Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 30 (24.7.1896)
- Date
- 1896-07-24
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Kation daselbst bekommen, sondern vor allem werden die Kolonisten das freudige Bewusstsein erhalten, dass eine Vergrösserung ihrer Arbeiten nicht pour le roi de Prasse ist, dass vielmehr eine gesteigerte Produktion auch erhöhten Absatz finden ׳ wird, und dass endlich ein Mittel gefunden ist, die ganze Kolonisationsidee auch bei den deutschen Juden volkstümlich zu machen. . Wenn man weiter die geschäftlichen Erfolge der Ausstellung ausbeuten will, 80 muss man eine mit Leichtigkeit in'8 Leben zu rufende Organisaiion schaffen, bei der eine grosse Anzahl der social so gedrückten und wirtschaftlich zurückgedrängten deutschen Juden durch den Vertrieb dieser Erzeugnisse leben. Zugleich werden die Gewirmste aus solchem Geschäfte wieder dazu dienen, direkt der Besiedelung des heiligen Landes neue Mittel zuzuführen. y Die Ausstellung legt den vollgültigen Beweis ab, ,dass' die bisherige Kolonisation Palästinas der einzig wahre Weg war, dem .ludenturne physisch und moralisch neues Leben einzuhauchen und dass wir auf dem einmal betretenen Wege weiter getrost fortschreiten sollen, damit es!ins gelingen möge, eine Zeit herbeizufuhren, in der es keine Schande mehr sein soll, von eipem jüdischen Vater gezeugt, von einer jüdischen Mutter geboren zu seih. Schon trägt die Kolonisation, die in den Jahren ihrer Entstehung ein mit missgünstigen Blicken betrachtetes Stiefkind des jüdischen Volkes war, goldene Früchte. Die Ausstellung bringt dafür den greifbaren Beweis und trägt zugleich damit bei, dem grossen Publikum Kunde von unsern friedliehen Siegen im fernen Orient zu geben, so dass die Herren, die, hier täglich dem Publikum über Alles und Jedes AufkläTimgen und Aufschlüsse geben, nie ein günstigeres Arbeitsfeid gehabt haben. Der! Gründern und Veranstaltern dieser jüdischen Palästina-Ausstellung, eines wahrhaftem Kidduseh-Hascliem im eminentesten Sinne des Wortes, gebührt der aufrichtige Dank jedes seines Bekenntnisses sieh bewussten Juden. Der Segen dieser Ausstellung für unsere heilige Sache bleibt nicht aus und hat schon begonnen sich zu zeigen. Uns aber soll sie zu weiterem frischen, frohen Arbeiten ermuntern im Djenste .Zions, im Dienste unseres Volkes und damit im Dienste für die Kultur der Gesainmtmenschheit. Die ״Yolksernäiirang“ in der Berliner Gewerbe-Ausstellung. Der Artikel in Kummer 29 unseres Blattes über die Volksernährrmg hat viele Zustimmung gefunden, die uns In mehreren Zuschriften, darunter eine von einer hochgestellten Dame, bekundet wird. Die grosse Frequenz dieser Abteilung der Ausstellung und die zahllosen anerkennenden Auslassungen über die ganze■.. .Einrichtung? die Schmackhaftigkeit der verabreichten Speisen uml Getränke sind die beredtesten Widerlegungen aller Vorwürfe, die gegen die Veranstaltung und den Leiter■ derselben erhoben wurden. Als ein ebenfalls erfreuliches Zeichen der Anerkennung ist wohl die Teilnahme anzusehen, die der schwere Unfall, den die Frau Abraham vor einigen Tagen erlitten, erfahren hat. Nachstehend geben wir den Wortlaut einiger Urteile, deren Unbefangenheit gewiss niemand in Zweifel ziehen wird, aus der grossen Zahl der in dem Bureau der Volksernährung ausliegenden Einzoichnugen wieder: ' ״ > Nach eingehender objectjver Prüfung wurde ich gerührt durch die selbstlose und hochnützliche Wirksamkeit der ganzen Einrichtung, dem die volle SimpathiY jedes für Gemeinnützigkeit eiiitretenden, Mitbürgers gebühren. \ 29. Juni 18116. F. 8. Archenhold.! Prof. Astronom.'s ' Y ' •'■'י■ / ■ ■ Wünsche dieser Anstalt ferneres Gedeihen. Zastrow. Senator aus Rostock nebst Familie. Staatsrat A. von Walter mit Tochter aus St. Petersburg. Agnes Freifrau von Hosenberg, geh. von Besser' mit dem Wunsche ferneren gute» Gedeihens dieses wahrhaft mensehenfreündh Werkes. 29.6.96. / Die oberen 3 Kl. der Knabenschule zu Friedrichsfelde. 110 hesuchten heut die Volksernälmmg. Die Aufnahme war eine zuvorkommende und liebenswürdige. Die Verpflegung gut und billig. 4. 7. 96. Stettner, Gurski. von Schwarz Hebst*r. (Braunschweig) mir Familie.. Es ist zu wünschen, dass dem Begründer dieser Wohlfahrtseinrichtung von allen Seiten die volle Anerkennung zu teil wird und es demselben vergönnt sein möge zum Wohl und Heil der Menschheit sein Zivi zu erreichen. Sei mar Zumtein, . Am 5. Juli 1896. Rudolf Virchow. Sehr befriedigt. Paetow. Hauptmann, (Spandau ) mit Familie. Dr. Kissler. Landessekretär.■ ׳׳ Das Gute bricht sich zuletzt immer Bahn. 7. Juli 1896. Anna Plothow. (Schriftstellerin :■. Dr. 11. Kanter. Gymnasialdirektor und Frau. Prof, von Putsch und Frau, Kiel. / Die Volksernälmmg gilt■ mehr als Doppelwährung, Sie. stillt «len Hunger und den •Durst. / Das Andere ist uns alles Wurst. I Br. d. 8. 7. 189(5. Eduard v. Hoeh'e. Mit grossem Interesse verfolgte ich die ganze Einrichtung dm• Volksernährungs-Anstalt. war überrascht über die vorzüglichen Fleischwaren, die hier für ganz billigen. Preis geliefert.• werden.. S. Jeroseh, pr. Tierarzt. 16«* Volksernähnmgs-Anstalt ־erscheint mir als das am meisten״ zu berücksichtigende Object in der Berlin••!* Gewerbe-Ausstellung. Das grosse Publikum bestätigt diese Ansicht durch s« in ״Interesse und seine rege Teilnahme an dein Institut. ' 'Pfarrer Schulz. A. Sonueiihurg, Seminarleljrer aus Rawitsch mit 38 Zöglingen des Seminars. ' Das Schicksal «l«*r Nationen hangt von der Art .und Weise ah. in der.sie ernährt wird.! V ־ 1 י v St ranz. Z W eckmässi g und sehr wohlthätii! Kurt v. Meller. Dr. Graf«-uhahn Prof, in Karlsruh•‘ i. R. Di«•' Besichtigung dies -r Anstalt hat mich mit Bewun«i«o־uug ■rrtuih Der Verlag von Hommtnn Hingor hat uns '■«len ausschliesslichen Vertrieb von Kürschners Conversations- Lexikon uml Kürschners Welt-Sprachen-Lexikon f ׳leutseh - engl.-fra ifz. - i ז a 1 י י über! rage'!!.׳ ׳"Wir ■set.ze-n linset'•• Leser in den Bia nd, sieh d iese Werke, z w«• l > t a11 ז ie hi»•, solide Bände zum minimalen Preis«• von j♦• 3 Mark (drei) anzusehaffen. 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