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Berliner Vereinsbote · 1896-06-12 · Heft 24 (12.6.1896) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 24 (12.6.1896)
Date
1896-06-12
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Verein ftlr Arbeitsnachweis. Klo!ter-Str&sae 44. Fernsprecher 8. 3386. Geschäftsstunden 9—1 und 3 -6 Sonntag 10—12. Wir erbitten dringend Arbeitsgelegenheit für folgende Kräfte: Commis und Expedienten verschiedener Branchen. — Catculator für Damenconfection. — Stadtreisende. — Buchhalter. Comptoiristen auch für fremde Sprachen. — Schreiber. — Buchbindergesellen. ׳ Schlächtergesellen. — Klempnergesellen. —- Schriftsetzergehülfen. — Conditorgehülfen. — Uhrmachergehülfen. — Glasergehülfen. — Malergehülfen. — Tapezierergehülfen.—Sattlergehülfen. Zuschneider und BiiglerfQr Damenconfection — Handwerkerlehrlinge. Cigarrenarbeiter. ״״ Verheiratete Männer für jede Beschäftigung — Hausdiener. —־ Cassenboten, auch mit Cautionen. —־ Buchhalterinnen, auch erste Kräfte, mit Sprachkenntnissen — Verkäuferinnen verschiedener Branchen — Lehrmädchen für engros und detail mit höherer ׳ __und Volksschulbildung. _ Vereins -Schau. Freie israelitische Vereinigung. Wie unsern Lesern bekannt sein dürfte, hat sich im Mai v. J. in Hamburg eine freie israelitische Vereinigung constituirt mit der Absicht, ethische Fragen vom jüdischen Standpunkte aus zu erörtern und unter Ausschluss aller politischen Bestrebungen für die soziale Hebung des jüdischen Stammes zu wirken. Die diesjährige Tagung der freien Vereinigung wird im An- Schluss an den Gemeindetag am Montag, den 22. Juni abends im Logenhause, Wilhelmstr. 118 parterre, stattfinden. Auf der Tagesordnung stehen ausser einer programmatischen Erklärung, 1. מJüdische Colonisation“, Referent DrI jur. M. ßodenbeimer, Köln; 2. ״Die jüdische Erziel1ungsfrageu, Referent Dr. 1. Locwenberg, Institutsvorsteher, Hamburg. An der Erörterung über ״Jüdische ColonisatiorD werden sich, wie wir hören, Herr Dr. Hirsch Hildesheimer -Berlin und Dr. Herzl-Wien (Verfasser des Judenstaats) beteiligen. Zur Tagung werden sich hervorragende Glaubensgenossen aus allen Teilen Deutschlands einfinden, so dass sehr interes- 8ante Verhandlungen in Aussicht stehen. Jeder Israelit ist berechtigt, derselben beizuwohnen. In der Sitzung der ״Wissenschaftlichen Vereinigung jüd. Schulmänner ZU Berlin“ am 6. Juni machte der Vorsitzende Mitteilung• von der Ueberweisung dreier :Exemplare der M Methodik des jüd. Religionsunterrichtes u von Dr. M avba um an die Vereinigung. Das Mitglied Dr. Blasehke bat sich bereit erklärt, in einer der nächsten Sitzungen über dieses Buch zu referieren. .Nachdem, der Vorsitzende weiter ־über die erfolgte Gründung des Vereins jüdische!* Lehrer'; der Provinz Brandenburg, dem sich bereits: zahlreiche• Mitglieder aiigesehlösseu •haben, berichtet batte, eutstan<l eine leb! 1 afte Debatte über Punkt 3 der Tagesordnung: ״Beratung über einen SommerausflugA Es wurde beschlossen, dass die Mitglieder mit ihren Damen und mit Gästen am Sonntag, den 14. Juni, nachmittag o Uhr sich im Kaiser-Pavillon zu Wannsee treffen, um den Abend gemeinsam zu verleben. An die geschäftliche Sitzung schloss sich noch ein gemütliches Beisammensein. Am f. ds. Mut feierte der ״Humanitäts-Verein Gemilus chassodim“ sein diesjähriges Sommerfest. Der anhaltende Regen schien das Fest zu Wasser machen zu wollen, aber in den späten Naehmittagsstunden zeigte der Himmel ein freundliches Gesicht, und zu Hunderten strömten die Mitglieder und Gäste in den Garten und die Festsäle des Herrn Dräsel, so dass alle Räume fast überfüllt ' waren. Das Fest nahm einen guten Verlauf und die Einnahme gestattete, der Vereinskasse einen nennenswerten Betrag zu überweisen. Für Belustigung der* Kinder war auch geniigend gesorgt, ■während die Erwachsenen sich bei Tanz und humoristischen und deklamatorischen Vorträgen vergnügten. In der Generalversammlung des jüdischen ״Studienbeförderungsvereins“, die am 8. d. Monats unter dem Vorsitz des Herrn Sanitätsrath Dr. Blumenthal in Cassels Hotel stattfand, wies derselbe zunächst auf das nun fünfzigjährige Bestehen des Vereins hin. In grossen Zügen ■ entwarf der Redner die Deschichte des Vereins und schloss mit dem Wunsche, dass der Verein auch in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, in die er nun trete, reiche Erfolge zu vorzeichnen haben und immerdar sein Programm, dem Wolde der jüdischen Jugend zu dienen,!zur vollen Entfaltung bringen möge. Nachdem der stellvertretende Vorsitzende, Herr ' Geheimrath Hausmann, alsdann .den^ Kassenbericht erstattet hatte, dankte er noch in herzlichen Wortenden beiden Männern, die nun durch mehrere Jahrzehnte die grosse Arbeitslast, die mit der'Verwaltung der Vereins* geschälte verknüpft sei. auf sich genommen, und durch deren treues Wirken der Verein hauptsächlich ■seihe Aufgäbe habe erfüllen können:, den Herren Sanitatsrarli Dr. Blumen thal und Direktor der 1. Religionssehule Dr. Kirschstein. Der Vorstand habe als Zeichen der Auerkeimung den beiden Herren die Ehrenmitgliedseh alt des Vereins zu erkannt und liege den innigsten Wm 1-<•}!. dass die verdienstvollen Leiter noch viele Jahre in der Treue und dem Pflichtbewusstsein, das wir an ihnen sclfiitzen, zum Wolde des Vereins wirken mögen. Darauf überreichte der Redner den beiden Ehrenmitgliedern kniistvni! ausgestattete Diplome. In ,ihrer Erwiderung knüpften die Gefeierten an das bisher einzige Ehrenmitglied des Voreins. Zunz, an und versprachen .in der altgewohnten Weid auch ferner dem Vereine ihre Kräfte zu weihen. An den alsdann von Herrn Dr. Kirschstein ■erstatteten Bericht; über die Wirksamkeit des Vereins knüpfte, sich eine anregende• Debatte, die sich namentlich mit der Frag(1 der zweckmassigsten Ausbildung der unterstützten Zöglinge, besehäftagte. Auf Antrag des Herrn Machol wurden alsdann die bisherigen Vorstandsmitglieder Dr. Blumenthal. Geh; Rath. Hausmann. Dr. Kirschstein. Geheim rat h Dr. Kirsten!. Rektor Dr* Adler, Maurermeister M. B. Strassmami und Dr, L. Feilehenfeld wieder- und als Stellvertreter die Herren Rektor Dr. Holzmann. Julius [saac. Redakteur Dr. G. K arpeles. Leopold Besser neugewählt. Möge ■der wackere Verein in seinem Streiten auch weiter die Zustimmung und die wirksame Unterstützung unserer Glaubensgenossen fluden. die■ ihm bisher zu theil geworden ist! Die seit 80 Jahren hier bestehende Firma Davids & Co., Seydelstr. 3 und 27, empfiehlt in unserem Blatte ihre .durch■ Billigkeit und Dauerhaftigkeit bekannten Fabrikate. Die Firma ist auf vielen Ausstellungen' preisgekrönt 'mit. 22 goldenen und silbernen Medaillen. Der Begründer ist der Erfinder des .Artikels. Der gute Ruf der Firma bürgt für die Solidität ihrer Fabrikate. Grösste und billigste Bezugsquelle für frische *v Blumen, J BERLIN W. Charlottenstr. 46. Telephon Amt I, 684. Otto Burghagen Special-Damenfriseur fPrilmiirt mit einem Staatspreis und silberner Medaille.) 8., Dresdenerstr. 52/53, City-Hötel. 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