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Berliner Vereinsbote · 1896-05-15 · Heft 20 (15.5.1896) · page 3

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 20 (15.5.1896)
Date
1896-05-15
Page
– (sequence 3)
Language
German
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R. Zu den zahlreichen Vereinigaitgen, die in den׳ 'Pfingsttagen in Berlin ihre Versammlungen abhalten werden, gehört auch der neubegründete Provinzialverein jüdischer Lehrer in der Provinz Brandenburg, der Montag, den 25. d. Mts. vormittags 11 Uhr in den! Saale des Hotels Münchener Hof, Spandauerstr. 11-18, sich endgültig durch die Wahl des Vorstands und Beratung seiner Satzungen constituiren wird. Bei dem überaus regen Interesse, das sich für den Verein in den jüd. Lehrerkreisen der Provinz kund giebt (schon jetzt zählt der Verein ca. 50 Mitglieder) und bei der hohen Wichtigkeit des Zusammenschlusses aller jüd. Lehrer angesichts der bedeutungsvollen Fragen, deren Behandlung in der nächsten Zeit den Lehrervereinen obliegt, werden sicherlich alle Lehrer, denen das eigene Wohl und die sociale und materielle Hebung des jüd. Lehrerstandes am Herzen liegt, pünktlich zu der Versammlung erscheinen . und, falls sie dem Verein noch nicht angehören, ihren!^Beitritt dem Vorsitzenden des provisorischen Comiie’s Herrn Rektor Dr. Adler in Berlin, Oranienburgerstr. 29, oder dessen Stellvertreter. Herrn Lehrer J. Cohn in Küstrin, anzeigen. \ In der diesjährigen ordentlichen Generalversammlung der im Jahre 1819 gegründeten {Gesellschaft zur Verbreitung der Handwerke und des Ackerbaues unter den Juden ׳erstattet der Vorsitzende Herr Leop01 d L688er den Bericht über die Vereinstliätigkeit, die auch Im verflossenen Jahre recht gute Erfolge aufzuweisen hat. 85 Lehrlinge erfteute 11 sich der Obhut der Gesellschaft. Da die Mittel der Gesellschaft nicht in gleichem Masse zunehmen, wie das Arbeitsfeld sich fortgesetzt an Umfang erweitere, so begrüsse die Gesellschaft mit besonderer Germgthuung die Begründung des Vereins ^Lehrlingsheim Pankow“, welcher bestimmt ist, bedürftigen und würdigen Handwerkslehrlingen Unterhalt zu bieten und ihre Fortbildung zu fördern. Durch diese Gründung habe die Gesellschaft, da die von ihr in dauernde Unterstützung genommenen Zöglinge vor allen 11m Aufnahme ins Lehrlingsheim Xachsuchenderi den Vorzug erhalten,7 eine nicht zu unterschätzende Entlastung des Etats erfahren und könne sich wieder ausschliesslich ihrer früheren Thätigkeit widmen. Von besonderer Wichtigkeit war der Antrag des R.-A. Kraft, dahingehend, dem Lehrlingsheim Pankow eine jährliche Subvention von 9(XX) Mk. auf die Dauer von H Jahren zu bewilligen. Nach einer längeren interessanten Debatte über diesen Gegenstand wurde der Antrag einstimm ig angenommen. Bei der hierauf folgenden Wahl wurde an Stelle des wegen überhäufter Geschäfte ausgeschiedenen stell vertretenden Vorsitzenden, Rechtsanwalt Dr. Edwin Katz, Maurermeister Frankel, als Kontroleur M. I). Feilehenfeld, als Inspektor Julius Bodenstein und als Revisoren Jakob Pasch, M. Pick und Emil Pincus gewählt. Nach Erledigung des geschäftlichen Teils wurden die von den Lehrlingen ausgestellten ■ Arbeiten, die ihren Verfertigem viel Lob einbrachten, besichtigt. Sonntag, den 17. <1. M. vormittags 111 , Uhr wird das neue Lehrlingsheim Pankow eingeweiht. Die Beteiligung an dieser Feier wird voraussichtlich enm recht grosse sein, da das Interesse für dieses Institut ein allgemein reges ist. Grösste und billigste Bezugsquelle für frische Blumen. ,1eP £ $ L BERLIN W. Charlottenstr. 48. r Telephon, Amt I, 984. beteiligt sieh mir Mk. tOOOO a. ltikn1Livem,bestf11miirtem .■Unternehmen? Risiko ausgeschlossen. OH. Offerten sul) 0. 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