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Berliner Vereinsbote · 1896-07-31 · Heft 31 (31.7.1896) · page 1

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 31 (31.7.1896)
Date
1896-07-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
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W50hentliohe Auflag« 5000. Vereintste Pcstzeitungs-Llste 978. Cenlral-Önjar) für die jüdischen Vereine Berlins. Erscheint jeden Freitag, wird allen Mitgliedern der Vereine gratis zugestellt, und liegt in a44t^ jüdischen Hotels und Restaurants aus. Bezugspreis für Nichtmitglieder! Mark vierteljährlich. — Insertionspreis für die viergespaltene Petitzeife 30 Pfg. Expedition und Annoncen-Annahme: Berlin HO., Kais er Strasse 39/40. Nummer 31. Berlin, den 31. Juli 1896. 11. Jahrgang. Für den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich. ״Adass jeschurun“. J. Rosenthal. Agudath achim in Pankow. Alb. Ratz. ״Ahawas reim.“ Egers. ״Ahawas seholäum.“ Hirschberg. Akad. Verein für das Studium der hebr. Bibel. A. Lubowski. .,Amicitia. *Dr. Ungerleidei^ ״Asriel.“ Berthoid Auerbach-Loge. Mor. Meyer. Beth hamidrasch-Gesellschaft. M. kosenberg. ״Beth Jacob.“ Levinsohn. ״Beth zion." Heymannsohn. ״B’ne brith.“ M. Löwinsöhn. Brüderverein. Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dr. Horwitz. Central-Verein für die Interessen der jüdischen Gemeinde. Oppenheim. Comite. Chanukah-Bescheerung. FrauJ.Neumana. ..Dibbuk Chawerim.“ Dr. Lieberman®״*^ Deutsche ltetchsfege. Alb. Bloch. ' ״Esra.“ M. Dorn. v Frauenverein d. Bert Logen Br!e brith. Frau Singer. Frauenvereinigung des Humanitätsvereins ״Gewul tow“, Frau Mariapue Dewitz. Gesellschaft jüd. Handwerker und Künstler zur Unterstützung in Krankheitsfällen. Herrn. Landsberger. Vereinstafel. Gesellschaft zur Verbreitung des Handwerks und Ackerbaues unter den Juden des Preuss. Staates. L. Lesser und J. Frankel. Hachnassath Kal Iah. Martin Simon. Haspakot Ebionim. Institut für Holz- und Brod- Verteilung. Bernhard Behrens. Humanitäts-Verein für Gewerbetreibende. Alex Büchel. Humanitäts-Verein Gewul tow. G. Michaelis. Humanitäts-Verein, ״Linath hazedek.“ Lewinsohn. Israel. Frauen-Verein f.d. Louisenstadt. FrauEgers. Israel. Frauen-Unterstützungs-Verein. J. Weinberg. Israel. Mädchenheim. 'Hermann Abraham. Israel. Fortbild.-Verein Montefiore. R. Gnulemvitz. Israel. Miete-Hilfs-Verein. D. Struck. Israelitischer Wohlthätigkeits^Verein ..Gemilus Chassodim.“ I. Rosenthal. Judas Tächter. Frl. Tonn. Jüd. Frauen und Jungfrauen-Wohlthätigkeits-Verein ״Mathilde.“ Fr. Silber. Jüd. Mädchenstift. Frau Julie Reumann und Herr Dr. Sfcrelitz. . - Jüd. Lesehalle. Julius Isaac. Jung Israel. Willy Bambus. Jüd. Studienbeförderungs-Verein. Dr. Blumenthal. Lehrlingsheim in Pankow. I. Bodenstein, J. Frankel. Liberaler Verein für die Angelegenheiten der jüd, Gemeinde. R.-A. Dr. Veit Simon. ״Linäth hazedek.“ Humanitäts-Verein. Kunz. Lippmann Tauss-Synagpgen-Verein. L Heiibnmn. Litterarisch-gesellige Vereinigung. Martin Cohn. ״Machsike thora.“ ״Magine reim.“ Mor...׳Mannheimer.'■׳ ״Mädchen-Haus, Pankow“ Justizr. Mako wer. Menbijou. B. Wo Iss. Montefiore-Loge. 18. Gutmahn. Synagogen-Verein ״Moabit“ M. Hermann. Synagogen-Verein ״N’weh scholaum.“ T. Lovy. Synagog -Verein ,,Ohe! jizchak.4 fc. ־Zucker.” Synag.-Verein ״Schochare hatob.“ S.Margoninsk v. Talmud Verein. W. Goldschmidt. Verband ehern.Schüler und Schülerinnen der ßelig.- Schule ״Adass jisroel.“ M. Hi Jdesheimer. Verein Agudas Achim ״BrüderbundL. Beck. Verein der Freunde der Taubstummen. Geh. Sanit.-R. Dr. Marcuse. Verein für Arbeitsnachweis. Siegt'!-. Leichmntritt. Vereinigung jüdischer Studierender. Rob.’Hantke. Verein für jüd. Geschichte und Litteratur. Dr. G. Karpeles. Vorschuss-Verein für hilfsbedürftige Mitglieder der jüdischen Gemeinde. O. Rathenau. Verein für jüd. Krankenpflegerinnen. Louis Sachs. Verein selbständiger Handwerker jüd. Glaubens. Bäckermeister Joseph. Wissensch. Vereinig, israel. Schulmänner Berlins. Dr. Adler. 8 e i w a c h! Ein Maluiriif vön F. S. Wenn der wütende Antisemitismus der letzten Jahre etwas Gutes brachte* so war es, dass er die Judenbeit aus der Lethargie weckte und zu Thaten au spornte, dass er sie an ihre innere Würde, an ihre gemeinsame grosse Vergangenheit und ihre Zukunft erinnerte. Die Abwehrbewegung trug bald gute Früchte, die Juden fingen an einsichtiger zu werden, sie kehrten zu ihrem gesunden Kern zurück. Sie fingen an einzusehen, dass ihre Macht in ihnen selbst ruht und dass die Stärkung ihres Selbstbewusstseins die erste Bedingung für jeden Fortschritt und jede Reform ist. Man gründete wissenschaftliche und Abwehrvereine in allen Orten und man 'waffneto sich gegen den gemeinsamen Feind. Diese Bewegung konnte für unsere' Gegenwart und unsere Zukunft zum Segen werden,, wenn sie nötige Unterstützung in der jüdischen Bevölkerung gefunden hätte. Sie konnte dazu führen, dass wir uns innerlich eniancipiren, dass wir endlich auf hören, uns selbst als Bürger zweiter Klasse zu betrachten und jede Demütigung ruhig einzustecken, dass wir aufhöre», die , geheuchelte- oder aufrichtige Freundschaft' des Richtjuden als hohe Gnade zu betrachten. Wir müssten es endlich aufgeben, die christliche Meinung und die christliche Mode als Kriterien unserer Handlungen zu betrachten und müssten lediglich unser bürgerliches und jüdisches Gewissen zu Richtern unserer Thaten einsetzen. Wir müssten endlich

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