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Berliner Vereinsbote · 1896-05-22 · Heft 21 (22.5.1896) · page 2

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 21 (22.5.1896)
Date
1896-05-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
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fu deren Einkommen mehr als 12(X> bis einschliesslich '21.00 Mark beträgt, mit s/j2j ct deren Einkommen mehr als 2100 bis einschliesslich 2700 Mark beträgt, mit °/J2, d! deren Einkommen mehr als 2700 bis einschliesslich :000*־ Mark beträgt, mit 10/!2ז er deren Einkommen mehr als )*000 bis einschliesslich )*600 Mark beträgt, mit 12/״, mal diejenigen, fi deren Einkommen mehr als .'*600 Mark beträgt, mit ihrem vollen Einkommen gl eich massig in Ansatz gebracht werden. Der geringste Steuersatz wird auf 6 Mark fest gestellt. Diejenigen Mitglieder, deren Einkommen 1200 Mark nfl«‘!■׳ weniger, betrügt, sind jedoch der Beitrags ן )dicht enthoben, sofern sie dies ausdrücklich beantragen. Dieser Antrag gilt als Verzicht auf das Wahlrecht s? I I und 12 ׳•. _ Nach Massgabe der durch den Etat ermittelten Be- (iarfüimme wird der von veranlagten Einkommen zu? entrichtende Prozentsatz bestimmt und hiernach die Heberolle;!!;!gestellt, welche den Betrag ergiebt,׳ der von jenem < b hiemdemitgliede zu erbeben ist. ’ Sollte ein (remeindemitglied aucli bei ein erwandern jüdischen Gemeinde zur Steuer herangezogen sein, so ist der Vorstand berechtigt, diese letztere Steuer auf die von diesem Mitglied»־ zn leistenden _ Beiträge in Anrechnung zu bringen. Kann bis zum Beginn des heuen Verwaltungsjahres die Ausschreibung der. Beiträge nicht erfolgen, so ist der Gemeinde-Vorstand berechtigt, vorläufig die Steuer des letzt verflossenen■ Verwaltungsjahres zu erheben, und wird der gezahlte Betrag auf die demnächst festzusetzende Steuer angerechnet, beziehungsweise ganz oder teilweise zurückerstattet. Die Heberolle ist alljährlich 14 Tage lang offen zu legen. Ort und Dauer der Offenlegung, sowie der von dem Veranlagten Einkommen zu entrichtende Prozentsatz sind öffentlich bekannt zu machen (§ 62); jeder Beteiligte ist berechtigt, während dieser Zeit von dem für ihn festgesetzten Beitrage Kenntnis zu nehmen. Bei den in! Laufe des Jahres etwa notwendig werdenden Nachbesteuerungen kann die Offenlegung der Heberolle durch besondere Benachrichtigung des Verpflichteten' ersetzt werden. .Reklamationen sind binnen eincjr dreimonatlichen Ausschlussfrist vom Tage der Offenlegung der Heberolle beziehungsweise der besonderen Benachrichtigung des Verpflichteten an zulässig. Heber dieselben, sowie über Gesuche, betreffenddieErmässigungoder den Erlass der ausgeschriebenen Beiträge, entscheidet der Gemeinde Vorstand. Die Anfechtung dieser Entscheidung ist nach Massgabe der gesetzlichen Bestimmungen zulässig (Zuständigkeits-Gesetz vom I. August 1,888. § 541. Die Zahlung der »veranlagten Steuer darf durch Reklamationen und Einsprüche nicht aufgehalten werden, muss vielmehr, mit Vorbehalt der späteren Erstattung des etwa zu viel Gezahlten, zu den bestimmten Terminen (§ 61) erfolgen. Nachdem die Heberolle von der Aufsicht.sbehörde für vollstreckbar erklärt worden, werden die rückständigen Beiträge auf Antrag des Gemeinde-Vorstandes im Verwaltungswege eingezogen. Die Beiträge werden in Rate!), welche durch den Genieinde-Vorstand zu bestimmen sind, im voraus erhoben. ■ ..■ (Schluss folgt. V .. Gemeinde. Gottesdienst. Freitag, den 22. Mai in allen Synagogm abends T! , 1111־. Sonnabend, den 2.*. Mai in der;dtvn ■Syna-goge jnnr״. BK,׳ Khr,׳ in den übrigen" Synagogen׳ morgens 0 Km־, Abendgottesdienst s , Kirr. Gottesdienst an d.a! vv־>״!n׳ntagen in allen Bvnagogen morgens K , Uhr und abends (;( V Klir. Sonntag, den 21. Mai Vorm.: 10 Uhr.Synagoge Linden$tr. 48 50: Einsegnung »h'־r Kdnfirman- »linnen »hirrh 1 l»־m1 Rabbiner Dr, Maybaum. Synagoge Oranienburgerstr. 30. Einsegnung der Konfirmandinnen durch Herrn Rabbiner Dr. \V »•iss e. p - וי . < * ¥ י ► r> > ¥ ל * י « « ► « -י יי . •י : rixixxrxxixii xxxxxxi ״ : Vereinigung ״ י ״ , : 4 . . . N * N;i«־hs!.»• Sitzung: JJ ] Mittwoch, 27. Mai 1896 ״; Cassel’s Hotel; J B 11 v g - S t r a s s e 10. * 4 N i Beratli 11120־״ h - ■ , H 4 der neuen Statuten. * 4 M J In Anbetracht »lieber tuid)- * J tigen Debatte wir»! dringend ״ < 11111 »las Erscheinen der Herren N . '44 < aetiven Mitglieder gebeten. m 4 H - Gäste ansgelchlosten. - 4 M 4 Der Vorstand « - M : acxxxixxfixxxlixxzx] ״ Verein für Arbeitsnachweis. Kloster-Strasse 44. Fernsprecher 5, 3386. Geschäftsstunden 9 1 und 3 6 Sonntag 10—12. Wir erbitten dringend Arbeitsgelegenheit für folgende Kräfte: Commis und Expedienten •verschiedener Branchen. Calculator für Damenconfection. — Stadtreisende. -- Buchhalter. Comptoiristen au elf für fremde Sprachen. Schreiber. — Buchbindergesellen. Klempnergesellen. ׳— Schriftsetzergehülfen Conditorgehülfen. Uhrmachergehülfen. ״ Glasergehülfen. ■— Tapezierergehülfen. Sattlergehüifen. — Zuschneider für Damenconfection - Handwerkerlehrlinge. — Cigarrenarbeiter. Verheiratete Männer für jede Beschäftigung — Hausdiener. — Cassenboten, auch mit Cautionen. — Buchhalterinnen,auch erste Kräfte mit Sprachkenntnissen — Verkäuferinnen verschiedener Branchen. Expedientin für Ta pisserie. — Lehrmädchen für engros und detail mit höherer und Volksschulbiidung, Jüdische Lesehalle u. WolKsöMiolheK Münchener Hof, Spandauerstr. 11—13. für jedermann geöffnet: Wochentags 1—4. und '!1j^—10, Sonnabends 2—5, Sonntags 10—2. Mehren* Schülerinnen der unter der Leitung des Rabbi ne ns Dr. W »risse stellenden III. Religionsschule werden am-.. Sonntag, den 24, ds. in der Neuen Synagoge confirmieri weKlen. Die Mädchen .־haben mehrere Jahre hindurch ihre religiöse Ausbildung an dieser Schule genossen. Die. Confirmation vollzieht zum ersten Male Herr Dr. Weisse.' '׳ ...... י, Vereins-Schau. In der ״Vereinigung Monbijou“ hielt am Mittwoch, den 6. Mai, Herr Wilhelm Lewv einen Vortrag über das Thema ״*lie geschichtliche Entwickelung des Zionismus44. Einleitend setzte der Redner auseinander, dass die Grundideo des heutigen National)udentüms schon sehr alt sei, und dass die Sehnsucht und das Streben nach der alten Ih imat und der Wiederaufrichtung des jüdischen Staates, s»־hon mit dein Augenblick erwachte, als die Juden ihr Vaterland verlassen mussten. Indessen sei doch ein grosser Unterschied zwischen der Zionsliebe unserer Vorfahren und dem modernen Zionismus. Wie jede Idee, so hatte eben auch diese eine. Entwickelung durchzumachen. Im Altertum und im Mittelalter sehnten sich die Juden nach der Wiederherstellung des jüdischen Staates nicht etwa blos, um von ihrem nationalen Elend und ihren Leiden befreit zu werden, sondern vor allem, weil sie glaubten, dass dann der Völkerfrühling und die Befreiung der gesummten Menschheit von aller Körper- und Geistesknechtschaft beginnen würde. Darum, weil die alten Juden so durchaus religiös dachten und fühlten, darum konnten sie sich eine so gewaltige Bewegung nicht ohne die erhabene Person des messiamschen Prophetenkönigs denken. Ganz .anders'die heutigen Zionisten. Sie wollen mit ihren Bestrebungen hauptsächlich nur die Verbesserung der sozialen Lage der Juden erreichen, sie wollen die Verbreitung und die Pflege der hebräischen Litteratur nur aus rein nationalen Gründen, für sie kommt die jüd. Religion in der zionistischen Bewegung nur soweit in Betracht, als sie das Nationale berührt und betrifft. Darum, weil der heutige Zionismus nur eine politische Bestrebung ist, kam auch der erste Anstoss zu ihr von aussen. Seit den grossen Judenverfolgungen in Russland vom 53 0664

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