vou ersten Bühnenkräften. Alles Nähen» die Programme. Anfang 9 Uhr. Verein lür Arbeitsnachweis. Kloster-Strasse 44. Fernsprecher 5. 3386 Geschäftsstunden 9 1 und 3 6 Arbeiter, Handwerker, Lehrlinge und Kaufleute, männlichen und weiblichen Geschlechts, erhalten durch unseren Verein kostenlose Vermittelung. Der Vorstand. Die Religionsschule des Religiönsvereins ״Westen“ hiei«־t Knahen und Mädchen ge- (iiegeuen Unterricht, in biblischer und nae!!biblischer Geschichte. Glaubens- und Sittenlehre; Uebräiseb und!dtnrgie.! len Eor!lemngen der fortgeschrittenen Pädagogik gemäss wird jede häuslich/־!Überlastung d«*r 'Jugend v«*rmi*־den. Di»• Ifeiigionssehule steht unter der Leitung unsere־• als Sehn!- mani'1 bewährten Rabbiners, Herrn Dr, Krone!־, der Anmeldungen zum R.eligions-, Barmizwab- .und Konfirmandinnen- Unterricht täglich von 12 2 Uhr in seiner Wohnung Berlin W., Passauerstr. tt entgegeunimmt. Seit u 11 ok a I: J ua * ־ h i m 1 h a 1 erst r.8U82. (Oe Heut lieht» GemeindesVhulo.) ■’Unterrichtszeit: Mittwoch und Sonnabend nachmittag?*_ Religionsschule Verein ״Ahayas Scholaum“ Gartenstr. 170. - 120. Gemeindeschule. Beginn des Winterhalbjahres für Religions• u. Barmizwah-Unterricht Mittwoch, den 14. October, Nachmittag 8 Uhr. Anmeldungen nehmen entgegen die Herren J. Todtmann, Zionskirehplatz 5, S. Almus, Brunnenstr. 28, Max Auerbach, Elsasserstr. 7. Der Vorstand. Vereins-Schau. per Humanitätsverein ״Gewul Tauw“ kann mit BotViedigung -auf sein ^hllnchat-Tholä-Vclgnügcn zmückblickcn, sowohl was den Verlauf, als auch den materiellen Erfolg betrifft. Der von dem verdienstvollen Vorsitzenden des Vereins ins Leben gerufenen ״Gustay-Miehaelis-Stiftungu Ist als Reingewinn ein' namhaftes Sümmchen zugeflossen. Tn der Wahl des den zahlreichen Teilnehmern Dargebotenen waren■ die; Veranstalter sehr glücklich. Die Gesangsvo!träge der Damen Frau Cassmann und Frl. ׳)affe befriedigten ebenso allseitig, wie die deklamatorischen Leistungen der Herren Epstein, Thimann und Otto Reuter. Letzterer erhielt mit seihen! unersch-üpflicheii״' Programm selbstverfasster Couplets das Publikum in der heitersten Laune./ Ein fröhlicher Tanz beschloss das.durchaus gelungene Fest. M. Auch von dein ״Humanitäts-Verein für Gewerbetreibende“ wird uns berichtet^ dass das im Hbtel Imperial veranstaltete S11imclutt-Tlvora-F(‘st den erwünschten Verlauf nahm. Die Beteiligung war jedoch nicht so gross, wie sie bei den Veranstaltungen dieses Vereins sonst zu sein, pflegt, p. w. Der Verein ״Chebra Gemilus Chassodim“ hat seinen’ Mitgliedern und deren Angehörigen am Abend des Simehat- Thora-Festes ein Kränzchen veranstaltet, das ziemlich gut besucht war und zur Zufriedenheit aller Teilnehmer ausgefallen ist. Für eine gute Unterhaltung war durch das E ngagement guter Bühnenkräfte hinreichend gesorgt. Herr Concertsänger Wilhelm!/ die Geschwister Lind vom Apollo״ Theater, der Gesangshvunorist Richard und der Hauchredner und Tierstimmen-Imitator Roehelli leisteten recht .,Vortreffliches. Auch Frl. Jonas trug einige!Jeder in anerkennenswerter Weise vor. Bei frohem Tanz blieb die }untere Gesellschaft bis nach Mitternacht beisammen. r ״Juda s Töchter“, Vereinigung jüdischer Frauen und Mädchen, feierte das •Simehat - Tora - Fest in würdiger Weise. Trotz der zahlreichen anderweitigen Vergnügen an diesem Abend war der Besuch dennoch ein starker. Die Kaffeepause ■wurde mit einer kurzen begrüs senden Ansprache der Vorsitzenden, eröffnet. Man muss, um sp<\ciell die Gesangsvorträge, welche das Auditorium mit allgemeinem Beifall aufnahm, würdigen zu können, Musikkenner sein, und ein solcher hafte ■sicherlich die Leistungen ״meisterhaft“ ״-■ genannt. Besondere Erwähnung verdienen die Gesangsleistuiigen des Frl. Müller. Nach beendeter Kaffeepause wurde der Tanz bis zum frühen: Morgen fortgesetzt, und man trennnte sich mit dem Bewusstsein, einen in jeder Hinsicht genussreichen Abend verlebt zu haben. p w. Sein erstes Stiftungsfest feierte der Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens am 29. September in Hildebrands Eestsälen, Königsgraben 14a. Nach dein von Frl.