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Berliner Vereinsbote · 1896-06-19 · Heft 25 (19.6.1896) · page 5

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 25 (19.6.1896)
Date
1896-06-19
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Die Akademie ist 1859 begründet,, somit die j älteste aller bestehenden Schneider-Akademien und haben Tausende | in derselben ausgebildete Schüler ihre jetzigen Lebensstellungen' der Hirsch’schen Akademie zu verdanken, deren bewährte Direktion Stellung stets kostenfrei nachweist. In diesem Jahre wurden wieder aber Hunderte von Damen und Herren als Direqtricen hezw. Zuo hneider und Confectionaire in den besten Geschäften des In- und Auslandes bei guten Salairen placirt. Die neuen Kurse in allen Abfei hingen der Herren- und Damen- und Wäsche-Schneiderei haben an 1. Juni begonnen, ferner beginnen Kurse am 15. jeden Monats und werden Meldungen baldigst erbeten, s Siehe Inserat. 1 Wie ein sozialistischer Gressstadt vor 4Ö0 Jahren aussah. Fs ist eine gangbare Phrase unserer Sozialisten und Sozialdemokraten.' dass ihr Zukunftsstaat ׳ etwas ganz Neues sein, einen unendlichen / Fortschritt vor der gegenwärtigen Staats- und Gesellschaftsordnung bedeuten würde. Vor einigen Wochen ist bei Emil Streisand in Berlin * ine Schrift von Dr. Oscar Martens erschienen. Durch dieselbe erhalten w2r zum ersten Male auf streng wissenschaftlicher Grundlage *ine erschöpfende Schilderung eines Staatswesens amerikanischer- Indianer vor vierhundert Jahren, das als ein streng sozialistisches bezeichnet werden muss. Das Werk betitelt sich: ״Ein sozialistischer Grossstaat vor vierhundert Jahren“. Die geschichtliche, soziale und politische Grundlage des Reiches Talniantinsuyu, dem Staatswesen der Incas, auf dem südamerikanischen Hochlande. Dem Terlasser hat, so wird in der Vorrede ausgeführtk ein zehnjähriger Aufenthält in den Staaten des ehemals spanischen Südamerika das Interesse an der Geschielte jener Ränder geweckt, und seine Darstellung verriet eher Liebe als l^reingenommenheit für eine alte, in Trümmer gegangene Kultur weit. Nachdem die erste Hälfte des Buches den geschiehtüchen Verlauf des Reiches der Inkas auf dem Hochlande von Peru von etwa 1250 bis 1532 behandelt hat, bietet uns die zweite Hälfte desselben in einem Querschnitt die Hauptzüge in den politischen und sozialen Zuständen des Inkareiches, wie sie zu einer bestimmten Zeit | bestanden. Dieser Teil ist es, der das.Interesse auch nicht gelehrter j Kreise, insbesondere das unserer Politiker beanspruchen kann. Wie 1 lehrreich dieses Werk ist. wollen wir nur andeutungsweise dadutvh erwähnen,׳ dass es in der Schrift - u. A. heisst: Der׳ Staat der lnka>. der "'zeitweise eine Ausdehnung hatte. - welche die des deutsch.*!! Reiches ■'wesentlich■ Überschrift, war ein Staat mit. a,isschli.>sslieher Ackerbaukultur, mit; völliger ■Aufhebung •des Privateigentum־*; an Grund und Boden. Von dem gesamten nutzbaren Land.• war ein Drittel dem Volke zur Gewinnung des unmittelbaren Lehen-amle,- haltes' zugewiesen und •zwar so. das ein bestimmte- Maas guten Maislandes auf den Kopf kaiu, ein Drittel war für die Bedürfnisse des Inka, der monarchischen Spitze des Staates, das letzte Drittel tur die Bedürfnisse des Kultus-und der Regierung bestimmt. W u«*hs die B*~ völkerung, so wurde bei der'ersten be-t׳-n G«*I«*geniwit ־׳ine neue Provinz .erobert und das. .Land weiter aufgeteilt. Das Saatgut; wurde von der Regierting ztigewiesen. die in Notjahren■ den‘völligen Luterhalt der Bevölkerung übernahm. Arbeitsptliehttg für alle drei Drittel des Staatsgebietes waren .alle Männer vöm 25. bis 50. Lt:bensja-luy mit ihren Frauen. Geld oder ein anderes Tausch mittel gab es nicht.. Die Bewachung und polizeiliche Koutrole der Bevölkerung ging bis ins Einzelne. Eine Reise durfte ein Staatsangehöriger nur aut k«׳migliehen Befehl machen. Die ganze Bevölkerung .war fest an die Schelle gefesselt. Die Verhinderung der Freizügigkeit, ging so wen, da-s kein Staatsbewohner in eine andere Gemeind.* hineinheiraion durio*. weil dadurch die Verteilung des Landes gestört worden wäre. Di«• Indianer vvaren an eine bestimmte Kleideroränung, gebunden und mussten bei offenen Thüren ihre Mahlzeiten einnehmen, um «Kn überwachenden Beamten einen steten .Einblick in ihr 'häusliches Loben zu ermöglichen. Das Heisstrockenluft-Verfahren, wie es in Berlin lusscblies ־ lieh vom ״TimarianuinG Gr. Hamburgerstr. 20, .. angewandt wird, findet in immer ,weiteren Kreisen Aukiaug und Anerkennung. Den G■ esundrn bietet das Verfahren eine wünschenswert«- Erfrischung ׳ und Kräftigung, den Leidenden und Kranken einen rieiUakt״!. wie er in seiner eigenartigen Ausführung von. ׳ auss.*mrdent|!.-b günstiger Einwirkung sieh erwiesen hat. (Goss ist die Zahl dwjwiigen. wiche• teils aus eigenem Antrieb, teils auf ürztlb ln־n Kat ״,b-r ar/.tlieber Verordnung mit den besten Erfolgen «he Bader!».-nutz: und von ihren langjährigen Leiden befreit wurden. Vorzüglich ge*־ign<0 zur Kur sind Frauenleiden jeder Art. Uuterleibsh*bb*u, Hawikta.nkbeiten, Hämorrhoidalleiden, Ekgem und Flechten s< hwimbm in kürzester Zeit, AugeiKntzündungen und Erkrankungen der 11׳? nhaut, Rheumatismus, Gicht,r Asthma, Erkrankungen d־■? Lulfw«־g*•, Fettsucht und besondere Fälle von Wassersucht, Magen- und Darmleiden, Skrophuiosis, Nieren*, Blasenleiden. Gallenkrankheiten. Folgen der Influenza etc. Einen besonderen Vorteil bietet «las Heisstrocken- ׳ , d , ' . ...

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