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Berliner Vereinsbote · 1896-06-19 · Heft 25 (19.6.1896) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 25 (19.6.1896)
Date
1896-06-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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-_;___■ . \ _;_- Verein Linath Hazedek I. (Alter Verein, gegründet 1890.) Der ergebenst Unterzeichnete sagt hiermit Allen, welche in irgend einer Weise zu dem überrasch enden Erfolge des yon ihm zum Besten seiner Kasse am 10. d. M. veranstalteten Sommerfesfes beigetragen haben, vor Allem den Herren, ,welche hochherzig und liebenswürdig durch ihre geachteten'■Rainen das gute Werk unterstützten, wie den Comitemitgliedern und den Besuchern des Festes aufrichtigen Dank. Hochachtungsvoll Der Vorstand des Hamanitäts-Vereins Linath Hazedek I. Jung Israel. Jüdisch-nationaler Verein. Am Dienstag, den 23. Juni abonds!> Uhr bildet im Münchener Hof. Spandauerstr. 1113. ׳ in Discuesions- Abend über: ״Die Grundprinzipien des Zionismus“ statt, zu dem die Herren Rechtsanwalt Dr. Bodetlheimer (Köln) lind Dr. Herzl ( Wie!!(, der Verbisset• des .,Judenstaats‘׳ ihr Erscheinen in Aussicht gestellt haben. Das Referat giebt Herr Dr. 0. Thon. Jüdische Gäste. - Damen und Herren, sind herzlich willkommen. Wer Vorstand. Verein für Arbeitsnachweis. Kloster-Strasse 44. Fernsprecher 5, 3366. Geschäftsstunden 9 I und 3 6 Sonntag 10—12 Wir erbitten dringend Arbeitsgelegenheit für folgend(‘ Kräfte: Commis und Expedienten verschiedener Branchen. ״ Calculator für Damenconfection, - Stadtreisende. Buchhalter. - Comptoiristen auch für fremde ■Sprachen. Schreiber.״ Buchbindergesellen. Schlächtergesellen. Klempnergesellen. ־ Schriftsetzergehülfen. — Conditorgehülfen. Uhrmachergehillfen. - - Glasergehülfen. Malergehülfen. Tapezierergehülfen. Sattlergehülfen. Zuschneider und Bügler für Damenconfection Handwerkerlehrlinge. - Cigarrenarbeiter. Verheiratete Männer für jede Beschäftigung Hausdiener. — Cassenboten, auch mit Cautionen, — Buchhalterinnen,.auch erste Kräfte, mit Sprachkeniitnissen --- Verkäuferinnen verschiedener Branchen Lehrmädchen für engros und detail mit höherer ' _und Volksschulbildung■ _ Vereins - Schau. Am Sonntag den 7. Juni marine die Litterarisch-Gesellige Vereinigung ihren ersten diesjährigen Ansflug nach Birkenwerder. Obgleich nicht günstiges Wetter, hatten sa h dennoch etwa 60 Personen eingefunden, welche in frohester Stimmung den drohenden'Wolken zum־׳ ■Trotz hinausgezogen in dir freie Gottesnatur. Nach Ankunft in Birkenwerder ging man® zu dein idyllisch am See gelegenen ״ParadiesgarteiU und dann in den Saal, wo der Aufführung des Schwankes ,.Als Verlobte empfehlen sich״, ein recht bunter Cotillon und ei 11 e Verloosu 11g folgte! 1. So« 1 a1 in eil te ma 1 > . ו ו a <las Wetter sich unterdessen aufgeklärt hatte,;in «len Wald, wo nach 'einer Begrüssungsrede ׳an die Gäste Spiele stattfanden, die erst gegen 9 Uhr ihr Ende erreichten. Sonnabend den 13: Juni fand in Laut er *s Hotel der dritte Dichterabend (der Literarisch - Geselligen Vereinigung statt, der diesmäl vorzugsweise dem Dichter der Liebe ,.Heinrich Heine״ gewidmet war. Dem einleitenden Vortrage des Herrn Hermann Feiler über diesen Dichter, dessen Leben, Wirken und Schaffen der Herr Referent eingehend beleuchtete, folgte eine recht lebhafte Discussion. Nach derselben wurden noch verschiedene Gedichte vorgetragen, unter denen besonders die .Vorträge des Herrn Georg Wolff hervorzuheben sind. Hieran schloss sich ein geselliges Beisammensein mit etwas Tanz, welcher die trotz der Hitze zahlreich erschienenen Gäste bis gegen 1 Uhr in frohester Stimmung zusammenhielt. Der Humanitäts-Verein ״Linath hazedek 1,44 welcher im Jahre 1890 begründet *wurde, hat sich mit dem׳ am 10. <1. M. zum Besten seines Reservefonds, wie zur Begründung einer Witwenkasse in Wer mann s Volksgarten [arrangierten Sommerfest die Sympathien von Tausenden von Besuchern erworben, welche den Park genannten Lokals in geimitvoller Festesstimmung zum Teil bis nach Mitternacht füllten. Das Programm war ein überaus reiches und. befriedigendes, aus «lern wir mir das hervorragendste, das Dnppelkonzert: der Herren Musikdireetoren Hirsch lind Yüros Miska, wie das Brillantfeuerwerk, hervorheben wollen. Ganz" besonders sei noch erwähnt,' dass die Uornitemitgliedpr .sich vollkommen der wahrlich nicht■ ■leichten Aufgabe gewachsen zeigten, bei einem Menschenandrange von einigen Tausenden ־ >oweit thunlieh den Wünschen der ■'einzelnen Festtoihiehmer in aufmerksamster Weise naehzukommen. Doch wo das einmal nicht anging, zeigten sich.auch ■die Besucher liebenswürdig und entgegenkommend, so dass das wirklich'grossartige Fest ohne je«len Misston und in echtjüdischer. Geselligkeit verlief. Bemerken wellen wir noch, dass dieses ־Sommerfest. den Eingangs erwähnten, ideellen Zwecken genannten Vereins einen 'Reinertrag vOn ca. 1500 Mark ־־<eintausend und fünfhundert Mark zugetübrt hat, was d.-n Besuchern gewiss zur freudigen Genugthuunggereirhen wird. Vermischtes. Das unter. Prof. Rudolf Yirehows Präsidium stehende Reic 11 sko m i t ee fiir den i nt ern a ז ion a 1 e-n mediz i n isehen Kongress in Moskau hat beschlossen., ■■seine TluG tigkeit nur dann aufzimelnnen, wenn die Pasyaugeleg«,nln*it für׳ die deutschen K011gr«\ssbesucher jüdische!' Konfession vorher geregelt wird. Fine nahm half«׳ Anzahl der hedrnte misten deutschen Aerzte ist jüdischer ■ Konfession, ' für Juden ist es aber beinahe , unmöglich, ohne 1>«*so!ja 111 r״♦ * Befürwortung nach Russland zu gelangen. Odessa, 17. Juni. Hiesig׳ Blätter melden, "dass mit der Einführung des staatlichen Spi1*it1.ios»mVerkaufs' «las Haltern von Weinkellern und Branntweingro-slagcrn in den südrussischen Gouveruennuits den. Israeliten verboten werden wird. Ebenso wenig wer«hm dieselben berechtigt sein״ irgend'.■ welche Anstalten für den Verkauf von alkoindlmltig*־n Getränken zti ■eröffn eil. ' ׳Briefkasten..' Abonnent. Wdr empfehlen Jlm׳*n Kolherg *»der Herm^sdmf W. ist uns als für ..uns‘• nicht ׳*rnpiehlensweit hezeiehnet wur׳ior. Grösste und billigste Bezugsquelle für frische av Blumen, *uv ST BERLIN W. Charlottenstr. 48. Telephon Amt I, 884. Otto Burghagen Special-Damenfriseur «Praniiirt reit 1‘im11׳) Stuatspn is mul «äilheruer 1 8., Dresdenerstr. 52 53, ■City-Rötel. Teleph. Arm IV. 72H. Separater Damensalon zum Iriüren. Ebampoüniren. Jarden. — Sprr'ialuat: — Stirnlöckchen zur Iteise, «lie nie aufgeiien. Haarsträhne ohne Kordel, prima, von 2.50 Mk. an. Aygien,Herrenfa1on SartpHege Theaterfristren ”Prämiiert Dresden 5874. Prämiiert Berlin1879 Hirsch’®"' Schneider-Akademie Gegründet 1*59. 24000 Schüler ausgebildet Berlin C., Rotes Schloss No. 2. Grösste, älteste, besuchteste u.einzig preisgekrönte Fachlehranstalt der Welt Am 1. und 15. jeden Monats beginnen die neuen Kurs״ in allen Abteil«»!! g' fektlonäron. 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