Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 23 (5.6.1896)
- Date
- 1896-06-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Ausserordentliche Generalversammlung des HumanitätS- Vereins ״Gewul-Tow“ im Hotel König von Portugal am 28. v, M. Der Vorsitzende, Herr G. Michaelis, eröff riete unter Begnissung der Anwesenden, der dahingeschiedenen Mitglieder gedenkend, die Sitzung. Ad I der Tagesordnung. Bericht über die Lage des Vereins wurde gemeldet, dass die' Krankenkasse über 28,500 Mk.. die Witwenkasse über «>.B00 Mk. die Gustav MiehaelisstiftUng über BOOM Mk. verfügt Die neue Wohlfahrtseinrie! 1 taug- מDariehnskasseu wurde seit April mit 2( >00 Mk. in Anspruch genommen. Der Verein zählt jetzt 731 Mitglieder. Beit dem 1. April e. besitzt der ׳Verein' in der St rahm erst r. IS, ein eigenes Heim, w» h lies zun! grössten Feil anf Kosten der Vorstandsniitglasier würdig ausgestattet wurde, j Ad II berirhteten die Rendanten ♦»ingehend über Ein- ׳nähme und Ausgabe. * ’ Die Einanzlage .des■ Ver'oins *erweist sich nueb diesem Bvüeht als eine recht erfreuliche. Aueh der Gesundlieitszum and״ der Mitglieder .. war ein guter, so dass die Herren V r< msä?;zte verhältnissmässig wenig in Anspruch gen0mimti wurden; Ad in ׳Vortrag des lb־chtsanwalts Herrn Josef (John ul«.׳•׳ ,.neuer♦» Bestimmungen ♦ler (Gewerbeordnung^ erntete durch fess.dnde und belehrende. Schilderung den Beifall d»-r Versammlung, 'Welche־ den Vortragenden durch Erheben von ■■den Sitzen noch besonders ehrte. Nach Erledigung der Tagesordnung berichtete der Schriftführer Herr Ludwig H i ess. dass sich auf seine Anregung eine Frauenvereinigung des llumanitätsvereins Gewul-Tow am 20. Mai gegründet habe und heute bereits׳ ca. 100 Mitglieder zähle. Den VörsLuul ‘bilden Frau Marianne Dewitz. Kurfürstenstr. 48, Vorsitzende. Frau Auguste Michaelis,’ Winterfelästr. 84, Kassiererin. Frau Henriette David, Kosen8tr. 12, Schriftiuhivrin. I)«־r ־־Zweck der Vereinigung ist, Wohlthätigkeit zii übeji, dort wo noch Hilfe und Unterstützung, trotz der bereits, angewendeten Mittel nötig, und somit vorhandene Lücken• nach Möglichkeit ,zu füllen. Der Beitrag* beträgt pro Quartal 0.75 Mk. und ist deshalb so niedrig bemessen, damit der Frau des urd»etuittelten Mitgliedes der Beitritt möglich ist. Alle Frauen unserer Mitglieder haben die Pflicht siel♦ de,- Vereinigung anzuschliessen, eingedenk der Wörtern . ‘י. V' ' Viele wenig; machen ein Viel, Verein!«* Kräfte führen zum Ziel. und Glück. Heil und Segen werden aus dieser neuen Woldfahrtseim'iehtung ,erblühen. Zahlreiche Beitrittserklärungen wurden am Abend der ausserordentlichen General Versammlung abgegeben. Wir begrüssen diese neue Vereinigung mit Freuden und wünsclien, dass ihre Thätigkeit eine segensreiche sein möge! Bücher-Schau. Max Beerman: ״Das Judenthum und seine Bedeutung.“ 20 Breiten, in 8". Berlin 180b. Verlag von Aremis und Mossner. Verfasser, ein noch .;jugendlicher, aber begeisterter Anhänger des gesetzestreuen Judentums, hat auf Veranlassung der jüdischen Huinanitätsgesellschaffc dieses Büchlein. dem• Drucke übergeben. Wirerhalten hier in allgemeinen Umrissen ein Bild von der dem Judentum♦׳ eigentümlichen, Welt- und Geschieh tsauiTassung, seinem sittlichen Gehalt und seiiiem Verhältnis zu anderen Religionen. Was aber der Schrift ein eigentümliches Gepräge■■ verleiht, ist die originelle Art, in welcher der Verfasser die positiven Satzungen des Judentums darstellt. Grade hierüber sind bei vielen die irrigsten Meinungen im Schwünge. So mancher wird erstaunen, dieses Gebiet unseres religiösen Lebens, das so oft mit Geringschätzung behandelt wird; plötzlieh in einem ganz neuen Lichte zu sehen und seinem Verständnis erschlossen zu finden. Der heilige Ernst und das tiefe Empfinden, der lebhafte und form vollendete. Ausdruck, ■.überhaupt das begeisterte Eintreten des Verfassers für seine Sache sichern dem Werkelten eine dauernde Bedeutung. Jedem, der das Wesen des Judentums zu verstehen ernste Neigung hat, ist die Broschüre auf das wärmst׳‘ zu empfehlen. , - Die Gruppeil der Bekleidungsindustrie auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung dürfte «las besondere Interesse unserer Damenwelt erwecken, da sie darin einen ebenso unentbehrlichen wie nützlichen Gegenstand finden. Wir meinen das Corset, In dieser Gruppe, Saal J, No. 156, hat die Berliner Corset-Fabrik W. & G. Neumarin, Inh. William Neumann, ihre Erzeugnisse ausgestellt, die durch die elegante Ausführung, «len tadellosen Sitz, das Entzücken jeder Dame heryorrufen müssen. Jedes Corset hat seinen besonderen Schnitt unter Berücksichtigung der verschiedensten Figuren; hier stehen Batist- und Seidencorsets, nur 00 Gramm wiegend, dort wieder die be- <jueinsten Büstenhalter mif abknöpfbarem Gurt; im Hause dient dieser der Bequemlichkeit, kann aber auch zur eleganten Strassentoilette verwendet werden. Aber auch in hygienischer Beziehung hat die Firma durch ein patentirtes Leibbindcorset ihre Leistungsfähigkeit bewiesen, welches von Herrn Professor Fehling in Halle a. S. auf das Beste empfohlen wird. Der gute Ruf der Firma, ihr 18jähriges Bestehen, sowie das Unterhalten von 25 eigenen Filialen, bieten sicherlich jeder Käuferin die vollste Garantie für tadelloses Fabrikat. - Bfennspiritus per Liter 20 Pf. Himbeer- und Kirschsaft ä Liter 1 Mk. Sämtliche fei ne Tai.1 \- Li! j ueu re u. E*lenzen zurSclhsthoreitung von Liqueureii'Zu.den billigsten Preisen. Liqueurfiibrik Max Schüfftan Rosenstr. 18. Amt 3, 8381. Für aus h i Wollen-. Filz-, Teppichu. 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Chaussee - Strasse 114. Wilsnacker-Strasse 11. Kaiser Wilhelmstr. 19a. Gegründet 1878. Für Fremde besonders empfehlenswert! Zur Ecurirung sämmtl. Privat- Interessen, sowie Beobachtengen, Ermittelungen, Fremden- Führungen, Reisebegleitung p. p. empfiehlt siel» das Berliner General- Detectiv- und Auskunfts-Bureau von Ludwig Windeil König!. Krim.-Pol -Beamt a. I). Berlin, Schlossplatz 2» II. Sprechzeit 9—12 u. 3- 8 Uhr. On parle frany-äis. Men spreckt. hollandscl». Euglish spoken. apeten Qebr. |{ampe Berlin s!w7 gegenüber dem Militär-Arrest. MT Teliphon Amt IV, S0S7 -HAU